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Frische EZB-Statistik: Herr Draghi, lesen Sie bitte hier das Scheitern ihrer Politik nach!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Was sollen das gigantische Anleihekaufprogramm und die Negativzinsen der EZB nochmal im Resultat bringen? Mehr Konsum der Verbraucher, weil Sparen nicht mehr lohnt, und vor allem mehr Kreditvergabe der Banken an Unternehmen, damit diese mehr investieren und neue Arbeitsplätze schaffen können – als Resultat soll die Inflation anspringen! Heute aber veröffentlicht die EZB mal wieder Statistiken, die das ganze Scheitern ihrer Politik zeigen…

EZB Rat 1
Blick in die EZB-Ratssitzung vom Dezember 2015. Foto: EZB

Die EZB will mit ihren Maßnahmen unbedingt die Kreditvergabe pushen. Am 10. März hat sie neue Stufen gezündet um Banken endlich zu zwingen (!?) Geld als Kredit herauszugeben an die Kunden, die von ihrem Glück noch gar nichts wissen. Aber waren die bisherigen Käufe erfolgreich? Die im 4. Quartal 2015 an Haushalte gewährten Kredite wuchsen laut EZB um nur 1%. Die finanziellen Investitionen von Unternehmen wuchsen im 4. Quartal um 3,3% nach 3% im Quartal davor. Die Kreditvergabe wuchs aber nur um 2,3% nach 3,6% im 3. Quartal. Die Gesamtverschuldung aller Unternehmen in der Eurozone (außerhalb der Finanzbranche) lag im 4. Quartal 2015 bei 131,8% bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt. Im 1. Quartal 2015, wo die große Geldschwemme der EZB startete, lag der Prozentanteil noch bei 134%. Also gibt es sogar einen kräftigen Rückgang der Kreditvergabe, wenn man ihn in Relation zum BIP setzt.

In blau markiert sind in der Grafik unten die Kreditvolumina der Unternehmen in der Eurozone außerhalb der Finanzbranche. Das Kreditvolumen (in Mrd Euro) hat sich quasi kaum verändert vom 1. Quartal 2015 zum 4. Quartal 2015 von 9,46 auf 9,47 Billionen Euro.

EZB 1
Grafik: EZB

Auch die Verschuldung der Haushalte (Grafik unten) hat sich nur minimal erhöht von 6,08 auf 6,15 Billionen Euro.

EZB 2
Grafik: EZB

Die beiden gestrichelten Linien unten zeigen in Chartform den prozentualen Anstieg bei Investitionen und bei der Kreditaufnahme durch Unternehmen außerhalb der Finanzbranche. Der grüne Strich für die Kreditvergabe wird mit der Zahl links am Chart bewertet, also knapp über 2% Wachstum.
EZB 5
Grafik: EZB

Aber machen wir den Erfolg oder das Scheitern der EZB-Politik jetzt bitte nicht an Hinterkommastellen fest. Es geht um das große Ganze, das da lautet „Bekommt die EZB mit ihren Maßnahmen die Kreditvergabe in Schwung?“ Und dazu ist es notwendig die Relationen zu vergleichen. Die EZB hat ihre Bilanz seit März 2015 nur durch die Anleihekäufe um mehr als 700 Milliarden Euro ausgeweitet. Nicht gerade wenig – dafür ist das Ergebnis kaum der Rede wert. Es könnte auch einer normalen statistischen Schwankung entspringen. Aber jetzt hat man ja die nächste Bazooka rausgeholt. Ab Juni kauft man auch Unternehmensanleihen in der Eurozone auf.

Was zeigen jüngste Daten: Vor allem Hochzinsanleihen in der Eurozone steigen kräftig an. Die Profis decken sich jetzt schon mal ein in der Gewissheit, dass die EZB ab Juni die „normalen“ privaten Anleihekäufer aus den besten Anleihen (Investmentgrade) verdrängt, womit sie auf riskantere Anleihen ausweichen müssen. Die nächste Blase ist gerade dabei zu entstehen.

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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Konsumklima und Kaufverhalten im Oktober – aktuelle Daten

Claudio Kummerfeld

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Einkaufswagen

Die Coronakrise nimmt wieder mehr Fahrt auf. Deutschland hat mehr täglich Neuinfizierte als noch im Frühjahr, und die Restriktionen im Alltag nehmen wieder zu. Der selbe Reflex wie im Frühjahr zeigt sich aktuell bei den Verbrauchern – aber offenbar noch nicht im selben Ausmaß. Das kann man gut ablesen im Konsumklima und im Kaufverhalten der Deutschen. Heute früh wurden Daten zu Konsumklima und Kaufverhalten für Oktober veröffentlicht.

Konsumklima

Das einmal im Monat veröffentlichte GfK-Konsumklima zeigt heute früh, dass der Optimismus der deutschen Verbraucher im Oktober spürbar schwindet. Rund drei Viertel der Verbraucher gehen demnach aktuell davon aus, dass COVID-19 eine große bziehungsweise sehr große Bedrohung darstellt, und etwa die Hälfte macht sich große beziehungsweise sehr große Sorgen, wenn es um die persönliche Zukunft geht. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen wie auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. Folglich prognostiziert GfK für das Konsumklima für November 2020 einen Wert von -3,1 Punkten, und damit 1,4 Punkte weniger als im Oktober dieses Jahres. Gut sichtbar ist der Abwärtstrend im Konsumklima im folgenden Chart. Ein Balken steht für einen Monat.


source: tradingeconomics.com

Kaufverhalten

Das Statistische Bundesamt hat heute früh Daten zum Kaufverhalten in Deutschland veröffentlicht. Man hat sich die Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 angeschaut, und mit früheren Zeiträumen verglichen. Wegen der steigenden Infektionszahlen ist die Nachfrage nach ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln teils deutlich gestiegen. Die Verkaufszahlen von Toilettenpapier waren vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (+89,9 %) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020. Der Absatz von Desinfektionsmitteln lag knapp drei Viertel (+72,5 %) und der von Seife knapp zwei Drittel (+62,3 %) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Die Grafik, die bis ins letzte Jahr zurückreicht, zeigt: Die Panikkäufe im Frühjahr waren deutlich heftiger als heute, aber der Trend zum Kauf bestimmter Waren geht aktuell bergauf.

Chart zeigt Kaufverhalten vor und während der Coronakrise

Hier weitere Detailaussagen der Statistiker:

Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife blieb auch während des Sommers, als sich der Absatz von Lebensmitteln weitgehend normalisiert hatte, leicht überdurchschnittlich. In der 42. Kalenderwoche zog nun auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln an. So stieg der Absatz von Mehl verglichen mit dem Vorkrisen-Durchschnitt um mehr als ein Viertel (+28,4 %) und der Absatz von Hefe um mehr als ein Drittel (+34,8 %). Die Verkaufszahlen von Teigwaren wie Nudeln waren hingegen leicht unterdurchschnittlich (-0,2 %).

Statistik zeigt Kaufverhalten für einzelne Produkte

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