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Finanzkrise: Sahra Wagenknecht mit hochinteressantem Vortrag (VIDEO)

Redaktion

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Sahra Wagenknecht gilt in der breiten Öffentlichkeit ganz bestimmt nicht als kompetent oder seriös in Sachen Kapitalmärkte, dabei ist sie bei genauerem Hinsehen bestens informiert und gut vertraut mit finanzpolitischen Zusammenhängen und Details. Das Problem bei ihr ist oft das Verwenden allzu anti-kapitalistischer Worthülsen, was sie in der Öffentlichkeit doch eher unglaubwürdig erscheinen lässt für viele Menschen, die mit der Linkspartei eher nichts zu tun haben wollen.

Da vertraut man doch lieber CDU und SPD in Sachen Geld. Dabei liegt Sahra Wagenknecht mit vielen (nicht allen!) Thesen und Schlussfolgerungen ziemlich richtig, wenn es um die Nachbetrachtung der Finanzkrise geht. Ihr folgender Vortrag ist sehr sehenswert. Man muss nicht alle ihre Aussagen und Thesen teilen, aber wie gesagt: Vieles, was sie sagt, bringt Probleme auf den Punkt. Zum Beispiel ist die Einrichtung eines Trennbankensystems eine enorm wichtige Aufgabe, die von der „großen Politik“ in Europa offenbar ganz bewusst nicht angegangen wird. Dabei wäre dies Maßnahme relativ einfach umzusetzen, und würde die Finanzstabilität enorm steigern!

In einem Punkt möchten wir Sahra Wagenknecht doch an dieser Stelle exemplarisch widersprechen. So behauptet sie, dass es vor der Ära von Margret Thatcher in den 80er-Jahren aufgrund der vorhandenen Regulierung der Finanzmärkte zwischen dem 2. Weltkrieg und den 80er-Jahren keine nennenswerte Krise gab. Das ist falsch, so möchten wir es behaupten! Wir möchten uns der Betrachtung zahlreicher Ökonomen anschließen, dass es in dieser Phase keine Krisen gab, weil nach dem 2. Weltkrieg ein globaler lang anhaltender Aufschwung einsetzte, weil die kriegsführenden Länder des 2. Weltkriegs ihre Länder wieder aufbauen mussten. Es mussten neue Wohnungen, Fabriken, Brücken etc. gebaut werden, was lange Zeit einen großen Nachfrageschub verursachte. Dieser Schub endete in den 70er-Jahren.

Ihr 25 Minuten langer Vortrag ist absolut sehenswert!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

By Ralf Roletschek – Own work, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35296734

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    Alex Kreis

    24. September 2018 15:23 at 15:23

    Als Unterstützer dieser Seite und als libertärer Verfechter des freien Marktes muss ich hier entschieden widersprechen. Die Einführung eines Bankentrennungs-Systems ist nicht notwendig, denn auch hierbei handelt es sich nur um staatliche Regulierung und diese ist IMMER(!) falsch. Es liegt grundsätzlich in der Natur der Sache, dass jegliche finanz- und wirtschafts-politische Forderungen (Einmischung) von Politikern, egal ob Regierung oder Opposition, schädlich ist. Kein Parasit hat einen Organismus je geholfen. Was wirklich hilft ist einzig und allein die Abschaffung von Too-Big-To-Fail und hierfür ist die Bankentrennung keine notwendige Voraussetzung, wie man uns so oft glauben machen will. Es ist schlicht und ergreifend der Anleger, von Lieschen Müller bis Warren Buffet, der sich über den Begriff „RISIKO“ Gedanken machen und seine Anlage und das entsprechende Institut sorgfältig auswählen muss. Wenn Lieschen Müller ihre Rente über Umwege bei Lehman Brothers verliert, dann liegt das nicht am Investment-Banker sondern daran, dass Lieschen geglaubt hat es gebe kein Verlust-Risiko und weil der Investment-Banker wusste, es gibt kein Gefängnis – kurzum – es gibt keine Affinität zur Risikobewertung und daran ist ein Bail-Out-Selbstverständnis schuld welches durch den Sozial- und Wohlfahrts-Staat und dessen Rettungsschirme etc. geschaffen wurde. Ich persönlich habe „viel“ Geld bei Hütchenspielern, im Spielkasino und beim Day-Trading verloren. So wurde ich schmerzhaft risikoaffiner und nur so lernt man. Ein Verbit bringt da nichts, denn es tun sich an der nächsten Ecke gleich neue Möglichkeiten auf ins Risiko zu gehen. Jeder Anleger selbst muss sich seiner Verantwortung wieder bewusst werden, egal ob privat oder institutionell.

    • Avatar

      isntit

      24. September 2018 17:23 at 17:23

      „…handelt es sich nur um staatliche Regulierung und diese ist IMMER(!) falsch…“ ???

      Wenn die neoliberale Gehirnwäsche so erfolgreich war, was soll man da entgegnen? Vielleicht: Wofür ist denn der Staat da, wenn nicht für (sinnvolle) Regulierung? Um Ihr Vermögen schützen? Straßen, Schulen und Krankenhäuser bauen könnten private auch ….

      • Avatar

        Alex Kreis

        25. September 2018 09:39 at 09:39

        Der Staat ist nur da um die herrschende Elite, also den Staatsapparat selbst, zu erhalten. Der Privatmensch/Unternehmer (=Kapitalist) benötigt den Staat für absolut nichts, im Gegenteil, der Staat verbraucht nur Ressourcen und fügt zur Produktivität nichts hinzu. Mein Vermögen schütze ich selbst und richtig: Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Gerichte, Sicherheitsdienste, Militär, all das kann privat organisiert und bezahlt werden und zwar um ein Vielfaches effizienter als heute. Es ist kein Zufall, dass alle staatlich geführten Bereiche marode sind bis beinahme zum Verfall. Warum schreit niemand nach einer Verstaatlichung der Einkaufszentren und Supermärkte. Ist die Sicherstellung der Nahrungsversorgung nicht wichtig genug für den Staat? Warum verstaatlichen wir nicht alle Banken … ohhhh, das würde Fr. Wagenkneckt sicher gefallen. Fr. Wagenknecht ist knallharte Kommunistin und sie kritisiert in der Tat vieles richtig. Aber eine korrekte Analyse ist das Eine. Die richtige Schlussfolgerung ist etwas vollkommen Anderes und da sind die Linken leider immer schlecht, denn sie fordern immer nur noch mehr vom Flaschen – mehr Staat und mehr Regulierung, z.B. Bankentrennung.

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          Alex Antworter

          25. September 2018 10:23 at 10:23

          Ufff – was für einen geballten Reichsbürger- – Identitären-Unsinn Sie (@Alex Kreis) hier verbreiten! Sie schützen also Ihr Vermögen selbst, ja? Mit der Waffe in der Hand, oder wie?
          Dieser mein Kommentar wird der einzige in diesem Thread bleiben – don’t feed the troll.

          • Avatar

            Ahlers Marek

            12. Juli 2019 12:17 at 12:17

            Natürlich macht er das selbst ! Schon mal was vom Wertspeicher Gold gehört ? Aktien sollen ja auch ne tolle Sache sein…….sogar ETFs haben einen Siegeszug ! Gott sei dank bleibt das ,des links Fascho Trolls Alex Antwort einzige Antwort ! Denn den geistigen Dünnschiss, sorry, ich meinte :ihren Kommentar würden sich sehr viele sparen wollen.

          • Avatar

            Michael

            12. Juli 2019 12:33 at 12:33

            @Ahlers Marek, beati pauperes spiritu, mehr sog i ned!

          • Avatar

            Sumsi mit Po

            12. Juli 2019 22:19 at 22:19

            Geistiger Dünnschiss eines Links-Fascho-Trolls, wo bleibt denn da unsere allseits geschätzte @sabine, die derartige Kommentare zurecht normalerweise mehr als eklig und hasserfüllt einstuft?
            https://finanzmarktwelt.de/alles-in-deckung-akk-spricht-von-ueberpruefung-der-ezb-politik-132303/
            Die politische Ausrichtung macht den Ton, wenn die passt, passt auch die Ausdrucksweise.
            Gell, Binchen?

        • Avatar

          Christian Köhler

          15. Juni 2020 12:44 at 12:44

          Das ist erstaunlich, wie leicht Sie erkennen, dass der Staat in einer Vielzahl von Fällen krasse Misswirtschaft betreibt. Aber Sie erkennen nicht und unterschlagen direkt, wer davon profitiert.
          Was denken Sie denn wohin das vom zuviel ausgegebene Geld hingeht, in nichts oder wie?
          Es profitieren immer das Kapital und die Unternehmer, denn hierher geht das Geld.
          Mit jeder Fehlentscheidungen des Staates bekommt irgendein Unternehmer Geld und das nicht zu knapp.
          Und zu behaupten, dass die Privatwirtschaft alles besser macht, dann (nur ein Beispiel für Privitgier und mangelnde staatlicher Kontrolle)versuchen Sie einmal in Portugal Trinkwasser aus dem Wasserhahn zu trinken.

      • Avatar

        Ida

        26. September 2018 20:28 at 20:28

        Wohl wahr

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      webmax

      4. Januar 2020 10:16 at 10:16

      Das kriegen wir nicht hin, weil eben die Banken die Politiker mit Geld versorgt und die wiederum deren Fortbestand sichert. Eine unheilige Allianz, nur zu ändern mit Geldschaffung durch den Staat mit verbindlicher Verleihung an die Banken.

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    Wolfgang M.

    24. September 2018 17:02 at 17:02

    Angesichts des Vortrags von Sahra Wagenknecht zur Aufarbeitung der Finanzkrise und ganz aktuell wegen des Ausscheidens der Deutschen Bank aus dem EuroStoxx kann man sich durchaus wieder einmal ein paar Gedanken zur Finanzindustrie machen.
    Bereits seit den 90-ern ist für mich der Eindruck entstanden, dass sich die Bankenwelt in einem Pralleluniversum wähnt, in der die marktwirtschaftlichen Prinzipien nur eingeschränkt Gültigkeit besitzen. Für mich ist das Bewusstsein des „Too big to fail“ und die teilweise Aufhebung des Grundsatzes von „Haftung und Risiko, die „Mutter aller Probleme“.
    Die Bankenwelt hat sich eine gesellschaftliche Position erschaffen, die die Politik und den Steuerzahler in vielen Punkten in Geiselhaft nimmt.
    Hier dazu noch einmal das Debakel unseres Branchenprimus (als Musterbeispiel für Systemrelevanz) mit ein paar Fakten im Überblick:
    Die Dt. Bank hat nicht nur seit der Finanzkrise im Jahre 2007 von 90 € , auf jetzt gut 10 € – in der Spitze über 90% – an Kurswert verloren, es wurden auch für Rechtsstreitigkeiten fast 15 Mrd. € bezahlt und dabei noch über 20 Mrd. € Boni an Händler und Manager bezahlt, während 4 Kapitalerhöhungen in Höhe von 24 Mrd. € gestemmt werden mussten. Maximales Risiko mit wenig Folgen für diejenigen, die sich an die Devise von Mr. 25% (J.A.) gehalten haben.
    Aber die Bilanz wird langfristig nicht besser. Während der Dax seit seiner Einführung 1987 um die 10 % Rendite p.a aufweisen kann, liegt die Dt. Bank heute, auch unter Einberechnung der Dividenden, noch unter dem Stand von 1992. Was wurde da alles verzockt? Von 5 Gründungsbanken im Dax sind nur noch zwei dabei, zwei wurden fusioniert.
    Das hindert die Dt. Bank aber nicht daran, neben den fürstlichen Boni (weil man die großen Talente sonst nicht halten kann) auch noch fürstliche Gehälter zu zahlen. Im letzten Geschäftsbericht wurde immer noch von 702 Mitarbeitern berichtet, die über eine Million Jahresgehalt beziehen. In einer Firma, die fast ein Jahrzehnt Verluste geschrieben hat. Was hilft es da, wenn man x Filialen zur Kostenreduktion schließt? Wahrscheinlich hat sich der Branchenprimus an den Spruch von Lloyd Blankfein (Goldman Sachs) gehalten, der ironisch oder ernsthaft in einem Interview mit der Sunday Times behauptet hat „man verrichte eben Gottes Werk“!
    Jetzt habe ich aber genug geschimpft.
    Gruß

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    isntit

    24. September 2018 17:27 at 17:27

    Vielen Dank FMW für den Video-Tipp. F. Wagenknecht bringt es genau auf den Punkt.

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    Beobachter

    24. September 2018 19:54 at 19:54

    Nur weil sie links u.eine hübsche Frau ist heisst das nicht ,dass sie Nichts von Finanzen versteht.Sie ist mir schon früher aufgefallen, als sie bei einer Talk- Show sagte , dass die Griechenland -Rettung eigentlich eine EU- Bankenrettung war. Hat das schon jemand anders von den Politik – Heuchlern getraut zu sagen? ?
    Der Turbo – Kapitalismus wie er seit der Krise inszeniert wird ,wird bald mit rauchendem Turbo auf der Strecke liegen bleiben.
    Alle Massnahmen der letzten Jahre haben die Umverteilung extrem gepusht.Der letzte Mosaikstein in den USA, Steuererleichterung für die Gutbetuchten u. Zölle ,die mit der Konsumverteuerung die Unterschicht
    betrifft ist die Fortführung des tödlichen Spiels.
    Den Kritikern möchte ich sagen: Den Kommentar von FMW könnte ich voll unterstützen.

    • Avatar

      Columbo

      24. September 2018 20:41 at 20:41

      Neben der Kanzlerin wirkt sie auf jeden Fall ausgesprochen hübsch.

      • Avatar

        Lausi

        24. September 2018 21:23 at 21:23

        Aber nur Merkel hat diesen ganz besonderen Uckermark-Charme ;-)

        • Avatar

          joah

          26. September 2018 20:59 at 20:59

          Der „Grumpy Cat“ Gesichtsausdruck des Merkels ist wohl eher weniger Uckermark-spezifisch.

  5. Avatar

    v.Eickstedt

    25. September 2018 12:37 at 12:37

    Sarah Wagenknecht macht eine sehr gute Figur, nicht nur äußerlich. Da ist sie die Nofretete der Gegenwart.

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    tarob

    25. September 2018 14:25 at 14:25

    Ist es im Endeffekt nicht egal, was die Dame von sich gibt, deren Partei den Kommunismus als Ziel erklärt hat?
    Sie wird nicht ein Mal Ansatzweise eine Chance haben, irgendwas in die Tat umzusetzen, denn S.W. wird weder von der Bevölkerung noch von der Wirtschaft getragen und überwiegend abgelehnt.

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    Egidi

    25. September 2018 18:25 at 18:25

    Frau Wagenknecht ruft hier nicht zur proletarischen Revolution auf oder propagiert die Rückkehr zur Planwirtschaft der DDR. Was hier im Kern verlangt wird ist die Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft. Die regulierende Hand des Staates in Wirtschaftliche Abläufe.
    (John Maynard Keynes) Ein Gegenkonzept zur „freien“ Marktwirtschaft die zur „Anarchie“ des Geldes führt und den Staat zum Dienstleister von kapitalen Interessen werden lässt.
    Deutschland wurde mal von vielen Ländern und Menschen Weltweit für dieses Konzept beneidet. Ein Konzept immer noch zukunftweisend gerade für ärmere Länder , da dort bekanntlich die Kluft zwischen Arm und Reich am größten ist. In den Letzten Jahrzehnten ist diese Kluft aber größer geworden und weitet sich auch in den reichen Industrienationen aus. Was die Gesellschaften verunsichert. Für Neo liberale Nationalisten wie z.b Donald Trump,dem Front National und auch die deutsche AFD eine gute Voraussetzung. Die mit einem einfachen Konzept von Schuldzuweisung innere Konflikte provozieren und die Gesellschaft spalten. Es funktioniert und man muss leider sagen IMMER NOCH !
    Wenn man sieht das eine Haushaltsdebatte im Bundestag zur Einwanderungsdebatte wird oder ein Innenminister die Zuwanderung zur „Mutter aller Probleme macht“ sollte die Frage erlaubt sein wer hier in Deutschland regiert. Dagegen ist so ein Vortrag von Frau Wagenknecht eine gute Anregung zur Debatte mit Vernunft und vor allen mit Verstand!

  8. Avatar

    Uwe

    25. September 2018 21:39 at 21:39

    Das Problem ist leider immer noch der Mensch selbst.
    Er hat Konten bei Zocker-Banken, unterstütz so seinen eigenen Untergang.

    „Rauchen tötet“ steht auf jeder Packung, Moment, bin gleich wieder, muss mal eben Kippen holen…..

  9. Avatar

    G3ckOoo

    25. September 2018 22:44 at 22:44

    Die reichsten 8 Menschen besitzen soviel wie die ärmsten Hälfte der Menschheit. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war die Ungleichheit so groß wie heute.

    Daran sieht man wozu das alles geführt hat. „Der Markt regelt das“ funktioniert ja leider nur in eine Richtung, sonst gäbe es keine Bankenrettung.

    Ergänzend zu dem interessanten Beitrag kann ich noch folgenden empfehlen auf welchen ich zufällig gestoßen bin:

    https://www.youtube.com/watch?v=DmxUrVUbMQU&pbjreload=10

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    Lausi

    26. September 2018 05:06 at 05:06

    Hinsichtlich der großen Systemfrage ist auch folgender Vortrag vom Ökonom Heiner Flassbeck sehr aufschlussreich:

    https://youtu.be/R_-f3A1oTrw

  11. Avatar

    Raoul H

    26. September 2018 14:10 at 14:10

    Sackstark, wie Frau Wagenknecht die Problematik auf den Punkt bringt, einfach verständlich.
    Vielen Dank, auch an Herr Fugmann für dieses Video !

  12. Avatar

    Eisenhut

    5. Oktober 2018 19:24 at 19:24

    Schon der satz der redaktion : „Da vertraut man doch lieber CDU und SPD in Sachen Geld“
    ist ja ein echter Knaller!!
    Nun ja, aber Frau Wagenknecht weiß gut Bescheid ,da geb ich Ihnen Recht, deswegen gehört
    auch sie zu den Profiteuren der Finanzpolitik. Noch Fragen?

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    Arjun Greg

    27. Mai 2020 17:24 at 17:24

    Natürlich, wer nur von der monetären Seite schaut:Geld hat das Bedürfniss sich zu vermehren und alles das dagegen steht, ist aus der Sicht des „Geldes“ parasitär.
    Aber als Menschen, gibt es zwar Konkurrenz als Antrieb, aber der größte Teil läuft über Kooperation.
    Selbst in der Evolution ist es so, dass Organismen mehr Energie beitragen in einem ökologischen System, als sie herausnehmen.

    Teilhard de Chardin, Aurobindo und andere, haben diese Thesen vor fast 100 Jahren, gut belegt.

    Eine Gesellschaft in der jeder nur an sich denkt,ist nicht lebensfähig.
    Selbst eine Gesellschaft ohne Menschen, nur mit Robotern und Computern würde vorallem über Kooperation funktionieren.

    Die Verfechter, der reinen Marktwirtschaft, sollten in sich selbst schauen, was die tiefsten Gefühle sind die sie ihr ganzes Leben langt voller Verzweiflung treibt.

    Angst vor dem Leben- deswegen es zu kontrollieren (Geld)
    Angst vor dem Tod- Verzweiflung das irgendetwas weitergeht oder das eigentlich alles hoffnungslos ist und deswegen dagegen anzukämpfen.

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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US-Häusermarkt kurz vor Katastrophe – einen Hoffnungsschimmer gibt es

Claudio Kummerfeld

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Typische Bauweise am US-Häusermarkt

Am US-Häusermarkt könnte in den nächsten Wochen und Monaten eine Katastrophe eintreten. Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung. Denn zum einen endet im März eine Frist von maximal 12 Monaten, die es Hausbesitzern erlaubte ihre Hypothekenzahlungen auszusetzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Kreditnehmer, die sich zu Beginn des Programms angemeldet hatten, könnten ab März 2021 von einer Zwangsvollstreckung bedroht sein.

Noch wichtiger für den US-Häusermarkt ist: Die landesweit gültige vorübergehende Aussetzung der Zwangsräumungen (mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen) endet am 31. Dezember. Der Zeitpunkt ist fast schon dramatisch, da gut 12 Millionen Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung verlieren dürften.

Der US-Kongress könnte eigentlich für eine Verlängerung von Nothilfen sorgen. Aber zum Jahreswechsel befindet sich Washington DC mitten in einer toten Phase, wo Joe Biden zwar schon gewählt, aber eben noch nicht im Amt ist. Alles hängt in der Schwebe. Erst vor Kurzem wurden vom staatlichen „US Census Bureau“ Umfragedaten veröffentlicht aus dem Befragungszeitraum 28. Oktober bis 9. November, welche die Dramatik am US-Häusermarkt aufzeigen.

Etwa 5,8 Millionen Personen gaben demnach an, dass ihnen in den nächsten zwei Monaten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung droht. Das macht ein Drittel der 17,8 Millionen Erwachsenen in Haushalten aus, die mit Miet- oder Hypothekenzahlungen in den USA im Rückstand sind.

Gut die Hälfe der Haushalte in Staaten wie Nevada oder Florida, welche derzeit mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ihre Zwangsräumung im Januar. Florida ist am Schlimmsten betroffen mit 51,2 Prozent (bei der vorigen Umfrage nur 32 Prozent). Das bedeutet de facto, das gut 3,5 Prozent aller Haushalte in Florida glauben, dass sie in den nächsten zwei Monaten von einer Zwangsräumung betroffen sein könnten.

Hoffnung für US-Häusermarkt dank Joe Biden?

Joe Biden wird am 20. Januar als US-Präsident seine Arbeit aufnehmen. Vorher kann er nichts machen. Er kann eine Last-Minute-Rettung für den US-Häusermarkt sein – kann, aber nicht muss. Die Demokraten möchten die US-Bevölkerung richtig kräftig unterstützen mit neuen Staatshilfen. Aber die Republikaner, die in den letzten Monaten ebenfalls schon gigantischen Rettungssummen zustimmten, zeigten sich zuletzt eher ablehnend. Und jetzt wo ihr Kandidat Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, können sie sich im Kongress in die Blockierer-Haltung begeben. Aber kann Joe Biden mit einer auch von den Republikanern akzeptierten neuen Finanzministerin Janet Yellen (ehemalige Notenbankchefin) doch noch neue Rettungs-Billionen aus dem Kongress rausklopfen?

Kann Joe Biden auf den allerletzten Drücker Ende Januar Millionen Amerikaner und den US-Häusermarkt vor einem Kollaps retten? Oder kommt alles ganz anders, und dank im Dezember beginnenden Impfungen erholt sich die Konjunktur in den USA derart schnell, dass viele Amerikaner neue Jobs erhalten? Die Banken verzichten auf Zwangsräumungen, und die überschuldeten Hausbesitzer, die auf dem letzten Loch pfeifen, dürfen in ihren Häusern bleiben? Das wäre auch möglich. Aber es wird eine verdammt enge Kiste!

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