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Ford und Apple: Zwei Beispiele, die zeigen, wie Trumps Idelogie völlig an der Realität vorbei geht!

Zwei Beispiele zeigen: Trump ist kein Idiot, sondern ein Ideologe. Und das ist viel gefährlicher..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Und er hat es wieder getan: Donald Trump sorgte am Freitag mit Aussagen über die kurzfristig mögliche Bezollung aller chinesischen Importe für Verunsicherung an den Märkten. Dann wurden die warnenden Worte von Apple am späten Freitag Abend bekannt, wonach diese Zölle nicht nur Apple, sondern die gesamte USA schwer treffen würde. Trump reagierte darauf am Wochenende mit einem Tweet, in dem er faktisch Apple empfahl, seine Produktion doch aus China in die USA zu verlegen:

Wenn das mal so einfach wäre! Erstens entstünden Apple dadurch höhere Kosten, und zweitens würde es Jahre dauern, bis die entsprechenden Kapazitäten in den USA aufgebaut werden könnten. Klar ist: würde Apple in den USA produzieren, hätte es deutlich höhere Kosten, die es entweder an die Konsumenten weiter gibt – oder eben auf Marge verzichtet.

Ebenfalls am Wochenende dann ein Tweet von Trump über Ford: das Unternehmen habe beschlossen, den Verkauf eines in China produzierten Kleinwagens in den USA nicht mehr anzustreben – nun könne das Auto doch in den USA produziert werden, so Trump:

Hurra! Aber passiert das? Nein, sagt Ford in einer Mitteilung vom Sonntag. Man verzichte dann eben aufgrund der Zölle auf einen Verkauf dieses Modells in den USA, denke aber gar nicht daran, dieses Modell in den USA produzieren zu wollen, weil das sich aufgrund der Kostenstruktur und des geringen zu erwartenden Absatzes gar nicht lohne:

“It would not be profitable to build the Focus Active in the U.S. given an expected annual sales volume of fewer than 50,000 units.”

Das steht beispielhaft dafür, wie Trumps Ideologie an der Praxis völlig vorbei geht – das gilt für den Fall Apple ebenso wie für den Fall Ford. Oder, wie es ein amerikanischer Autofachmannn, Jon Gabrielsen, gegenüber der „Detroit Free Press“ ausdrückt: Trump und seine Berater haben keine Ahnung von der Komplexität der Lieferketten:

“This is further evidence that neither the president nor his trade representatives have any clue of the complexities of global supply chains.”

Wenn die Welt doch bloß so einfach wäre, wie Trump sie sich vorstellt! Der US-Präsident will offenkundig, dass US-Firmen nicht mehr in China produzieren – aber was ist die Alternative? Werden die US-Firmen dann schön brav in die USA zurück kehren mit den dort stetig steigenden Lohn- und Materialkosten? Natürlich nicht. Sie werden vielmehr aus China weggehen, um die Zölle zu umgehen, aber dann eben nicht in den USA, sondern in Indien, Taiwan, Polen, Slowenien oder wo auch immer produzieren. Aber nicht oder kaum in den USA, wenn man irgendwie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben will!

All das wirft ein Schlaglicht darauf, mit wie geringer Kenntnis die Trump-Administration hoch komplexe Strukturen meint durch einfache Lösungen ersetzen zu können. Faktisch ist das pure Ideologie, der die Praxis sich doch bitte schön anzupassen habe. Trump also ist klar erkennbar – das zeigen die Beispiele Apple und Ford eindrücklich – ein Ideologe. Und wenn die Ideologie nicht zur Praxis paßt, dann ist die Praxis falsch, aber natürlich nicht die Ideologie. Genau daraus ist der Stoff der Eskalation, das im „System Trump“ steckt.

Wir sollten daher Trump besser ernst nehmen. Er ist kein Idiot, sondern ein Ideologe. Je früher wir das begreifen, umso besser. Das Zerstörungspotential seiner Ideologie ist jedenfalls immens!


By Marcus Wong Wongm – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9400450

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    10. September 2018 11:09 at 11:09

    Die Aussage, dass Trumps Administration keine Ahnung vom Wirtschaftsgeschehen hat, dürfte nur in Teilen stimmen. Heißt der US-Finanzminister nicht Steven Mnuchin, der 17 Jahre bei Goldman Sachs beschäftigt war und anschließend in der Hedgefondsbranche? Nein, das Problem ist und bleibt der Präsident selbst, der andere Ansichten ignoriert oder die Bedenkenträger in seinem Kabinett einfach austauscht. Ich habe schon am 14. Mai auf die Probleme bei Apple hingewiesen (Lieferketten, Foxconn etc.) und der US-Hightech-Industrie sowie bei Boeing – da hatte es noch kaum einen interessiert. Im Übrigen haben die im S&P 500 Steel gelisteten Unternehmen seit März (Erhebung der Stahlzölle) 6% an Wert verloren, Alcoa sogar 9%. Trump will Protektionismus und die Globalisierung in der Wirtschaftswelt zurückdrehen. Aber wie bereits mehrfach erwähnt: Wenn er so weiter macht, wird ihn das Großkapital in den USA demnächst gewaltig in die Schranken weisen, mit allen Folgen. Meine Überzeugung
    Gruß

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      10. September 2018 11:15 at 11:15

      @Wolfgang, Sie haben Recht: Mnuchin sieht das anders und will einen Deal mit China. Aber Trump und die Leute, die er an seiner Seite hat (Navarro, Bolton) wollen vor allem den Aufstieg Chinas zur gleichberechtigten Hegemonialmacht neben der USA verhindern, gleichzeitig soll die Produktion wieder in die USA zurück kehren. Bislang zeigt der Verlauf der Ereignisse, dass die Hardliner und nicht Mnuchin sich durchsetzen werden!

      • Avatar

        Wolfgang M.

        10. September 2018 12:39 at 12:39

        @Markus F. Stimmt, die Positionen und Zielrichtungen sind klar. Aber ich denke, dass auch die Hardliner nicht über die wirtschaftliche Zukunft in den USA entscheiden. Es werden nach meiner Auffasssung die Märkte sein. Das ist jetzt schon seit den 90-ern erkennbar, der Einfluss von Finanzindustrie/ Großunternehmen auf die Politik. Hat nicht sogar die italienische Protest-Regierung das Schuldenprogramm relativiert, weil die Märkte den zinspolitischen Drohfinger gezeigt haben? Kein US-Präsident regiert gegen die Wall Street – derzeit. Wenn’s dort kracht, ist es vorbei mit dem Welthandelskrieg. Sorry, wenn ich mich wiederhole.
        Gruß

  2. Avatar

    frank

    10. September 2018 13:02 at 13:02

    Seit Trumps Wahlsieg im November 2016 hat sich der Kurs von Apple verdoppelt! Ein Wertzuwachs von unglaublichen 500 Mrd. USD. Genau daran erkennt man wie weit die Wirklichkeit von der Medienbubble entfernt ist. Wöchentlich kommen irgendwelche lächerlichen Anschuldigungen gegen Trump. Wöchentlich wird über Amtsenthebung gefaselt und wie schlimm Trump doch ist… Dabei macht er alles richtig. Apple ist das beste Beispiel dafür. Die Wirtschaft brummt, Arbeitslosigkeit geht zurück, vor allem für Randgruppen, Schwarze, Frauen etc. alle profitieren extrem von Trump. Dazu noch die internationale Politik, noch nie haben die USA so wenig Kriege geführt wie unter Trump. Syrien, Israel Russland. Überall macht Trump alles richtig. Unbegreiflich wie man ihn so schlecht reden kann…

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      10. September 2018 13:10 at 13:10

      @frank, nur mal ein Gedankenspiel, ohne dass ich das direkt vergleichen will, aber es geht um die Logik der Argumentation: versetzen sie sich in das Deutschland des Jahres 1938: die Wirtschaft läuft scheinbar gut (aber alles auf Pump finanziert wie bei Trump), schöne Autobahnen werden gebaut, Deutschland ist wieder wer und schüttelt die Fesseln des Versailler Vertrags ab, die Arbeitslosigkeit ist stark gesunken – scheinbar Beste aller Welten, scheinbar.. (nur die Ausgrenzung der deutschen Juden stört ein bissl..).

      Genau so hätte ein Hitler-Anhänger 1938 argumentiert – so wie Sie als Trump-Anhänger strukturell jetzt auch argumentieren. Es lohnt daher, hinter die Fassade zu blicken..

      • Avatar

        frank

        10. September 2018 13:48 at 13:48

        netter Versuch Herr Fugmann, nun die Nazikeule. Die Nummer ist so ausgelutscht. Man muss kein Trump Fan sein, aber ihn mit Hitler und den Nazis zu vergleichen ist billigste und übelste Linkspropaganda und reine Panikmache. Nur zur Info – Trump baut keine KZs und Trump sperrt auch seine Gegner nicht in Lager ein, Trump verfolgt keine Minderheiten und führt auch keine Rassengesetze ein, auch wenn die Linken ihn gerne so hätten… Das mit der Verschuldung stimmt evtl. aber auch hier korrigiert Trump nur eine jahrzehnte lange Fehlentwicklung. Was bringt der ganze Freihandel wenn zu Hause (USA) die Industrie zusammen bricht und die Menschen keine Arbeit mehr haben? Übrigens haben die Präsidenten vor ihm ebenfalls massiv die Schulden erhöht. Dies ist keine Alleinstellungsmerkmal von Trump. Wenn sie so wollen ist Trump wie die Nazis, nur eben ohne alle negativen Aspekte. Also ziemlich genial.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          10. September 2018 14:09 at 14:09

          @frank, Sie schwingen doch die Nazi-Keule, indem Sie sagen, jeder Vergleich verbietet sich. Mir geht es um strukturelle Ähnlichkeiten des Systems, die bei Trump im Vergleich zum damaligen NS-Deutschland offensichtlich sind:
          1. Ineinssetzung des „Führers“ mit dem Volk (daher die angeblichen Fake News-Medien als Volksfeinde)
          2. Das Behaupten einer verhängnisvollen Fehlentwicklung in den letzten Jahren, die nun endlich und endgültig korrigiert werden müsse, sonst drohe der Untergang (das sagt Trump seit den 1980er-Jahren; bei Hitler ist es die Quintessenz seiner rassistischen Ideologie)
          3. Das Streben nach einer ethnisch homogenen Gesellschaft (bei Trump als Suprematist der Weißen; daher auch die Forderungen nach Stopp der Immigration)
          4. Das Streben, die vermeintlich alte Größe wiederherzustellen durch eine aggressive Aussenpolitik (u.a. durch radikale Infragestellung aller historisch gewachsenen Bündnis-Strukturen)

          Wir werden sehen, was bei Trump heraus kommt. Natürlich wird er nicht Millionen von Juden ermorden, aber er wird vermutlich doch in der Konsequenz den Tod von sehr sehr vielen Menschen verursachen, wenn er an der Macht bleibt. Sie mißverstehen Trump total, wenn Sie ihn als eine Art „Friedensapostel“ sehen..

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            P. Schmitt

            10. September 2018 15:20 at 15:20

            Herr Fugmann, der Vergleich war schlecht. Deutschland 1938 war eine Industrienation und maxiamal eine Mittelmacht. Welches mit den USA und GB 1938 einen Stellvertreter-Krieg in Spanien führte.
            Die USA 2018 sind eine deinsturiealisierte Supermacht, welche kaum noch brauchbare Produkte herstellen kann.

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    frank

    10. September 2018 14:45 at 14:45

    Herr Fugmann, Sie gehen der Linkspropaganda auf dem Leim. Ich möchte auf ihre Punkte eingehen:

    1. Trump ist ein charismatischer Politiker, daran sehe ich nichts schlechtes, ganz im Gegenteil. Einen Führerkult gibt es aber nicht, das ist übertrieben. Trump ist Präsident der USA und hat darüber hinaus keine Macht. Die amerikanischen politischen Institutionen funktionieren sehr gut (Senat, unabhängige Justiz, Opposition, etc.). Man muss schon blind sein, um nicht zu erkennen dass die MSM gegen Trump arbeiten. CNN, NYT, Washington Post und Co. arbeiten seit Anfang an massiv gegen Trump. Alle haben seine Niederlage prognostiziert und prügeln extrem auf ihn ein. Das ist keine neutrale Berichterstattung. Die Fake News Vorwürfe von Trump sind somit alles andere als übertrieben, sie sind punkt richtig. Übrigens erkennt man wer hier die wahre Macht hat. Das trifft aber auf die ganze westliche Welt zu. Die Medien sind viel Mächtiger als die Politik.
    2. Der Untergang bzw. der Abstieg der USA ist doch real. Die Weltmacht USA wird abgelöst, vermutlich von China. Darüber haben sie hier doch selbst schon öfters berichtet und Beispiele aus der Vergangenheit berichtet. Trump versucht dagegen anzukämpfen, das ist mehr als verständlich.
    3. Das Streben nach einer ethnisch homogenen Gesellschaft ist ebenso nachvollziehbar wie verständlich. Der Rückgang der weißen Bevölkerung in den USA (und in Europa) ist doch kein Hirngespinst der Rechten, sondern Realität. Die Weißen werden immer weniger, darüber gibt es zig Statistiken. Schauen sie halt mal wie stark die weiße Bevölkerung in den USA in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Und die Prognosen zeigen wo die Reise hingeht. Somit ist es doch logisch und legitim dagegen anzukämpfen. Was ist eigentlich so schlimm daran weiß zu sein bzw. wieso sollte es erstrebenswert sein möglichst viele Ethnien in einem Land zu haben? Dürfen die Weißen sich nicht gegen ihr Aussterben wehren? Den Japanern, Arabern oder anderen homogengen Bevölkerungen macht man ja auch keinen Vorwurf homogen zu sein.
    4. Die aggressive Außenpolitik sehe ich bei Trump nicht. Ganz im Gegenteil. Zumal all seine demokratischen Vorgänger viel aggressiver waren. Man tut fast so, als hätte Obama und Co. keine Kriege geführt.

    Wir sehen doch schon was bei Trump herauskommt, er ist seit fast 2 Jahren im Amt. Alle Befürchtungen haben sich nicht bestätigt und können als Panikmache abgeschrieben werden. Trump macht alles richtig, in allen Bereichen, Wirtschaft, Außenpolitik etc.. Deshalb auch mein Einwand, dass die Realität nicht mit der Medienbubble übereinstimmt.

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      leftutti

      10. September 2018 22:44 at 22:44

      @frank, Was ist eigentlich so schlimm daran weiß zu sein bzw. wieso sollte es erstrebenswert sein möglichst viele Ethnien in einem Land zu haben? Dürfen die Weißen sich nicht gegen ihr Aussterben wehren?
      Es ist gar nichts schlimm daran, weiß zu sein! Es ist aber auch nicht schlimm, rot, schwarz, braun oder gelb zu sein!
      Schlimm ist es allerdings, ein Land, einen halben Kontinent zu okkupieren und die roten legitimen Besitzer und Ureinwohner auszurotten. Danach bzw. währenddessen schwarze Menschen zu Millionen aus einem anderen Kontinent gewaltsam zu entführen und im neuen, gestohlenen Land zu versklaven und weiter zu züchten. Jahrzehnte- bis Jahrhunderte lang braune und gelbe Menschen ins Land zu locken, zu bescheißen und als Billigstkräfte auszubeuten.
      Und sich letztendlich darüber aufzuregen, dass all die Nachfahren dieser Untermenschen plötzlich auf Gleichberechtigung und Chancengleichheit gemäß der heiligen Verfassung pochen.

      Nebenbei ist es auch bedenklich, die vergleichbare Fläche von Europa einer faszinierenden und einmaligen Natur trotz eines kleinen Bruchteils der Einwohnerzahl in historisch nicht relevanten Zeiträumen ökologisch in einen derart desolaten Zustand zu katapultieren.

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        frank

        11. September 2018 10:05 at 10:05

        Das ist eine sehr einseitige Sichtweise und das Land der heutigen USA bzw. ganz Amerikas war weitgehend unbesiedelt bzw. nicht in dem Ausmaß wie viele Menschen es heute dort gibt. Aber natürlich war das Unrecht, genau wie die Sklaverei, nur damit wir uns nicht missverstehen! Aber nur als Randinfo, es wurden auch Millionen von Weißen versklavt, Stichwort Irische Sklaven in den USA. Diese haben aber irgendwie keine Lobby, weil sie wohl zu weiß sind… Und dennoch verstehe ich nicht was das mit den heutigen Zuständen zu tun hat? Die weißen Amerikaner werden ja nicht von den Nachkommen der Ureinwohner verdrängt. In den USA sind es vor allem Einwanderer aus Süd- und Mittelamerika. Neueinwanderer also und keine Ureinwohner od. Nachkommen der Sklaven. Ich habe den Eindruck dass die Linken und Liberalen dieser Welt es als eine Art Genugtuung oder Gerechtigkeit ansehen wenn nun die Weißen zur Minderheit werden u. zunehmend Diskriminierung ausgesetzt werden. Das ist krank. Ich habe nichts mit der Sklaverei zu tun und auch nichts mit den NS-Verbrechen. Schuld sollte nicht vererbbar sein!

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          leftutti

          11. September 2018 21:12 at 21:12

          @frank, Die weißen Amerikaner werden ja nicht von den Nachkommen der Ureinwohner verdrängt. In den USA sind es vor allem Einwanderer aus Süd- und Mittelamerika.
          Die Bevölkerungsdichte in den USA liegt bei etwa 33 Menschen/qm. In Deutschland sind es etwa 230, in der EU (Euro-Raum) etwa 117.
          Und auch wenn ein durchschnittlicher Ami das doppelte Volumen eines Europäers besitzt, kann man hier wohl kaum von Verdrängung sprechen. Platz genug wäre vorhanden.
          Wie @Weißer so treffend schreibt, gibt es keine Geburtenkontrolle für Weiße. Mehr Sex, mehr Spaß, mehr Kinder, keiner verbietet es den weißen Amis, sich fortzupflanzen. Die Weltbevölkerung wächst noch ein paar Jahre, irgendwo müssen sie alle hin. Auch möchte ich bei einem Anteil an Weißen von etwa 60% nicht von einer Verdrängung sprechen (Hispanics etwa 18%).
          (Hoffentlich folgen jetzt keine statistischen Ergüsse von @tm, wie es im Jahre 2060 aussehen könnte oder über die relative Entwicklung in gewissen extremen Metropolen oder einzelnen Bundesstaaten) ;)
          Und waren nicht die USA immer das selbst deklarierte Einwanderungsland schlechthin? Das Land, welches Ausländer (als billige Arbeitskräfte) gerne angelockt, ja geradezu angesaugt und willkommen geheißen hat? In der ersten Dekade des 20. Jhds. sind fast genauso viele Personen (mit Erwerb eines legalen Aufenthaltsstatus) eingewandert wie in der ersten Dekade des 21. Jhds. In ersterem Falle waren das allerdings etwa 10,5% der damaligen Gesamtbevölkerung, in letzterem Fall nur noch etwa 3,5%.
          Mir schwant, dass Ihnen weiße Einwanderer noch eher akzeptabel erscheinen, alle anderen eher weniger. Doch was würde das z.B. für Deutschland bedeuten? Normannen, Angelsachsen, Holländer, Belgier, Nord-Franzosen, Nord-Italiener wären noch akzeptabel. Balten, naja… Polen, Tschechen, Menschen vom Balkan, oh je. Personen vom schwarzen Meer, oh weh. Griechen, Süditaliener, Spanier, Portugiesen schon deutlich zu braun? Basken und Katalonier jedoch mit Separatistenbonus.
          Nehmen wir die käsigen Exemplare all dieser Länder noch auf, die etwas brauneren schon nicht mehr, beziehen wir Augen- oder Haarfarbe mit ein?
          Wo genau liegen die ethnisch-genetischen Grenzen? Oder sollen einfach alle nur bleiben, wo sie herkommen?

          Das ist krank. Ich habe nichts mit der Sklaverei zu tun und auch nichts mit den NS-Verbrechen. Schuld sollte nicht vererbbar sein!
          Derartige Aussagen sind tatsächlich krank
          Niemand hat auch nur eine Silbe verlauten lassen, dass Sie etwas mit Sklaverei oder NS-Verbrechen zu tun haben. Auch nicht von vererbbarer Schuld. Bestenfalls von historisch gewachsenen Konsequenzen, denen es sich heute zu stellen gilt.

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      Weißer

      11. September 2018 14:58 at 14:58

      @frank
      Ihre Worte:
      Was ist eigentlich so schlimm daran weiß zu sein bzw. wieso sollte es erstrebenswert sein möglichst viele Ethnien in einem Land zu haben? Dürfen die Weißen sich nicht gegen ihr Aussterben wehren?

      Gegenfrage:
      Was ist eigentlich so schlimm daran, als Weiße in einer Minderheit zu leben, in einem Land mit einer Mehrheit von anderen Ethnien? Wenn sich alle an Recht und Gesetz halten, ist dies doch völlig unerheblich. Warum fühlen Sie sich, frank, nicht wohl in Gegenwart von Schwarzen, Latinos oder sonst wem, der nicht weiß ist? Alle kriminell und/oder Terroristen?
      Ihre Argumentation ist der Nährboden für den tägliche, teils gewalttätigen Rassismus gegen alle, die nicht weiß sind oder anderen Kulturen angehören, ob nun in den USA oder hiezulande.

      Natürlich dürfen sich Weiße gegen ihr Aussterben wehren, so es denn überhaupt existent ist, und zwar in dem sie mehr Nachkommen in die Welt setzen. Nur würde dies wohl dem eigenen „Wohlstands“-streben zuwiderlaufen.

  4. Avatar

    Hans

    10. September 2018 16:21 at 16:21

    Die Regierung Trump kann sich Politisch nicht erlauben ihren China Handelskrieg ohne sehr US Freundlichen Deal für beendet zu erklären. Das wird sicher ein sehr langer Handelskrieg werden. Das Problem wird auch werden, dass sich die Handelsströme schnell verändern, aber Trump an seinen veralteten Deal fest halten wird. Sinkt der Chinesische Wohlstand, wird sich auch der Fleischverzehr und der Bedarf an US Soja als Schweinefutter reduzieren. Oder die Nachfrage nach Australischen Eisenerz oder Flüssiggas dürfte sicher auch leiden. Auftragsfertiger lassen woander in Asien fertigen. Die Folgeabschätzung ist sicher für Trump zu komplex. Apple verlagert seine ganzen Gewinne in Steueroasen. Bei den Chinesen dürfte von den Exportüberschüssen wenig übrig bleiben und daher kaum Anreize für einen Trump Deal bestehen.

  5. Avatar

    Kritisch

    11. September 2018 11:41 at 11:41

    Also, wenn ich diese ganzen Kommentare lese wird mir zum Großteil nur übel! Da wird über den Kampf von Ethnien und Religionen untereinander geschrieben – schwarz gegen weiß, Christen gegen Juden, Moslems gegen die ganze Welt und, und. Mehrmals schon von mir geschrieben „Lernens doch endlich Geschichte!“. Seit Jahrtausenden lernen wir (wir die angeblichen intelligentesten Lebewesen auf diesen Planeten) nichts dazu. Es wird wieder und wieder Krieg geführt weil sich der Eine vom Anderen benachteiligt, ausgebeutet oder sonst was fühlt und immer kommen irgendwelche Wahnsinnigen an die Macht, die selbstverständlich mehr oder weniger demokratisch gewählt werden, die es verstehen genau diese Gefühle zu bedienen. Und warum das alles – Macht und Geld. Und wir alle sind willfährige „Helferlein“ dieser Despoten. Und damit aus rein wirtschaftlicher Sicht dieses ja so menschliche Streben auch eine Basis findet wurde durch Volkswirtschaftler die Keynesianische Theorie zum Stigma erhoben – es führt jedoch immerwieder in den Abgrund. Und wieder lernen wir aus der Geschichte nichts!

    • Avatar

      leftutti

      11. September 2018 23:04 at 23:04

      @Kritisch, Und wieder lernen wir aus der Geschichte nichts!
      Meinen Sie mit wir jetzt uns alle oder die 5 bis 10% Vollpfosten, die mangels eigener Reflexionsfähigkeit durch die Lande brüllen und jagen?
      Womit wir wieder bei dem hier schon öfters zitierten Text von BAP wären:
      wenn die Volksseele – allzeit bereit
      Richtung Siedepunkt wütet und schreit:
      „Heil – Halali“ und grenzenlos geil nach Vergeltung brüllt,
      zitternd vor Neid
      in der Kristallnacht.

      Doch die alles, was anders ist, stört,
      die mit dem Strom schwimmen, wie es sich gehört,
      für die Schwule Verbrecher sind,
      Ausländer Aussatz sind,
      brauchen wer, der sie verführt.

      • Avatar

        Kritisch

        12. September 2018 08:33 at 08:33

        @leftutti!
        Also mit ihrer Schätzung der 5 – 10% liegen sie, wie ich meine, wesentlich zu tief, da es meiner Auffassung nach nicht die zu zählen gilt die „duch die Lande ziehen und jagen“, sondern auch die deren Handlungen sie im Grunde ihres Herzens für gut und richtig empfinden. Aber die letzte Zeile ihres Zitats „brauchen wen der sie verführt“ trifft es ganz genau! Und wir alle wählen diese Verführer, und das meine ich mit „Und wieder lernen wir nichts aus der Geschichte“!

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Finanznews

Aktienmärkte: Achtung – starke Volatilität! Videoausblick

Für die Aktienmärkte gibt es nun drei entscheidende Punkte! Stimulus, der Ausgang der US-Wahl und die Corona-Pandemie. Die Volatilität bleibt hoch in den nächsten Wochen..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der gestrige Verlauf der Aktienmärkte zeigt, dass die starke Volatilität derzeit das dominierende Schema ist: Die Schwankungsbreite nimmt zu, die Nervosität vor den US-Wahlen wird nicht gerade geringer. Für die Aktienmärkte gibt es nun drei entscheidende Punkte! Erstens: kommt doch noch der US-Stimulus durch die Politik (oder unwahrscheinlicherweise gar durch die Fed)? Wird es dann zweitens bei der US-Wahl schnell einen klaren Sieger geben oder nicht. Und drittens: wie wird sich die Lage um dias Coronavirus im Herbst entwickeln – zweite Welle mit stark steigenden Zahlen und neuen lockdowns oder doch bald ein Impfstoff? All das spricht dafür, dass die Volatilität in den nächsten Wochen hoch bleibt..

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Indizes

DAX daily: Der Dax muss über die wichtige Hürde springen, sonst…

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Trotz Corona Sorgen haben gestern einige Anleger bei Aktien wieder zugegriffen, für mehr als eine Konsolidierung im Dax hat es aber noch nicht gereicht. Es bot sich ein ähnliches Bild wie tags zuvor, vormittags startete der deutsche Leitindex eine Erholung, während am Nachmittag die Gewinne wieder abbröckelten. Sein Tageshoch hat er zur Mittagszeit bei 12.684 Punkten erzielt, das Tagestief lag zuvor bei 12.512. Den Handelstag hat der Dax schließlich mit einem kleinen Abschlag von 36 Punkten (-0,29 %) bei 12.606 beendet.

Es fehlen derzeit die Impulse, um eine Trendwende einzuleiten. Dafür müsste auch der neuralgische Punkt bei 12.750 nachhaltig überwunden werden. Zwar startete der Dax wie auch am Vortag eine Erholungsrally, die aber kurz vor dem 61,8 % Retracement bei 12.688 scheiterte. Ein weiterer Grund warum es nicht höher geht, sind die schwächelnden US-Indizes, die den Dax am Nachmittag gerne mal nach unten ziehen. Die Chance auf eine ausgeprägte Zwischenerholung besteht, wenn die Wall Street den Stabilisierungsversuch von gestern fortsetzt. Weiterhin gilt für den Dax, über der Hürde bei 12.750 hellt sich das Bild auf, unter 12.505 könnte es nochmal düster werden.

News und fundamentale Daten

Die Entwicklung im Dax bleibt trotz robuster heimischer Konjunkturdaten unbeständig. Das Hin und Her ist der Unsicherheit geschuldet, die wegen der Corona-Lage über dem Aktienmarkt schwebt. Die Corona-Pandemie ist zurück an den Börsen. Täglich häufen sich die Corona-Nachrichten aus Europa, vor allem Großbritannien, Frankreich und Spanien sind fast so stark betroffen wie zu Beginn der Pandemie, aber auch in Deutschland steigen die Neuinfektionen. Folglich vergrößert sich die Sorge um schärfere Beschränkungen und Lockdowns, was als Belastungsfaktor an den Aktienmärkten in den Vordergrund rückt.

Zudem war der gestrige ifo-Geschäftsklimaindex keine Unterstützung für den Dax. Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hellt sich zwar weiter auf, aber dennoch ist der Index hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben. Am heutigen Tag ist die Konjunkturdatenlage sehr bescheiden. Einzig die US-Auftragseingänge für langlebige Güter (Aug) erscheinen um 14:30 Uhr.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Während des asiatischen Handels konnte der Dax etwas zulegen und notiert vorbörslich leicht im Plus. Die Widerstandszone zwischen 12.688 bis 12.712 muss er überwinden, um weitere Ziele auf der Oberseite abzuarbeiten. Die nächste Hürde wartet nämlich schon bei 12.743 (PP R1). Darüber liegt zudem noch der Widerstandsbereich von 12.750 bis 12.770. An dieser Stelle könnte er wieder auf die Abwärtsseite wechseln. Schafft es der Dax aber diesen Widerstand rauszunehmen, dann folgt das Tageshoch vom 23.09. bei 12.830 und der Pivot Punkt R2 bei 12.837. Das Chartbild würde sich deutlich aufhellen und die Bullen die Oberhand gewinnen, wenn der Leitindex diesen Bereich überwindet. Darüber ergeben sich dann weitere Ziele bei 12.904 und der 13.000er Marke.

Scheitert der Dax zum Beispiel an der 12.712 oder der 12.750, dann könnte sich der Druck auf der Abwärtsseite wieder erhöhen. Eine erste Unterstützung befindet sich am 38,2 % Retracement, dort liegt auch der heutige Pivot Punkt bei 12.599. Dort könnte der Dax erstmal Halt finden. Darunter liegt dann noch ein Unterstützungsbereich an der 12.565. An dieser Stelle ist er schon mehrfach wieder nach oben abgedreht. Ein Bruch führt ihn allerdings zum gestrigen Tagestief bei 12.512 sowie den Pivot Punkt S1 bei 12.504. Darunter übernehmen die Bären die Kontrolle und ein erneutes tieferes Tief unter der 12.455 ist wahrscheinlich. Dadurch ergeben sich Ziele auf der Unterseite bei 12.367 (423,6 % Ext.) und 12.361 (PP S2).

DAX daily: Tagesausblick 25.09. - M30-Chart - Corona Sorgen

Dax Unterstützungen (US):

12.599 – Pivot Punkt

12.565 – Stundenchart

12.512 – Tagestief 24.09.

12.504 – Pivot Punkt S1

12.455 – vorbörsliches Tief 24.09.

12.434 – Tageschart

12.400 – Tageschart

12.367 – 423,6 Extension (Hoch 12.830)

12.361 – Pivot Punkt S2

Dax Widerstände (WS):

12.688 – 61,8 % Retracement (Hoch 12.830)

12.711 – Nachthoch

12.743 – Pivot Punkt R1

12.750 – neuralgischer Punkt

12.830 – Tageshoch 23.09.

12.837 – Pivot Punkt R2

12.904 – Stundenchart

12.981 – Pivot Punkt R3

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Der Dollar ist der Schlüssel! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Für die Aktienmärkte scheint derzeit der beste Indikator der Dollar zu sein: wenn die US-Währung stärker wird, fallen die Aktienmärkte – und umgekehrt. Heute hat der zuletzt stetig steigende Dollar-Index ein wichtiges Widerstands-Level erreicht – von dem er zunächst abgeprallt ist, was wiederum die zunächst schwachen US-Futures (und Gold!) nach oben drehen ließ. Letztendlich ist alles ein einziger großer Trade gegen den Dollar, der gewissermaßen als Pegel für Streß fungiert. Der heutige Handel an der Wall Street sehr nervös – der Dax dagegen recht robust, ohne wirklich Strecke nach oben machen zu können. Nun beginnt das Warten auf die Fernsehdebatte zwischen Trump und Biden., bis dahin bleibt es wohl sehr hektisch..

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