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Für Atomwaffen ist Geld da… Pakistan bittet um 10 Milliarden Dollar beim IWF

Redaktion

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Ein klassischer Fall von „falsche Prioritäten gesetzt“, möchten wir sagen. Seit 1980 hat das extrem bevölkerungsreiche Pakistan (weit über 200 Millionen Einwohner) sage und schreibe 12 Mal Kredite beim Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgenommen. Seit 1998 besitzt das Land nachweislich Atomwaffen. Also hatte man schon lange Jahre (mit IWF-Geld?) an dem Projekt gewerkelt?

Eines ist klar. Atomwaffen zu bauen und dazu noch Trägersysteme etc, das ist ein Milliarden-Projekt! Sowas verschlingt fortlaufend Unsummen! Man erinnere sich zum Beispiel an Überschwemmungen in Pakistan, wo die Regierung das Ausland um Decken und Zelte für betroffene Bürger bat, aber fast zeitgleich tolle Fortschritte bei seinen Atomwaffen vermeldete.

So ein Land, ja, das setzt falsche Prioritäten. Die Bevölkerung schwimmt nicht gerade im Geld. Sollte man nicht vielleicht auf Atomwaffen verzichten, und stattdessen in Bildung oder das Gesundheitswesen investieren? Ach, wir sind vielleicht Träumer… Costa Rica und Panama machten es schon vor. Dort schaffte man schon vor Jahren das ganze Militär ab, und verteilte Gelder sinnvoll um in andere Bereiche, die den Bürgern einen Mehrwert bringen. Gut, Pakistan kann immer den Konflikt mit dem Todfeind Indien vorschieben als Notwendigkeit. Aber was bringt das?

Und siehe da, was passiert heute? Nachdem Pakistan von China und Saudi-Arabien Absagen erhielt, bittet man nun beim IWF um Hilfe. Nach Medienangaben aus Pakistan sollen es bis zu 10 Milliarden US-Dollar sein. Der IWF bestätigt heute offiziell die Anfrage des Landes für finanzielle Hilfe. Laut Christine Lagarde werde sich nun ein Team des IWF auf den Weg nach Pakistan machen. Über Summen wurde offiziell nichts vermeldet.

Tja, könnte Frau Lagarde den Pakistanis nicht einfach sagen „schafft erst mal eure Atomwaffen ab, da schafft ihr richtig viel finanziellen Spielraum im Staatshaushalt“? Aber nein, wir träumen schon wieder. Eigentlich müsste die Empörung in armen Bevölkerungsschichten im Inland doch groß genug sein, dass man Atomwaffen abschafft, um die soziale Lage im Land zu verbessern? Nein, lieber einen Kredit beim IWF aufnehmen!

So, jetzt haben wir auch genug gelästert über absurde Zustände in der Weltpolitik…

Pakistan
Demonstation von Atomwaffen in Pakistan. Foto: SyedNaqvi90 CC BY-SA 3.0

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    G3cko

    11. Oktober 2018 19:10 at 19:10

    Sorry aber kaum einen lächerlicheren Artikel gelesen.

    Leider haben diese Länder keine andere Wahl. Viele glauben ja, dass die Friedensbemühungen mit Nordkorea der Verdienst von Trump ist. Das ist Bullshit. Propaganda. Die A-Bombe ermöglicht ein Militärisches Patt. Nun tauscht der dicke Kim die A-Bombe gegen Machterhalt und Aufhebung der Sanktionen. Ziel erreicht. Oder wenn die Bedingungen nicht stimmen auch nicht. Diese Position hätte er ohne dieses „A-ss“ im Ärmel nie gehabt.

    Was mit Ländern passiert die nicht nach Marschrichtung der USA funktionieren sah man an Gadaffi und Hussein. Beide wollten Öl nicht mehr in USD handeln und zudem sogar einen Gold-Dinar einführen. Da war Stimmung im Weißen Haus… Tja aber die hatten nunmal keine A-Bombe sondern nur hoffnungslos veraltetes Militär.

    Was mit Ländern passiert die den Petrodollar gefährden sieht man aktuell an der Sanktionsliste der USA. China, Iran, Russland, Venezuella und sogar die EU. Tja doof, wenn plötzlich China wirtschaftlich an den USA vorbeizieht. Dann traut sich doch glatt die EU um die Gunst des Iranischen Öls zu kämpfen um den Euro zu stärken. So schnell ändern sich die Zeiten.

    Wo steht eigentlich geschrieben, welches Land die A-Bombe besitzen darf?

    Und zum IWF einen Beitrag von Ernst Wolff:
    https://www.youtube.com/watch?v=Zt7lONlgU-o&t=

    • Avatar

      ReiHe

      16. Oktober 2018 22:59 at 22:59

      Gefällt mir gut, dieser Beitrag. Man trifft heut leider so selten Menschen, die noch einen klaren Verstand haben. Erhalten Sie sich weiterhin diese klare Sicht. LG

  2. Avatar

    Steven

    12. Oktober 2018 13:44 at 13:44

    Genau . Die Atombombe für Pakistan ist alternativlos!

    Eine möglichst hohe Abhängigkeit vom iwf ebenso.siehe Griechenland.(größte Panzerbestand((leo2)) Europas)

    Geht nicht anders! Muss so!

  3. Avatar

    Randy Kdot

    12. Oktober 2018 15:20 at 15:20

    ich weiss nicht wie sie zu diesen aussagen kommen, pakistan ist in besitz von nukes, jedoch nicht mehr in der lage neues material anzureichern ( zerstörung der zentrifugen durch verklumpung). desweiteren wird auch russische technik verweigert. daraus erfolgte auch die streichung der us unterstützung.
    niemand hat interesse pakistan aufzurüsten – im gegenteil.
    bitte denken sie an obor, hier sind besonders infrastruktur projekte in bau und geplant.
    augrund der letzten wahl bleibtmilitärische dominanz im land weiter aktiv. bitte vergleichen sie nicht zb. ihr verhalten zu boden land verteidigung mit anderen ländern/kulturen.

    ich möchte sie darauf hinweisen, zb. deutschland – anzahl der stationierten us soldaten vs. middle east hat dieselbe truppenstärke ( gebiet brd/ 2+4/4+2 vertrag) + 5000 nukes – dazu kommt noch der jeweilige nato bestand für das gesamte bundesgebiet.

  4. Avatar

    Randy Kdot

    12. Oktober 2018 15:40 at 15:40

    der schlüssel pakistan obor ist gwar port/pakistan zu ürümqi/china. pakistan weis ein b rating aus, insoweit auch ein stabiler faktor.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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