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Forex aktuell: Kanadischer Dollar, Britisches Pfund, Schweizer Franken

Der Schweizer Franken wertet weiter ab. EURCHF hat gestern Abend die magische 1,20-Schwelle erreicht. Nicht nur, dass die EZB für den Euroraum ganz langsam anfängt ihre Politik zu ändern mit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Erst vorgestern gab es klare Anzeichen, dass sich eine Zinsanhebung in Kanada wohl erstmal nicht anbahnt. Die Bank of Canada zeigte sich in ihrer Zinsentscheidung sehr passiv, und der kanadische Dollar wertete ab. Heute nun geht es weiter. Die vor wenigen Minuten für Kanada verkündete Inflationsrate (Verbraucherpreise) für März zeigt ein Plus von 2,3% bei Erwartungen von 2,4%. Die Kernrate fällt mit 1,4% ebenfalls leicht schwächer aus als die Erwartung von 1,5%. Also, erst einmal sieht es in Kanada nicht nach steigenden Zinsen aus, und so wertete der kanadische Dollar heute zum zweiten Mal in dieser Woche sprunghaft ab.

Somit steigt US-Dollar vs Kanadischer Dollar aktuell um 60 Pips. Seit Mittwoch Mittag ist es ein Plus von 142 Pips auf aktuell 1,2692. Im Chart sieht man USD vs CAD seit November 2017. Den Anstieg (Abwertung des CAD) aus dieser Woche sieht man im Kreis. Es sieht aktuell nach einer Trendumkehr basierend auf Fundamentaldaten (Notenbank-Statements + Inflationsdaten) aus.

Kanadischer Dollar

Britisches Pfund

Warum schwächelt das britische Pfund seit Dienstag? Es sah ganz danach aus, dass man gegen den US-Dollar weiter nach oben läuft auf den Level direkt vor der Brexit-Wahl im Juni 2016 bei 1,48. Aber nein, diesen Dienstag kam erstmal die Trendwende, runter von 1,4370 auf jetzt 1,4036. Was ist passiert?

Den größten Down-Move dieser Woche hat GBPUSD gestern hingelegt. Dies geschah nach einer Aussage des britischen Notenbankchefs Mark Carney in Washington. Dort sagte er, dass gemischte Daten zur britischen Konjunktur vorliegen würden. Er sei derzeit nicht besonders fokussiert auf den exakten Zeitpunkt einer Zinserhöhung. Im Klartext: Kurzfristig erstmal keine steigenden Zinsen in UK – das bringt weiter Schwäche in das britische Pfund. Und so ist der Chart vom Pfund vs USD kurzfristig erstmal bärisch (im Chart GBPUSD seit Anfang März).

Britisches Pfund

Schweizer Franken

Der Schweizer Franken wertet weiter ab. EURCHF hat gestern Abend die magische 1,20-Schwelle erreicht. Nicht nur, dass die EZB für den Euroraum ganz langsam anfängt ihre Politik zu ändern mit dem Auslaufen ihre Anleihekäufe in diesem Jahr. Gleichzeitig belassen die Schweizer ihren Einlagenzins weiter bei -0,75%, und intervenieren auch weiter am freien Devisenmarkt. Den letzten Auslöser gaben jüngste Aussagen der Schweizerischen Nationalbank, dass man es nicht eilig habe seine Geldpolitik anzupassen. Das reichte wohl aus, um EURCHF einen weiteren Schub zu geben auf die 1,20 (Franken-Abwertung).

Man denke zurück an den 15. Januar 2015. Seit Jahren hatte die SNB de facto Euro vs Franken bei 1,20 eingefroren. Noch kurz vor diesem Tag beteuerte die SNB diese Barriere nicht ändern zu wollen. Doch dann ganz plötzlich hob man seine Marktverzerrung auf, und der Franken explodierte – EURCHF fiel ins Bodenlose. Kann es jetzt in einem viel kleineren Umfang ähnlich laufen? Kann die SNB doch plötzlich verkünden zum Beispiel ihre Franken-Verkäufe einzustellen? Das könnte einen fallenden EURCHF bedeuten, sprunghaft! Aber jetzt hat man erstmal sein altes Niveau aus Anfang 2015 bei 1,20 erreicht. Steigt der Kurs erst einmal weiter? Jetzt kommen spannende Tage auf die Franken-Trader zu. Euro vs Schweizer Franken notiert derzeit bei 1,1964.

Euro vs Schweizer Franken

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    OZO

    22. April 2018 03:13 at 03:13

    CAD vs USD: wo soll man denn hier in einem Chart über 5 Monare bitte schön einen Trend sehen???

    • Avatar

      Dieter G.

      22. April 2018 11:45 at 11:45

      Hallo,

      es ist doch ein Trend zu sehen. Auf dem hier zu sehenden Chart wäre es ein Aufwärtstrend, solange die jeweiligen Trendtiefs nicht unterschritten werden. Auch in der Monatsansicht ist der Aufwärtstrend nicht hinüber.

      Was beim USDCAD richtig übel ist, sind halt die Abverkaufsphasen.

      Liebe Grüße

      Dieter

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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