Europa

Frankreich macht sich grade

Frankreich hat heute eingestanden, dass man die Budgetziele nicht wird erreichen können. Michel Sapin, Finanzminister im Kabinett Hollandes, sagte heute zur Begründung: „Es ist besser einzugestehen, was der Fall ist, als auf etwas zu hoffen, was nicht passieren wird“. Das schwache Wachstum in Kombination mit geringer Inflation habe die Steuereinnnahmen vermindert und die Schuldenlast des Landes ansteigen lassen, so Sapin. Frankreich hatte heute ein unverändertes BIP gemeldet – und damit einmal mehr die Märkte enttäuscht.

Sapin lobte die neuen Maßnahmen der EZB – die Notenbank aber müsse auch dafür sorgen, dass der Euro zukünftig „auf erträglichen Niveaus“ bewertet werde, eine indirekte Aufforderung an die EZB ihre Geldpolitik etwa durch Käufe von Staatsanleihen weiter zu lockern. Erst gestern hatte Budnesbankpräsident Weidmann gefordert, Frankreich solle seiner Führungsrolle gerecht werden und sein Defizit weiter reduzieren. Aber daraus wird wohl erst einmal nichts werden..



Markus Fugmann
Über den RedakteurMarkus Fugmann
Historische Analyse und gesellschaftspolitische Expertise mit Blick auf die Finanzmärkte in Wort (Artikel) und Videos – immer mit dem Fokus auf die Frage: „Warum geht uns das etwas an!“
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