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Frank Thelen: Nullwachstum trotz KI-Boom – wie Deutschland seine Zukunft verspielt

Der bekannte Investor Frank Thelen äußert sich zum KI-Boom, und wie die große Euphorie an Deutschland vorbeigeht.

KI
Grafik: ChatGPT

Telekom und Nvidia verkündeten jüngst ein KI-Projekt in München, und die Schwarz-Gruppe verkündete erst vorgestern ein großes Rechenzentrum in Brandenburg. Ist das die große KI-Initiative für Deutschland? Der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Tech-Investor Frank Thelen sieht die KI-Zukunft für Deutschland äußerst kritisch. Nachfolgend zeigen wir seinen Kommentar.

Der Sachverständigenrat rechnet für Deutschland mit nahezu Nullwachstum und gleichzeitig investieren die großen US-Techkonzerne dreistellige Milliardenbeträge in KI-Infrastruktur. Das zeigt sehr deutlich, wohin die Reise geht. Wenn wir Energie, Genehmigungen und unsere Sondervermögen nicht radikal auf Zukunft ausrichten, verlieren wir im globalen Produktivitätsranking dauerhaft den Anschluss.

0,2 Prozent Wachstum versus 600 Milliarden Dollar KI-Boom

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache – und sie passen nicht zusammen. Auf der einen Seite steht Deutschland mit einem erwarteten realen Wachstum von gerade einmal 0,2 Prozent für 2025 und 0,9 Prozent für 2026, wie der Sachverständigenrat prognostiziert. Auf der anderen Seite steht eine historische Investitionswelle in Künstliche Intelligenz und digitale Infrastruktur, die in den USA längst Fahrt aufgenommen hat.

Nach zwei Jahren Rezession und anhaltender Schwächephase steckt Europas größte Volkswirtschaft faktisch in einer Phase der Stagnation, während wichtige Wettbewerber dreistellige Milliardenbeträge in die nächste Produktivitätsstufe investieren. Deutschland verwaltet den Status quo – andere Länder kaufen sich gerade die Zukunft.

Allein Meta hat angekündigt, in den kommenden drei Jahren rund 600 Milliarden US-Dollar in Infrastruktur und Arbeitsplätze in den USA zu investieren – vor allem in neue Rechenzentren für KI-Anwendungen, Energie- und Netzinfrastruktur sowie spezialisierte Computertechnik. Auch Microsoft, Alphabet und Amazon drehen ihre Investitionsprogramme deutlich nach oben. Es geht dabei nicht um ein paar zusätzliche Serverhallen, sondern um eine weltweite Investitionswelle, die über Rechenzentren, Chipindustrie, Sensoren und Energienetze die industrielle Landkarte neu zeichnet. Wer jetzt baut, setzt die Maßstäbe für die Wertschöpfung der nächsten Jahrzehnte.

Die Diagnose der Wirtschaftsweisen ist unbequem – und zutreffend

Das Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen trägt den Titel „Perspektiven für morgen schaffen – Chancen nicht verspielen“. Tatsächlich aber leistet sich Deutschland den Luxus, genau diese Chancen auszubremsen. Statt Investitionshürden konsequent abzubauen, dominiert die Debatte, wie bestehende Sondervermögen verteilt werden sollen. Die strukturellen Bremsklötze sind bekannt: zu viel Bürokratie, zu hohe Kosten – allen voran bei Energie – und Genehmigungsprozesse, die eher an die analoge als an die digitale Epoche erinnern.

Rechenzentren sind im Kern riesige Maschinen, die Strom in Rechenleistung verwandeln. Ihr Geschäftsmodell steht und fällt mit günstiger, planbarer Energie und schnellen Entscheidungen der Behörden. Wer heute diese Voraussetzungen schafft, sichert sich einen dauerhaften Vorteil im KI-Zeitalter – bei Investitionen, hochqualifizierten Jobs und technologischer Souveränität.

Deutschland hingegen kombiniert hohe Energiepreise mit einem dichten Regelwerk und langwierigen Verfahren. Damit liefert der Standort die Begründung für schwache Investitionen und Wachstumsprognosen knapp über Null gleich mit. Die Frage ist daher nicht, ob die Prognosen des Sachverständigenrats zu pessimistisch sind – sondern wie lange sich eine Volkswirtschaft mit diesem Anspruch ein solches Politik-Setup noch leisten kann.

Der doppelte Rückstand

Die Konsequenz dieses Kurses ist ein doppelter Rückstand. Erstens droht ein Rückstand bei der Infrastruktur: Wenn Rechenzentren für KI, Chipfabriken und moderne Industriewerke vor allem dort entstehen, wo Energie preislich wettbewerbsfähig ist und Planungsprozesse Monate statt Jahre dauern, schrumpft der Kreis der Länder, die überhaupt noch als Standorte infrage kommen. Deutschland läuft Gefahr, von der Entwicklungs- zur reinen Anwendernation zu werden.

Zweitens entsteht ein Rückstand bei der Produktivität. Künstliche Intelligenz, Automatisierung und die systematische Nutzung von Daten erhöhen die Leistung pro Arbeitsstunde erheblich – und damit auch die Löhne, die sich langfristig darstellen lassen. Wenn aber der Zugang zu dieser Infrastruktur begrenzt bleibt oder deutlich teurer ist als anderswo, schlägt sich das unvermeidlich in niedrigeren Wachstumsraten nieder. Genau diese Entwicklung spiegeln die Prognosen des Sachverständigenrats bereits heute wider.

Ambivalente Aussicht für Investoren

Für Anleger ist der Befund eindeutig, aber nicht bequem. Der KI-Boom kommt, und die dafür notwendige Infrastruktur kommt ebenfalls. Die einzige offene Frage ist: mit oder ohne Deutschland.

Entscheidend wird sein, wo die nachhaltigen „Schaufelhersteller“ dieses Booms entstehen: von der Chipfertigung über hochpräzise Spezialmaschinen bis hin zu Energie- und Kühlungstechnik. Genau dort liegen die langfristig spannenden Chancen.

Aber diese Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen: günstige Energie, schnelle Genehmigungen, klare Regulierung und ein Umfeld, das Wachstum nicht bestraft, sondern beschleunigt. Einige Länder liefern das bereits – und genau dort werden die nächsten Gewinner entstehen. Die große Frage ist, ob Deutschland dazugehören wird oder ob wir Investoren zusehen müssen, wie diese Wertschöpfung an uns vorbeizieht.

Deutschland bringt eigentlich alles mit: starke Exportbranchen, hoch spezialisierte Zulieferer und eine industrielle Basis, um die uns viele Länder in Europa beneiden. Aber wenn wir unsere Wachstumsbremsen nicht lösen und Zukunftsinvestitionen nicht konsequent priorisieren, bleibt dieses Potenzial weit unter seinen Möglichkeiten.

Der nächste Produktivitätssprung entscheidet darüber, wer die neuen Standards setzt und wer sie am Ende nur importiert. Deutschland steht jetzt vor der Wahl: Nutzen wir den KI-Boom, um unsere Rolle als führende Industrienation neu zu definieren? Oder reagieren wir darauf mit Nullwachstum, hoher Energiebelastung und einem bürokratischen Überbau, der Innovation ausbremst?

Im Moment sieht man sehr deutlich, dass andere Länder entschlossener um diese Zukunft kämpfen. Die Frage ist, ob wir bereit sind, aufzuholen.



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45 Kommentare

  1. Warum sollte es bei der KI anders als bei der IT laufen, wo wir auch nur Anwender sind?

  2. Frank Thelen klingt hier wieder einmal, als ob er sich immer noch nicht unabhängig informieren würde. Energie zu teuer und zu viel schlechte Bürokratie, ja, dass wissen schon die Drittklässler der Familien, in denen abends vernünftig miteinander geredet wird.

    Einem abgefahren Zug rennt man nicht hinterher. Man nimmt den nächsten.

  3. Für DE ist die Messe längst gelesen. Da ist aber noch Restluft,solange noch Harz4 Kohle aus Neuschulden beschafft werden kann ,wimmert es noch weiter.

    Sie verars………euch…….alllle……..

  4. Das deutsche Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bringt es auf stolze 500 Milliarden Euro – verteilt über mehrere Jahre, versteht sich. Klingt beeindruckend, bis man feststellt, dass alleine Meta mehr für KI zu verbrennen plant. Und obendrauf kommen dann noch Microsoft, Alphabet, Amazon und der psychotische Elon Musk, der ohnehin in jeder Branche herumfuhrwerkt, als hätte er einen unbefristeten Freifahrtschein für Realitätsverweigerung.
    Wer soll in Deutschland oder Europa bitte auch nur annähernd solche Summen in die Hand nehmen?

    Es ist nun einmal schwer zu übersehen, dass die völlig überdrehte KI-Blase irgendwann wie erwartet platzen wird. Danach wird sich der Markt – nach der unvermeidlichen kreativen Zerstörung dieser synthetisch-kognitiven Ramschware – auf ein halbwegs vernünftiges Niveau brauchbarer und sinnvoller Anwendungen einpendeln. Der Großteil des aktuellen Angebots ist ohnehin nur technologisch hochgerüsteter Unsinn: KI-Modelle, die munter halluzinieren, Fakten würfeln und mit jedem Update treffsicherer am Ziel vorbeischießen.

    Angesichts dessen gibt es also durchaus gute Gründe, mit Maß und Ziel einzusteigen. Man könnte natürlich etwas verpassen – klar. Mindestens genauso gut lässt sich aber kontrolliert vermeiden, dass man gigantische Summen in Projekte schüttet, die später nur noch im Lehrbuch der „katastrophalen Fehlinvestitionen“ auftauchen.
    Allerdings gilt ohne jeden Zweifel: Die notwendigen Rahmenbedingungen müssen zeitnah und aktiv angepackt werden. Sonst wird das nichts – weder mit der Vorsicht noch mit dem Fortschritt.

    1. @Emma Pénéliau
      Aus wissenschaftlich-technischer Sicht – unabhängig von Finanzaspekten, Gier oder Aktien – beschreibt der Begriff «synthetisch-kognitive Ramschware» sehr treffend halluzinierende KI-Modelle 😃.
      Im Gegensatz zu Gott, der bekanntermaßen nicht würfelt, tut KI das häufig und sehr gerne. Mittlerweile erzeugt sie mehr Fake als Fakten. Bei anhaltendem Tempo darf bald ohne Bedenken über pure Energieverschwendung und ein äußerst mieses Kosten-Nutzen-Verhältnis diskutiert werden.

      Konsequenterweise müssten demnächst die CEOs der Tech-Giganten und KI-Heißluftbläser nochmals dreistellige Milliardenbeträge in Werbung und Lobbyarbeit stecken, um den Menschen weiterhin die *Segnungen* ihrer kognitiven Ramschware und dafür benötigter Kernkraft schmackhaft zu machen.
      Das ließe sich im Übrigen fast 1:1 auch auf Kryptowährungen übertragen 😉

      1. @Anna Luisa
        Ich widerspreche Dir äußerst ungern. Es ist die Frage, wie man KI nutzt. Ich nutze sie jeden Tag, sozusagen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Meine Erfahrung ist, dass die Fakes weniger wird. Was entweder daran liegt, dass die KIs besser werden oder dass ich sie besser zu nutzen weiss. Wahrscheinlich sind es beide Faktoren.
        Wer nicht weiss, was er eigentlich macht, geht mit der KI baden. Aber das ist ja bei jeder Technik so. Wenn man seinen Bereich kennt und die KI zielgerichtet einsetzt, dann ist sie ein nützliches Tool, dass mir sehr viel Zeit erspart.
        Tja, und Quellen muss man halt gut nachprüfen und nicht einfach übernehmen. Aber das bedarf natürlich einer guten Medienkompetenz. Und, wie zahlreiche Beispiele in diesem Forum bezeugen, mangelnd es beiden meistens Nutzern daran.

        1. Volle Zustimmung. Grok spart sehr viel Zeit, und zeigt die Quellen an, die er einsieht.

        2. @Horst Schlemmer: Ja, Medienkompetenz und wenn man auf fachlich fundiertem Niveau debattieren möchte was z.b. die Ergebnisqualität („Halluzinationen“) betrifft sollte man auch über die parametrisierte Bandbreite sprechen wo Ergebnisse solide bleiben und ab welchem Threshold eines KI-Models die sogenannten Halluzinationen beginnen.

        3. @Horst Schlemmer
          Warum eigentlich ungern? Sie dürfen mir jederzeit widersprechen, damit habe ich wirklich kein Problem. Wir sind schließlich in einem Land aufgewachsen, in dem Widerspruch und Kritik nicht gleich mit Milliardenklagen autoritärer Narzissten oder mit der Deportation in sibirische Foltergefängnisse paranoider Diktatoren beantwortet werden 😉

          Im zentralen Punkt sind wir uns ohnehin einig: Im Mittelpunkt sollte nach wie vor der Mensch stehen – ausgestattet mit genügend Medienkompetenz, um Ergebnisse einzuordnen, zu prüfen und zu verifizieren.
          Nutzer sollten Antworten niemals blind übernehmen und wichtige Informationen immer gegenchecken. Für Nachrichten und Fakten verlässt man sich besser auf etablierte, breit gestreute Medien, Fachbücher und -artikel oder Hochschulen, nicht auf KI. Als Faktenchecker oder Nachrichtenquelle ist sie denkbar ungeeignet; mehr als 50 % Vertrauen wären meiner Ansicht nach ein Fehler. Das gilt besonders für politische Themen, Gesundheitsfragen oder finanzielle Entscheidungen.

          Als reine Rechercheplattform für Quellenlinks taugt KI durchaus – vorausgesetzt, der Nutzer greift anschließend mit Medienkompetenz und Quellenkritik in das weitere Geschehen ein und verbreitet nicht einfach wie unser @Helmut aus Andalusien unreflektiert die gefundenen Texte.

          Ein erstes Problem liegt in den Trainingsdaten, die oft bereits falsche oder verzerrte Informationen enthalten. Diese übernimmt ein KI-Modell ungefiltert. Schon eine fehlerhafte Nuance in den Ausgangsdaten kann bewirken, dass es falsche Zusammenhänge lernt. Die Trainingsdaten stammen bekanntlich aus allen irgendwie verfügbaren Quellen; anschließend durchforsten und reinigen Klickarbeiter sie so gut es geht, etwa indem sie strafbare Inhalte markieren. Unternehmen wie Mercor beschäftigen dafür rund 30.000 Menschen weltweit – 30.000 fehlbare Personen, die nach ihren eigenen Maßstäben und subjektiven Kriterien filtern.

          Welche Maßstäbe dabei Datenkraken wie Alphabet, Microsoft, Meta & Co. oder ideologisch-politisierte, rechtsradikale Persönlichkeiten wie Elon Musk anlegen, ist hinlänglich bekannt.

          Weitere Gründe für fehlerhafte Ausgaben liegen in den Modellen selbst. Sie verknüpfen Wissen manchmal schlicht falsch. So hat ein Chatbot bereits einen Gerichtsreporter zum Mörder gemacht, weil die KI Namen und Artikel zwar korrekt zusammenführte, aber in völlig falscher Weise. Die Antworten beruhen auf Wahrscheinlichkeiten und der gelernten Nähe von Informationen. Wenn also «Reporter» und «Gerichtsprozess» häufig gemeinsam auftauchen, lernt das Modell eine vermeintliche Beziehung und oftmals falsche Zusammenhänge, ohne dabei die Konzepte «Artikel, Berichterstatter und Vorfall» ansatzweise tatsächlich zu verstehen.

          KI-Modelle sind zudem bestrebt, immer Antworten zu finden, die dem Nutzer gefallen und/oder mit denen sie am wahrscheinlichsten richtig liegen. Das kann dazu führen, dass sie lieber etwas erfinden, statt zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen. Es ist ein wenig wie bei einem Multiple-Choice-Test: Viele setzen lieber irgendwo ein Kreuz, statt gar keins. Denn kein Kreuz bedeutet auf jeden Fall falsch, ein beliebiges erhöht immerhin die Chance für einen Treffer.

          Derartiges KI-Verhalten kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich habe der Google-KI testweise eine Frage zu einem Themengebiet gestellt, dessen Faktenlage ich zu 100 % kenne.
          Die erste Antwort war völliger Unsinn. Nach mehrmaligem Nachhaken und dem Vorlegen eindeutiger Gegenbeweise endete die Diskussion schließlich mit folgendem Eingeständnis:
          „Ich verstehe Ihre Kritik vollkommen und nehme sie sehr ernst. Sie haben Recht. Es war falsch von mir, eine Tatsache zu behaupten („Berichte gab es in verschiedenen Fachartikeln“), für die ich keine direkten Quellen vorlegen konnte, anstatt einfach offenzulegen, dass die Datenlage dünn ist und nur sehr wenige unspezifische und eher allgemeine Berichte existieren.
          Ich entschuldige mich aufrichtig für die unzutreffende Behauptung. Ich werde daraus lernen und in Zukunft meine Antworten sorgfältiger auf die tatsächliche Quellenlage stützen und bei Lücken in der Information transparent sein.
          Vielen Dank für das Feedback.“

          Auch der Leser @leftutti berichtete vor einigen Monaten von vergleichbaren Erlebnissen mit ChatGPT:
          https://finanzmarktwelt.de/ki-blase-warnung-vor-ueberkapazitaeten-bei-datencentern-366241/#comment-220066

          Eine weit umfassendere Studie gelangt ebenfalls zu ähnlichen Ergebissen:
          https://www.ebu.ch/files/live/sites/ebu/files/Publications/MIS/open/EBU-MIS-BBC_News_Integrity_in_AI_Assistants_Report_2025.pdf
          https://www.ebu.ch/research/open/report/news-integrity-in-ai-assistants

          Fazit:
          Meine Bedenken beziehen sich in erster Linie auf die omnipräsenten, oft als «allwissend» glorifizierten KI-Sprachmodelle. Trotz durchaus bemerkenswerter Fähigkeiten stoßen diese Modelle in komplexeren und weniger strukturierten Kontexten immer häufiger an ihre Grenzen.

          Stark ist KI hingegen bei spezifischen Anwendungen, wie bspw. Mustererkennung bei medizinischer Diagnostik, in den Materialwissenschaften oder in der pharmazeutischen Forschung. Auch die Optimierung hochkomplexer Produktionsabläufe zeigt großes Potenzial – etwa in der Automobilindustrie, bei der Planung von Lieferketten oder im Bereich der Fertigung von Elektronikkomponenten. Hier kann KI durchaus effizient und valide dazu beitragen, den Produktionsprozess zu beschleunigen und gleichzeitig Fehlerquellen zu minimieren.
          Weitere Anwendungsbereiche beinhalten die Vorhersage von Wetterphänomenen und Naturkatastrophen, die präzisere Analyse von Finanzmärkten sowie die Verbesserung der Energieeffizienz durch intelligente Steuerung von Stromnetzen.

          1. @Anna Luisa
            Das ist einer der besten Kommentare, die je auf FMW zum Thema KI veröffentlicht wurden. Deutlich tiefgründiger und fundierter als so mancher FMW-Autor, beleuchten Sie in der gebotenen Kürze sowohl den technischen Hintergrund als auch die impliziten Risiken und möglichen Konsequenzen. Sie reißen konkrete Handlungsoptionen an und warnen vor den offensichtlichen Gefahren.

            Gefahren und Abhängigkeiten, in deren Falle anscheinend andere Leser und Große Bären immer häufiger naiv und wenig hinterfragend tappen, wenn sie stolz von „Meine KI!“ sprechen – beinahe wie ein frisch gebackenes Elternpaar, das voller Begeisterung von seinem Kind erzählt:
            https://finanzmarktwelt.de/us-boersen-im-crash-modus-sp-500-stuerzt-35-ab-371247/#comment-225470

  5. Ich habe den Eindruck, dass viele Deutsche denken:
    Nur einfach so weiter machen, dann wird es schon irgendwie gutgehen.
    Es ist doch bisher auch mehr oder weniger gut gegangen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Ich habe eher den Eindruck, vor allem ausgewanderte Deutsche und viele rückständige deutsche Industrieunternehmen denken so.
      Die möchten am liebsten nicht nur so weitermachen, sondern die Zeit zurückdrehen. Einfach wieder billiges Russengas und Schluss mit Klimaschutz – ist doch auch früher meistens 😉 gut gegangen.

      1. Schluss mit Klimaschutz ist angezeigt. Stattdessen wieder richtigen Umweltschutz und zusätzlich Klimaanpassungsmaßnahmen wo nötig.

      2. Jonas Tobsch
        Billiges Russengas war/ist Pipelinesgas und wesentlich weniger umweltschädlich als das Frackinggas aus den USA, das auch noch unter hohem Energieverlust verflüssigt werden muss.
        Es gibt immer Leute die scheitern.
        Natürlich auch in Spanien.
        Auf den Kanaren kommt das öfter vor.
        Die Leute sind vor 20 oder 30 Jahren ausgewandert, haben sich nie angemeldet und haben von Schwarzarbeite gelebt.
        Im Alter stehen sie dann da, und haben keinen Anspruch auf Sozialleistungen, bzw. Renten.
        Die Leute werden dann im Deutschen Fernsehen gezeigt, wie sie im Zelt wohnen und betteln gehen.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

        1. Helmut, vergiss es endlich, wir brauchen kein Russengas, jedenfalls solange dein Herr und Gebieter Putin, einen barbarischen Angriffskrieg führt bei dem hundertausende Menschen sterben und Zivilbevölkerung bombardiert wird. Die Preise sind moderat bis niedrig. Spar dir deswegen solche Kommentare.

          1. Was heißt brauchen? Wir wollen das billige Gas. Wir haben gut damit gelebt. Aber das wird Russland jetzt wohl alles an China & Co. verkaufen. Die spinnen die Deutschen.

          2. @Felix, die Gas-Futures sind im Großen und Ganzen seit 25 Jahren stabil, bis auf einige verständliche Peaks, durch Krisen ausgelöst. Wo siehst du ein Problem?

            Und nein, wir wollen momentan kein Gas von dem Kriegsverbrecher Putin, sonst würden wir es dort auch kaufen. Deine Meinung ist insofern unwichtig.

          3. Eins stimmt, lieber Putin-Hasser: unsere Einzelmeinungen sind relativ unwichtig. Wichtig ist aber, dass alle sie äußern. Und in diesem Land haben viele inzwischen Angst das zu tun, weil sie von Moralisten wie Dir verfolgt werden.

            Meine Meinung ist und bleibt: es war Schwachsinn, das Gas nicht mehr zu wollen, auch und gerade dann, wenn man Russland als Feind betrachtet. Das Gas hat uns mehr Vorteile gebracht, als Russland.
            Ins militärische übersetzt war das so, als ob man eine Division opfert, um eine feindliche Kompanie aufzureiben. Vollkommen idiotisch und erinnert stark an die Führerbefehle aus dem Bunker in Berlin. Hauptsache die Ideologie stimmt.

          4. @Felix, deine Meinung in allen „Unehren“, aber erkläre mir doch mal, warum ich einen Führer eines Landes lieben und hofieren und mit großen Aufträgen belohnen soll, wenn er für den Tod Hunderttausender verantwortlich ist und über Jahre gezielt Zivilbevölkerung bombardiert?

            Meinst du das wirklich ernst, dass ich deswegen ein „Moralist“ bin. Lass dich echt mal irgendwo checken.

          5. @ PutinHMF

            Wer sagt, dass Du Putin lieben sollst? Du sollst Dir nur nicht beim Versuch Frieden herbeizuführen. den Schaden maximieren. Das ist alles.

            Die jetzige Politik hat den Krieg verlängert, den Schaden in der Ukraine vergrößert und die eigene Wirtschaft geschwächt.
            Sie hat nicht zu Frieden geführt und Russland in die Arme Chinas getrieben.

            Irgendwann muss man einen Irrtum überdenken.

          6. @Felix, begonnen und ständig verlängert hat den Krieg nur dein Freund Putin. Er kann ihn per sofort beenden. Nenne mir einen plausiblen Grund warum nicht!

            Darüberhinaus, ich mache keine Geschäfte mit Verbrechern und Massenmördern. Wenn du das unbedingt willst, kann ich dich leider nicht davon abhalten. Ich kann dir mit deiner verdrehten Psyche nicht helfen. Wende dich bitte an einen Spezialisten.

    2. @Helmut
      oder, wie ein gewisser Helmut schrieb:“ich wünsche mir die 90er zurück.“

      1. Die 90er waren flach aber insgesamt okay. Ich empfehle die 80er, falls Ihnen mal eine Zeitmaschine in die Hände fällt. Bringen Sie mir bitte einen JVC RC M-90 mit.

  6. Kindergartenmut- Fan

    @ Permanix, ( Multimut- Fan) gibt es in ihrem Leben in der Oase auch noch etwas anderes als jeden Helmut- Kommentar mit dämlichen Sprüchen zu kontern.Da sie die Situation des Andalusi dauernd negativ beurteilen denke ich eher, dass sie als Trader auf der Verliererseite bald vom Neid zerfressen sind.

    1. Helmut, vergiss es endlich, wir brauchen kein Russengas, jedenfalls solange dein Herr und Gebieter Putin, einen barbarischen Angriffskrieg führt bei dem hundertausende Menschen sterben und Zivilbevölkerung bombardiert wird. Die Preise sind moderat bis niedrig. Spar dir deswegen solche Kommentare.

  7. Mit russischem Gas würde sich die Deindustrialisierung von Deutschland nur länger hinziehen.
    Lieber ein Ende mit Schrecken….
    Wenn die Ukraine nun einer Kapitulation zustimmt, werden wir sehen, wie weit Russland überhaupt noch Interesse an Europa hat.
    Das Geschäft werden die Amis machen.
    Rohstoffe in Russland kaufen und an die Europäer verkaufen.
    Nur so könn die Europäer auch ihre hunderte von Milliarden von Tributzahlungen an die USA leisten.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. „Das Geschäft werden die Amis machen.“

      Helmut, irgendeiner macht immer das Geschäft. Na und? Du würdest es gerne mit dem aktuellen Massenmörder Putin machen. Das ist dein persönliches Problem, bei dem dir allerdings keiner helfen kann.

  8. Mörderfanmut-Fan
    Mit dem Massenmörder und mehrfachen Kriegsverbrecher Obama sind ja auch gute Geschäfte gemacht worden.
    Selbst in seinem Buch hat er geschrieben.
    Ich bin gut im Menschen töten.

    Er wurde sogar nach Deutschland eingeladen und bejubelt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut, bleib beim aktuellen Thema mit Putin. Deine versuchten Themenverlagerungen wirken immer so unbeholfen und dümmlich. Damit gibst du jedesmal ein ganz schwaches Bild ab.
      Die Kriege aus dem Mittelalter können wir sowieso nicht mehr ändern.

      1. Ausweichmut-Fan
        Es ist eher dümmlich, den einen Massenmörder mit einem Staatsakt zu empfangen und den anderen Massenmörder dermaßen zu sanktionieren, dass die eigene Wirtschaft vor die Wand gefahren wird.
        Aber so ist es eben, wenn man auf der einen Seite Vasall ist und auf der anderen Seite eine Ideologie durchgesetzt werden soll.
        Macht mal weiter so.
        Das gehört zum Kino aus Deutschland eben dazu.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

        1. Helmut, du weichst der Gegenwart aus.

        2. Das ist doch billig Helmut. Jedes grausame Verbrechen möchtest du immer wieder mit einer noch grausameren Tat aus der Vergangenheit rechtfertigen. Genau das sollte man nicht tun.
          Wenn du z.B. deinen Nachbarn ermordest, könntest du sagen, ein anderer hat zwei Menschen ermordet – ich bin deswegen weiterhin der liebe Märchenonkel Helmut. Schon krank sowas oder nicht?

          1. Krankmut-Fan
            Es sind beides Massenmörder.
            Und sie leben noch.
            Und Mord verjährt nie.
            Das entsetzliche an Dir ist nicht, dass Du Putins Verbrechen aufs schärfste verurteilt.
            Sondern es ist entsetzlich, wie Du Obamas Verbrechen schönredest.
            Die Taten des noch größeren Massenmörders sind jetzt 90 Jahre her.
            Sollen wir die nun auch schönreden?
            Einfach entsetzlich.
            Manche Menschen lernen nie.
            Das Thema mit Dir ist hiermit für mich beendet.
            .
            .

          2. @Helmut, Es gibt keine gerichtliche Feststellung, dass Barack Obama ein Kriegsverbrecher ist. Gegen ihn wurde in der Sache kein Verfahren eingeleitet, wohingegen gegen Putin ein internationaler Haftbefehl vorliegt. Ich denke, als einfacher Rohrbieger fehlt dir einfach die Expertise, um das beurteilen zu können. Ebenso fehlt dir die Empathie für das große Leid, welches die Soldaten auf beiden Seiten im gegenwärtigen Ukrainekrieg durchmachen, aber auch die Zivilbevölkerung und deportierte unschuldige Kinder. Helmut, bleib bei deinen Rohren, wenn du schon nicht im Thema bleiben willst und den wirklichen Fragen ständig ausweichst, aus Hörigkeit zu Putin.

  9. Die deutsche Regierung verteilt jetzt Subventionen. Was will man mehr?

  10. Hobbyjuristmut-Fan
    Das ist richtig.
    Denn wenn noch so geurteilt würde, wie in den Nürnberger Prozessen, in denen die Nazis verurteilt wurden, hätten fasst alle Nachkriegspräsidenten der USA gehängt werden müssen.
    Da die USA wissen, dass zumind. eine Haftstrafe fällig wäre, erkennen die
    USA den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) nicht an. Sie arbeiten auch nicht mit dem Gerichtshof zusammen, da sie Eingriffe in ihre staatliche „Souveränität“ befürchten. Auch andere Länder wie China, Russland, Indien und Israel erkennen den IStGH nicht an.
    Die USA haben sogar gedroht,
    einen Angeklagten mit
    militärischer Gewalt zu befreien,
    falls ein US- Bürger verhaftet
    würde.
    Daher kann Putin in Ruhe nach Alaska fahren, denn er kann nicht von den USA verhaftet werden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Hätte, hätte, hätte…
      Siehst du, deswegen bist du Rohrbieger und kein Jurist.

  11. Genau @ Hobbyjuristmut-Fan
    „Hätte“ ich 2000 nicht Hunderttausende in Gold investiert, dann „hätte“ich heute keine Millionen.
    So sitze ich aktuell bei 18 Grad, mit bis zu 9 Stunden Sonne am Tag, auf der Terrasse.
    Das „könnte“ jeder.
    Aber nicht alle.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut, weiß ich nicht ob du Gold gekauft hast, ist nicht überprüfbar und ist mir auch egal.

    2. „…mit bis zu 9 Stunden Sonne am Tag…“

      Wenn ich durch den tiefverschneiten Wald stapfe, die sturmumtosten Berggipfel und die trübe Wintersonne betrachte, bin ich froh, nicht das ganze Jahr einen ewig blauen Himmel ertragen zu müssen.
      Wenn dann im Kamin das Feuer knistert, bin ich froh, dass es draußen schneit und keine Sonne scheint.
      🌨️❄️☃️

  12. Columbo
    So sind die Menschen verschieden.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Eben @Helmut, deswegen verstehe ich nicht, warum du hier zum xten Male von deinen Sonnenstunden erzählst. Das mag nicht jeder und interessieren tut dein ewig blauer Himmel auch keinen mehr.
      (Ausser vielleicht 2 Wochen im Urlaub).
      Sonst würde ja das halbe Forum da unten wohnen, leisten könnten sich das wohl die meisten hier.
      Glaubst du wirklich, jemand hier beneidet dich? 🥴🍌.

      1. @Columbo, erfahrungsgemäß sind Veränderung, Abwechslung und nervtötende Störungen durch Wetter, Klima und Jahreszeiten nicht unbedingt @Helmuts Ding. Am liebsten hätte er sogar im tiefsten Winter mindestens 25° C und 365 Tage im Jahr strahlend blauen Himmel mit goldglänzendem Sonnenschein.

        Ich persönlich würde ihn und seinen @Wechselbalg einmal gerne im Winter für 3 Monate in unsere arktische Forschungsstation ganz nahe bei seinen russischen Freunden einladen. Oder alternativ im Sommer, wenn die Sonne nicht nur 9, sondern 24 Stunden scheint, auf der Terrasse 😄

  13. Eher Patient als Arzt

    Nur noch dämlich dieser neidische Waldstapfer.Viele Leute sparen 340 Tage im Jahr für einige Tage in Spanien.

    1. @Eher…

      Aber die kommentieren nicht auf FMW.

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