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Fleißiger Trump: US-Staatsverschuldung überschreitet erstmals 21 Billionen Dollar

Allein von letztem Mittwoch auf Donnerstag sprang die US-Staatsverschuldung über Nacht um 73 Milliarden Dollar in die Höhe. Somit liegt man jetzt bei 21,03 Billionen Dollar Staatsschulden. Seit Trumps Amtsantritt Anfang 2017 stieg der Schuldenberg von...

Von Claudio Kummerfeld

Es kam so wie wir es vorausgesehen hatten! Donald Trump ist fleißig, um es mit reichlich Ironie auszudrücken. Durch seine massiven Steuersenkungen passiert was? Richtig, das Steueraufkommen schrumpft. Gleichzeitig laufen die Ausgaben, die schon vorher strukturell höher als die Einnahmen waren, schön weiter. Das bedeutet in der Folge: Das Tempo der Erhöhung der US-Staatsverschuldung nimmt immer weiter zu.

Allein von letztem Mittwoch auf Donnerstag sprang die US-Staatsverschuldung über Nacht um 73 Milliarden Dollar in die Höhe. Somit liegt man jetzt bei 21,03 Billionen Dollar Staatsschulden. Seit Trumps Amtsantritt Anfang 2017 stieg der Schuldenberg von 19,95 Billionen Dollar bis jetzt an um 1,08 Billionen Dollar oder 5,4%. Das ist ein zügiges Tempo in gerade mal 14 Monaten!

US-Staatsverschuldung mit zügigem Anlauf Richtung 22 Billionen Dollar

Nun wird die US-Staatsverschuldung nach Betrachtung mit gesundem Menschenverstand die 22 Billionen Dollar-Grenze zügig in Anlauf nehmen. Denn Trumps Steuerkürzungen laufen ja erst seit Anfang des Jahres 2018, und noch wichtiger ist: Die Schuldenobergrenze ist derzeit aufgehoben, und daher können Trump und sein Finanzminister Mnuchin bis März 2019 unbegrenzt neue Schulden machen. Das ist wohl auch bitter nötig bei den anstehenden Einnahmeausfällen aufgrund der Steuersenkungen!

Nur im Februar hatte die US-Bundesregierung ein Budgetdefizit von 215 Milliarden Dollar, eine Steigerung von 12% gegenüber Februar 2017. Und so dürfte es weiter gehen. Dabei sollte man nicht allzu sehr auf Donald Trump als Schuldenweltmeister herumtrampeln (ein zu leichtes Läster-Opfer). Denn seine Vorgänger waren auch keine Kinder von Traurigkeit.

Obama hat die Staatsschulden explodieren lassen

Barack Obama, der sich quasi als Heilsbringer für alle Menschen in seinem Land präsentierte, und für alle alles schöner machen wollte, schaffte es in nur acht Jahren die US-Staatsverschuldung fast zu verdoppeln, von 10,6 auf 20 Billionen Dollar. Interessiert hat es damals niemanden. Hier können Sie einen historischen Vergleich zu Obama und Bush sehen, auch in Form einer Grafik. Und immerhin hat Obama diese gigantische Schudenausweitung ganz ohne Steuersenkungen geschafft.

Das ist, wenn man bitter bösen Sarkasmus ansetzt, die weitaus größere Leistung, als wenn Donald Trump die Staatsschulden vielleicht um 50% erhöht, von 20 auf 30 Billionen Dollar, und das auch nur, weil er die Steuern drastisch senkt. Aber gut. Barack Obama konnte als Grund anführen, dass er die US-Finanzkrise mit neuen Schulden ersticken musste. Und Bush? Ach der, der konnte ständig irgendwas vom Kampf gegen den Terror erzählen, dann interessierte sich auch niemand mehr für die Details.

Es geht munter so weiter. Immer mehr Schulden, und das in einem immer schnelleren Tempo. So lange die US-Notenbank Geld drucken kann, und solange der Planet außerhalb der USA diese gedruckten Scheine als werthaltig ansieht, ist ja alles halb so schlimm…

US-Staatsverschuldung
Grafik: US Treasury



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