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Flüchtlingskrise: Flüchtlings-Zahl steigt immer weiter

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist kein Ende in Sicht, die Zahl der Flüchtlinge steigt immer weiter! Im Oktober waren es so viele Menschen wie im ganzen Jahr 2014:

https://twitter.com/business/status/661430313617399808/photo/1

Laut Daten der UNHCR sind 218.394 Menschen im Oktober über das Mittelmeer geflohen – deutlich mehr als die 172.843 Flüchtlinge im September. Insgesamt sind über das Meer damit 744.175 Menschen geflohen. Dieses Daten erfassen aber nur die registrierten Flüchtlinge, die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen.

Und damit wir uns schon einmal eine Vorstellung machen können, wie das unsere Gesellschaft verändern wird, ist auch die Herkunft der Flüchtlinge wichtig: 53% aus Syrien, 18% aus Afghanistan, das der Westen so glorreich befriedet hat, und 6% aus dem Irak (das die Amerikaner so glorreich befriedet haben). Man kann also faktisch von einem völligen Scheitern der westlichen Nahost-Politik sprechen. Das alles wird immense ökonomische und gesellschaftliche Folgewirkungen haben, die noch unsere Enkel betreffen werden. Der Anfang von allem war die unnötige Destabiliserung Lybiens durch den Westen – was leider kaum thematisiert wird..

7 Kommentare

7 Comments

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    Chris

    3. November 2015 09:37 at 09:37

    Wenn es jetzt noch gelänge Nord&Südkorea gegeneinander aufzuhetzen oder Asien sonst irgendwie zu destabilisieren,wäre die Welt „wieder in Ordnung“Zum Wohl von?,na wem wohl?

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    joah

    3. November 2015 10:08 at 10:08

    „Und damit wir uns schon einmal eine Vorstellung machen können, wie das unsere Gesellschaft verändern wird…“

    „Verändern“ ist gut, zerstören wäre richtiger: Willkommen im Mekka des Westens – hier gibt es alles umsonst für nix, der Rest arbeitet für einen. Wir werden sehen, wohin das führt.

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    Gabriel Scheer

    3. November 2015 10:59 at 10:59

    Die destabilisierungspolitik unserer Regierung und die linientreue Medienlandschaft beeinträchtigt erfolgreich die Massen. Durch den undurchdachten und unkoordinierten Zulauf der Flüchtlinge kommen immer neue Menschen die weder in unsere Gesellschaft integriert sind noch unsere sozialen Stukturen kennen, das birgt noch zusätzlichen Sprengstoff. Unsere gesellschftliche Führung ist fast komplett unterwandert und verfolgt Ihre eigenen Interessen, von politischer Verantwortung gegenüber den Volk kann hier keine Rede sein.

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    Jörg

    3. November 2015 11:18 at 11:18

    1.) Die Bundesregierung führt schon seit 2012 einen von der Verfassung verbotenen und von der UNO geächteten „ANGRIFFSKRIEG“ gegen Syrien. Siehe: http://www.antikrieg.com/aktuell/2012_11_29_derstaat.htm . Eine nationale Anklage und/oder eine internationale Anklage gegen das verfassungsverbrecherische („-feindliche“ reicht hier nicht!) und völkerrechtswidrige Vorgehen der Bundesregierung hat offenbar aber noch niemand erhoben.

    2.) Jetzt kann auch belegt werden, daß Merkel-Schäuble (Schäuble hat man m. E. für den wirklichen ’spiritus rector'“ der Bundesregierung zu halten – nicht die dumme Merkel) die Syrer zur Flucht nach Deutschland nicht aus Gründen des Mitleids aufforderten, sondern allein(!) um den syrischen Staat GEZIELT ZU ENTVÖLKERN und damit zu zerstören.

    Auf diese wichtige Information weist folgende Seite hin: „WIKILEAKS: DEPESCHEN ZEIGEN PLAN ZUR STRATEGISCHEN ENTVÖLKERUNG VON SYRIEN UND EU-FLÜCHTLINGSKRISE“ – http://www.pravda-tv.com/2015/10/wikileaks-depeschen-zeigen-plan-zur-strategischen-entvoelkerung-von-syrien-und-eu-fluechtlingskrise/
    Der Artikel bezieht sich dabei auf das Interview-Audio mit Julian Assange, daß man unter http://thepressproject.gr/podcast/final_assange.mp3 anhören/herunterladen kann (das Video auf der Seite betrifft andere Themen).
    Erst gegen Ende des Audios – ab 18:00 – geht es um Syrien. Ab 21:00 geht es um die geplante(!) und vorsätzliche(!) völkerrechtswidrige, terroristische Verursachung des syrischen Flüchtlingsstroms.

    Ab 21.55 hören wir, daß die Bundesregierung die Syrer vorsätzlich zum Verlassen ihres Landes auffordert – nur um aktiv an der Zerstörung Syriens beizutragen zu können.
    Ab 22.13 hören wir, das dasselbe schon bzgl. des Iraks geschehen war: Im Jahr 2007 sah sich die irakische Regierung genötigt, die Bundesregierung diplomatisch-formal abzumahnen, endlich damit aufzuhören, die Iraker zu ermutigen ihr Land zu verlassen und nach Deutschland auszuwandern.
    Daß es allein die USA und ihre Vasallen (BRD) sind, die bis heute systematisch die Lebensgrundlage der Syrer zerstören, sieht man auch an den erst wenige Tage alten US-Bombenangriffen auf syrische Kraftwerke und syrische Wasserwerke:
    http://www.almasdarnews.com/article/two-f16-aircrafts-violate-syrian-airspace-target-electric-power-plants-in-aleppo/,
    http://www.politaia.org/wichtiges/syrien-us-kampfjets-bombardieren-zivilobjekte/,
    http://www.politaia.org/wichtiges/der-pentagon-plan-fuer-den-bio-krieg-in-syrien/

    3.) Auch der Jemen soll entvölkert werden. „800 Colombian Soldiers Join Saudi-Led Forces in Yemen“ – http://www.almasdarnews.com/article/800-colombian-soldiers-join-saudi-led-forces-in-yemen/

    4.) RESÜMEE:
    a) Es reicht nicht bloß gegen den Flüchtlingsstrom zu sein – es muß auch der sofortige Wiederaufbau Syriens gefordert werden! Die Kosten des Wiederaufbaus Syriens, mit dem man bereits jetzt beginnen sollte (spätestens aber nachdem die tapferen Russen dort die Söldner des US-Regimes beseitigt haben) sind „vergleichsweise“ – im Verhältnis zu der Belastung, wenn die Flüchtlinge auf ewig hierblieben – gering. Der Aufbau Syriens würde der Industrie der BRD auch neue und dankbare Märkte erschließen. Die Ausgaben kämen also – anders als bei Schäubles „Bankenrettung“ 2008 (250 Mill. Euro!) – zu einem nicht unerheblichen Teil zurück.

    b) Auffällig ist, daß Merkel zum „Sündenbock“ gemacht werden soll, während doch der Schäuble und der Gabriel ganz genauso für das Flüchtlingsdesaster verantwortlich sind. Ganz offensichtlich soll Schäuble zum zukünftigen Bundeskanzler aufgebaut werden (http://www.zeit.de/2015/44/wolfgang-schaeuble-kanzler-kandidat-angela-merkel). Das muß unbedingt verhindert werden. Denn Schäuble ist eine 100%ige Marionette der (internationalen) Banker.

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    leser

    3. November 2015 11:50 at 11:50

    Die „Flüchtlinge“ (wie viele Syrer sind echt?) sollten alle bei den Auftraggebern des Werbefilms untergebracht werden und auch dort versorgt werden, http://www.welt.de/politik/deutschland/article145792553/Der-Werbefilm-fuer-das-gelobte-Asylland-Germany.html

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    Boris

    3. November 2015 12:10 at 12:10

    Es wird immer elegant umformuliert… Eine nicht legale Handlung ist immer noch illegal!
    Wenn „Flüchtlinge“ illegal eine Staatsgrenze passieren wollen und es auch tun, dann machen sie sich zu illegale unerwünschte Personen: Invasoren!

    1. Jeder Staat hat die natürliche Pflicht, auch mit Waffengewalt, die Grenzen zu verteidigen um die Bevölkerung vor Invasoren zu schützen! Das hat mit Menschlichkeit nichts zu tun!

    2. Die Probleme sind unmittelbar von Muslime verursacht worden, ob sie sich IS, gemässigte Opposition oder „Freiheitskämpfer“ nennen ist es egal, denn es sind muslimische Messern, Bomben und Patronen, die andere Muslime töten! Daher müssen diese Probleme unter Muslime gelöst werden!
    Dass NATO und USA erst durch die Destabilisierung der Region dieser Zustand ermöglicht hat (siehe Lybien), ist leider auch Fakt.

    3. Christen bangen in muslimischen Ländern um ihr Leben und werden dort verfolgt und bestialisch hingerichtet. Warum sollten wir Muslime vor der gegenseitige Abschlachtung retten und ihnen erlauben unseren Grenzen illegal zu übertreten? Weil wir blöd von Natur aus sind?

    4. Wenn schon Asyl, dann es nur an Christen gewähren, denn sie benötige es dringend! Aber auch sie müssen sich natürlich an die Regeln halten und nicht illegal ohne Papiere die Grenzen willkürlich überqueren.

    5. Unsere Kultur darf nicht leiden oder sogar ersetzt werden von fremden Kulturen: Wir sind „Gastgeber“ und „Gäste“ müssen sich anpassen oder, wenn es hier nicht gefällt, uns verlassen!

    6. Ich denke dass es Zeit ist gleiches Recht auch von dieser Horde der Invasoren zu verlangen: so wie bei euch die „Ungläubige“ behandelt werden, so behandeln wir euch! Ungläubige sind für euch Kuffar, ihr seid für uns auch Kuffar also fordert unsere Hilfe nicht an und geht lieber zu euren muslimischen Brüdern. Geh‘ zurück in Frieden woher ihr gekommen seid, wenn ihr euren Glauben und Kultur uns aufzwingen wollt, denn irgendwann wird das nicht mehr friedlich passieren…

    7. Wir sind nicht bereit für euch unsere Kultur zu verändern, auch wenn ihr durch sie euch beleidigt fühlt: Wir lieben Wein und Bier, Kultur und Musik, Arbeit und Erfolg, auf unseren Kirchen Kreuze haben, sowie uns über den Anblick schöner Frauen freuen!
    Wir möchten unter uns keine verschleierte Frauen sehen, keine Minarette oder Moscheen vor der Nase haben, kein Gewalt an Frauen, keine Poligamie, keine Scharia und kein Allahu Akbar hören .
    Wir möchten unsere Identität bewahren und keine Multikultur aufgezwingt bekommen: Wir wollen WIR bleiben mit unsere Kultur, Traditionen, Toleranz und Sprache…mir san mir! Ist das so schwer zu verstehen?

    8. Wer anders denkt, darf Europa verlassen und seine Meinung mitnehmen und dort gehen wo Multikulti gibt, wo die eigene Identität verleugnet wird, wo Masse statt Klasse lebt, wirkt und stirbt… Wer seine nationale Identität in den Dreck wirft, hat kein Recht mehr hier bei uns zu wohnen und zu leben.

    9. Ich bin weder für Rechts noch für Links: Ich bin nur ein Mensch der sein Land liebt und es immer noch Vaterland mit Liebe nennt und es immer weiter lieben wird! Ich bin immer noch ein Germaner, werde Germaner bleiben und als Germaner, wenn es sein muss, für meine Identität kämpfen! Ich fühle mich nur meinem Volk verpflichtet… ist das so schwer zu formulieren? Haben wir Angst für diese Realität in irgend eine „Rechts-Ecke“ durch Hosensch… verbannt zu werden? Auch die Geduld kann zum Platzen gebracht werden…

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      joah

      3. November 2015 23:35 at 23:35

      „Eine nicht legale Handlung ist immer noch illegal!“

      Nach Recht: nicht, wenn diese zuvor legitimiert wurde, auch wenn dies lediglich konkludent geschah. Dies war hier der Fall, da dies durch diverse Politiker als solches öffentlich „einladend“ suggeriert wurde und man damit eine Duldung gegen die sonst vorherrschenden Verfahrensweisen aussprach.

      Ob hierin eine Planung oder mentale Dissonanz besteht, lässt sich hingegen teilweise nur auf spekulativ-logischer Ebene ergründen.

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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US-Häusermarkt kurz vor Katastrophe – einen Hoffnungsschimmer gibt es

Claudio Kummerfeld

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Typische Bauweise am US-Häusermarkt

Am US-Häusermarkt könnte in den nächsten Wochen und Monaten eine Katastrophe eintreten. Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung. Denn zum einen endet im März eine Frist von maximal 12 Monaten, die es Hausbesitzern erlaubte ihre Hypothekenzahlungen auszusetzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Kreditnehmer, die sich zu Beginn des Programms angemeldet hatten, könnten ab März 2021 von einer Zwangsvollstreckung bedroht sein.

Noch wichtiger für den US-Häusermarkt ist: Die landesweit gültige vorübergehende Aussetzung der Zwangsräumungen (mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen) endet am 31. Dezember. Der Zeitpunkt ist fast schon dramatisch, da gut 12 Millionen Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung verlieren dürften.

Der US-Kongress könnte eigentlich für eine Verlängerung von Nothilfen sorgen. Aber zum Jahreswechsel befindet sich Washington DC mitten in einer toten Phase, wo Joe Biden zwar schon gewählt, aber eben noch nicht im Amt ist. Alles hängt in der Schwebe. Erst vor Kurzem wurden vom staatlichen „US Census Bureau“ Umfragedaten veröffentlicht aus dem Befragungszeitraum 28. Oktober bis 9. November, welche die Dramatik am US-Häusermarkt aufzeigen.

Etwa 5,8 Millionen Personen gaben demnach an, dass ihnen in den nächsten zwei Monaten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung droht. Das macht ein Drittel der 17,8 Millionen Erwachsenen in Haushalten aus, die mit Miet- oder Hypothekenzahlungen in den USA im Rückstand sind.

Gut die Hälfe der Haushalte in Staaten wie Nevada oder Florida, welche derzeit mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ihre Zwangsräumung im Januar. Florida ist am Schlimmsten betroffen mit 51,2 Prozent (bei der vorigen Umfrage nur 32 Prozent). Das bedeutet de facto, das gut 3,5 Prozent aller Haushalte in Florida glauben, dass sie in den nächsten zwei Monaten von einer Zwangsräumung betroffen sein könnten.

Hoffnung für US-Häusermarkt dank Joe Biden?

Joe Biden wird am 20. Januar als US-Präsident seine Arbeit aufnehmen. Vorher kann er nichts machen. Er kann eine Last-Minute-Rettung für den US-Häusermarkt sein – kann, aber nicht muss. Die Demokraten möchten die US-Bevölkerung richtig kräftig unterstützen mit neuen Staatshilfen. Aber die Republikaner, die in den letzten Monaten ebenfalls schon gigantischen Rettungssummen zustimmten, zeigten sich zuletzt eher ablehnend. Und jetzt wo ihr Kandidat Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, können sie sich im Kongress in die Blockierer-Haltung begeben. Aber kann Joe Biden mit einer auch von den Republikanern akzeptierten neuen Finanzministerin Janet Yellen (ehemalige Notenbankchefin) doch noch neue Rettungs-Billionen aus dem Kongress rausklopfen?

Kann Joe Biden auf den allerletzten Drücker Ende Januar Millionen Amerikaner und den US-Häusermarkt vor einem Kollaps retten? Oder kommt alles ganz anders, und dank im Dezember beginnenden Impfungen erholt sich die Konjunktur in den USA derart schnell, dass viele Amerikaner neue Jobs erhalten? Die Banken verzichten auf Zwangsräumungen, und die überschuldeten Hausbesitzer, die auf dem letzten Loch pfeifen, dürfen in ihren Häusern bleiben? Das wäre auch möglich. Aber es wird eine verdammt enge Kiste!

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