Anleihen

Franken: Das Wunder von Bern

Das Wunder von Bern liegt jetzt 60 Jahre zurück: Deutschland, geächtet nach dem 2.Weltkrieg, wurde Fußballweltmeister – nicht zur unbedingten Freude vieler anderer Nationen. Jetzt hat sich die Schweizer Notenbank in Bern offenkundig überlegt, den Jahrestag für ein neues Wunder zu nutzen.

Die Schweizer Nationalbank hatte 2011 den Mindestkurs von Euro-Franken auf 1,20 angehoben – um die Schweizer Exportwirtschaft nicht völlig zu ruinieren. Zuvor hatte der Franekn als vermeintlich sicherer Hafen konstant aufgewertet. In den letzten Wochen aber hatte sich der Kurs wieder der Untergrenze bei 1,20 genähert – der Ausweitung der ultralaxen Geldpolitik der EZB sei Dank.

Um nicht in die Gefahr zu geraten, dass der Kurs die magische 1,20er-Marke durchbrechen und so zu einem Dammbruch von Stopp-Orders führen könnte, greift die SNB nun verbal ein. So sagte heute das SNB-Mitglied Moser, dass man durchaus bereits sei, negative Zinsen einzuführen, wenn die 1,20er-Marke in Gefahr geriete. Und die 1,20er-Marke ist ja offensichtlich in Gefahr.

Die Märkte reagierten prompt, Euro-Franken stieg in einer schnellen Bewegung wieder über die 1,21! Aber nicht nur am Devisenmarkt gibt es Wunder: die Renditen für Schweizer Staatsanleihen sind bei Laufzeiten bis 2018 nun negativ, das heißt Anleger müssen Geld bezahlen, wenn sie diese Anleihen kaufen wollen. Seltsame Wunder gibt es auf diser Welt..

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