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Aktien

Fracking-Aktien mit brutalem Kollaps nach Öl-Crash – Kreditdebakel?

Claudio Kummerfeld

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am

Fracking Beispielfoto

Die Aktien der Fracking-Unternehmen in den USA sind diese Woche die ganz großen Verlierer. Gestern gab es den großen Öl-Crash, nachdem die Saudis die Fluttore geöffnet haben, und nun den Markt mit zusätzlichem Angebot überschwemmen. Der Ölpreis kollabierte gestern um mehr als 30 Prozent. Jetzt hat sich das Preisniveau zwar etwas erholt, aber immer noch notiert der Ölpreis dramatisch unter dem Niveau vom letzten Freitag. Auch Russland lässt derzeit durchblicken, dass man mehr Öl auf den Markt werfen könne. Das ist ein Debakel für die Fracking-Industrie, die mit deutlich höheren Förderkosten arbeitet als dem aktuellen Preisniveau am Terminmarkt von 33 Dollar.

Fracking-Industrie vor einem echten Problem!

Damit ist Fracking in den USA derzeit defizitär! Mit diesem Schock wird dieses Szenario schlagartig für den Markt offenbart. Nicht nur dass die Aktienmärkte den stark fallenden Ölpreis in die Kurse der betreffenden Unternehmen einpreisen – auch von anderer Seite droht ein Debakel. Es geht um die Junk Bonds, die Hochzinsanleihen mit denen sich die Fracking-Firmen vollgesogen haben. Hohe Zinsen zahlen sie wegen dem hohen Risiko, dass ihre Unternehmen womöglich als Rückzahler der Anleihen ausfallen. Und genau dieses Risiko könnte bei einigen oder vielen Anbietern nun Realität werden. Hierdurch würden die Anleiheinhaber natürlich ihre Forderung verlieren. Und wenn Fracking-Unternehmen ihre Expansionen der letzten Jahre über Bankkredite finanziert haben, dann haben die Banken wohl bald verstärkt ein Problem mit Kreditausfällen.

Und wie Zerohedge aktuell anmerkt, legen sie Credit Spreads für Hochzinsanleihen in den USA heute weiter zu, während die Aktienkurse in den USA heute (noch) nicht neue Tiefststände erreichen. Die Kreditmärkte sehen also nach gestern auch heute eine wachsende Schieflage bei den an die Fracking-Industrie verliehenen Gelder. Es ist nun die Frage, ob und wie weit es Stundungen, Umschuldungen oder sogar staatliche Kredithilfen geben könnte, um die Fracking-Industrie in den USA über Wasser zu halten. Und wie lange wird der Ölpreis noch so tief bleiben? Mögliche Kreditausfälle und Firmenpleiten in dem Sektor sind jetzt mehr denn je ein heißes Thema nach der Aktion der Saudis vom letzten Wochenende! Wie heiß dieses Thema derzeit ist, erkennt man auch an den Aktienkursen.

Der Öl-Gigant schlechthin Exxon wird vom Markt nicht brutal abgestraft, weil man offenbar annimmt, dass das Unternehmen derart breit und solide aufgestellt ist, dass es diesen Sturm am Ölmarkt überleben wird, und dass das Geschäft schon irgendwie weitergehen wird. Von daher verliert die Exxon-Aktie von Freitag bis heute „nur“ 11,9 Prozent. Aber die Fracking-Unternehmen aus der „zweiten Reihe“, die in Deutschland der breiten Masse der Anleger eher unbekannt sind – dort gib es seit gestern den großen Kollaps in den Aktienkursen. Schauen wir uns das mal an.

Die Aktien von Occidental Petroleum haben seit Freitag Abend mehr als 50 Prozent verloren! Nimmt man Kurse aus Januar oder Dezember, dann ist der Kursabsturz noch viel schlimmer! Den brutalen Absturz sieht man im folgenden Chart, der zwölf Monate zurückreicht. By the way… wer extrem spekulativ unterwegs ist und gegen den Trend arbeitet, könnte nun diese Aktienkurse in der US-Fracking-Branche als echte Kaufkurse ansehen. Aber bitte betrachten Sie diese kurze Anmerkung nicht als unsere Handelsempfehlung!

Fracking Aktie Occidental Petroleum im Verlauf der letzten 12 Monate

Die Aktie von Continental Resources (folgenden Chart) ist gegenüber Freitag Abend ziemlich genau um 50 Prozent abgestürzt. Ähnlich wie bei Occidential waren die Verluste der vorigen Wochen eh schon desaströs!

Continental Resources Aktie

Die Aktie von EOG Resources (folgender Chart seit März 2019) ist „nur“ um 30 Prozent gefallen, hat aber wie die ersten beiden schon vorher kräftige Kursverluste erlitten.

EOG Resources Chart

Die Aktien von Chesapeake Energy (eh nur noch Penny Stock) sind von Freitag bis jetzt von 21 auf 15 Cents gefallen. Wir ersparen uns den Chart. Die Aktie von Pioneer Natural Resources hat seit Freitag 34 Prozent verloren. Hier der Chart seit März 2019.

Die Fracking-Aktie Pioneer Natural Resources seit März 2019

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Matti Illoinen

    12. März 2020 10:10 at 10:10

    as Mitleid mit den betroffenen Zockern und Spekulanten sollte sich in Grenzen halten. Die Problematik ist nur, dass bei einem erneuten Kollaps der Finanzmärkte mit ziemlicher Sicherheit wieder der Steuerzahler für die Rettung des globalen Spielcasinos gerade stehen darf. Ganz zu schweigen von einer daraus resultierenden Rezession, die wieder Millionen Menschen ihre Arbeitsplätze und Existenzgrundlage kosten würde. Ach ja, nicht vergessen Aktien sind nach Herren Merz die beste Altersvorsorge.

  2. Pingback: Hinweise des Tages – Die Welt

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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