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Florian Homm über die angebliche Allmacht der Notenbanken

Der bekannte Spekulant Florian Homm spricht über die vermeintliche Allmacht der Notenbanken – und warum der Glaube an diese Allmacht nicht wirklich der Realität entspricht..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der bekannte Spekulant Florian Homm spricht über die vermeintliche Allmacht der Notenbanken – und warum der Glaube an diese Allmacht nicht wirklich der Realität entspricht. Am Ende sagt Homm: „Es ist mir egal ob ich beliebt bin oder nicht“ – wer so tief gefallen ist wie Homm (dessen Vergangenheit bekannt sein dürfte), kann solche Sätze mit einiger Gelassenheit sagen:

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    marc

    14. Dezember 2016 14:23 at 14:23

    Schon beeindruckend die Analysen von Florian Homm,
    die sollte man ernst nehmen, denk ich.
    Dagegen wirken die Aussagen der unzähligen Chart-,
    Börsen-und Ökonomenfuzzis einfach nur mehr lächerlich.
    1929 wurde Roger Babson auch nicht ernst genommen und so wird es auch diesmal sein.

    • Avatar

      marc

      14. Dezember 2016 16:13 at 16:13

      PS: Mit dem Ausdruck „Börsenfuzzis“ meine ich natürlich nicht Markus Fugmann, dessen Analysen ich besonders schätze.

  2. Avatar

    Walter Schmid

    14. Dezember 2016 16:56 at 16:56

    Florian Homm hat Recht. Und der Supergau wird kommen. Problematisch ist, dass die Börsen bis zu diesem Supergau noch kräftig nach oben laufen können.

    • Avatar

      marc

      14. Dezember 2016 17:24 at 17:24

      Wieso ist das problematisch? Homm sieht den Crash in 2 Jahren, vielleicht auch 4 oder 5. Da interessiert mich doch die Börse nicht mehr, sondern nur, wie ich für den Supergau vorbereitet bin.

  3. Avatar

    asyoulike

    14. Dezember 2016 17:29 at 17:29

    Moin, moin,
    endlich, super Kommentar von Florian Homm. Das Ende des Geldbanksystems muss irgendwann kommen, so kann es nicht weiter gehen. Aber wo ist die Lösung? Eines scheit mir klar, der Bürger wird bluten müssen am Ende und die etablierten Politiker bzw. Parteien haben keine Schuld. Steht ein Bürgerkrieg vor der Tür?

  4. Avatar

    Walter

    14. Dezember 2016 22:36 at 22:36

    Daumen hoch für den Beitrag! ?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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am

Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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Der Stimulus kommt garantiert!

Hannes Zipfel

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USA Flagge

Ohne die massiven Geldzuflüsse der letzten Monate an die westlichen Finanzmärkte, allen voran in den USA, wären die Kursstände heute ganz andere. Bricht dieser Zustrom an frischem Geld mangels neuem Stimulus ab oder das Kapital flieht aus Angst vor neuen Lockdowns in Cash, dann folgt der nächste Corona-Crash. Daher wird es einen Stimulus geben. Die Frage ist nur: von wem?

Der Stimulus ist systemrelevant

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem jüngsten „World Economic Outloook“ mit einem Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung in diesem Jahr in Höhe von 4,4 Prozent (Seite 29). Für die größten acht Industrienationen (G-8) sogar mit einer Kontraktion in Höhe von 5,8 Prozent.

Demgegenüber stehen fiskalische COVID-19-Hilfen in durchschnittlich zweistelliger prozentualer Höhe des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Falle Deutschlands würde dies gemäß der aktuellen Schätzung des IWF zum deutschen BIP-Wachstum in 2020 bedeuten, dass ohne finanzpolitische Hilfen unsere Wirtschaft in diesem Jahr um 14,9 Prozent einbrechen würde. Die der USA um 17,5 Prozent und das Bruttoinlandsprodukt Japans würde ohne fiskalische COVID-19 Stimuli gar um -26,4 Prozent kollabieren.

Grafik zeigt Stimulus je nach Land

Sollte es also, wie es sich nun in den weltweiten Statistiken abzeichnet, zu einer erneuten Covod-19-Welle kommen, wären sowohl die Projektionen des IWF hinfällig als auch die exorbitanten Hilfsgelder nicht ausreichend, um eine ökonomische Katastrophe zu verhindern. Dieser Tatsache sind sich die Regierungen aller betroffenen Staaten sicher bewusst. Daher ist entsprechend den wirtschaftlichen Belastungen in Folge erneuter signifikanter Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit neuen Finanzhilfen zu rechnen. Es wäre jedenfalls politisch sehr nachteilig für die Verantwortlichen, einen solchen fiskalischen Stimulus abzulehnen. Die ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen wären unabsehbar.

Der Ausgang der US-Wahlen ist für den Stimulus nicht entscheidend

Momentan schauen die Marktteilnehmer sehr genau auf die Umfragewerte zu den US-Wahlen am 3. November sowie den Äußerungen der politischen Führer beider Lager (Demokraten und Republikaner) zum Thema neuer Stimulus.

Dabei ist es grundsätzlich für neue Finanzhilfen völlig unerheblich, wer die Wahlen Anfang November gewinnt, sofern es ein Ergebnis gibt. Als im März dieses Jahres der „Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act“ (CARES) unterzeichnet wurde, gab es weder einen Präsidenten Joseph Biden, auf den viele Marktteilnehmer aktuell in Sachen Stimulus die größeren Hoffnungen setzen, noch einen einheitlich dominierten Kongress. Dennoch initiierten sowohl das Weiße Haus als auch die beiden Kammern des Kongresses, also der republikanisch dominierte Senat, als auch das demokratisch dominierte Abgeordnetenhaus seit dem 3. März insgesamt vier Hilfsprogramme, die bis heute eine Dimension von insgesamt 2,8 Billionen US-Dollar angenommen haben.

Das Staatsdefizit spielte dabei selbst für die größten Gegner staatlicher Verschuldung keine Rolle. Warum sollte das im Falle einer Wiederholung einer solchen ökonomischen Notlage anders sein? Die Finanzierung ist auf jeden Fall über die US-Notenbank Fed sichergestellt.

Die Fed positioniert sich bereits

Sollte es jedoch zu keinem Wahlergebnis kommen bzw. für eine längere Zeit kein Wahlsieger feststehen, könnte immer noch ein Notkompromiss zwischen den Parteien von einer neuerlichen akuten Notlage erzwungen werden. Und selbst wenn aus unbekannten Gründen tatsächlich kein neuer fiskalpolitischer Stimulus kommen sollte, stünde immer noch die Geldpolitik bereit um einzuspringen. Verbal haben sich die US-Notenbanker längst positioniert: Sie fordern permanent neue fiskalpolitische Stimuli und haben sich selbst zusätzlich dem Ziel verschrieben, auch mithilfe der Geldpolitik die soziale Schere in den USA zu schließen.

Auch ganz praktisch war die US-Notenbank Fed in die Stützung der größten Volkswirtschaft der Welt involviert: Seit Beginn der Epidemie im Februar dieses Jahres hat die Fed ihre Bilanz durch den Ankauf von Schuldpapieren um 3 Billionen US-Dollar aufgestockt. Mit in dieser Summe enthalten sind Kreditfazilitäten für größere Unternehmen.

Um eine Kaskade an Insolvenzen zu verhindern, nahm die Fed seit Mitte Juni dieses Jahres Anleihen von Unternehmen mit weniger als 15.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von unter 5 Milliarden US-Dollar mit auf ihre Bilanz. Die eigens hierfür gestartete „Main Street Lending Facility“ ist mit einer Staatsgarantie abgesichert. Damit schließt die Fed eine Finanzierungslücke, kommen doch für staatliche Hilfen aus dem Paycheck Protection Program (PPP) ausschließlich nur Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern in Frage.

Das Besondere an diesen Kreditfazilitäten ist die Tatsache, dass die Fed erstmals direkt als Kreditgeber auftrat, ohne den Umweg über das US-Finanzministerium zu gehen. Zählt man nun diesen Tabubruch, die permanente Forderung nach neuen Stimuli und das selbst gesteckte Ziel der Schließung der sozialen Schere in den USA zusammen, dann ist der Schritt hin zu Finanzhilfen für weite Teile der US-Unternehmen, Selbstständigen und Privathaushalte direkt aus der Notenpresse nicht mehr weit. Zumindest ist es eine Art Rückversicherung für einen Stimulus in den USA im Falle einer nicht handlungsfähigen Regierung. Dies gilt übrigens auch für die anderen großen Notenbanken dieser Welt, die zum Teil mit direkten Aktienkäufen in Sachen Tabubruch in diesem Fall schon weiter sind als die US-Notenbank Fed.

Das Timing-Problem

Selbst im Falle der Entwicklung eines marktreifen Impfstoffs wird es wohl noch bis weit ins Jahr 2021 dauern, bis die Pandemie durch Impfungen und Therapien weltweit eingedämmt werden kann. Bis dahin bleiben aus Sicht der Politik v. a. Präventionsmaßnahmen die einzige effektive Möglichkeit. Dies wiederum bedeutet anhaltende wirtschaftliche Schäden bis hin zum de facto Entzug der Existenzgrundlage für ganze Branchen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Börsen auch in den USA dies verstehen. Bereits bei der ersten Pandemiewelle fiel der sprichwörtliche Groschen an den US-Märkten recht spät, dann aber sehr schnell und sehr heftig. Erst Ende Februar realisierte die Wallstreet, dass die Pandemie keinen Bogen um Amerika macht.

Ob die Amerikaner im Zuge der aktuellen Datenlage in Sachen COVID-19-Pandemie schneller schalten, ist ungewiss. Daher bleibt für Anleger das Timing-Problem die eigentliche Herausforderung. Auch deshalb, weil der Druck auf die Institutionen einen neuen Stimulus zu liefern erst dann zu Handlungen führt, wenn die Börsenkurse als Krisenbarometer hellrot aufleuchten.

Fazit und Strategieansatz

Nach wie vor ist Timing an der Börse eher eine Kunst als eine Wissenschaft und oft vom Glück begleitet. Wolfgang Müller schrieb dazu vor Kurzem einen interessanten Artikel mit dem Titel: „Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?“.
In Anbetracht der Tatsache, dass ein Stimulus im Falle einer erneuten deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung systemrelevant und damit so gut wie sicher ist, besteht wenig Grund, Vermögenswerte zu veräußern, die man mittelfristig halten möchte.

Für Trader bietet sich eine simpel anmutende Strategie an, die bereits im Frühjahr dies Jahres sehr profitabel war: Zunächst jetzt etwas Pulver trocken halten. Kommt es im Zuge sich wieder verschlechternder Konjunktur- und Unternehmenszahlen zu einem nochmaligen heftigen Rücksetzer an den Aktienmärkten, kann man in mehreren Tranchen ab dem Unterschreiten der einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnittslinie, z. B. beim S&P 500, in den Markt einsteigen und abwarten, bis der neue Stimulus kommt und die Märkte wieder nach oben zieht.

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DIW-Konjunkturbarometer aktuell: Aussichten verdüstern sich

Claudio Kummerfeld

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Das DIW-Konjunkturbarometer wird vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung einmal im Monat veröffentlicht. Heute hat man das Barometer für Oktober präsentiert mit der Headline-Aussage „Rückschlag mit Ansage“. Die zweite Corona-Infektionswelle sei in Deutschland angekommen und drohe den wirtschaftlichen Aufschwung abzuwürgen. Nachdem die Wirtschaft im abgelaufenen dritten Quartal dem Konjunkturbarometer zufolge noch deutlich um etwa sechs Prozent gewachsen sein dürfte, würden sich die weiteren Aussichten erheblich verdüstern. Das DIW-Konjunkturbarometer fällt für das Schlussquartal dieses Jahres von 122 Punkten auf 105 Punkte. Das DIW im Wortlaut:

Der Aufschwung wird sehr wahrscheinlich deutlich ausgebremst werden“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Es drohen wieder schärfere Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens – das Pandemiegeschehen nimmt Verbraucherinnen, Verbrauchern und Unternehmen die Zuversicht. Und das in einer Zeit, in der viele Unternehmen noch mit den Folgen des Lockdowns vom Frühjahr kämpfen und kaum noch finanzielle Reserven haben“, so Michelsen. Stand jetzt werde die Wirtschaftsleistung in Deutschland zum Jahresende noch leicht steigen, der kräftige Aufholprozess aus dem Sommer dürfte sich aber nicht fortsetzen.

Das DIW-Konjunkturbarometer lässt den Rückschlag bereits erahnen, obwohl sich die zweite Infektionswelle in vielen aktuellen Zahlen noch so gut wie gar nicht widerspiegeln kann. Lediglich die jüngst veröffentlichten Unternehmensumfragen weisen auf die zunehmende Sorge vor einem erneuten Lockdown hin. „Das Wirtschaftsgeschehen wird wohl stellenweise wieder lahmgelegt werden – wenn auch nicht in dem Maße wie im Frühjahr,“ warnt Michelsen. Das Risiko, dass die Produktion – abhängig vom konkreten Infektionsverlauf – wieder deutlich zurückgefahren wird, sei in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen.

DIW-Konjunkturbarometer als Grafik

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