Aktien

Führt ein Zinsanstieg zum Aktiencrash?

FMW-Redaktion

Bekanntlich steigen derzeit die Zinsen in den USA – und damit am wichtigsten Markt der Welt. Was aber hat das für Konsequenzen für die Aktienmärkte? Was bedeutet das etwa für ein so hoch verschuldetes Unternehmen wie Tesla, dessen Geschäftsmodell nur dehslab gestartet werden konnte, weil wir in einer jahrelangen Nullzins-Politik lebten?

Lars Erichsen wirft einen spannenden Blick in die Geschichte. Wie haben sich Aktienmärkte im Umfeld von Zinsanstiegen entwickelt?

Erichsen konstatiert für die derzeitige Entwicklung starke Parallelen zu der Zeit vor dem 1987er-Crash – aber sehen Sie selbst:



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10 Kommentare

  1. Der Zins treibt alle Märkte. Die Korrelation ist ziemlich einfach und einleuchtend. Steigende Zinsen verteuern alle Güter und dämpfen somit die Märkte, vice versa. Wenn man sich nur konsequent daran hält, kann man sehr einfach investieren. Es ist nur schwer sich nur daran zu halten und sich nicht von anderen Faktoren beeinflussen zu lassen.

  2. Ja, unweigerlich. Die Zombies werden durch die Nullzins-Politik am Leben erhalten. Wer in Europa unterwegs ist und sich die Verhältnisse in den andern Ländern verinnerlicht wird feststellen, die Überschuldung hat wahrlich gewaltige Ausmaße angenommen. Der Süden lebt (überlebt) nur noch auf Pump. Das Bankensystem wackelt gewaltig. Die Risiken der Kreditvergabe (Kreditrisiko) ist stark angestiegen. Man hat sich in den letzten Jahren nicht die Zeit erkauft um sich zu sanieren, man hat sich schlichtweg die Zeit genommen um sich zu überschulden. Wenn der Zins steigt werden im Gegenszug die Kapitalkosten steigen und somit wird eine Lawine ins RUTSCHEN kommen die nicht aufzuhalten ist. Firmenpleiten werden zunehmen. Kreditverluste werden die jetzt schon angeschlagenen Banken zusetzen und die desaströse Finanzpolitik zeigt sein wahres Gesicht. Die Gefahr eines Kredit-Kollapses ist in Europa sehr hoch. In Amerika kann man jetzt schon beobachten wie schleichend der Kreditausfall an fahrt gewinnt.

    Bin gespannt was der Trigger sein wird der dieser gewaltigen Schieflage einen Stoß versetzt.

    1. Bei der von Ihnen beschriebenen Kartenhäuschnkonstellation reicht als Trigger auch ein Schmetterlingsflüggel-Schlag, lieber Lossless :-)

      Frohe Ostern an alle! ?

      1. Lieber Petkov, schön von Ihnen zu lesen.

        Mmmm… ein Schmetterling ist wahrscheinlich nicht kraftvoll genug. Aber drei oder vier hätten das Potenzial dafür.

        Fahren Sie bitte nach Italien und reden sie dort mit den Menschen für die ist der Euro eine Last keine Erleichterung. Ebenso in Griechenland, Portugal und Spanien. Ja, man versucht hier ein anderes Bild dem Außenstehenden zu vermitteln aber die Menschen werden im Moment ärmer und nicht reicher. Und wenn sich eine Rezession in Europa breit macht und Deutschland erfasst, wird nicht die Obergrenze das Problem von Deutschland sein oder diese sinnlose Diskussion ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht.

        Die Börsen dieser Welt waren noch nie ein Indikator für die wirtschaftliche Situation eines Landes. Es ist immer das Banken und Finanzsystem was die Situation eines Landes widerspiegelt.

        Aber wir könnten uns wahrscheinlich stundenlang darüber unterhalten.

        Herzlichen Dank für Ihre Ostergrüße.

        Selbstverständlich wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein wundervolles Osterfest.

        1. Besten Dank, lieber Lossless. Ja, ich bin oft in Kontakt mit Menschen aus den von Ihnen genannten Ländern. Und ja, Sie beschreiben völlig korrekt das verbreitete „Sentiment“ dort. Ich erlaube mir die Ergänzung, dass Ihre Worte nicht nur auf die €-Zone, sondern auch auf die gesamte EU übertragen werden können. Somit haben die Verantwortlichen zwei der bedeutendsten Friedens- und Wirtschaftsprojekte der Menschheit an den Rand des Scheiterns gebracht.

          Es ist in meinen Augen so, als würde eine neue Führungsspitze den FC Bayern nach dem Tripple übernehmen und in einem Euphorieausbruch versprechen, schnell den Sechzgern und Unterhaching in die erste Liga zu verhelfen, indem man 25% des Jahresumsatzes solidarisch überweist und die schlechtesten Spieler teuer abkauft, damit sie im Rahmen der allgemeinen Integrationsverpflichtung ebenfalls mal CL-Luft schnuppern können. Ein paar Saisons später finden sich alle im Kampf gegen den Abstieg in die 3.Liga wieder. Fanproteste werden indes im Keim erstickt, weil das gegen die geschichtliche Verantwortung des Clubs und vor allem gegen die überlegene Mia-San-Mia-Moral ist.

          Übrigens können nicht nur im Fußball vermeintliche Kolosse untergehen. Sogar „Dinos“ können sich nicht unbegrenzt Fehltritte erlauben.

          Aber das ist für die allermeisten hier eine Selbstverständlichkeit. Wünsche allen einen schönen Abend und guten Start in die kurze Woche.

  3. Egal ob long oder short…..
    ….nach dem kommenden Reset ist alles Papiergeld im Spielcasino fort…..

  4. Wegen eines (bewußt herbeigeführten!) Zinsanstieges brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, weil wir ihn nicht erleben werden. Eine der Hauptaufgaben der Notenbanken(glauben sie zumindest) ist, die Konjunktur zu stützen, also werdensie keine wirklichen Zinserhöhungen zulassen. Derzeit sind nach Inflation die Zinsen niedriger als vor der Zinserhöhungsphase. Eine Rückkehr zum „Zinssparen“ wird es nicht mehr geben, insofern sind Aktien(und ein bissl Edelmetall und ein eigenes Dach übern Kopf) wirklich alternativlos, außer es bricht alles zusammen, aber selbst dann…..und eine Kalaschnikow kostet auch nicht die Welt.

  5. @Columbo,“ bewusst herbeigeführter Zinsanstieg?????
    eher bewusst zu tief ausgewiesene Inflation.
    Noch nicht gemerkt, die Anleihenrenditen machen die Zinsen u.die Notenbank hinkt hinterher.Glaubt einer im Ernst,dass die Gläubiger (. CHINA U.JAPAN ) auf ewig die U–S Defizite zu Tiefstzinsen finanzieren????

    1. @Altbär, hab mich vielleicht mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte damit, daß die Notenbanken nie mehr die Zinsen nennenswert anheben werden, da es sonst kracht. Bis zum ganz großen Crash, wann immer der auch kommt, bleiben die Nettozinsen niedrig, von daher droht den Aktienmärkten keine Gefahr, das meine ich. Die geplanten Zinserhöhungen sind Augenauswischerei, die Inflation macht sie eh zunichte.

  6. @Columbo, einverstanden, aber Aktien sind überhaupt nicht mehr alternativlos.Wer ein Vermögen in Aktien hat, hat schon seit Ende Januar mehr als 10% verloren, =5
    Jahres–Dividenden.Mit 2– 5 jährige US– Anleihen ist das Risiko im Moment geringer, vor allem für Leute die nie mehr höhere Zinsen sehen, d. heisst keinen oder wenig Kursverlust.Bei Aktien – Crashes steigen die Bonds sogar kurzfristig.

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