Folgen Sie uns

Aktien

Florian Homm über Banken-Hausse nach Frankreich-Wahl: Deutsche Bank größter Wertevernichter im Dax

Heftige Rally nach der Frankreich-Wahl vor allem bei europäischen Bank-Werten! Aber was hat sich eigentlich geändert? Schrott bleibt Schrott, sagt Florian Homm etwa über die Deutsche Bank – und spricht damit Klartext gegen die ziemlich kurzsichtige „Durch-Macron-wird-alles-besser-Euphorie“..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Heute steigen in der Euphorie über den Wahlausgang in Frankreich europäische Banken stark an, Problembanken wie die italienische Unicredit legen teilweise zweistellig zu, im Dax liegen Commerzbank mit fast +9% und die Deutsche Bank mit einem Plus von gut 7% am stärksten zu und treiben den deutschen Leiitndex damit auf ein neues Allzeithoch.

Aber was ist eigentlich so anders als zuvor? Ok, Marine Le Pen wird wohl nicht französische Präsidentin, Frankreich dürfte der Eurozone erhalten bleiben. Aber werden dadurch die Dinge in der Eurozone einfacher? Wird das Geschäft europäischer Banken, die nicht zuletzt unter der Negativ- oder Niedrigzinspolitik der EZB leiden (und daran wird sich ja so schnell nichts ändern!), auch nur einen Deut besser durch das Wahlergebnis aus Frankreich? Natürlich sind europäische Banke wesentlich günstiger als ihre amerikanischen Pendants, aber das hat eben auch durchaus handfeste Gründe!

Vielleicht ist es ganz gut, dass da jemand wie Florian Homm einmal Klartext spricht und damit die etwas überspannte Euphorie des heutigen Tages ein bißchen relativiert – schließlich wird auch ein französischer Präsident, auch wenn er Macron heissen sollte, die Welt, und schon gar nicht die europäische Banken-Welt, im Alleingang retten können.

Im kurzen Zeitfenster sieht das bei der Deutschen Bank ja ganz schick aus:

Aber langrfristig – und darauf kommt es ja eher an – ist das nach wie vor ein Trauerspiel:

Homm knöpft sich dabei beispielhaft die Deutsche Bank vor – und sagt: trotz des heutigen Anstiegs sind die Zukunftsaussichten der Deutschen ziemlich mau. Und wir glauben: da hat Homm durchaus einen Punkt..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marko

    24. April 2017 16:59 at 16:59

    „Aber was ist eigentlich so anders als zuvor? Ok, Marine Le Pen wird wohl nicht französische Präsidentin, Frankreich dürfte der Eurozone erhalten bleiben. Aber werden dadurch die Dinge in der Eurozone einfacher? Wird das Geschäft europäischer Banken, die nicht zuletzt unter der Negativ- oder Niedrigzinspolitik der EZB leiden (und daran wird sich ja so schnell nichts ändern!), auch nur einen Deut besser durch das Wahlergebnis aus Frankreich? “

    Was vorher anders war : ?

    Wir Menschen werden natürlich durch einen Brexit/Wahlsieg Trumps indirekt beenflusst. Wir Menschen, sind dann vorsichtig und investieren auf Wochen im Voraus (!!) nicht in den „Schrott“, wir Menschen lassen gerade die Südeuropäer fallen, wie eine heiße Kartoffel. Ist doch logisch ? :D

    Schon mal gesehen, wie hoch der VDAX/VIX war ? Da sieht man es doch !!!
    Die überspannte Euphorie des Tages realtivieren ? Markus, Du gibst niemals auf ! Ein Bär durch und durch ! Superklasse, und Du hast Ahnung von Börse !

    Na was die Lage der europäischen Börsen verändern könnte, das ist die „schlafwandelnde“ EZB, die „Schrott-Banken“ verlangen doch gar nicht soo vieel, wie wär es denn mit der Aufhebung des negativen Einlagezinssatzes, wär doch schon mal ein Anfang ?

    VG

    Marko

  2. Avatar

    Marko

    24. April 2017 17:48 at 17:48

    Der VDAX minus 31 % !!

    Chart anschauen, da rauchts richtig !Soviel zum Thema Absicherung. :D

    Augen auf ! Gut, jetzt kann ich Euch-was-weiss-ich erzählen, Anlagebwertungswelt.de, die sehen Sie bei Ihrem Anlageberater, aber offenbar hab den gleichen Text vorher schon mal losgelassen…

    https://www.boerse-stuttgart.de/de/VDAX-New-Volatilitaetsindex-Index-DE000A0DMX99-Chart-204

  3. Avatar

    sascha

    24. April 2017 20:01 at 20:01

    Herr Homm hat RECHT, aber es will jetzt keiner lesen :-)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

weiterlesen

Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

Avatar

Veröffentlicht

am

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

weiterlesen

Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen