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Krypto-Währungen

Fünf Kryptowährungen mit dem größten Potential im Jahr 2018

Neben Bitcoin gibt es aber auch noch zahlreiche andere Kryptowährungen, so genannte Altcoins (alternative Währungen), die im kommenden Jahr eine interessante Investmentmöglichkeit darstellen, aber noch nicht so stark im Fokus stehen wie beispielsweise Bitcoin oder Ethereum…

Markus Fugmann

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am

Ein Gastbeitrag von Robert Zach

Es war das Jahr von Bitcoin, um es mal salopp auszudrücken. Selbst nach der ersten stärkeren Korrektur nach einer gefühlten Ewigkeit hat die Mutter aller Kryptowährungen in den vergangenen zwölf Monaten gut 1.500 Prozent an Wert gewonnen – von 816 Dollar bis in der Spitze auf 19.881 Dollar. Der Anstieg der Cyber-Devise zum US-Dollar und anderen international anerkannten Währungen kann sich also sehen lassen. Das hat auch die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit geweckt.

Seit gut zwei Wochen können nun auch an den großen US-Terminbörsen Bitcoin-Futures gehandelt werden. Laut der Nachrichtenagentur CNBC hat die größte in den Vereinigten Staaten von Amerika ansässige Krypto-Börse Coinbase gut 100.000 neue Kunden nach Einführung des ersten Terminkontrakts an der Chicagoer CBOE hinzu gewonnen. Ein weiteres Indiz dafür, dass Bitcoin auf dem Weg zu einer anerkannten Weltwährung ist, selbst wenn einige Notenbanker und Politiker das so nicht stehen lassen wollen und keine Gelegenheit ungenutzt lassen, uns der Idee, einer nicht von Institutionen kontrolliere Währung zu berauben.

Neben Bitcoin gibt es aber auch noch zahlreiche andere Kryptowährungen, so genannte Altcoins (alternative Währungen), die im kommenden Jahr eine interessante Investmentmöglichkeit darstellen, aber noch nicht so stark im Fokus stehen wie beispielsweise Bitcoin oder Ethereum. Deshalb habe ich im folgenden einige Kryptowährungen aufgelistet, die bei mir im kommenden Jahr auf der Watchlist stehen und wo ich denke, das Kurspotenzial nach oben besteht:

1. Substratum – Das Web dezentralisieren

Substratum strebt die Dezentralisierung des Internets an und will so freien Zugriff auf Content ermöglichen. Die Entwickler wollen damit vor allem die Internetzensur bekämpfen wie beispielsweise in China. Denn das Internet bietet viele interessante Möglichkeiten für jedermann und alle sollen sie nutzen können. Durch das Vorenthalten von Informationen ist das jedoch häufig nicht möglich.

Das Substratum-Netzwerk soll Benutzern den Zugang zu Hosting-Kapazitäten von anderen Benutzern ermöglichen. Dabei stellen die aktiven Teilnehmer am Netzwerk Rechenleistung und physische Server zur Verfügung. Im Austausch dafür sollen sie Substratums (SUB) erhalten. Das ist zudem eine weitere interessante Möglichkeit, wenn jemand passives Einkommen vom Kryptowährungsmarkt erwirtschaften möchte. So soll in Zukunft kein Bedarf an VPNs mehr bestehen, da Content durch diese weltweite Sammlung von Knotenpunkten (peer-to-peer) an jedem Punkt der Welt sicher bereitgestellt werden soll. Der komplexe Algorithmus von Substratum, der auf künstlicher Intelligenz basiert, berechnet den schnellsten Weg zur Bereitstellung von Content für die Benutzer, so dass der Zugriffsprozess so schnell und effizient wie möglich gestaltet ist.

Am Anfang Dezember war ein Substratum Coin noch für gut 30 Cents zu erwerben. Mittlerweile schoss der Preis für diesen Altcoin über die 1-Dollar-Marke und notierte zuletzt auf 1,03 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 231 Millionen Dollar. Damit katapultierte sich die neuartige Cyber-Devise direkt in die Top 100 der weltweit wertvollsten Kryptowährungen.

Kurspotenzial besteht meiner Meinung nach dank der neuartigen Idee der Dezentralisierung des Internets allemal. Auch das Team, das hinter Substratum steht, spricht für steigende Kurse. So hat das Startup mit Sitz in den USA seit über einem Jahrzehnt Software-Lösungen für Top 100 Unternehmen wie Apple, Facebook, Disney, HP und vielen mehr entwickelt.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern)

Mehr Informationen zu Substratum hier..

2. OmiseGo – Unbank the Banked

Einer der vielversprechendsten Projekte im Universum für Kryptowährungen ist derzeit Omise. Das im asiatischen Raum ansässige Unternehmen umgibt eine ganz besondere Aura. Vor allem das Entwicklerteam rund um den Gründer von Ethereum Vitalik Buterin macht das Projekt so spannend. Hinzu wurden bereits einige Partnerschaften mit großen asiatischen Unternehmen geschlossen.

Ihr Versprechen ist es, die fundamentalen Probleme im Finanzbereich zu lösen. Laut Coin-Hero ermöglicht OmiseGO einen dezentralen Austausch von Assets aller Art über eine Blockchain mit schneller Geschwindigkeit bei geringen Gebühren und damit soll das System der Wertübertragungsdienst der nächsten Generation sein. Weiter heißt es dort: OmiseGO basiert auf Ethereum und stellt ein dezentrales, das den Handel sowohl mit Kryptowährungen als auch mit Fiatwährungen ermöglichen soll. Als wäre das nicht schon genug, soll der OmiseGO-Wallet Zahlungen auf der ganzen Welt ermöglichen.

Zuletzt kostete ein OmiseGO Coin rund 15 Dollar. Zum Monatsanfang wechselten die Coins den Besitzer für lediglich 8 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei über 1,5 Milliarden Dollar. Damit legt OmiseGO Platz 25 in der Tabelle der weltweit wertvollsten Kryptowährungen.

Mehr Informationen zu OmiseGO hier..

3. Golem – Der weltweit erste Supercomputer

Golem soll der erste dezentralisierte Supercomputer auf der ganzen Welt sein. Die Hauptaufgabe ist, die gesamte ungenutzte Rechenleistung zu bündeln, um das Rendering zu beschleunigen. Gleichzeitig soll jeder mit der Vermietung seiner Rechenleistung und dem Verkauf von Software Geld verdienen können, sofern er a Golem-Netzwerk teilnimmt.
Sollte des dem Entwicklerteam gelingen, die jüngsten Versprechungen in die Tat umzusetzen dann ist Golem sicherlich einer der besten Anwendungsfälle für die Blockchain-Technologie.

Zuletzt kostete Golem 78 Cent. Auch hier ist der Kurs in den letzten Wochen förmlich explodiert. Denn Anfang Dezember lag der Preis für einen Golem noch bei 30 Cents. Insgesamt zirkulieren derzeit etwas mehr als 650 Millionen Dollar in diesem Projekt.

Mehr Informationen zu Golem findet hier..

4. Cardano

Cardano wurde 2015 von Charles Hoskinson und Jeremy Wood ins Leben gerufen. Dabei setzen die Entwickler auf ein Peer-to-Peer Netzwerk. So sollen weltweit drei Milliarden Menschen Zugang zu Konten und weiteren Finanzdienstleistungen erhalten. Cardano basiert wie viele anderen Kryptowährungen auch auf der Blockchain-Technologie. Ziel ist die Schaffung einer neuen dezentralen Wirtschaft und die Demokratisierung der Finanzmärkte in aufstrebenden Ländern.
Laut Coin-Hero soll sich das Cardano-Projekt von vielen anderen der Branchen abheben. So geht es offen auf die Notwendigkeit der Regulierungsaufsicht ein, was derzeit ein ganz heißes Thema im Krypto-Universum ist, während die Privatsphäre und der Schutz der Verbraucher aber durch eine innovative Softwarearchitektur erhalten bleiben soll.
Spannend ist auch hier das Entwicklerteam, welches aus bekannten Größen der Blockchain-Branche besteht. Voraussetzung für weitere Kurssteigerungen bei Cardano (ADA) ist nun die Umsetzung der gemachten Versprechungen der Entwickler.

Der Preis für Cardano lag zum Monatsauftakt bei gerade mal 12 Cents. Mittlerweile hat sich der Kurs fast verdreifacht und kostete zuletzt 41 Cents. Die Marktkapitalisierung beträgt mehr als 10 Milliarden Dollar und das macht Cardano siebt-wertvollsten Kryptowährung auf der ganzen Welt.

Mehr Informationen über Cardano hier..


5. IOTA – Das Rückgrat für IoE

IOT/USD wurde 2014 von David Sonstebo, Serguei Popov und Dominik Schiener entwickelt und erstmals im Juni auf den Markt gebracht. Im Oktober lag der Kurs des aufstrebenden Sterns bei nur rund 0,30 USD. Mittlerweile hat sich der Wert von IOTA mehr als verfünfzehnfacht und kostete in der Spitze knapp 5,60 Dollar.

Die Visionäre um Dominik Schiener wollen erreichen, dass Maschinen untereinander kommunizieren und so beispielsweise Waren einkaufen und diese mit IOTAs bezahlen. Ist zum Beispiel im Kühlschrank die Butter leer, bestellt er automatisch neue und bezahlt dafür mit IOTAs.

IOTA verwendet nicht wie fast jede andere Kryptowährung die Blockchain-Technologie, sondern basiert auf der eigens entwickelten Tangle (zu deutsch Gewirr). Dort muss jeder Netzwerkteilnehmer Transaktionen bestätigen. Er wird also selbst zum Miner. So gibt es also im Tangle keinen Unterschied zwischen Minern und Teilnehmern. Durch den Wegfall von Minern werden zudem keine Transaktionskosten mehr fällig wie das bei Bitcoin der Fall ist. Vor allem die hohe Skalierbarkeit macht die neue Cyber-Devise zu etwas Besonderem.

Auch hier gilt: sollte das Team um Dominik Schiener seine Versprechen einlösen und die Beta-Phase des so genannten Marketplaces erfolgreich abschließen, dann stehen der Cyber-Devise goldene Zeiten bevor.
Die Marktkapitalisierung beläuft sich inzwischen auf über 11 Milliarden Dollar und somit ist IOTA die sechstgrößte Kryptowährung auf der ganzen Welt.

Mehr Informationen über IOTA findet ihr hier..

 

Mehr zu Kryptowährungen unter https://finanzmarktwelt.de/kryptowaehrungen/

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    baeuerin

    3. Januar 2018 17:28 at 17:28

    Ihr koennt von mir aus 24std.rund um die Uhr,ueber Kryptos schreiben,bis euch die Finger anschwellen…..mich bekommt ihr nicht als Krypto-Lemming!!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      3. Januar 2018 17:47 at 17:47

      @baeurin, diese Aussage von Ihnen stürzt uns in eine schwere Depression! :)

      • Avatar

        baeuerin

        3. Januar 2018 17:55 at 17:55

        Bitte nicht Depressiv werden…,denn ihr(DE) habt ja schon genug davon!
        Aber Markus,wie waers denn,wenn der DAX 4stellig werden sollte….
        zwecks Depressivitaet?

  2. Avatar

    Beobachter

    3. Januar 2018 17:54 at 17:54

    @baeurin,Sie haben Recht, das zeugt von einer gewissen Bauernschläue !2

    • Avatar

      baeuerin

      3. Januar 2018 18:10 at 18:10

      …aber ich haette noch einen „LUI“,von der Spielbank…da hab ich wenigstens was in der Hand!
      Ich warte aber noch ein wenig,denn er koennte ja noch astronomische Hoehen erreichen….

  3. Avatar

    Thomas

    3. Januar 2018 18:16 at 18:16

    Stellar fehlt noch! Sonst TOP! Danke

  4. Avatar

    St3f

    3. Januar 2018 19:08 at 19:08

    Diese Auflistung nenne ich doch mal gelungen.. Wie mein Vorredner schon richtig erkannt hat, fehlt aber leider noch Stellar!

  5. Avatar

    Thomas Rette

    3. Januar 2018 19:30 at 19:30

    Ich fand den Blog dazu ganz gut:

    Interressant zu wissen, ist noch das hinter den einzelnen coins oft verschiedene Technologien stehen. Diese unterscheiden sich in der Art der Blockchain, dem Mining und dem Ziel der coin. Ich würde empfehlen nur in Technologien zu investieren, die einem sinnvoll erscheinen.

    http://bitcoinsurc.blogspot.de/2017/12/da-die-nachfrage-nach-bitcoin-und.html

    Das deckt sich ganz gut mit eurer Analyse. Wie schon vorher bemerkt würde ich auch Stellar noch als Investition dazu zählen.

  6. Avatar

    Lutz

    4. Januar 2018 01:38 at 01:38

    Ich investieren seit einiger Zeit in Blockchain-Projekte die dieser deutschsprachige Blog vorstellt. http://blockchainz.net
    Unter anderem bin ich da sehr früh auf IOTA (ca. Herbst 2016) aufmerksam geworden, als noch kaum jemand davon sprach und habe mir damals (aus heutiger Sicht einen viel zu kleinen) Anteil gekauft und es hat sich seitdem vervielfacht. Auch NEM wurde vorgestellt. NEM stieg 2017 um 2900%, nach Ripple (3600%) am meisten.

  7. Avatar

    Zero2hero

    4. Januar 2018 12:03 at 12:03

    Wie immer klasse recherchiert, FMW!

  8. Avatar

    Sabi

    4. Januar 2018 23:38 at 23:38

    Meine Favoriten 2018 sind:

    Sub, Iota, Tronix, Cardano, Raiblocks, Dragonchain, Ark, Lisk und Stratis.

    Kaufen kann man die hier: https://www.binance.com/?ref=13655283

  9. Avatar

    Rupert

    6. Januar 2018 12:28 at 12:28

    Schöner Artikel. Interessant finde ich auch, wie man je nach Risikoverhalten einfach investieren kann. Schaut mal hier: https://ccinvestor.de/als-einsteiger-1-000-euro-in-kryptowaehrungen-investieren/

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Dax-Vola, Bitcoin als neuer Sicherer Hafen, Ideen zu Apple und Visa

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Eine mögliche höhere Volatilität im Dax um die 13.000 Punkte wird im folgenden Video besprochen. Ebenso bespricht Manuel Koch mit einem Experten die Aussicht, dass sich der Bitcoin als zusätzlicher Sicherer Hafen neben Gold etablieren könnte. Notwendig sei ein grundsätzliches Vertrauen der Anleger in die Technik des Produkts, so der Experte. Auch werden im Video Empfehlungen der trading-house Börsenakademie zu den Aktien von Apple und Visa besprochen und im Detail erläutert.

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Krypto-Währungen

Warum Proof-of-Stake-Kryptowährungen an Relevanz gewinnen

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Bitcoin ist nicht nur die älteste, sondern auch die bekannteste Kryptowährung der Welt. Dementsprechend ist Bitcoin aus rein technischen Gesichtspunkten nicht mit modernen Kryptowährungen zu vergleichen. Insbesondere der Konsensmechanismus, der Proof-of-Work-Algorithmus, besitzt zahlreiche Nachteile. So gilt dieser als besonders energiehungrig, da Miner regelmäßig mehr Rechenleistung zur Verfügung stellen, um erfolgreich neue Blöcke zu verifizieren. Einen modernen Ansatz bietet dahingegen der Proof-of-Stake-Algorithmus (PoS), der bei immer mehr Projekten zum Einsatz kommt. Warum die PoS-Kryptowährungen in Zukunft an Relevanz gewinnen, zeigen wir im Folgenden.

Was ist Proof of Stake eigentlich?

Am 19. August 2012 veröffentlichte ein anonymer Entwickler unter dem Pseudonym Sunny King das Whitepaper zur Peercoin. Dabei beschrieb King erstmalig einen Proof-of-Stake-Algorithmus zur Validierung von Transaktionen im Netzwerk. Doch der eigentliche Algorithmus wurde bereits ein Jahr zuvor in Kreisen von Bitcoin-Entwicklern diskutiert.

Im Gegensatz zum Proof of Work (PoW) ist die Rechenleistung beim PoS eher zweitrangig. Dementsprechend fungiert nicht die eingebrachte Rechenleistung als relevante Größe, um einen Block erfolgreich zu validieren. Vielmehr erfolgt eine Verteilung der Hash-Rechte anhand des Anteils an der jeweiligen Coin. Das bedeutet, dass Nutzer mit einem höheren Vermögen in einer Kryptowährung mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch die Validierung des Blocks übernehmen können.

Allerdings gibt es bei der Vergabe der Rechte wiederum unterschiedliche Ansätze. So können beispielsweise Coins, die besonders lange gehalten werden, eine höhere Relevanz erhalten. Die Rede ist hierbei vom Coinage, dem Alter der Coin. Die Berechnung des jeweiligen Hashbereichs ist vergleichsweise einfach, denn das Coinage mal der Anzahl der Coins ergibt den Zielhashbereich. Je höher der Zielhashbereich ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anleger die Rechte zum Hashen eines neuen Blocks erhält.

Welche Vorteile hat Proof of Stake gegenüber Proof of Work?

Vergleicht man PoS und PoW, dann gibt es einige grundlegende Unterscheidungsmerkmale. Ein Blick auf den Markt der Kryptowährungen zeigt beispielsweise, dass die PoW-Coins zum aktuellen Zeitpunkt eine höhere Marktkapitalisierung besitzen. Außerdem können Investoren Bitcoin kaufen per PayPal – dies zeigt, dass Bitcoin bereits eine hohe Akzeptanz genießt.
Doch auch der zweitgrößte Coin am Markt, Ethereum, ist eine PoW-Coin. Allerdings deutet sich ein Wandel an, denn mit Ethereum 2.0 steht das wohl größte Upgrade der Blockchain bereits bevor. Hierbei soll auch ein Wandel von Proof of Work auf Proof of Stake stattfinden. Dabei soll das Upgrade wohl einige Probleme gleichzeitig lösen. Hierzu gehört etwa der aktuell hohe Stromverbrauch. Eine PoW-Coin verbraucht mehr Energie, bei steigender Schwierigkeit. Insbesondere BTC und ETH sind heutzutage für einen hohen Energieverbrauch verantwortlich.

Das Individuum hat inzwischen keine Erfolgschancen beim Mining. Aus diesem Grund entstehen zunehmend mehr Mining Pools, die die Rechenleistung auf sich konzentrieren. Es kommt zu einer Zentralisierung im Netzwerk – dies widerspricht dem Dezentralisierungsgedanken der Kryptowährungen. Beim PoS hat jeder Anleger die Chance, sich an der Validierung neuer Blöcke zu beteiligen.

Auch lässt sich annehmen, dass beim PoW Miner profitieren, die mehr Geld in leistungsstarke Hardware investieren. Je höher die Investments in potente Hardware, desto höher die erzielten Erträge. Zeitgleich verlieren die Anleger mit schwächerer Hardware. Das Investment sorgt für exponentielle Gewinnsteigerungen. Beim PoS lassen sich ebenfalls die Chancen durch das Halten größerer Bestände steigern. Doch die Chance bei den Staking-Kryptowährungen wächst nur linear. Andere Anleger müssen durch die steigenden Investments einzelner Anleger keine Nachteile befürchten.

Proof-of-Stake nicht ohne Nachteile

Obwohl Proof of Stake im Grunde zahlreiche Vorteile gegenüber Proof of Work aufweist, gibt es auch hier einige Nachteile. So etwa im Falle einer Fork. Wer Staking betreibt, also Coins sperrt, um Blöcke zu verifizieren, hat hier keine technische Begrenzung. Kommt es zu einer Fork, dann existieren die Coins auf der alten sowie der neuen Version der Blockchain. Dementsprechend können Staker einfach ihre neuen Ressourcen nutzen, um auf beiden Chains zu staken – beim Mining funktioniert dies aufgrund der limitierten Hardware nicht.

Außerdem zeigt sich, dass die Wahl des Blockproduzenten beim Mining zufälliger stattfindet. Hier gewinnt der Nutzer, der einen Blockhash am schnellsten findet. Beim Staking muss der Algorithmus zufällig auswählen und öffentlich sein, um das nötige Vertrauen zu schaffen. Allerdings lassen sich öffentlich einsehbare Algorithmen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit manipulieren – zumindest können die Nutzer ihr Handeln etwas optimieren.

Außerdem besteht bei einer PoS-Coin das Risiko eines feindlichen Angriffs. Natürlich ist dies auch bei jeder PoW-Blockchain möglich, doch mit der Zeit steigt beim PoW die Schwierigkeit und somit die erforderliche Rechenleistung. Eben jene Rechenleistung ist limitiert und kann nicht frei skaliert werden. Beim PoS lassen sich allerdings die Kette sowie alle Vorgänge mit Computern simulieren. Dementsprechend gibt es sogenannte Checkpoints, die dazu beitragen, dass das Netzwerk nur eine eindeutige Kette akzeptieren. Alle alternativen Varianten werden schlicht und ergreifend abgelehnt. Dabei müssen die Nodes allerding permanent online sein, um mit der Chain zu kommunizieren. Eben hier liegt das potenzielle Risiko sämtlicher Proof-of-Stake-Kryptowährungen.

Warum gewinnen Proof-of-Stake-Kryptowährungen dennoch an Relevanz?

Es gibt gleich mehrere Gründe, weshalb Proof of Stake an Relevanz gewinnt. Dabei tragen vor allen Dingen externe Faktoren für eine steigende Akzeptanz bei. Einerseits leben wir in einer Zeit, in der der Umweltschutz eine steigende Relevanz gewinnt. Allein Bitcoin ist allerdings für einen Energieverbrauch von 46 TWh verantwortlich – dem jährlichen Energiebedarf ganz Jordaniens. In Zeiten, in denen wir die Reduktion von CO2-Emissionen forcieren, ist dies schlicht und ergreifend zu viel.
Zudem suchen immer mehr Menschen nach interessanten Möglichkeiten zum Geld anlegen. Hier kommt das Staking von Kryptowährungen zum Tragen, denn Staking ist ein besonders passiver Weg, um sein Vermögen zu vermehren. Insbesondere der Betrieb einer Masternode bei einer Staking kann zu hohen Renditen führen. Auch der komplette DeFi-Sektor profitiert von den PoS-Kryptowährungen und könnte durch deren Akzeptanz noch weiter zulegen.

Fazit: Proof of Stake – die Zukunft der Kryptowährungen

Proof of Stake ist sicherlich nicht die perfekte Lösung. Doch im Vergleich zu PoW gibt es zahlreiche Vorteile, die für diesen Konsensmechanismus sprechen. So können beispielsweise Validierungen an die Nodes verteilt werden. Ethereum 2.0 zeigt im Ansatz, dass PoS auch perfekt dazu geeignet ist, um die Probleme in Sachen Skalierbarkeit in den Griff zu bekommen. So können zahlreiche Nodes die Validierung von Transaktionen auf Sidechains übernehmen und somit die Transaktionen pro Sekunden erhöhen. Zudem ist das Staking ein Ansatz, um ein passives Einkommen aufzubauen. Langfristig dürfte die erfolgreiche Umsetzung von PoS-Chains dazu beitragen, dass diese eine höhere Akzeptanz erfahren.

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