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“Finanzaufsicht hat Finanzkrise verhindert” – bitte was?

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Wir alle haben die letzten Tage erlebt, wie der Chef der BaFin rund um den Wirecard-Skandal (die erste Insolvenz eines Dax-Konzerns) vor einem Bundestagsausschuss versucht hat die deutsche Finanzaufsicht in ein gutes Licht zu rücken. Man sei entweder nicht zuständig gewesen, oder habe nicht genug Befugnisse gehabt (vereinfacht ausgedrückt). Aber hier und heute, da wollen wir uns die Finanzaufsicht auf europäischer Ebene mal vornehmen. Wir wollen uns mal das große Ganze anschauen.

Finanzaufsicht hat neue Finanzkrise verhindert?

Damit die Bürger gerade nach der Finanzkrise 2008 ein gutes Gefühlt bekamen, dass in Sachen Finanzaufsicht nun endlich was geschieht, wurde allerlei unternommen, zumindest oberflächlich. So wurde unter anderem auf europäischer Ebene der “Europäische Ausschuss für Systemrisiken” (European Systemic Risk Board oder auch ESRB) im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Es ist eine Art… tja, wie soll man es nennen… Palaver-Runde? Jedenfalls hat dieses ESRB keine “eigene Rechtspersönlichkeit”, und ist quasi ein Anhängsel der EZB in Frankfurt. Die BaFin hat heute eine Warnung des ESRB veröffentlicht. Aber dazu gleich mehr. Wir wollen (weil es so lustig oder eher traurig ist) den allerletzten Satz der Meldung hier erstmal besprechen. Denn da steht geschrieben, Zitat:

“Zur Rolle der Aufsichtsbehörden sagt der ESRB: Sie hätten bislang gemeinsam mit den EU-Organen, Regierungen und Zentralbanken verhindert, dass die Wirtschaftskrise zu einer Finanzkrise wurde.”

Dazu möchten wir fragen: Was wurde denn bisher verhindert? Das einzige was man tut, ist dabei zuzuschauen, wie die Regierungen sich immer weiter verschulden, und ihre Volkswirtschaften mit Geld fluten. Aber, ach ja, man hat etwas getan. Die BaFin hatte zum Beispiel im März, wo sich die Coronakrise durch den Shut Down voll entfaltete, doch aktiv etwas getan. Man erlaubte da nämlich den Banken gestundete Darlehen, wo die Kreditnehmer nicht mehr zahlen können, erstmal weiter ganz normal in den Büchern stehenlassen zu dürfen. Eigentlich müssten sie solche Kredite als Zahlungsausfall abschreiben, aber diese Kredite dürfen weiterhin als vollwertige Forderungen in den Büchern bleiben.

Und ohhh Wunder, jüngst wurde diese Regel bis Ende September verlängert. Die BaFin hat als deutsche Finanzaufsicht also keine Krise verhindert, sondern sie in diesem Fall lediglich optisch versteckt. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben! Und wo die EZB den Staaten sowieso nicht verbieten kann mehr Schulden zu machen, tut sie ganz im Gegenteil alles dafür, dass sie noch mehr Schulden machen können. Die EZB druckt 1,35 Billionen Euro, und kauft damit Staatsschulden. Sie befeuert also die Schuldenorgie der Regierungen, anstatt diese zu begrenzen. Und die Aufsichtsbehörden auf nationaler Ebene? Wie sollen die denn irgendetwas verhindern? Sie sind weisungsgebunden gegenüber ihren Regierungen, so wie die BaFin Befehlsempfänger des Bundesfinanzministers ist. Und wenn der wünscht, dass die Banken in der Coronakrise bloß nicht in Schieflage geraten sollen, dann erlaubt man den Banken eigentlich wertlose Kredite einfach nicht als solche zu deklarieren. Gab es dazu einen Anruf aus Berlin bei der BaFin, oder hat sie sich das mit der europäischen Finanzaufsicht ganz alleine ausgedacht?

Letztlich spielt es keine Rolle. Aber dass EU, Regierungen, EZB und Finanzaufsicht jüngst eine Finanzkrise verhindert haben, das ist doch mehr als absurd. Und wenn, dann haben sie sie teilweise lediglich durch Tricks versteckt. Denn wie kaputt zum Beispiel die Banken durch Zahlungsausfälle jetzt schon sind, kann niemand sagen, dank der hier beschriebenen Regelung. Man könnte zum Beispiel sagen: Die EZB flutet das ganze System mit Geld, und somit hat sie das System gerettet. Das kann man so sehen. Man könnte aber auch sagen, dass die EZB den Junkie (das Finanzsystem) erstmal mit so viel Stoff versorgt hat, dass auf absehbare Zeit keine Entzugserscheinung droht. Gesund ist der Patient deswegen aber nicht! Und in welcher Weise die europäische Finanzaufsicht dazu beigetragen haben soll seit März eine neue Finanzkrise zu verhindern, das erschließt sich dem geneigten Beobachter einfach nicht.

BaFin und ESRB warnen

Aber wovor warnt die BaFin denn heute überhaupt? Vor drei Risiken, welche das ESRB identifiziert hat, die das “EU-Finanzsystem und seine Fähigkeit, Finanzdienstleistungen für die Realwirtschaft” bereitzustellen, erheblich beeinträchtigen könnten. Zitat:

Erstens könne der schwere wirtschaftliche Schock zu weitverbreiteten Zahlungsausfällen in der Realwirtschaft führen – insbesondere bei Unternehmen und Haushalten, die bereits überschuldet waren und mit Einkommensunsicherheit konfrontiert sind. Zweitens bestünden – obwohl sich die Asset-Preise jüngst erholt hätten – weiterhin Risiken im Zusammenhang mit einer hohen Volatilität auf den Finanzmärkten. Drittens könne das Problem der Staatsverschuldung wieder auftreten. Die drei Quellen des systemischen Risikos seien miteinander verknüpft.

Und was macht man so konkret? Jetzt ganz aktuell? Wo schreitet man ein? Nix da. Analysieren, Szenarien für 2021 erstellen etc. Zitat BaFin:

Vor dem Hintergrund der Liquiditätsrisiken, die sich aus Margin Calls ergeben, wird der ESRB die Struktur des Clearingmarkts in Europa aus Sicht der Finanzstabilität und seine Widerstandsfähigkeit in Stresszeiten analysieren. Im Mittelpunkt dieser Arbeiten stehen laut ESRB die Vernetzung und Konzentration bei der Erbringung von Clearingdiensten durch zentrale Gegenparteien und Clearingmitglieder – auch im Hinblick auf eine verstärkte Marktaktivität.

Darüber hinaus tauschte sich der Verwaltungsrat über das Szenario für den EU-weiten Stresstest der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA im Jahr 2021 aus. Eine Insight Note des beratenden Advisory Scientific Committee (ASC) wird in den kommenden Wochen erwartet.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    franko33

    6. Juli 2020 17:05 at 17:05

    Was wundert sich die Redaktion ?
    Ich glaube,ihr wundert euch sicherlich nicht wirklich,denn was soll man denn erwarten
    von einem “Ableger” der EZB oder unseres Finanzministeriums.
    Es läuft doch immer noch in ihrem Sinne,vielleicht sogar mit Absicht ?
    Die Antwort kann vielleicht ansatzweise der “neue Burggraben” um den Reichstag geben.
    Wie schon richtig von Ihnen mehrfach angedeutet.Der große Verlierer dieser Komödie
    werden der Mann auf der Straße und die Sozialsysteme sein.
    Wenn dann unsere “Regierenden”immer noch vom “reichen Deutschland” reden,wird wohl
    langsam der letzte aufwachen.

  2. Avatar

    Dreistein

    6. Juli 2020 17:19 at 17:19

    Ja in welchem Forum hat den da die BaFin da Abgeschrieben?

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Dr. Jens Ehrhardt: Dax 2021 bei 16.000 Punkten, Deflation statt Inflation

Claudio Kummerfeld

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Laut Dr. Jens Ehrhardt wird der Dax weiter kräftig ansteigen

Dr. Jens Ehrhardt (hier mehr zu seiner Person) ist ein anerkannter Börsianer. Aber auch seine Meinung ist nur eine von vielen. Er betont in einem ganz aktuellen Videobeitrag, dass er auch im Tief des Börsencrash im März diesen Jahres seine Prognose bestätigt hatte. Der Dax werde nächstes Jahr bei 16.000 Punkten notieren.

Dax 16.000 Punkte laut Dr. Jens Erhardt

Und heute erneuert er diese Prognose. 16.000 Punkte für das nächste Jahr, das sei für den Dax sogar eher eine bescheidene Prognose. Bei Börsenkursen gehe es nun mal nicht um wirtschaftliche Realitäten, sondern um Angebot und Nachfrage im Handel, so seine Aussage. Die Notenbanken würden immer weiter Liquidität in die Märkte pumpen. Und irgendwo hin müsse all dieses neue Geld fließen. Es treibe die Börsenkurse an. Auch bei seiner letztjährigen Gold-Prognose von 2.000 Dollar hätte ihn so mancher schief angeguckt. Und jetzt sei sie eingetreten. Und warum der Dax derzeit noch so gut aussehe? Die Börsianer würden nun mal in den Kursen die realwirtschaftliche Entwicklung ein halbes Jahr vorwegnehmen! Und wie Dr. Jens Erhardt schon richtig sagt im Video… so weit entfernt sind die 16.000 Punkte von heutiger Sicht aus gar nicht mehr. Nur noch ein klein wenig zusätzliche Euphorie… der Sprung von 12.500 Punkten rauf auf 16.000 ist ja nicht mehr so groß?

Inflation?

Wo viele andere Kommentatoren wie Markus Krall etc eine Hyperinflation oder zumindest eine deutlich spürbare Inflation anrollen sehen, da spricht Dr. Jens Ehrhardt heute eher von Deflation. Er nennt dafür auch konkrete Gründe. Ob er Recht hat oder doch eher die Krall-Fraktion? Wir werden das wohl erst in gut einem Jahr genauer wissen. Erhardt meint, dass Inflation für die nächsten 1-2 Jahre gar kein Thema sei.

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Künstliche Intelligenz: Die nächste Generation der Robo Advisor?

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Künstliche Intelligenz pusht den Robo Advisor in der Geldanlage?

Vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt, ist die Geldanlage über einen Robo Advisor für viele deutsche Verbraucher heute zu einer echten Alternative geworden. Jeder dritte Deutsche (29 Prozent) weiß bereits was ein Robo Advisor ist. Von denjenigen, die mit dem Begriff vertraut sind, kann sich sogar jeder fünfte (20 Prozent) vorstellen, sein eigenes Geld über einen Robo Advisor verwalten zu lassen. (Info: Begriffserklärung Robo Advisor) Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführte Studie ,,Robo Advice in Deutschland – Status quo und Entwicklungsperspektiven 2020“, welche von der European Bank for Financial Services in Auftrag gegeben wurde.

370,10 Prozent Anstieg des Anlagevolumens bis 2024 erwartet

Belief sich das Anlagevolumen im Segment Robo Advisor im Jahr 2017 in Deutschland noch auf 756 Millionen Euro, wird für das Jahr 2024 ein satter Anstieg auf insgesamt 29,860 Milliarden Euro Anlagevolumen prognostiziert. Bereits in diesem Jahr (2020) wird mit einem Anlagevolumen von über 8 Milliarden Euro allein in Deutschland gerechnet. (Quelle: Statista.com) Kein Wunder also, dass Banken und Finanzdienstleister weiterhin massiv in Neuentwicklungen und Verbesserungen der Analysefähigkeiten der digitalen Berater investieren. Nachdem anfängliche Kinderkrankheiten nach und nach beseitigt wurden, sollen Robo Advisor in Zukunft deutlich cleverer werden als ihre ,,Vorfahren“.

Die nächste Generation kommt – mit ihr die Künstliche Intelligenz

War der Anlagevorschlag der „ersten Generation“ noch aufgrund einer einfachen Risikoabfrage und Auswahl an möglichen Anlageklassen relativ statisch und konnte sich bei kurzfristigen Marktveränderungen nur bedingt schnell anpassen, wird die nächste Generation schneller und individueller arbeiten.

Die laufenden Verbesserungen der Künstlichen Intelligenz bieten besonders im Segment Robo Advisor ein enormes Potenzial. Es ist bereits in naher Zukunft denkbar, dass Robo Advisor eine smarte Steuerung des Portfolios durch eine Echtzeit Risikosteuerung ermöglichen und besondere Anlegerwünsche wie ESG-Investing (Environment, Social and Governance – sprich: Ethisches Investieren) vermehrt berücksichtigen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte mittel- und langfristig ganzheitlichen Charakter erlangen, welcher ein solides Cashflow-Management, einen entscheidenden Teil der Altersvorsorge, die übergreifende Investitionsplanung, das Finanzrisikomanagement und individuelle Steuerplanungen des Anlegers begleitet.

Fazit: Wo führt das hin?

Dort wo Wachstum stattfindet, wird investiert. Dort wo investiert wird, entstehen neue Möglichkeiten. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Geschwindigkeit der Veränderung in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz nie wieder so langsam sein wird wie heute. Von diesem Standpunkt aus betrachtet wird die Zukunft viele Chancen bieten, aber auch enorme Risiken in sich bergen, die heute noch kaum vorstellbar sind. Eine kritische Betrachtung möglicher Veränderungen ist daher durchaus gesund.

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TikTok: Opfer des US-Monopols? Trump und Microsoft in Aktion

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TikTok App auf einem Smartphone

Achtung Verschwörungstheorie? Oder jede Menge heiße Luft? Nein, hier geht es um mehr als nur ein Geschmäckle. Offiziell zumindest geht es um Datenschutz. Es ist ja bekannt, dass der Social Media-Dienst TikTok mit Sitz in China auch im “Freien Westen” eine ernsthafte Gefahr für Instagram und YouTube geworden ist. Noch schlimmer. TikTok ist erfolgreicher und beliebter. Mit alleine 46 Millionen Downloads in den USA alleine im Jahr 2019 ist TikTok als Plattform für kurze Videos richtig angesagt. Die allermeisten Nutzer konsumieren nur Inhalte, wie auf anderen Plattformen auch.

TikTok als einzig ernsthafte Gefahr für das US-Monopol

Damit ist TikTok die erste wirklich ernsthafte Gefahr für das Social Media-Monopol der USA. Denn mal ehrlich. Es ist ein Monopol, wenn man danach geht, aus welchem Land die Anbieter kommen. YouTube, Google, Twitter, Instagram, Facebook, Whatsapp, LinkedIn. Was man in Europa und Nodamerika und in den meisten anderen Teilen des Planeten nutzt, kommt aus den USA. Und TikTok wird offenbar immer beliebter und erfolgreicher. In den App Stores wird die App häufiger geladen als die Apps von den großen US-Anbietern. Und das auch noch völlig ohne Zwang. Die Kids und jungen Erwachsenen in Europa und den USA finden etwas aus China viel besser als etwas aus den USA?

Das kommt noch hinzu zum Angriff auf das Monopol der USA. So was darf doch nicht sein, dass die Chinesen etwas anbieten, was die Leute im Westen besser finden? Und dann wie gesagt noch das schöne Monopol der USA, das bedroht ist. Dagegen musste etwas unternommen werden? Schon seit Wochen gab es Drohungen gegen TikTok vorzugehen, zum Beispiel seitens des US-Kongress oder durch US-Außenminister Pompeo. Als Grund führt man Datenschutzbedenken an. Nutzerdaten könnten bei der chinesischen Regierung landen. Ob es so ist? Man weiß es nicht. Aber dass gerade die US-Regierung nun mit dem Datenschutz kommt (Thema NSA-Skandale), ist schon witzig, oder eher traurig?

Trump droht, Microsoft will kaufen

Und jetzt ganz frisch droht Donald Trump damit TikTok als App in den USA komplett verbieten zu wollen. Und upsss, ohhhh Wunder. Exakt zur selben Zeit, nämlich am letzten Wochenende, wird bekannt, dass Microsoft mit dem chinesischen Betreiber von TikTok (der Firma ByteDance) in Verhandlungen stehe (hier die offizielle Mitteilung von Microsoft). Man wolle der Firma das TikTok-Geschäft für die USA, Kanada, Australien und Neuseeland abkaufen. Offenbar geht es um eine Kaufsumme in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Bis zum 15. September wolle man eine Einigung erreichen. Warum bis dahin? Laut Berichten soll die Trump-Administration bis dahin Zeit gegeben haben. Schafft Microsoft bis dahin keine Einigung zur Übernahme, wolle man TikTok in den USA verbieten. Was für ein zeitlicher Zufall zwischen aktueller ganz konkreter Verbotsandrohung und der Microsoft-Verhandlung? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Denn was wäre ohne die Verbotsandrohung durch Donald Trump passiert? Welchen Grund hätte ByteDance haben sollen, nun womöglich zügig TikTok für die angelsächsischen Märkte verkaufen zu müssen? Gar keinen. Aber gibt es keinen Käufer und die USA verbieten TikTok im eigenen Markt einfach, dann ginge ByteDance ein gigantischer Milliardenbetrag durch die Lappen, beziehungsweise ein beträchtlicher Wertverlust für den chinesischen Anbieter als Gesamtunternehmen.

Nur eine dumpfe Verschwörungstheorie rund um TikTok?

Ist es ein abgesprochenes Spiel hinter den Kulissen? Ich (Trump) drohe mit Verbot, und damit wird TikTok genötigt sein Geschäft für die USA schnell und günstig zu verkaufen, und zwar an einen US-Konzern? Wenn nicht, drohe ich einfach weiter mit Verbot? Ja, das ist natürlich rein spekulativ und klingt schon stark nach Verschwörungstheorie. Aber der zeitliche Zusammenhang von ganz konkreter Androhung eines schnellen Verbots von TikTok, und der Kaufverhandlung durch Microsoft, das wirkt sehr, sehr, sehr stark wie Geschmäckle hoch 10!

Natürlich kann man auch argumentieren, dass die Trump-Administration derzeit ja eh grundsätzlich die Krallen ausfährt gegen China, siehe die Konsulats-Schließung, verschärfter Handelskrieg, Vorwürfe in Sachen Covid-19 usw. Da könnte TikTok nur ein weiterer Eskalations-Baustein sein. Aber ich denke mal: Man sollte das bisherige Social Media-Monopol der USA nicht außer Acht lassen, und dass TikTok derzeit in der Tat dem Monopol den Rang abläuft. Holt man TikTok in die USA und bringt die App in die Hände eines US-Konzerns, kann die Monopol-Party weitergehen, im Zugriffsbereich der NSA versteht sich. Aber, da darf man wenigstens beruhigt sein… dann gäbe es immerhin keine Datenschutzbedenken mehr, dass die chinesische Regierung Daten abgreift.

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