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Finnen wollen e.on-Anteil an Uniper, auch freie Aktionäre sollen 22 Euro erhalten – Kurs liegt aber jetzt schon höher

Und wie man schreibt, sollen alle Aktionäre von Uniper, also e.on wie auch die freien Aktionäre, das gleiche Angebot erhalten. Nämlich 22 Euro pro Aktie, ohne…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der finnische Energieanbieter Fortum bestätigt heute, dass man mit e.on in Gesprächen sei den 46,65%-Anteil von e.on an Uniper zu kaufen. Es sei noch nicht klar, ob es zu dem Kauf komme, so Fortum. Hier ein Auszug aus der heutigen Fortum-Veröffentlichung:

Should Fortum reach an agreement with E.ON, Fortum would make a voluntary Public Takeover Offer (“Offer”) to all shareholders of Uniper under the German Securities Acquisition and Takeover Act. E.ON could tender its stake of 46.65% in Uniper into the Offer in early 2018.

It is currently considered that under such Offer by Fortum, Uniper shareholders, including E.ON, would receive a total value of EUR 22 in cash per share. The Offer would not be subject to any minimum acceptance threshold. Any Offer would be subject to customary regulatory approvals.

The total value of EUR 22 per share to be received by Uniper shareholders pursuant to the Offer corresponds to a total equity value of approximately EUR 3.76 billion for E.ON’s 46.65% shareholding in Uniper and of EUR 8.05 billion for 100% of Uniper’s outstanding share capital.

Man will also gemäß deutscher Regularien bei Zustandekommen des Kaufs auch den sonstigen freien Aktionären von Uniper ein Kaufangebot machen. Und wie man schreibt, sollen alle Aktionäre von Uniper, also e.on wie auch die freien Aktionäre, das gleiche Angebot erhalten. Nämlich 22 Euro pro Aktie, ohne Mindestannahmeschwelle! Und da setzt momentan die Spekulation ein.

Denn der Uniper-Börsenkurs liegt heute mit +6,06% schon bei 22,33 Euro, also über dem vorgesehenen Kaufpreis. Wie gesagt, die freien Aktionäre erhalten nur ein Angebot, wenn vorher auch der e.on-Anteil gekauft wird. Aber dennoch müsste der Aktienkurs nach allen logischen Denkprozessen doch bei 22 Euro oder knapp darunter liegen? Ein Preis von über 22 Euro kann nur bedeuten, dass die Spekulanten den Wert von Uniper höher einstufen, und annehmen, dass ein möglicher endgültiger Kaufpreis nochmal raufgesetzt wird.

Fortum verweist darauf, dass die Uniper-Aktie seit ihrem Börsengang letztes Jahr mit 10 Euro schon kräftig gestiegen ist mit +120%. Auch verweist man darauf, dass seit Beginn der Kaufspekulationen im Mai der Kurs um 36% gestiegen ist. Damit will man wohl sagen: Leute, lasst mal gut sein, 22 Euro ist ein super Preis! Zitat Fortum von heute:

„The offer would be an attractive opportunity for Uniper shareholders to capture the full value of their investment,” said Pekka Lundmark, Fortum’s President and CEO. „Uniper shareholders could lock in the significant share price gains related to a significant degree to the prolonged takeover speculation in recent months.“

Wer sich darauf einlassen will: Es ist eine Spekulation! Ein heißer Ritt. Wenn es schief geht, kann sich die Aktie ganz schnell ein paar Euro tiefer wiederfinden. Aber andersrum gilt wie so oft: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!


Die Uniper-Aktie hat seit ihrem Börsengang letztes Jahr einen durchgehend guten Anstieg hingelegt.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marcus

    20. September 2017 15:27 at 15:27

    Würde mich nicht wundern wenn da demnächst Paul Singer auftaucht…

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Grenke das neue Wirecard? Neue Fed-Strategie, Luft für Dax wird dünner

Redaktion

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Wird die Grenke AG das neue Wirecard? Wir haben diesen Themenkomplex diese Woche mehrmals thematisiert, und im folgenden Video wird er auch von Manuel Koch besprochen. Auch bespricht er mit einem Experten die neue Strategie der US-Notenbank Federal Reserve. Es gehe nun nicht mehr darum die Inflation ab einem bestimmen Niveau zu begrenzen. Nein, die Senkung der viel zu hohen Arbeitslosenzahl sei nun das Hauptaugenmerk der Fed. Lange Zeit könne die Notenbank daher nun den Zins ganz tief im Keller belassen.

Und wie sieht es aus mit dem Dax? Gibt es neue Impulse? Im Video wird besprochen, dass derzeit offenbar einige negative Aspekte beiseite geschoben werden. Dennoch werde die Luft nach oben dünn – weitere Anstiege könnten sich also schwieriger gestalten. Auch im Video besprochen werden ganz konkret zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Bayer und Continental seien jeweils ein Kauf. Beide Aktien könne man über das Vehikel einer Stop Buy-Order kaufen.

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Warum haben wir keine Börsengänge mehr? – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist ein eigentümlicher Befund. Im vergangenen Jahr ging der deutsche Aktienmarkt steil. Zu Deutsch: Das Geld saß locker, und die Investoren fassten zu. Trotzdem verschmähten viele Unternehmen dieses Geld und verzichteten auf einen Börsengang. Ganze drei Unternehmen haben im vergangenen Jahr den Gang aufs Parkett gewagt. 2020 das nämliche Bild. Bis jetzt zähle ich mit Teamviewer und dem Datenbankspezialisten Exasol zwei IPOs (Börsengang).

Zum Vergleich: 1999 feierten 175 Unternehmen hierzulande ihr Börsendebüt, ein Jahr später zählten die Statistiker 142 IPOs. Natürlich wurde damals auch viel Schrott verkauft, wie dann die Folgejahre zeigten. Dennoch legten die Investoren damals den Grundstein für den digitalen Standort Deutschland.

Diese Frage drängt sich auf: Warum geht bei uns jetzt nichts mehr?

Meine Antwort fällt differenziert aus. Es ist richtig, dass viele Unternehmen derzeit keinen Börsengang planen, weil sie sich das Geld in Form von Fremdkapital anderweitig besorgen können. Ein Beispiel: Wenn die Bosch GmbH bedeutenden Kapitalbedarf hat, dann geht man einfach zur Bank oder zapft den Rentenmarkt an und holt sich dort Fremdkapital zu Nullzinsen.

Holte sich Bosch das Geld als Eigenkapital an der Börse, müsste man eine Dividende von – sagen wir 2 oder 3 % – bezahlen. Der Zusammenhang ist klar: Das derzeitige Zinsumfeld begünstigt also nicht unbedingt den Börsengang, wenn es um die Finanzierung von unternehmerischer Tätigkeit geht.

Das ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit wie die Beispiele CureVac sowie EuroEyes International zeigen. So feierte der Impfstoff-Spezialist CureVac kürzlich sein Börsendebüt in New York. Und das war eine rauschende Party. Gleich am ersten Tag zog die neue Aktie 250 % in die Höhe. Die Erstzeichner – allesamt US-Investoren – schoben sich rund 700 Millionen USD in die Taschen. Und wir hier blickten in die Röhre.

Und das sei an dieser Stelle, liebe Bundesregierung, schon einmal angesprochen! Das Biotech-Unternehmen aus Tübingen wurde aus dem Staatssäckel üppig alimentiert und subventioniert. Und dann bleibt am Ende ein…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktienmärkte: Plötzlich Angst vor Inflation nach der Fed-Sitzung?

Markus Fugmann

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Haben die Aktienmärkte plötzlich Angst vor Inflation bekommen? Die Indizes kamen gestern bekanntlich während und nach der Pressekonferenz von Jerome Powell unter Druck. Aber warum eigentlich? Die Fed hatte doch praktisch eine Nullzinsgarantie bis ins Jahr 2023 gegeben und sich deutlich optimistischer als zuletzt für die US-Wirtschaft geäußert – normalerweise ist das eine gute Nachricht für die Aktienmärkte. Ein zentraler Punkt aber scheint die leichte Enttäuschung darüber gewesen zu sein, dass die US-Notenbank keine weiteren QE-Maßnahmen in Aussicht gestellt hatte, zumal der erhoffte Stimulus durch die US-Politik bisher ausbleibt. Vermutlich haben die Märkte die Fed als eine Art Ersatz gesehen: wenn die Politik sich nicht einigen könne, dann werde aber doch die Fed einspringen mit neuen Maßnahmen..

Aktienmärkte unter Druck wegen Angst vor Inflation?

Jochen Stanzl dagegen hat eine andere Theorie: die Fed habe klar gemacht, bis 2023 nicht mehr die Zinsen anzuheben, egal was komme . Wenn aber nun die Wirtschaft sich weiter erhole und dann im Oktober (!) der Impfstoff gegen das Coronavirus komme, dann drohe eine starke Inflation. Die Aktienmärkte hätten in den letzten Tagen bereits eine Rotation vorgenommen, eben weil sie Inflation erwarteten: daher seien die zuvor so gut gelaufenen Tech-Werte verkauft, während die zuvor wenig gefragten Zykliker gekauft worden seien – denn diese Zykliker würden sich in inflationären Zeiten gut entwickeln, während die Tech-Werte in der Regel in einem deflationären Umfeld profitieren könnten (da sie mit Preissenkungen gelernt hätten umzugehen – fallende Preise für Smartphones etc.).

Das ist eine interessante Theorie von Jochen Stanzl – aber wenn die Aktienmärkte Inflation erwarten, warum ist dann gestern nach der Fed-Sitzung der Dollar stärker geworden – und Gold schwächer? Und: wie wahrscheinlich ist es denn eigentlich, dass schon im Oktober ein Impfstoff gegen das Coronavirus wirklich bereit steht – vor allem ein Impfstoff, der nicht nur partiell schützt vor Infektion, sondern wirklich effektiv ist? Aus unserer Sicht ist das sehr unwahrscheinlich – vor allem nicht schon ab Oktober, also nicht so kurzfristig (bislang hat die Menschheit noch gegen kein einziges Corona-Virus einen Impfstoff entickeln können!).

Ja, es gibt diese Rotation der Aktienmärkte: seit Anfang September performen value-Aktien so gut im Vergleich zu growth-Aktien wie schon seit der Finanzkrise nicht mehr – aber das liegt vor allem auch daran, dass jeder extreme Hype einmal endet, auch der bei den US-Tech-Aktien. Also suchen die großen Player am Markt das, was noch nicht völlig überteuert ist – und so beginnt die Rotation der Aktienmärkte.

Ob die Inflation wirklich kommt, bleibt abzuwarten – aber wir glauben schlichtweg nicht, dass die Aktienmärkte gestern plötzlich Angst vor der Inflation bekommen haben sollen. Sie?

Haben die Aktienmärkte plötzlich Angst vor Inflation bekommen nach der Fed-Sitzung?

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