Folgen Sie uns

Allgemein

Florian Homm: Die Immobilienblase platzt

Redaktion

Veröffentlicht

am

Geht es nach Politikern und Notenbankern in Deutschland, dann gibt es gar keine Immobilienblase. Gut, die Preise steigen zwar, aber irgendwie läuft doch alles, oder? Mal ehrlich. Wer sich Immobilienpreise und Mieten anschaut, der weiß, dass wir eine Immobilienblase haben. Florian Homm geht im folgenden Video darauf ein, dass sie am Platzen ist. Er geht zum Beispiel auf das Problem ein, dass im Zuge der anstehenden Konjunkturabschwächung zahlreiche Käufer das Problem haben werden, dass sie Zins und Tilgung nicht mehr werden leisten können. Auch bespricht er die EZB als Problem-Verursacher. In den nächsten fünf Jahren würden 1/4 aller Immobilien massive Probleme bekommen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    12. Februar 2019 14:35 at 14:35

    Ich sehe in Deutschland kein Probleme wegen den Immobilen. Einfacher Grund: In Deutschland können Sie kaum eine Immobilie unter einer Eigenkapitalquote von 25-30 % finanzieren. Deshalb werden Immobilienkredite nicht so schnell notleidend wie in anderen Ländern.

    • Avatar

      Bernd Michael Reinhardt

      12. Februar 2019 16:41 at 16:41

      Nach meinem Wissen ist auch bei der Förderung entsprechende Eigenkapitalquoten seitens der Kapitalgeber nach geholfen worden. zum anderen gehts ja auch gerade um Kapitalanleger, die auf ordentliche Mitsteigerungen gesetzt hatten und eventuell jetzt weniger Mieteinnahmen bekommen könnten. sicher ist das damit eher gemeint. Und wenn sich dann noch die Groko von H IV trennen will, dann wird ja die Unsicherheit größer

      • Avatar

        Michael

        12. Februar 2019 16:58 at 16:58

        Ich sehe das ähnlich wie Sie. Die Gefahr liegt nicht so sehr bei den Privatpersonen mit ihren Eigenheimen, als vielmehr bei den Spekulanten bzw. Anlegern, die millionenschwere Immobilien zum Zwecke der Vermietung gekauft bzw. gebaut haben. Denn hier wird in vielen Städten und Regionen aufgrund der enorm gestiegenen Bau- und Grundstückspreise bei gleichzeitiger Mietpreisbremse die Luft teilweise bereits jetzt relativ dünn mit Renditen zwischen 2 und 4%.

    • Avatar

      Die Wahrheit liegt in der Mitte

      8. März 2019 13:56 at 13:56

      Habe da ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich kenne mehrere Personen die Eigentum im Wert Ihres 6-8 fachen BRUTTO-Jahrseinkommens mittels einer 100%-Finanzierung „erworben“ haben…

  2. Avatar

    Prognostiket

    12. Februar 2019 15:16 at 15:16

    @ Zimmermann, dem stimme ich zu, zudem kann man die tiefen Hypozinsen längerfristig festmachen.
    – Gewohnt wird auch in der grössten Krise ,selbst wenn der Staat im Notfall bezahlt.
    -Ein Problem hätten wieder einmal die Banken, die langlaufende Kredite zu Tiefzinsen vergeben haben.
    – Bei steigenden Zinsen hätten auch Mieter ein Problem, weil die staatlich regulierten Mieten erhöht werden
    dürften.
    Das viel grössere Problem hätten die verschuldeten Firmen ( was Homm auch schon angesprochen hat.)
    Die kurzfristig laufenden Schuldzinsen steigen, Umsätze Gewinne u.somit Aktienkurse fallen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

weiterlesen

Allgemein

Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

weiterlesen

Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage