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Finanzmärkte heute: Globalisierung vs. Sicherheit für Anleger

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Bild: skywalker_ll © Adobe Stock

Die Globalisierung macht auch vor den Finanzmärkten nicht halt – eine nie dagewesene Freiheit für Anleger ermöglicht es mehr denn je, aus zahllosen Möglichkeiten zu schöpfen und das eigene Portfolio mit Aktien oder Indexfonds aus der ganzen Welt zu füllen.

Gleichzeitig bedeutet es auch, dass sowohl Geldgeschäfte als auch wirtschaftliche Vorgänge auf breiter Ebene miteinander verwoben sind – selbst, wenn viele tausend Kilometer zwischen den jeweiligen Örtlichkeiten liegen.

Bedeutet also: Geschehnisse auf der ganzen Welt können sich andernorts auf finanzielle Aspekte auswirken. Das hat natürlich einen Einfluss auf die Sicherheit bei verschiedenen Anlageformen. Doch handelt es sich dabei eher um Vorteile oder überwiegen die Risiken?

Bewegungen auf dem weltweiten Finanzmarkt

Kaum ein Aktienindex blieb unberührt: Zum internationalen Höhepunkt der globalen Gesundheitskrise durch SARS-CoV-2 in der ersten Märzhälfte 2020 zeigten Aktienkurse jeder Art gemeinsam in eine Richtung: Steil nach unten. Egal ob Software aus den USA, Fahrzeugtechnik aus Deutschland oder britische Getränkekonzerne – außer einigen Ausnahmen aus der Pharmaindustrie gerieten die meisten Kurse deutlich ins Straucheln.


Bild: MihrThakar @ Twitter (Screenshot als Beispiel zur Einbindung)
 https://twitter.com/MihrThakar/status/1232379748589953026

Erstmals seit fast vier Jahren fiel der Dax unter die 9.000-Punkte-Marke – und das, obwohl hierzulande die Pandemie bis zu diesem Zeitpunkt sehr glimpflich verlaufen ist. Was eigentlich nichts mit dem Finanzmarkt in Deutschland zu tun hat, hat dennoch sehr große Spuren hinterlassen und Anleger bekommen die Konsequenzen direkt zu spüren.

Das ist nicht der einzige Vorfall dieser Art – immer wieder beeinflussen weltweite Geschehnisse den Aktienmarkt. Doch bedeutet das, dass durch die Globalisierung die Sicherheit für Anleger über die Maßen gefährdet ist?

Risikostreuung durch Globalisierung

Der Zugang zu Märkten und Finanzangeboten aus aller Welt hat direkten Einfluss auf Anleger: Sie haben weit mehr Optionen, als auf einem lokal begrenzten Markt. Im digitalen Zeitalter hat dies dazu geführt, dass täglich finanzielle Transaktionen über unvorstellbare Summen um die ganze Welt gehen.

Was früher noch kaum möglich war, ist nun also schon längst Realität: In Sekundenschnelle werden Wertpapiere rund um den Globus gehandelt – hochpräzise getaktet und unter Berücksichtigung unzähliger Analysen in Echtzeit.

Doch auch, wer nicht tief in solchen Trading-Geschäften steckt, profitiert vom globalen Finanzmarkt. Der Hauptvorteil ist die große Auswahl, die durch die Möglichkeit internationaler Ankäufe entsteht. Dadurch ist es möglich, das eigene Portfolio nochmals stärker zu diversifizieren um letztendlich die Risiken für weitreichende Verluste zu minimieren.

Die Streuung der geographischen Risiken führt dazu, dass lokale Geschehnisse nur einen möglichst geringen Teil eines Depots beeinflussen. Gezielte Investments in geographisch vollkommen voneinander unabhängigen Märkten und Ländern sollen entsprechend politische, wirtschaftliche oder mit Naturkatastrophen oder ähnlichen Vorfällen in Verbindung stehende Risiken minimieren.

Globale Krisen und das finanzielle Risiko

Doch die hohe internationale Verknüpfung führt natürlich auch zu internationalen Querverbindungen, die kaum mehr überschaubar sind. So kann ein plötzlich auftretendes Problem an einem Ort eine Krise auf der anderen Seite des Globus verursachen – als zuletzt 2007 viele Banken in den USA mit einer Blase kalkulierten, hatte dies letztendlich einen deutlich spürbaren Effekt auf den weltweiten Interbankenhandel.

Durch die erhöhte Globalität von Finanzmärkten steigt auch die Anfälligkeit für Spekulationsgeschäfte, was die Konsequenzen spürbar verstärkt und weiträumig verteilt, wenn die Blase schließlich platzt.

Dazu kommt, dass bei Finanzgeschäften entstehende Krisen noch längst nicht alles sind. In einer generell globalen Gesellschaft haben Geschehnisse aller Art das Potential, dank internationaler Zusammenhänge einen Effekt auf die gesamte Welt zu haben – nicht nur, aber eben auch in der Wirtschaft werden die Konsequenzen dann spürbar.

Da diese Risiken ein hohes Bedrohungspotential haben, sind sie ein wichtiges Thema in den Bestrebungen des Weltwirtschaftsformus (WEF). Seit 2004 steht bei den jährlichen Treffen in Davos ein Report über Entwicklungen globaler Risiken auf dem Programm, der sich mit den neuesten globalen Trends und Gefahren beschäftigt.

Zu den zehn Risiken mit dem größten Schadenspotential wurden im Bericht für das Jahr 2020 verschiedene Kategorien genannt – wobei Umweltaspekte deutlich überwiegen und vor gesellschaftlichen und technologischen Risiken an der Spitze stehen:

Politisches Handlungsversagen in Klimafragen, extreme Klima- und Wetterbedingungen
Massenvernichtungswaffen und Cyberattacken
Verlust einer hohen Biodiversität
Krisen rund um Trinkwasser
Zusammenbruch der Informations-Infrastruktur
Naturkatastrophen und menschgemachte Umweltkatastrophen
Hochgradig ansteckende Krankheiten

Diese Risiken haben laut Einschätzung des WEF das höchste Potential für die Entstehung globaler Krisen, die sich direkt auch auf die Weltwirtschaft auswirken werden. Insbesondere der Zustand unserer Umwelt macht den Autoren des Risikoberichts dieses Jahr große Sorgen – die fünf ersten Plätze auf der Liste der Risiken mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, über die nächsten zehn Jahre weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft auszulösen, fallen in diese Kategorie.

Doch nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass diese Risiken eintreten werden, macht sie so gefährlich für Anleger. Ein weiteres Problem ist, dass mit einer zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung auch unsere Anfälligkeit für viele dieser Probleme steigt. Somit steigt auch das Risiko, dass einzelne Vorfälle das Potential haben, weltweite Veränderungen zu verursachen.
Gerade im Rahmen der Themen rund um die Cybersicherheit lässt sich dies sehr leicht aufzeigen. Unsere Abhängigkeit von digitalen Helfern wird immer und immer größer, die Bereitschaft, das Internet für alles Mögliche zu nutzen steigt konstant, die Relevanz von persönlichen und unternehmerischen Daten ist riesig – und die Entwicklung scheint mit dem Beginn des Zeitalters des „Internet of Things“ noch lange nicht vollendet zu sein.

Die Folgen einer umfassenden Cyberattacke sind entsprechend weit größer, da die globale Vernetzung uns auch anfälliger für solche Risiken macht – verglichen mit den vorhergesagten Problemen zu Y2K wäre ein digitaler Crash heutzutage verheerend.

Lösung: Invest in what you know?


Bild 3: Norman Chan © Adobe Stock

Risikostreuung ist natürlich trotz der Gefahr von undurchsichtigen globalen Wechselwirkungen weiterhin sehr wichtig. Doch es ist verständlich, wenn Anleger vor dem Hintergrund der kaum übersichtlichen Risiken, die selbst weit gestreute Depots flächendeckend beeinflussen können, ihre Sicherheit bedroht sehen.

Eine Möglichkeit ist daher, anstatt in großteilig spekulativ gehandelte Aktien internationaler Konzerne vermehrt auf Anlageformen mit lokalem Bezug zu setzen – sprich Investitionen und Wertanlagen, die man persönlich gut kennt und entsprechend als robust gegen Geschehnisse auf dem globalen Finanzmarkt einschätzen kann.

Firmenbeteiligungen in Branchen, bei denen persönliche Kenntnisse zur lokalen Marktentwicklung vorhanden sind, haben hier das Potential, hohe Sicherheit bei der richtigen Auswahl zu bieten. Das setzt natürlich etwas mehr Beschäftigung mit der Materie voraus – so gibt es beispielsweise einige steuerliche Aspekte zu beachten, wenn es um die Beteiligung an einer GmbH geht – doch ein kompaktes Startup mit einer zündenden Idee, die den Zeitgeist trifft, dürfte deutlich widerstandsfähiger gegen globale Risiken sein, als große Börsengehandelte Konzerne, deren Kurs beim Eintritt eines weltweiten Risikofalls unweigerlich absinken wird.

Letztendlich ist es in einer globalisierten Welt praktisch unmöglich, alle Risiken auszuschließen – große Zäsuren, die alle Märkte und somit auch Privatpersonen beeinflussen, können auf alle möglichen Anlageformen einwirken. Doch Resistenzen gegenüber Schwankungen am Aktienmarkt weisen Firmenbeteiligungen bei kleineren Unternehmen durchaus auf.

Steuerung durch Zentralbanken: Vor- oder Nachteil?

Auf Probleme, die durch die Globalität auf dem Finanzmarkt entstehen, haben Entscheidungsträger natürlich längst reagiert. Große regionale Differenzen, aber auch Reaktionen auf schwerwiegende Ereignisse werden von den jeweiligen Zentralbanken durch die verschiedenen Werkzeuge, die ihnen zur Verfügung stehen, ausgeglichen.

Natürlich kommt es auch mit Nebenwirkungen daher, wenn die Zentralbanken ihre Muskeln spielen lassen. Gleichzeitig haben die einzelnen, nationalen Zentralbanken nur einen regional eingeschränkten Einfluss – das bedeutet, dass bei wachsender Globalität die Entscheidungen einzelner Zentralbanken deutlich eingeschränkt ist. Die Abstimmung weltpolitischer Maßnahmen unter allen Zentralbanken wird entsprechend immer wichtiger.

Außerdem zeigt auch die Entwicklung der internationalen Indizes zu Beginn des Frühjahrs, dass sich einige Herausforderungen als zu groß erweisen könnten – wenn Dax, Dow Jones und Shanghai Composite gleichzeitig Punkte einbüßen, ist diese Aufgabe selbst für die mächtigen Zentralbanken zu groß. Das große, globale Marktrisiko, dem sich Anleger heutzutage gegenübersehen, bleibt also ein Problem, für das sie selbst individuelle Lösungsansätze finden müssen.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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