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Fischer (Fed): Nahe Vollbeschäftigung, aber Inflation sehr niedrig

Von Markus Fugmann

Die offizielle Nummer 2 der Fed, Stanley Fischer, hat in einem Fernsehinterview offen gelassen, ob die Fed bereits im September die Zinsen anheben wird. Dabei sei der Arbeitsmarkt nahe der Vollbeschäftigung, die Inflation jedoch sehr niedrig:

„The data have to drive us, and we have to ask ourselves, where are we? And we’re in a situation with very low inflation–nearly full employment, but very low inflation.“

Damit zeigt sich, dass die Fed selbst offenkundig noch unsicher ist, wie sie mit diesem Widerspruch umgehen soll. Dass sich die Waage jedoch eher zu einer Zinsanhebung neigen könnte, zeigt die Aussage Fischers, wonach die niedrige Inflation eher temporär sei: ein großer Tei davon sei „temporary“. Das habe mit dem Ölpreis und den Rohstoffen zu tun, und irgenwann würden die Preise sich wieder stablisieren:

„It has to do with the decline in the price of oil, it has to do with the decline in the price of raw materials. These are things which will stabilize at some point, so we’re not going to be as low as we are now forever and we need to be looking ahead as we go.“

Die Sorge der Fed sei jedoch, den richtigen Zeitpunkt für eine Zinsanhebung zu verpassen, wenn auch die Inflation wieder anziehe:

„The concern about the situation is, not to move before we see inflation as well as employment returning to more normal levels.“

Dabei liegt die Inflation deutlich unter dem Zielkorridor der Fed – und neuere Analysen zeigen, dass sich die Rohstoffpreise womöglich anders als von der Fed erwartet nicht in absehbarer Zeit stabilisieren werden.

Am 16. und 17. September findet die nächste Fed-Sitzung statt – die Aussagen Fischers haben jedoch die US-Futures wieder etwas nach oben gebracht, da die Fed selbst eben noch unsicher zu sein scheint, ob sie wirklich schon auf ihrer nächsten Sitzung die Zinsen anheben wird (und das war nach den US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag von den Märkten bereits eingepreist worden..



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1 Kommentar

  1. Die Amis sind schon lange pleite,nur wissen sie es noch nicht,bzw.weigern sich es anzuerkennen,auch weil es keiner wagt es ihnen zu sagen.Ein Staat,welcher angeblich nahe an der Vollbeschäftigung ist,jedoch gleichzeitig 43 Milliarden Haushaltsdefizit/monat verbucht,kann auf längere Sicht nur als einäugiger unter Blinden überleben.Blind sind lediglich die meisten EU-Amerikafetischistenstaaten.Leider für Uncle Sam gibt es die BRICS&weitere,welche sich nicht muttimässig dem NSA-Yankeetum hündisch unterwerfen.So wird,das adipöse Militär Amerikas demnächst auch zurückstecken müssen.Dann kommt es auf andere Werte an.Werte, welche Amerika,nicht hat,bzw.nie hatte.

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