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Aktien

„Flash-Crash“ an den Börsen: Wie Großinvestoren Kleinanleger über den Tisch ziehen

In der vergangenen Woche ist es an der New Yorker Aktienbörse mehrmals zu sogenannten „Flash-Crashs“ gekommen. In den Massenmedien werden diese „Flash-Crashs“ oft als nicht vorhersehbare, urplötzlich eintretende Ereignisse dargestellt, die besonders die großen Marktteilnehmer mit ihren riesigen Einsätzen hart treffen. In Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall: Flash Crashs können von großen Marktteilnehmern wie Hedgefonds und internationalen Großbanken absichtlich herbeigeführt und zur eigenen Gewinnmaximierung genutzt werden..

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Ein Gastbeitrag von Ernst Wolff

Vorab-Hinweis der FMW-Redaktion: Die Aussagen von Wolff erhalten eine Bestätigung durch die Aktion des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater, dessen Chef Ray Dalio in Davos noch zum Einstieg in die Aktienmärkte aufgerufen hatte:

„We are in this Goldilocks period right now. Inflation isn’t a problem. Growth is good, everything is pretty good with a big jolt of stimulation coming from changes in tax laws. If you’re holding cash, you’re going to feel pretty stupid.“

Faktisch aber hatte Bridgewater massive Short-Positionen aufgebaut:

 

https://www.zerohedge.com/news/2018-02-09/dalios-13-billion-short-bridgewater-unveils-its-biggest-ever-short-position

https://www.zerohedge.com/news/2018-02-11/bridgewater-goes-mocking-cash-holders-warning-bigger-shakeout-coming

Hier der Text von Ernst Wolff:

In der vergangenen Woche ist es an der New Yorker Aktienbörse mehrmals zu sogenannten „Flash-Crashs“ gekommen. Darunter versteht man extreme Kurseinbrüche, die nur wenige Minuten andauern und in deren Folge sich die Kurse zu einem beträchtlichen Teil wieder erholen.

In den Massenmedien werden diese „Flash-Crashs“ oft als nicht vorhersehbare, urplötzlich eintretende Ereignisse dargestellt, die besonders die großen Marktteilnehmer mit ihren riesigen Einsätzen hart treffen.

In Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall: Flash Crashs können von großen Marktteilnehmern wie Hedgefonds und internationalen Großbanken absichtlich herbeigeführt und zur eigenen Gewinnmaximierung genutzt werden. Verlierer des Spiels sind die Kleinanleger.

Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Werfen ein oder mehrere Hedgefonds oder Großbanken gleichzeitig große Aktienpakete auf den Markt, dann bricht der Kurs der betreffenden Aktien blitzschnell kräftig ein. Viele Kleinanleger haben zum Schutz vor größeren Verlusten „Stop-Loss-Orders“ platziert, die dazu führen, dass ihre Aktien bei einem bestimmten Kursverlust automatisch verkauft werden. Meistens werden diese Orders bei einem Verlust von fünf Prozent aktiviert.

Hedgefonds-Betreiber müssen also nur dafür sorgen, dass es zu einem Kurssturz von mindestens fünf Prozent kommt. Dann können sie abwarten, bis eine Verkaufswelle der Kleinanleger mit Stop-Loss-Ordern einsetzt und den Kurs weiter in die Tiefe treibt. Sobald der Kursrückgang dann abebbt, können sie erneut einsteigen und die Kurse so wieder in die Höhe treiben.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Der Kurswert einer Aktie liegt bei 100 Euro. Einige Hedgefonds beschließen, ihre Aktienpakete auf den Markt zu werfen, was den Kurs in Sekunden oder Minuten um fünf Prozent einbrechen lässt und bei Kleinanlegern automatisch die Stop-Loss-Orders auslöst.

Diese zweite Verkaufswelle treibt den Kurs um weitere vier Prozent nach unten. Sobald die Talsohle erreicht ist – ein Zeitpunkt, den die Algorechner der Profis sehr genau bestimmen können – steigen die Hedgefonds bei einem Kurs von 91 Euro pro Aktie wieder ein, was den Kurs wieder auf 97 Euro pro Aktie hochtreibt.

Die Hedgefonds haben also, obwohl der Kurs gegenüber dem Ausgangswert um drei Prozent gefallen ist, auf die einzelne Aktie einen Gewinn von 6 Euro gemacht. Kleinanleger mit einer Stop-Loss-Order, die wegen der rasanten Geschwindigkeit der Ereignisse erst nach dem Flash Crash wieder einsteigen, müssen dagegen einen Verlust von sieben Euro (fünf Euro beim Verkauf, zwei Euro beim erneuten Einstieg bei 97 Euro) hinnehmen.

Das Flash-Crash–Phänomen zeigt nicht nur, wie sehr die Aktienmärkte von den großen Marktteilnehmern manipuliert werden. Es zeigt vor allem ihren zutiefst pervertierten Charakter, denn eigentlich dient das Prinzip der Stop-Loss-Orders, also der Eingrenzung von Verlusten, ja dem Schutz von Kleinanlegern. Mittlerweile aber haben die großen Player im Aktiengeschäft eine solche Marktmacht, dass sie sogar solche Schutzmechanismen zum eigenen Vorteil nutzen und sie dadurch in ihr Gegenteil verkehren können.

Da Flash-Crashs kein neues Phänomen sind und Großinvestoren Kleinanleger in der Vergangenheit bereits mehrfach auf diese Weise um erhebliche Summen erleichtert haben, werfen sie auch ein bezeichnendes Licht auf die vermeintliche „Finanzaufsicht“ sämtlicher Börsen. Bis heute ist weltweit kein Fall bekannt, in dem eine Behörde auch nur den Versuch unternommen hätte, diesem Treiben ein Ende zu bereiten.

Im Grunde wäre es allerdings auch ein aussichtsloses Unterfangen, denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die internationale Finanzelite sich auf Grund ihrer Allmacht selbst dort, wo rechtliche Einschränkungen gelten, nicht darum schert und in den Fällen, in denen es tatsächlich zu gerichtlicher Verfolgung kommt, sowohl von der Justiz, als auch von der Politik mit Samthandschuhen angefasst wird.


Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg.

41 Kommentare

41 Comments

  1. Kleinanleger

    12. Februar 2018 13:03 at 13:03

    Um solche Leute zu schützen gibt man am WEF Millionen für die Sicherheit aus.Man sollte die ungeschützt herumlaufen lassen, die würden dann ganz natürlich ausgerottet.

  2. PK

    12. Februar 2018 13:49 at 13:49

    wie kommt es eigentlich, daß solche totale Inkompetenz immer wieder ein Forum bekommt ? Glaubt Wolff seine Kindergartentheorien über den Grund des Verfalls der letzten Woche wirklich selber oder bedient er da nur die Klischees von denen er annimmt, daß das seine Leser gerne hören, die einen Sündenbock für ihre Verluste im Aktiengeschäft suchen ?

  3. Wolff-Vwersteher

    12. Februar 2018 15:58 at 15:58

    @P.K. Dieses Thema wurde von Wolfgang M. u. anderen Postern schon thematisiert u.dem Artikel vonFMW am 7.2. ANSCHNALLEN bitte ..Es fällt auf, Alles was E. Wolff schreibt missfällt P.K. ,keine edle Haltung eines so „klugen“ Kopfes!

    • PK

      12. Februar 2018 18:26 at 18:26

      @Wolff-Versteher.
      Was Wolff da über der Grund des Flash Crashes schreibt ist zu 100% totaler Blödsinn und zeigt einfach, daß er von der Funktion von Märkten und deren Nichtlinearität keinen Schimmer hat.
      Den Vogel schießt er ja mit der Behauptung ab, Stop-Loss könnten in einem Trend den Kleinanleger vor Verlusten schützen, wenn da nicht die bösen Hedge Fonds wären die sich die Stops fischen würden.
      Das würde also im Umkehrschluss bedeuten, daß in einem „fairen“ Markt ohne diese bösen Hedge Fonds jeder risikolos einen 9 Jahre alten Trend bis zu Ende reiten kann und mit einem minimalen Trailingstop von vielleicht 0.5% Verlust vom Top rausgehen kann ?
      Wie dumm und naiv muss man denn sein, um so einen Schwachsinn zu glauben ?

      Das Verhalten was wir im letzten Jahr bis und einschließlich der letzten Markt-Turbulenzen hatten kann man gerade durch den linearen monatelangen Anstieg vor dem Crash durch eine simple Computersimulation mit virtuellen Marktteilnehmern mit unterschiedlichen Time Frames erklären wenn man annimmt, daß sich die Stops je nach Einstiegzeit und Target mehr oder weniger zufällig in Trailingstops verteilen.
      Da gibts genug Untersuchungen drüber.
      Im Grunde beweist es nur das Selbstverständliche, nämlich, daß nicht alle gleichzeitig am Top raus können. Die Stoploss Lawine passiert zwangsläufig, es braucht nur irgendeinen Auslöser, der aber nebensächlich ist. Es hätte alles sein können. In speziell diesem Fall wurde das ganze noch durch eine ausgesprochen große Fehlpositionierung in den Short Vola Trades massiv verstärkt.
      Ich hatte hier oft VOR dem Crash auf dieses Problem hingewiesen und die Tatsache, daß es sich in einer VOLA Explosion auflösen MUSSTE. Genau das ist ja passiert.
      Die Opfer in den VIX Trades waren keine Kleinanleger sondern im wesentlichen Fonds die jahrenlang vorher mit diesem Trade Gewinn gemacht hatten.

      Dann diese komplett dümmliche Annahme, es gäbe die Hedgefonds, die gemeinsam Jagd auf die Kleinanleger machen. Sprechen die sich dann ab und teilen sich den Profit ??
      Die Wahrheit ist, daß sich die Hedgefonds im wesentlichen gegenseitig jagen. Es wäre völlig ausgeschlossen, daß ein Hedgefond einem anderen dabei zuschaut sich in eine bestimmte Richtung zu positionieren ohne selber zu versuchen einen Vorteil daraus zu ziehen.

      Zu guter Letzt, wenn die Hedgefonds so gut sind und es schaffen die Kleinanleger mit ihren fiesen Tricks abzuzocken, warum war dann die Durchschnittperformance 2017 mit 8.5% so viel schlechter als die eines normalen Buy and Hold Investors im SP500 (21.8%) ? Er hat da wen abgezockt ?

      Und warum ist der Markt dann nach dem Flash Crash nochmal weiter gefallen ??
      Alleine das entkräftet ja bereits die blödsinnige Beschreibung von Wolff.

      Wer das dümmliche Geschreibsel von Wolff zu dem Crash glaubt und dazu genickt hat, wird an der Börse ein Leben lang Opfer bleiben und hat im Prinzip an der Börse nichts verloren.

      • Michael

        12. Februar 2018 20:30 at 20:30

        @PK, Sie sind doch sonst nicht so radikal in Ihren Ansichten und üblicherweise als Beobachter des Universums mittels der besten Teleskope weltweit, quasi im Sinne und Gefolge Einsteins, auch eigentlich immer wissenschaftlich-vernünftig angehaucht und offen für andere Theorien und die Relativität aller Dinge:
        Was Wolff da über der Grund des Flash Crashes schreibt ist zu 100% totaler Blödsinn und zeigt einfach, daß er von der Funktion von Märkten und deren Nichtlinearität keinen Schimmer hat.: Gibt es zu 100% totalen Blödsinn wirklich? Ich denke, noch nicht einmal in der Politik, noch nicht einmal bei gewissen Parteien oder amtierenden Präsidenten. Und was Herr Wolff hier beschreibt, ist empirisch in der Vergangenheit schon zu oft so eingetreten, um es als 100% totaler Blödsinn abzustempeln.
        Das Verhalten was wir im letzten Jahr bis und einschließlich der letzten Markt-Turbulenzen hatten kann man gerade durch den linearen monatelangen Anstieg vor dem Crash durch eine simple Computersimulation mit virtuellen Marktteilnehmern mit unterschiedlichen Time Frames erklären…:
        Sind Märkte nun linear oder nicht-linear?
        War der Antsieg nicht sogar exponentiell?
        Übereignen Sie Ihr eigenes Denken, die Vernunft, den gesunden Menschenverstand, nicht zu sehr an Computersimulationen, die ja naturgemäß auf zugrunde liegenden, individuell gewichtetenAnnahmen basieren? (Mir fällt da nur so ein Simulationsbeispiel von Nvidia zur Mondlandung ein, dem Sie mehr als allen menschlichen Erfahrungen vertraut haben).

        Wo selbst Physik und Mathematik versagen, sollte man doch höchst menschliche Instinkte nicht verleugnen. Die Welt ist oft einfacher, als man denkt. Gier, Überlebensinstinkt, leichte Beute, Machtverhältnisse.

        • PK

          12. Februar 2018 21:14 at 21:14

          @Michael
          Linearität:
          Die Grundaussage ist die, daß gerade so ein linearer Anstieg eine Phase der Nichtlinearität fast zwingend erzeugt.
          Nehmen wir mal an, in den letzten Monaten hätte es einige richtige Shakeouts gegeben. Dann hätte es nicht diese gigantische Zahl an Tralingstops im Markt gegeben. Naturgemäß versucht jeder Marktteilnehmer (egal ob Hedgefonds oder nicht) so lange wie möglich an so einem Trend zu partizipieren aber sich gleichzeitig gegen Verluste abzusichern.
          Es ist ziemlich offensichtlich, daß das nicht für alle Marktteilnehmer gleichzeitig funktionieren kann.
          Durch die lange Phase des Anstieges gab es diesmal eben nicht nur viele Stops im üblichen Bereich von vielleicht 2 Sigma der üblichen Wochenschwankung, sondern eben noch viel tiefere.
          Daher kam der Verfall auch nicht an der „normalen“ Stelle zum stehen sondern nahm dann erst richtig Fahrt auf.
          Dazu kamen die starke Hebelung über Credit und die Sache mit der Vola.
          In der Woche VOR dem Crash hatte ich schon geschrieben, daß es diesmal sinnvoll wäre bei 500 Punkten Minus noch einen Short reinzudrücken, weil das etwa der Bereich war, wo ich den Übergang in die Nichtlinearität vermutete. Leider weiss ich nicht wie man nach solchen Posts sucht, sonst könnte ich das zitieren.
          Natürlich gibts Stop-Fishing von den MM bei einzelnen Aktien.
          Mit einem 5% Crash aller Indizes hat das alles aber überhaupt nichts zu tun und sicher nichts mit der aktuellen Bewegung.
          Ich weiss auch nicht, warum es jetzt wieder die Hedge Fonds herhalten müssen.
          Seit 2 Jahren wird hier der Crash herbeigesehnt und geredet und vielfach auch korrekt begündet. Dann kommt eine 10% Korrektur und dann waren es auf einmal die bösen Hedge Fonds und ohne die wären alle mit einem blauen Auge rausgekommen ??
          Also wenn ich so einen Schwachsinn lese, dann werde ich das argumentativ zerlegen, egal wer das schreibt.

          • PK

            12. Februar 2018 22:23 at 22:23

            hier noch was interessantes zum Vola Trade von Taleb:
            https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=hRwimmE2wEk

            Nassim Taleb ist jemand, dem man zuhören und verstehen sollte.
            Man muss nicht zwangsläufig zum gleichen Ergebnis kommen.
            Seine Bücher gehören zum Pflichtprogramm.

          • Michael

            12. Februar 2018 22:23 at 22:23

            @PK, über eine Nicht-Wissenschaft wie die Börse lässt sich sicher trefflich diskutieren, ebenso wie es zu Zeiten meines Studiums war, als Soziologen, Politologen, Philosophen und Psychologen den K(r)ampf gegen Volks- und Betriebswirtschaftler eröffnet hatten. Was ich inzwischen verstanden habe, ist die Tatsache, dass eigentlich nur Physik, Mathematik, Biologie und Chemie wahre Naturwissenschaften sind. Bzw. waren, denn heute stellt sich heraus, dass empirische Daten und neue Erkenntnisse auch an diesen Göttern rütteln.
            Einzig das Teilgebiet der empirischen Sozialforschung mit all seinen Möglichkeiten und Thesen aufgrund bisher eingetretener Ereignisse und darauf folgender Wahrscheinlichkeiten ist aus all meinen Erfahrungen als „wissenschaftlicher“ Überlebenskünstler hervorgegangen, sodass ich folgende These von Herrn Wollf solange als richtig betrachte, bis sie empirisch-statistisch als falsch widerlegt wird: Flash Crashs können von großen Marktteilnehmern wie Hedgefonds und internationalen Großbanken absichtlich herbeigeführt und zur eigenen Gewinnmaximierung genutzt werden. Verlierer des Spiels sind die Kleinanleger.

          • PK

            13. Februar 2018 07:31 at 07:31

            @Michael et al.
            Das Problem momentan ist, daß kein einziges meiner Argumente selber (auch von dir) irgendwie betrachtet oder gegebenenfalls widerlegt wurde. Nur ich als Person wurde angegriffen.
            Man kann mir glaube ich nicht vorwerfen ich hätte nicht versucht meine Sichtweise auf diesen „Flashcrash“ ausführlich darzustellen und ich hätte eher gehofft, daß es vielleicht den einen oder anderen zum nachdenken über die vorhandenen Marktmechanismen anregt anstatt einfach nur zu Wolffs Meinung zu übernehmen, daß es die bösen Hedgefonds waren die den Crash initiiert hätten mit dem Ziel die Stops der Kleinanleger zu fischen.
            Ich werde es jetzt aber endgültig aufgeben noch irgendetwas kritisches hier beizutragen. Es wird hier leider viel zu wenig über Börse selber diskutiert. Rundfunkgebühren oder Politik sind in der Regel deutlich interessanter als eine Diskussion über die Marktbewegungen der letzten 2 Wochen.
            Viel Spass noch,

            PK

          • Gerd

            13. Februar 2018 10:13 at 10:13

            PK: „…bei 500 Punkten Minus noch einen Short reinzudrücken…“

            Diese Passage aus Ihrem Beitrag vor ungefähr zwei Wochen – einer von Ihren vielen von mir gelesenen, sehr wertvollen Hinweisen in den letzen eineinhalb Jahren – schoss mir sofort durch meinen Traderkopf als es ein paar Tage später los ging. Diesmal wird PK aber ausnahmsweise mal nicht richtig liegen, war dann mein weiterer Gedankengang. Weitere Tausend Punkte tiefer…wurde ich wieder eines Besseren belehrt.

            Ich erinnere mich an etliche Ihrer (teilweise außergewöhnlichen) Strategien und Handelsentscheidungen, die Sie uns
            jeweils vorher – rechtzeitig bevor Sie es selbst machten – mitgeteilt hatten. Und die alle von Erfolg gekrönt waren.

            Sie sind für mich auf dieser Seite seit langem der Finanzmarktexperte schlechthin, mit dem größten auch für Nichtprofis anwendbarem Fachwissen. Ergänzt durch das Wissen um die Psychologie des Börsenhandels.

            PK, Sie haben es wahrlich nicht nötig, sich hier angreifen zu lassen.
            Und schon gar nicht auf einer unsachlichen Ebene. Aber es ist hier mittlerweile zur guten Gewohnheit geworden, statt fachlicher Kommentare persönliche Beleidigungen und Anfeindungen zu schreiben. Nicht gegenüber der Redaktion – die es manchmal nötig hätte :-).
            Auch nicht gegenüber den Berufsbörsianern, die sich öffentlich exponieren, weil sie ihre Bücher und Fonds verkaufen wollen und die sich daher auch mit strengeren Maßstäben beurteilen lassen
            müssen – nein, gegenüber den Mitkommentatoren.

            Ich schreibe ausnahmsweise, weil es mir für Ihre Person wichtig war, noch mal mich zu äußern. Ansonsten habe ich mich ja aus diesem unfreundlich gewordenen Umfeld zurückgezogen. Ich sagte ja vor geraumer Zeit, dass es mir in diesem Klima keinen Spaß mehr bereitet, mich aufzuhalten.
            Mir bekommt das sehr gut. Ihnen vielleicht auch.

          • Michael

            13. Februar 2018 11:56 at 11:56

            @PK, wer laufend austeilt und anderen Menschen Begriffe wie „Quatsch, Affen, dummes Gelaber, Putzfrau, 100% totaler Blödsinn, blödsinnige Beschreibung, dümmliches Geschreibsel, Schwachsinn usw.“ um die Ohren haut, muss auch einstecken können und darf sich nicht wundern, wenn Ähnliches wie ein Bumerang zurück kommt. Wobei die persönlichen Beleidigungen und Anfeindungen, wie unser lieber @Gerd es nennt, mit „Besserwisser, Nackerbatzerl und Scheuklappen-Spezialist“ im Vergleich dazu doch eher harmlos ausfallen.
            Ich finde es auch nicht so sehr verwunderlich, dass die Kommentatoren in einem Artikel mit dem Thema Rundfunkgebühren über Rundfunkgebühren oder bei dem Thema Merkel oder Trump über Politik diskutieren.

            @Gerd:
            https://finanzmarktwelt.de/erpressung-neuer-ard-chef-ehemaliger-merkel-regierungssprecher-will-hoeheren-rundfunkbeitrag-und-droht-mit-weniger-inhalt-wir-haben-da-konkrete-kuerzungsvorschlaege-77778/#comment-39094
            Als es darum ging, Ihrem Kumpel Bauer in seinem wochenlangen Bashing anderen Kommentatoren gegenüber den Rücken zu stärken, haben Sie sich in „diesem unfreundlich gewordenen Umfeld“ noch sehr wohl gefühlt. Und Mitkommentatoren, die auf fachlicher Ebene diskutieren wollten, vorgeworfen, zu mimosenhaft und elitär zu sein: Bei jenen zumindest, bei denen es sich nicht um vergeistigte, nur den Rosenkranz betende katholische Gebetsschwestern handelt. Und wenn solche Leser den Sturm nicht vertragen können, den FMW mit seinen Berichten initiiert, dann sei ihnen tatsächlich ein katholisches Bibelforum empfohlen. Und vielleicht sind sie dann auch höchst elitär unter Ihresgleichen…
            Jetzt, da der Wind sich gedreht hat und plötzlich ab und zu auch mal in andere Richtungen weht, werden Sie plötzlich selbst zur katholischen Gebetsschwester und ziehen sich ins stille Kloster zurück. Heuchelei!

          • Gerd

            13. Februar 2018 12:23 at 12:23

            @PK
            Eines muss ich noch loswerden. Ich hoffe Sie schreiben zumindest Ihre Meinung zum jeweils aktuellen Marktgeschehen auch weiterhin.
            Gerade in so turbulenten Börsenzeiten suchte ich Ihren Nickname in der rechten Vorschaurubrik ganz besonders.

      • leftutti

        12. Februar 2018 21:52 at 21:52

        @PK, ich handle seit etwa 20 Jahren erfolgreich (noch immer existent und mit veritablen Gewinnen) in den Forex- inkl. Goldmärkten. Was Herr Wolff in seinem Artikel beschreibt, ist an diesen Märkten (v. a. bei Gold) in all dieser Zeit seit jeher gang und gäbe. Ob das auf Aktienmärkte 1:1 übertragbar ist, wage ich nicht zu beurteilen, möchte es aber auch nicht ausschließen, da grundlegende Marktmechanismen auch fachübergreifend gelten könnten.

        Wer das dümmliche Geschreibsel von Wolff zu dem Crash glaubt und dazu genickt hat, wird an der Börse ein Leben lang Opfer bleiben und hat im Prinzip an der Börse nichts verloren.
        Wie Sie meinen, ich bin mit dem Glauben an solche Einschätzungen bisher kein Opfer geworden. Eher das Gegenteil. Ob ich an der Börse etwas verloren habe oder nicht, sollen Balance und Equity zeigen, nicht jedoch abfällige Kommentare von intoleranten Scheuklappen-Spezialisten.
        Auf die nächsten 20 Jahre!

  4. Masud79

    12. Februar 2018 16:44 at 16:44

    PK ist ein geistiges nackerpatzerl wie er schon in unzähligen Posts dokumentiert hat

  5. Wolff-Versteher

    12. Februar 2018 18:48 at 18:48

    Ich bin nun lange genug dabei um mir eine eigene Meinung zu bilden.Ich finde die Beiträge von Wolff immer gut, UND IHRE EWIGE BESSERWISSEREI IMMER PEINLICHER!

    • PK

      12. Februar 2018 19:19 at 19:19

      @Wolff-Versteher:
      Kein einziges Sachargument sondern leeres Gelaber („lange genug dabei“, „ich finde Wolff immer gut“) ?
      Widerlegen Sie mich doch ?
      Ich würde mich über konkrete Argumente freuen.
      Sie greifen kein einziges meiner richtigen Argumente an, sondern mich als Person (Besserwisser). Das macht man immer dann, wenn einem die Argumente ausgehen oder ganz grundsätzlich die Substanz fehlt um überhaupt mitreden zu können.

      • joah

        12. Februar 2018 21:07 at 21:07

        Gleiches gilt ebenso für Sie (Denunziation auf dem Rückkanal) – nur zur Erinnerung.

  6. Columbo

    12. Februar 2018 19:14 at 19:14

    @Masud79 @Wolffversteher,
    anstatt herumzuschimpfen und zu beleidigen, versucht doch mal die zwingende Logik von PK zu widerlegen. Ich vermisse bei Euch valide Argumente.

  7. Wolff-Versteher

    12. Februar 2018 19:37 at 19:37

    @Columbo, der Besserwisser soll doch einmal die Wolff
    Argumentation widerlegen. Wolff ist glaubwürdig.
    Der Besserwisser hat doch auch schon ewig erzählt die USA würden nie höhere Zinsen zulassen u. Immer noch nicht gemerkt dass die Inflation u.der Gläubigermarkt die Langfristzinsen bestimmen.Der Wolfgang M. hat ihm dann kürzlich noch einmal klipp u.klar erzählt was Sache ist.

    • Gerd

      12. Februar 2018 20:32 at 20:32

      @Wolff-Versteher
      Für mich hat PK mit seinem Beitrag von 18:26Uhr die Argumentation von Wolff aber bereits widerlegt.

      Und zum „nie höhere Zinsen zulassen“
      Das was Amerika sich bis jetzt am Zinsmarkt abspielt sind in dem Sinne keine ungewollt höheren Zinsen – es ist vielmehr genau das, was die Fed seit zwei Jahren mit ihren Maßnahmen sogar anstrebt. Warum sollt sie da irgendwas nicht zulassen?
      Hier sehen Sie, was höhere Zinsen bedeutet:
      https://www.cnbc.com/quotes/?symbol=US10Y

      Klicken Sie bitte auf „All“ und nicht nur auf einen 5-Jahreszeitraum.
      Und Zinsen oberhalb von 10% wird die FED in der Tat nicht zulassen – u.a. auch weil sie gar nicht in die Verlegenheit kommen werden wird, sowas zu verhindern. Nicht in einem überschaubaren Zeitraum.

      War das aber heute überhaupt Thema bei Wolff? Ich kann es nicht sagen, denn das war für mich schlichtweg so ein „Schnellmaldrüberlesen-Artikel“, der mir beim Handeln und Investieren nicht behilflich ist.

  8. Wolfgang M.

    12. Februar 2018 22:05 at 22:05

    Ich finde auch, dass es sich hier Ernst Wolff zu einfach macht, die Kausalität der jüngsten, großen Marktbewegungen zu erklären. Wie sollen sich die großen Fonds und internationalen Großbanken bei einer Shortspekulation absprechen, wo einigen schon das Wasser zum Hals steht? Als Bridgewater meldete, dass man am 26. Januar bei 13 Dax-Unternehmen starke Leerverkaufspositionen einging, dachte ich zuerst an die Folgen dieser Disposition. War die astronomisch bewertete Tesla-Aktie nicht über Monate die Aktie mit der höchsten Leerverkaufsquote und damit quasi vor extremen Einbrüchen geschützt? Einbruch ja, aber wann kommt der Short Squeeze? Es musste jedem Analysehaus klar sein, dass mit Ende Januar der 14. Monat in Folge mit steigenden US-Indizes seit Jahrzehnten bevorstand – da sich viele Häuser auf fallende Kurse vorbereitet haben, war der Boden für eine heftige Bewegung (inklusive der VIX-Anomalie) bereitet. Ein „Gschmäckle“ bekommt das Ganze natürlich durch das Statement von Bridgewater Chef Ray Dalio in Davos, Aber so ähnliches hat man schon öfters von Großanlegern am Ende von Zyklen vor der berüchtigten Distributionsphase gesehen. Das Timing klappt aber nur bei wenigen, wie die grottenschlechten Bilanzen nach Einbrüchen bei den großen Instituten beweisen. Das berühmt-berüchtigte „Du musst auf der Party tanzen, so lange die Musik spielt, aber immer in der Nähe des Ausgangs“ klappt selten, denn der Ausgang ist für gewöhnlich zu klein. Die von PK angedeutete Underperformance der Hedgefonds lässt vermuten, dass viele Versuche 2017 die Märkte zu shorten, schief gelaufen sind, weil andere Anleger nachgekauft haben. Bei Long-Strategien hätten sie den S&P 500 im letzten Jahr wohl geschlagen. Anfang Februar gab es dann mit steigenden Zinsen/steigender Inflation die notwendige Kombination an Stopploss-Orders.
    Shortspekulation ist ein schwieriges Unterfangen.

  9. leftutti

    12. Februar 2018 23:59 at 23:59

    @Masud79, nackerpatzerl? Klingt wie aus meiner bayrisch-böhmisch-österreichischen Dreiländerheimat, der Nockerbätzi 😀
    Auch wenn ich seit einem Jahrzehnt mit vielen Saupreißn in der Arktis herumschippe und Bohrkerne untersuche (um Trumps Logik zum Klimawandel zu bestätigen) 😉 oder gerade deshalb, der Begriff gefällt mir. Ich denke, er geht in medias res.

  10. Segler

    13. Februar 2018 00:37 at 00:37

    @pk – Danke für den Link zum Taleb Video – forecast fellacy.
    Wir merken uns: X ist nicht gleich f(x) 😉
    Man kann das gleiche übertragen auf alle, die aus einem Zeit/Preis-Chart allein eine Vorhersage machen zu können glauben.
    Im Trend fühlen sie sich bestätigt, in Seitphasen tendieren sie zum Frust und begreifen und verstehen nicht die Grundlage ihrer fellacy.
    Ach PK – some people make money – most people make noise
    Wegen Pflichtlektüre: Rolf Dobelli möchte ich bei der Gelegenheit anführen.

  11. Columbo

    13. Februar 2018 09:13 at 09:13

    Es gelingt hier immer wieder, interessante Beitragsschreiber hinauszuekeln, nicht mit sachlichen Argumenten, sondern mit Beleidigungen. Wenn man es nicht erträgt, daß andere besser sind, schlägt man auf sie ein, bis sie weg sind. Menschliche Schattenseiten.

  12. Wolff-Versteher

    13. Februar 2018 09:28 at 09:28

    @Columbo, hat nicht der Beleidigte als Erster den Wolff Kommentar u.somit die Person aufs übelste heruntergemacht???

    • Columbo

      13. Februar 2018 09:58 at 09:58

      @Wolff-Versteher, ok, er hat sich vielleicht im Ton vergriffen, wie andere auch.
      Seine Argumente hingegen hat noch keiner widerlegt.

  13. Feldmaen

    13. Februar 2018 11:34 at 11:34

    Ich werde mich hier jetzt auch mal zu Wort melden um die Sache mal von einer anderen Seite zu betrachten. Wie kommt es dass in diesem Markt Trader und Anleger mit unterschiedlichen Handelsstrategien und Ansichten über die Zusammenhänge an der Börse erfolgreich sind? Wir haben es an der Börse mit einem Chaotischen System zu tun im welchem sich immer wieder Strukturen und Muster ausbilden. Das bedeutet, dass es verschiedene Modelle gibt um dieses System zu beschreiben. Niemand kann immer richtig liegen, dafür ist es chaotisch. Wer mit seinem Modell am nächsten dran ist ist im Schnitt auch am erfolgreichsten.

    Kommen wir zurück auf Herrn Wolf. Teilweise hat er recht gute Artikel die, mit Vorsicht betrachtet, einem gewissen Zusammenhänge in der Finanzwelt erklärt. Ich bin mit Sicherheit kein Experte wie PK, allerdings wage ich mal zu behaupten, dass gewisse Markteilnehmer bei dem Ereignissen letzte Woche bessere Karten hatten als ein kleiner dummer Anleger mit angeblichen Stop-loss. Aber dieser ist nunmal selber für sein Investment verantwortlich und nicht die Hedgefonds. Ich habe gelesen, dass Bridgewater vor dem „Crash“ letzte Woche massiv Shortpositionen aufgebaut hat, somit liegt Herr Wolf nicht „komplett falsch“. Ich bekomme bei diesem Artikel auch meine Zweifel, es ist wirklich sehr platt analysiert. Herr Wolf bedient nunmal ein gewisses Weltuntergangsklientel, die lieben diesen Stoff.

    Warum allerdings hier so die Fetzen fliegen kann ich nicht nachvollziehen. Grundsätzlich ist es immer ratsam sachlich zu bleiben. Das gelingt PK zu 99% und ich schätze diese Kommentare sehr. In diesem Fall hat aber PK’s Tonfall „die Geister gerufen“ und damit muss er leben.

    • Columbo

      13. Februar 2018 12:11 at 12:11

      @Feldmaen,
      Warum hier so die Fetzen fliegen? Ich versuch es mit einer simplen Vermutung: Wir(auch ich) befinden uns hier in einem geschützten Bärenreservat. Viele haben die jahrelange Rallye an der Seitenlinie mit wachsendem Entsetzen mitansehen müssen und sind stinksauer auf alles Bullische(Ich erinnere, wie auf einen gewissen Herrn Riße eingeschlagen wurde, bis er verschwand). Sie(wir?) warten hart auf einen Crash, um ihren Fehler wiedergutzumachen und saugen jede bärische Meinung, jeden Crashartikel gierig auf. In diesem geladenen Umfeld ist es sogar riskant, sich neutral zu verhalten, geschweige denn was Bullisches von sich zu geben, sei es noch so fundiert und logisch.
      Riße, Segler, PK, früher oder später erwischt es jeden, auch die Besten, leider.

      • Markus Fugmann

        13. Februar 2018 12:22 at 12:22

        @Columbo, das sehe ich etwas anders. FMW ist nicht grundsätzlich bärisch, sondern verweist auf die fundamental sehr problematischen Perspektiven des höher, weiter schneller, vor allem bei der immer weiter ansteigenden Verschuldung. Demgegenüber stehen haussierende, von Notenbanken gedopte Finanzmärkte, die diese Problematik lange ausblendeten, nun aber scheint das auf einmal aufgrund der Situation in den USA wieder ein Thema zu sein. Mithin haben wir also eine große Diskrepanz zwischen der fundamentalen Lage und vor allem Perspektive der alternden westlichen Welt und den Finanzmärkten. Die Konflikte in dem Forum entstehen nach meine Eindruck meist, weil die einen fundamental argumentieren, die anderen markttechnisch – mit derFolge, dass häufig aneinander vorbei geredet wird!

        Ich finde es auch sehr schade, dass die Dinge hier immer sehr persönlich werden und kann nur noch einmal an alle appellieren, ein solches Forum als Chance zu begreifen, in dem man sich austauscht und befruchtet über Dinge, die an den Finanzmärkten mitentscheiden werden und daher uns alle gleichermaßen angehen!

        • Columbo

          13. Februar 2018 12:37 at 12:37

          @Markus, glaub schon auch, daß FMW nicht grundsätzlich bärisch ist, aber es zieht halt viel mehr die Bären an, was an sich nicht negativ ist, wenn man immer auch die Gegenseite in Betracht zieht und leben läßt.

        • Wolfgang M.

          13. Februar 2018 12:58 at 12:58

          @Markus F. Warum schon wieder diese Eskalation? Ich schätze die Analysen von PK sehr, mit seiner stringenten Brillanz, unterfüttert von jahrelanger Börsenerfahrung in allen Segmenten. Ich habe auch schon vor fast einem Jahr geschrieben, dass sein Kommunikationsstil manchmal etwas verstörend wirkt. Aber, ausgerechnet in der jetzigen Phase, wo es eventuell in ein paar Monaten, allenfalls in wenigen Jahren zur nächsten Rezession kommen wird, mit einem Kurseinbruch, der den Vorherigen in nichts nachstehen sollte (über 60%) – ausgerechnet da könnte uns dieser Sachverstand „flöten“ gehen. In vielen Depots werden sich vermutlich 5-oder 6-stellige Beträge in Luft auflösen. Gerade in dieser Zeit wäre ein weiterer Signalgeber mit solcher Expertise wertvoll, wenngleich PK sicher auch nicht die Glaskugel besitzt. Ich habe die letzten Konjunkturzyklen über fast drei Jahrzehnte erlebt und jedes Mal über die Dynamik der Abstürze gestaunt. Wie erwähnt, wir haben jetzt schon fast den längsten Konjunkturzyklus der Nachkriegszeit und in der kommenden Rezession wird die 17€ GEZ-Zwangsabgabe das geringste Problem für Anleger werden. Also Markus, wie kriegen wir PK wieder ins Boot. Grüße vom Chiemsee

          • Markus Fugmann

            13. Februar 2018 13:15 at 13:15

            @Wolfgang, ich hätte ihn sehr gerne wieder dabei! Aber die Befindlichkeiten sind in letzter Zeit sehr groß, warum auch immer. Haben Sie eine Idee?

          • Markus Fugmann

            13. Februar 2018 13:18 at 13:18

            @Wolfgang, die GEZ-Abgabe halte ich für symbolisch sehr wichtig, weil sie für einen Vormunds-Staat steht, der jursitisch hanebüchen argumentiert, wenn es ihm in den Kram paßt. Das ist schon ein Skandal, keine Frage!

        • Michael

          14. Februar 2018 21:11 at 21:11

          @Markus, folgende Ihrer Aussagen finde ich, wie sehr oft, äußerst zutreffend (abgesehen von den Tippfehlern) ;):
          Mithin haben wir also eine große Diskrepanz zwischen der fundamentalen Lage und vor allem Perspektive der alternden westlichen Welt und den Finanzmärkten. Die Konflikte in dem Forum entstehen nach meine Eindruck meist, weil die einen fundamental argumentieren, die anderen markttechnisch – mit derFolge, dass häufig aneinander vorbei geredet wird!

          Kommentatoren wie PK und Segler sind sehr technisch analysierend unterwegs, für viele schwer oder kaum mehr verständlich (ohne diese Herangehensweise hier irgendwie bewerten zu wollen). Berechtigte fundamentale Argumente, auch aus der politischen, soziologischen und psychologischen Betrachtungsweise, kommen dabei eindeutig zu kurz und werden zu oft mit Plattitüden wie „Märkte sind einfach Märkte“ abgetan.

          Auf der anderen Seite verhält es sich genau gegenteilig. Vielen Lesern fällt die rein pseudo-mathematisch-wissenschaftliche Betrachtung eines Chaotischen Systems wie der Börse ohne Einbeziehung psychologischer Befindlichkeiten von Börsenhändlern schwer. Daher verweigern sie sich dieser Sichtweise grundsätzlich oder aufgrund von Verständnisproblemen. Nicht zuletzt wegen nicht eingelöster Versprechen:
          https://finanzmarktwelt.de/marktgefluester-video-wir-haben-ein-verkaufssignal-79538/#comment-40632

          Eine Konvergenz beider Betrachtungsweisen würde sicherlich einen großen Schritt hin zur „Wissenschaft“ fördern.
          Ich würde mir noch ein wenig mehr Toleranz, Akzeptanz und Niveau wünschen, natürlich ohne Einschränkung der jederzeit nötigen Kritik, Skepsis, der Vielfalt und Individualität menschlicher Ansichten.
          Einfach weg von Quatsch, Affen, dummes Gelaber, Putzfrau, 100% totaler Blödsinn, blödsinnige Beschreibung, dümmliches Geschreibsel, Schwachsinn, Besserwisser, Nackerbatzerl und Scheuklappen-Spezialist
          Einen etwas dickeren Pelz, etwas mehr Gelassenheit, die Fähigkeit, Trolle oder dumme, aggressive Kommentare souverän überlesen zu können.

          Auch ich würde mich freuen, @PK weiter im Boot zu haben. Allerdings einen PK, der kritische Kommentare schreibt und auch einstecken kann.

          • Wolfgang M.

            14. Februar 2018 23:18 at 23:18

            @Michael. Das von Markus angedeutete Problem ist meines Erachtens nach nicht die unterschiedliche Betrachtungsweise der Märkte aus mathematisch-technischer oder soziologisch-politisch-psychologischer Sicht der Foristen, nein, es sind die Reaktionen auf persönliche Angriffe auf manche Kommentatoren. Wenn sich Menschen durch schriftliche Herabsetzungen (dümmliches Geschreibsel, dummes Gelaber, Schwachsinn) angegriffen fühlen, reagiert bei vielen deren limbisches System und schreit nach Gegenwehr und Rechtfertigung. Urpsychologisch im Sinne von: „Fight or Flight“! Im Falle von verbalen Attacken wird hier zwar „nur“ das Selbstwertgefühl des Menschen beeinträchtigt, aber das Aggressionspotenzial ist auch nicht ohne. Nicht bei allen, manche haben ein dickes Fell und schütteln sich nur kurz. Wie kann so etwas verhindert werden? Aus meiner Sicht nur dadurch, dass man auf der Argumentationsebene bleibt und persönliche Herabwertungen des Gegenübers unterlässt. Fällt nicht immer leicht, im Eifer des Gefechts und angesichts manch abenteuerlicher Behauptungen. Eine strenge Zensur der Kommentare ist im Sinne der Diskussion auch nicht wünschenswert. Actio gleich reactio gilt halt nicht nur in der Physik. Michael, Sie fordern Resilienz, also….!

          • Michael

            15. Februar 2018 01:02 at 01:02

            @Wolfgang M.
            Ich wünsche mir Resilienz. Das ist korrekt, nichts mehr als das, also….! was? Das „also“ verstehe ich jetzt nicht ganz?! Ich bin hoch resilient, ich habe in dieser Diskussion weder jemanden persönlich angegriffen, noch persönlich herabgewertet, sondern doch im Gegenteil in meinem jüngsten Kommentar für Konvergenz, Verständnis, Akzeptanz und Toleranz plädiert: Eine Konvergenz beider Betrachtungsweisen würde sicherlich einen großen Schritt hin zur „Wissenschaft“ fördern.
            Ich würde mir noch ein wenig mehr Toleranz, Akzeptanz und Niveau wünschen…

            Verstehe ich Sie da falsch, oder Sie mich?

      • Michael

        1. März 2018 22:42 at 22:42

        @Columbo, ich versuche es auch mit einer simplen analogischen Vermutung: Segler, PK und auch all die anderen der Besten erwischt es, weil die Börsen irgendwann alle erwischen. Auch die Besten, leider…
        Seit dem Flash-Crash Anfang Februar und seiner temporären Erholung feiern sie wieder alle weiter, als sei vor kurzem nichts passiert. Seither haben sich genannte Kommentatoren dezent-beleidigt, Stück für Stück strategisch zurückgezogen.
        Auch die Zweit-Besten freuen sich, wenn ihre Analysen ins Schwarze treffen.

    • leser

      13. Februar 2018 12:20 at 12:20

      @Feldmaen
      Sehe ich genau so. Ich schätze Herrn Wolff auch, aber den Artikel hätte er sich schenken können. Wer „Spiel der Spiele“ von Jesse Livermore gelesen hat, der weiß, dass die Dickschiffe seit Anfang an auch mit grenzwertigen Praktiken (und darüber hinaus, wie man an den Strafzahlungen sieht) versuchen, die Kleinen zu fressen. Da hilft auch keine Börsenaufsicht, zumal wenn sie so zahm ist, wie hierzulande. Wer das nicht verträgt, muss eben dem Markt fern bleiben.

      Aber dass das solche Wellen hier im Forum schlägt, verwundert mich schon etwas.

  14. Wolfgang M.

    13. Februar 2018 13:28 at 13:28

    @Markus. Klar ist die GEZ-Abgabe mit all ihren Umständen (Gehälter der Intendanten, Pensionsrückstellungen, Art und Weise der Erhebung u.s.w.) ein Thema, das möglichst vielen Leuten erläutert werden muss. Mir ging es nur um den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit in heftigen Korrektur- oder vielleicht sogar Crashzeiten.

  15. Wolfgang M.

    15. Februar 2018 07:29 at 07:29

    @Michaei. Dabei liegen wir gedanklich schon auf einer Linie. Das also…sollte auffordern „dann gehen Sie mit gutem Beispiel voran“! Beinhaltete keine Wertung. Gruß

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Aktien

BASF mit Gewinnwarnung – Aktie auf tiefstem Stand seit Anfang 2016

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BASF hat eine eh schon rückläufige Gewinnerwartung nun erneut nach unten korrigiert. Das zieht den Aktienkurs natürlich in den Keller. Die BASF-Aktie notiert heute früh mit -4,14%. Sie fällt jetzt mit 58,18 Euro auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016. Wie der Chart sehr gut zeigt, hängt man jetzt genau auf einem wichtigen Unterstützungsniveau von damals. Hält es nicht, sind aus charttechnischer Sicht tiefere Kurse möglich.

Hier BASF im Wortlaut:

Auf Grundlage der Ergebnisdaten für November 2018 geht BASF nunmehr von einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2018 von 15 % bis 20 % gegenüber dem Vorjahreswert aus (EBIT vor Sondereinflüssen 2017: 7.645 Millionen €). Bisher wurde ein leichter Rückgang von bis zu 10 % gegenüber dem Vorjahreswert prognostiziert. Beim EBIT der BASF-Gruppe erwartet das Unternehmen unverändert einen deutlichen Rückgang und beim Umsatz weiterhin einen leichten Anstieg von bis zu 5 %.

Zu dem deutlichen Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahreswert trägt vor allem das Segment Chemicals bei. Hier sind insbesondere die Isocyanatpreise stärker gesunken und die Crackermargen geringer als erwartet. Darüber hinaus ergeben sich im 4. Quartal 2018 in dieser Größenordnung bisher nicht prognostizierte Ergebnisbelastungen von voraussichtlich bis zu 200 Millionen € durch den niedrigen Wasserstand des Rheins. Im 3. Quartal konnten die daraus resultierenden Ergebnisbelastungen auf rund 50 Millionen € begrenzt werden.

Daneben schwächte sich das BASF-Geschäft mit der Automobilindustrie seit dem 3. Quartal 2018 weiter ab, insbesondere die Nachfrage von Kunden in China verlangsamte sich deutlich. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China trug zu dieser Verlangsamung bei.

BASF

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Aktien

2018 ist das Jahr der Aktienrückkäufe

Das Rückkauffieber ist ausgebrochen!

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Ein Kommentar von Philipp Immenkötter, https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/de/

 

Das Rückkauffieber ist ausgebrochen! Zum Ende des Jahres 2018 hat das Volumen der Aktienrückkäufe der DAX- und MDAX-Konzerne die acht Milliarden Euro Marke überschritten und betrug Anfang Dezember 8,4 Mrd. Euro.

Neun Konzerne sind in 2018 aktiv gewesen, allen voran die Allianz, die ganze drei Milliarden Euro in den eigenen Titel gesteckt hat.  Siemens weist mit rund 1,5 Mrd. Euro das zweithöchste Volumen auf, gefolgt von Covestro mit knapp 1,4 Mrd. Euro. Auch Adidas ist umfangreich aktiv gewesen und hat eine Milliarde für Rückkäufe aufgewendet und weitere zwei Milliarden Euro angekündigt.

Das Vorjahresvolumen von 5,5 Mrd. Euro wirkt im Vergleich zu der jüngsten Zahl recht überschaubar, obwohl bereits dieser Wert das höchste Volumen seit 2009 darstellte.

 

Warum haben die deutschen Konzerne in diesem Jahr verstärkt zu Aktienrückkäufen gegriffen? Um diese Frage zu beantworten, muss man die Kapitalallokation der Unternehmen genauer unter die Lupe nehmen.

Eine Entscheidung für Aktienrückkäufe ist gleichzeitig eine Entscheidung gegen Investitionen, gegen eine höhere Dividende, gegen die Bedienung von Schulden und gegen erhöhte Kassenhaltung. Daher ist es aus Investorensicht wünschenswert, wenn sich das Management erst dann zu Aktienrückkäufen entscheidet, wenn bereits alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Die Entscheidung für Aktienrückkäufe ist im Fall von Adidas nachvollziehbar. 2018 ist für Adidas ein Rekordjahr. Bereits zum Ende des dritten Quartals fielen Gewinn und operativer Cash Flow deutlich höher als noch im Vorjahresquartal aus. Gleichzeitig wurde ins operative Geschäft investiert und auch die Bilanz macht einen soliden Eindruck. So ist es Adidas möglich, einen Teil, der während des Jahres eingenommenen Mittel, direkt für Aktienrückkäufe einzusetzen. Zusätzlich kann das Volumen flexibel an die operativen Einnahmen angepasst werden. Eine Sonderdividende würde dem Management diese Flexibilität nicht bieten.

Bei aller Freude über wohl begründete Aktienrückkäufe wie bei Adidas sollte man jedoch den pro-zyklischen Verlauf von Aktienrückkäufen nicht vergessen. Unternehmen können nur dann die eigenen Aktien kaufen, wenn sie über genügend überschüssige Liquidität verfügen. Meist trifft dies zu, wenn auch die Geschäfte gut laufen. Von guten Geschäften bekommt der Kapitalmarkt schnell Wind und lässt den Aktienkurs entsprechend steigen. Daher sind in der Regel nur dann die Voraussetzungen für Aktienrückkäufe erfüllt, wenn auch die Kurse hoch sind. So bleibt den Unternehmen nichts anderes übrig, als zu hohen Preisen die eigene Aktie zu kaufen.

Dass dies nicht immer gutgeht, zeigt das historische Volumen der Aktienrückkäufe in Deutschland. 2008 wurden bisher die meisten Aktienrückkäufe getätigt und das zu Höchstpreisen. Kurze Zeit später setzte die Krise ein und die Kurse lagen am Boden.  Mit 8,4 Mrd. Euro in 2018 liegt man jetzt zwar erst bei der Hälfte des Volumens aus 2008, für die letzten 10 Jahre stellt es jedoch den Rekordwert dar.

So bleibt für Unternehmen und Investoren zu hoffen, dass keine baldige Rezession folgen und das Geld der Rückkäufe nicht bald an anderer Stelle fehlen wird.

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Aktien

Aktien: Vor dem Window-Dressing aufspringen? Und was hat Friedrich Merz überhaupt genau über Altersvorsorge gesagt?

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Als Window Dressing bezeichnet man die Praxis, dass halbwegs erfolglose Fondsmanager kurz vor Jahresende nochmal bereits gut gelaufene Aktien kaufen und in den Fonds legen. Dann sieht der Anleger im Jahresbericht zum Stichtag 31. Dezember, dass die „richtigen“ Aktien im Fonds enthalten waren. Das tröstet darüber hinweg, dass die Gesamt-Performance des Index vom Fonds vielleicht sogar unterschritten wurde. Soll man als Privatanleger jetzt noch rechtzeitig vor dem Window Dressing aufspringen, und selektiv einzelne Aktien kaufen? Sehen Sie dazu folgendes gutes Video.

Friedrich Merz, der böse Kapitalist, der Helfer der Reichen, der Knecht der Finanzmafia? Jetzt sollen auch noch auf Kosten der Steuerzahler Aktienkäufe gefördert werden? Reiche sollen noch reicher werden? Was hat Merz denn überhaupt jüngst zum Thema Aktien, Altersvorsorge und Steuern gesagt? Dazu schauen Sie bitte folgendes sachliches Info-Video.


Friedrich Merz. Foto: Kai Mörk CC BY 3.0 de

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