Ich muss ehrlich sagen: Ich bin zutiefst entsetzt. Das Gruselige ist die Selbstverständlichkeit, mit der Personen aus den links-grünen Block ihre sozialistisch planwirtschaftliche Sichtweise auf Menschen, Staat und Gesellschaft kundtun, als wäre es etwas ganz Normales. Ich beziehe mich in diesem Kommentar auf Aussagen von Claudia Kemfert, die neben dem Institutsleiter Marcel Fratzscher die bekannteste Person im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist.
Claudia Kemfert bei Lanz
Obwohl man beim DIW in vielen Fällen schon längst nicht mehr von ernsthafter Wirtschaftsforschung sprechen kann. Eher ist das Institut im Lauf der Jahre zu einer NGO geworden, die eine klare links-grüne Agenda verfolgt, und diese in den Mantel der angeblich seriösen Wirtschaftsforschung hüllt. Aber kommen wir zur Sache. Claudia Kemfert, beim DIW zuständig für den Bereich Energie, Verkehr und Umwelt, treibt mit voller Überzeugung Narrative pro Wind und Sonne voran. Der Umstieg müsse schnellstmöglich erfolgen. Frau Kemfert war am Mittwoch den 15. April zu Gast bei Markus Lanz.
Bevor wir zum eigentlichen Skandal kommen, vorab noch diese Aussage: Claudia Kemfert sagte in der Sendung in Minute 13:40 „Es kann durchaus auch eine Zukunft geben für die Schwerindustrie“. Sinngemäß wiederholte sie diese Aussage auch an anderer Stelle bei Lanz. Erschreckend. Noch zurückhaltender, noch passiver kann man nicht mehr formulieren. Als wäre die Industrie etwas Lästiges, das man sich gönnen kann, oder eben auch nicht. Natürlich sagt Claudia Kemfert in der Sendung passend zu ihrer Agenda sinngemäß, dass die Industrie nur eine Zukunft habe, wenn man auch schnell brav und artig umstellt auf grüne Technologien wie Grünen Wasserstoff etc. Das erzähle man mal einem Industriebetrieb, der jetzt schon kurz vor der Pleite steht.
Steuersenkungen sollen Subventionen sein – unfassbar
Werbung
Claudia Kemfert empfindet Steuersenkungen doch tatsächlich als Subventionen für die Bürger. Ja, kein Witz! Also der Staat subventioniert den Bürger, wenn er ihm etwas weniger Steuern abnimmt als sowieso schon? Im Originalvideo des ZDF findet man diese Aussagen ab Minute 27:30. „Ich subventioniere mit einer Steuersenkung unnötig hoch den Preis, fahrt einfach so weiter“ (Auto weiter fahren mit niedrigerem Spritpreis). Auch sagte sie als kritische Anmerkung wenige Sekunden später „…dagegen an-subventionieren mit einer niedrigeren Energiesteuer„.
Was soll man dazu noch sagen? Markus Lanz und der andere Gesprächsteilnehmer Michael Bröcker griffen diese Aussagen überhaupt nicht kritisch auf. Als wäre nichts dabei. Ich sage aber: Hier offenbart Claudia Kemfert mit voller Klarheit ihre Zuneigung für ein Gesellschaftsbild, das da heißt: Sozialistische Planwirtschaft“. Was der Mensch erarbeitet, soll offenbar in maximalem Ausmaß der Staatskasse gehören. Und dann erhält der Bürger staatliche Zuteilungen, je nach Zweck, je nach Gutdünken. Der Bürger soll dankbar sein, wenn er vom Staat eine Förderung, eine Prämie, einen Gutschein erhält. Und bei etwas weniger staatlicher Abzocke (Steuern) soll der Bürger dann sogar dankbar sein, dass er vom Staat eine „Subvention“ erhält?
Was für ein Menschenbild. Ich bin entsetzt. Der Staat hat im Verlauf der letzten Jahrzehnte die Mehrwertsteuer immer weiter angehoben von einst 11 % in den 1970er-Jahren bis heute auf 19 %. Und womöglich wird sie bald noch weiter angehoben? Die CO2-Steuer wurde im Jahr 2021 mit 25 Euro pro Tonne eingeführt und stieg in 2025 auf 55 Euro. Jetzt sind wir bei 55 bis 65 Euro. Sie erhöht auch stetig die Kosten für Benzin und Diesel. Jetzt bei einer Mini-Absenkung der Energiesteuer um 17 Cent für zwei Monate an der Tankstelle von einer staatlichen Subvention für die Autofahrer zu sprechen, ist ein Hohn, der kaum noch zu übertreffen ist.
Wenn man jetzt – wie in der Koalition aktuell vereinbart – den Bürger mal zwei Monate die Energiesteuer um wie gesagt lumpige 17 Cent pro Liter senkt, ist das eine Subvention des Staates an die Bürger? Wenn der Staat, der dem Menschen immer mehr von seinem erwirtschafteten Geld wegnimmt, mal ein winziges bisschen weniger wegnimmt, ist das eine Subvention für den Bürger? Hohn und Realsatire pur! Der Sozialist findet es gut, wenn möglichst viel Geld des Bürgers beim Staat landet. Damit man es umverteilen kann, und zwar für die Zwecke und an die Klientel, die man selbst für gut hält. Es müsste genau andersrum sein. Der Staat dürfte dem Bürger nur das absolute Minimum über Steuern abknöpfen, denn es ist das Geld, das die Menschen selbst erwirtschaftet haben! Es gehört ihnen!
Was für ein Menschenbild
Nur so viel Geld sollte der Staat dem Bürger abnehmen, dass der Staat notwendige Kernaufnahmen erfüllen kann. Aber Kommentatoren und „Experten“ wie Claudia Kemfert sehen es offenbar ganz anders. Der Staat sollte immer mehr, und mehr, und mehr Geld beim Bürger eintreiben, weil der Staat besser weiß ,wie und wofür das Geld eingesetzt wird? Der Bürger selbst ist eben zu dumm und weiß nicht, was gut für ihn ist? Es ist ein planwirtschaftliches sozialistisches Menschenbild. Punkt.
Ein überzeugter Grüner sagte mir in einem privaten Gespräch im letzten Jahr, ohne dass ich ihn danach gefragt hätte (sinngemäß): Der Staat solle möglichst viel Geld eintreiben, denn er hat viele wichtige Projekte zu erfüllen, die immer mehr Geld kosten. Aus den sonstigen Aussagen war klar, was mit den vielen wichtigen staatlichen Aufgaben gemeint war: Milliarden-Überweisungen für Projekte in der Dritten Welt, Klima-Transformation uvm. Man kann all diese Zahlungen bis ins Unermessliche steigern. Nur werden die Bürger dann in zunehmender Zahl sagen: Wofür arbeite ich eigentlich? Einige werden sich in die Inaktivität begeben, andere in die Frührente, andere wiederum wandern aus. Und hochkompetente Fachkräfte aus dem Ausland kommen erst gar nicht nach Deutschland, wenn sie diese immer weiter steigende Steuern- und Abgabenlast hierzulande erleben. Dieser Prozess ist bereits in vollem Gange.
Marcel Fratzscher
Lesen Sie auch
By the way: Ich hatte Aussagen von DIW-Chef Marcel Fratzscher im Juli 2025 zerlegt. Er sprach davon, dass viele Unternehmen aus Deutschland abwandern wollen, aufgrund von Klimarisiken. Lesen Sie HIER dazu die lückenlose Dokumentation. Kann man es eine dreiste Täuschung, Lüge oder Manipulation der Öffentlichkeit durch Herrn Fratzscher nennen? Egal wie man es nennt – alleine durch diese eine Recherche wird die Seriosität des DIW eindeutig in Frage gestellt. Denn wie kann ein Institutsleiter sich auf eine Aussage beziehen, die es nie gab?
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Ein bedeutender Philosoph hat mal gesagt: „Die objektive Realität… existiert unabhängig vom menschlichen Bewusstsein. „…
Dem ist nichts hinzuzufügen…
Dies ist für mich persönlich das wertvolle an der deutschen Demokratie: Man kann einerseits die etablierten Partei- und Politeliten, die Verfechter von „ARD“ und „ZDF“, abwählen und sich für alternative Parteien entscheiden und ist andererseits bei seiner politischen Meinungsbildung (Gott sei Dank) nicht auf „ARD“ und „ZDF“ angewiesen. Dafür kann man nur dankbar sei. Insbesondere als ehemaliger Bürger einer kommunistischen Diktatur.
Viele Grüße aus Thüringen, wo demokratisch gewählte Parteien auch wieder abgewählt und nicht verboten werden.
Als ehemaliger Bürger einer kommunistischen Diktatur bin ich ebenfalls froh, dass man nicht jede ungeprüfte Desinformation glauben muss, die alternative Parteien auf TikTok und ähnlich seriösen Medien verbreiten.
Bei einer ausgewogenen Meinungsbildung im Osten sehe ich allerdings erhebliche Defizite, speziell in Thüringen. Dort, wo verschwörerische Mythen kursieren, dass demokratisch gewählte Parteien angeblich verboten werden – was seit Bestehen der BRD nur zweimal der Fall war:
– Sozialistische Reichspartei (SRP) – 1952 (Nachfolgeorganisation der NSDAP)
– Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) – 1956 (orientiert am Vorbild der SED)
Unsere Demokratie ist sogar so tolerant, dass sich Rechtsextreme wie die NPD (jetzt „Die Heimat“) nach wie vor relativ frei in unserem Land austoben dürfen – während sie gleichzeitig unpassenden Medien und NGOs jedwede Existenzberechtigung absprechen.
Kaum jemand wollte oder will Nazis oder Kommunisten zurück – und doch scheinen Extreme an beiden Rändern derzeit eine Faszination auf große Teile der thüringischen Wählerschaft auszuüben, die maximal bedenklich ist.
Ich fürchte, dieser ganze Klima-CO2-Unsinn hat uns wirtschaftlich längst das Genick gebrochen.
Ich halte es für gutes Vorgehen zwischen Links, Sozial und Grün zu unterscheiden. Ich denke nicht, dass man diese Bewegungen über einen Kamm scheren kann/sollte und ich denke auch, wenn man sich inhaltlich damit befasst stellt sich schnell heraus, dass zwsichen grün und links eigentlich eine sehr tiefe logische Kluft liegt. Diese wird sich in Zukunft stärker herausbilden, darin bin ich mir sicher.
Hohe Energiepreise sind Gift für die Schwachen, nicht nur für die Wirtschaft. Zudem zeigen immer wieder Koalitionen aus Grün und Schwarz, dass diese durchaus sehr gut miteinander können. Auch bei den Reformen hat man sich ja aus dem Off schon angedient. Ich meine die Sozialreformen.
Hohe Energiepreise passen nur zur Klimabewegung und die wird vor allem von einer Partei als Wahlkampfthema extrem forciert, das ist sehr eindeutig. Aus genau dieser Ecke kommt eine wahnsinng selbstverblendende Unlogik.
Es wurde Tempolimit aufgeführt, dass dieses die Preise senken könnte. Ja, der Weltmarktpreis wird tief gesenkt, wenn wir ein paar Tropfen Sprit sparen.
Aus der gleichen Ecke: Die Steuern auf Sprit sollen nicht gesenkt werden, damit der Preis hoch bleibt, damit weniger gefahren wird, damit der Preis runter geht. Hä?
Die gleiche Ecke verteufelt fossile Energie und setzt voll auf E-Fahrzeuge. Die Tatsache, dass wir 25% Kohle im Strommix haben und ca. 25% weitere fossile Energie blenden die komplett aus. Und dass mit dem Atomausstieg der Kohleausstieg verzögert oder sogar unmöglich gemacht wurde ebenfalls.
Ich bin der Ansicht, das Klima muss geschützt werden. Aber die können das nicht. Ich traue aktuell der CDU und der SPD mehr zu und das will verdammt viel heißen.
Man schützt das Klima doch nicht durch utopischen Forderungen, die vor allem aus der Oppositionsbank einfach mal daher geplappert werden können. Das ist doch keine ernst zu nehmende Politik mehr. Es kam wohl auch eine Studie raus, dass junge Gebildete ebenfalls aus der Ecke ein Problem mit anderen Meinungen haben:
https://www.berliner-zeitung.de/news/allensbach-umfrage-gruenen-und-afd-anhaenger-tun-sich-mit-anderen-meinungen-schwer-li.10031007?utm_source=copilot.com
Ich denke, da ist etwas entstanden, dass von der Gesellschaft eingefangen werden muss. Ich glaube auch die Studie zeigt sehr gut wo die Gesellschaft gespalten ist.
Die nächsten Schritte in der Energiewende sind nach wie vor die gleichen wie 1990. Es müssen Regelkraftwerke gebaut werden, die die Flauten ausgleichen und da kommt nur Gas in Frage. Und wenn die da sind ist der weitere Zubau von Wind und Solar dann auch kein Problem mehr. Und was kommt aus der Ecke? Gas schlecht! Lobbyisten!
Wenn Sie da mal nach Alternativen zu Gas fragen, da kommt nur Kram der nicht geht: Batteriespeicher, Biogas und Pumpwerke. Ja für 25GW!!!
Einfach mal Googeln, was Habeck plante 2023. Die Gaskraftwerke ungefähr in genau der gleichen Menge wie die die Reiche nun bauen lassen will. Siehe da! Aber mit Ökobonbon: Verbunden mit der Idee einen Teil schon mit Wasserstoff zu betreiben. Ja der Wasserstoff, der war das Lieblingsgas, nur hat den halt keiner. Und 2025, Oppostionn, schwups, was ist denn da passiert? Gas doof!
Ja und dann liest man in Kommentaren, dass der ja von Anfang an voll auf Batteriespeicher gesetzt hätte. Wenn man dann den Link da schickt, wird man entweder wüst beschimpft oder ignoriert:
https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/robert-habeck-braucht-dringend-50-gaskraftwerke-sonst-scheitert-der-kohleausstieg-li.370057?utm_source=copilot.com
Ich schließe den Kreis, ich kann nur dazu raten von dem Links, sozial grünen Standardgewisch runter zu kommen und gezielter hin zuschauen, woher das genau kommt. SPD und Linke haben ihre eigenen Kernpunkte, mit diesen haben die aber wenig zu tun.
Meiner Meinung nach hat die Klimabewegung, die von Ökoparteien voll ausgenutzt wird, ein Problem. Die EE ist so gut, dass sie von alleine läuft. BRD hat bereits 50% Sauberstrom und es wird weiter zugebaut. Die Herausforderung ist nicht Massen an Windrädern zu bauen, sondern deren Schwankungen zu kompensieren.
Ja und was macht man da, wenn ein Thema von den anderen im Automatismus mit gemacht werden, weil sie ökonomisch unschlagbar sind? Man legt die Latte höher: Klimaneutralität.
Und die Tatsache, dass diese nicht erreichbar ist ist perfekt, weil das ist ein ewiges Thema.
Und weil das alles so unlogisch ist, nicht machbar, utopisch und wirr, wirken auch die Wählerschichten zunehmend enger forciert und beißerisch. Weil: Die haben meiner Meinung nach kein Thema mehr aber sie haben es noch nicht realisiert.
Das ist nur meine persönliche Meinung, die kann falsch sein.
@Großer Bär
Bei derartigen Aussagen frage ich mich stets, ob sie auf Unwissenheit, Ignoranz oder ideologischem Framing basieren.
Hier nur ein paar Beispiele:
1. In jedem zivilisierten Industrieland (und eigentlich auch dem Rest der Welt) gilt ein Tempolimit – mit Ausnahme von Deutschland. Ohne diese weltweiten Limits wäre der globale Spritverbrauch (und damit auch der Weltmarktpreis) deutlich höher. Umgekehrt bezieht sich das aktuelle „grüne“ Argument der preissenkenden Wirkung ausschließlich auf Deutschland – und selbst der „freiheitsliebendste“ Raser kann schwerlich bestreiten, dass ein signifikant geringerer Spritverbrauch die nationale Nachfrage (und damit den nationalen Spritpreis) spürbar senken würde.
2. Es ist allgemein bekannt und erwiesen, dass die deutschen Tankstellenpreise unabhängig von Steuern und Abgaben deutlich stärker gestiegen sind als im Ausland. Wie schon 2022 bereichert sich das deutsche Kraftstoff-Oligopol erneut an der aktuellen Krise. Gleiches dürfte auch auf eine Senkung der Energiesteuer nach dem Gießkannenprinzip zutreffen – wie schon 2022, als sich das Oligopol mindestens ein Drittel bis die Hälfte des Tankrabatts einverleibte.
3. Der Anteil fossiler Energieträger im deutschen Strommix lag in den letzten beiden Jahren bei knapp 37 % – und nicht bei 50 %. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass E-Autos etwa viermal so effizient laufen wie Verbrenner, verursachen sie im laufenden Betrieb bereits beim heutigen Strommix nur etwa 10 % der direkten fahrtbedingten CO2-Emissionen eines vergleichbaren Verbrenners.
4. Den Grünen lässt sich maximal der Ausstieg aus den letzten drei Kernkraftwerken zuschreiben – ein Schritt, den der größte Ampel-Partner gerne mitgetragen hat. Dabei reden wir über ca. 6 % der deutschen Stromerzeugung. 14 Reaktoren wurden während der unionsgeführten Regierungen endgültig abgeschaltet. Umso erstaunlicher, dass Sie nun also im Hinblick auf den Klimaschutz „aktuell der CDU und der SPD mehr zutrauen“.
5. Bei SPD und Linken besteht ein grundsätzlicher Konsens zur Klimapolitik der Grünen – die Divergenzen sind eher marginal, wobei die Linke oft sogar radikalere Klimaziele fordert als die Grünen.
Sie haben nur mein Kommentar anders verstanden als er da steht.
Es ging hier explizit nicht um den Sinn eines Tempolimits. Es ging um den naiven Glauben, dass man damit den Weltpreis bewegen kann, sodass der Spritpreis sinkt.
Sie verkennen, dass hierzulande schon Gaskraftwerke (Jahreswechsel) sabotiert werden. Das ist keine gesunde Gesellschaftliche Grundstimmung.
Wie Sie selbst in Punkt 3 darlegen ist der Anteil an Fossil bereits auf 37% gefallen (ich denke hier werden die Zahlen genommen, wie sie gerade optimal am besten passen). Mir ging es nicht um den absoluten Anteil aber ich nehme mal die Zahl. Wir haben also nur noch 37% Fossil nach Ihren Aussagen: Wie erklären Sie sich dann die zunehmende Vehemenz in Sachen Klimaschutz?
Genau darauf zielt mein Kommentar ab. Sie ignorieren meinen Punkt komplett:
2023 wurden die Gaskraftwerke noch geplant und jetzt wird opponiert.
E-Autos, das vierfache ist übertrieben aber für meine Argumentation irrelevant. Sie haben mein Kommentar nicht verstanden. Ist bei der Effizienzbetrachtung denn auch der Wirkungsgrad der Kohlekraftwerke mit drin?
Sie laufen hier auf einen Zielkonflikt: E-Autos = neue Verbraucher = längere Restlaufzeit von Kohle (der schlechteste Wirkungsgrad überhaupt). Vom hinzukommenden Netzausbau ganz zu schweigen.
Das Wort Klimaneutralität (das war vor 10 Jahren nicht relevant, da gings um CO2 Reduktion) erzwingt genau diese Denkweise, dass man voll auf E umstellen muss. Das ist utopisch. Und wenn etwas utopisch ist, wird es nicht funktionieren und wenn etwas nicht funktioniert wird es nicht gemacht und wenn es nicht gemacht wird, wird das Klima auch nicht effektiv geschützt.
Das ist eine einfache Logikkette.
Eine Alternative wäre Leichtbauweise von Fahrzeugen, die den Verbrauch auf unter 3 L senken. Das würde CO2 real sparen also CO2 Output senken wäre aber nicht klimaneutral.
Ich halte die Klimaneutralität als Dogma für einen großen Fehler und (wie gesagt) ich vermute dass dieser Begriff nur Parteitaktik ist um am Thema zu bleiben. Sie sagen ja selbst: Nur noch 37%, das Thema schrumpft!
@Großer Bär
Niemand unterliegt dem naiven Glauben, dass man mit einem deutschen Tempolimit den Ölpreis am Weltmarkt bewegen kann. Nur ist der Weltmarktpreis ganz offensichtlich nicht der einzige Faktor für die vergleichsweise überhöhten deutschen Tankstellenpreise – wie ich unter Punkt 2. verständlich dargelegt habe. Ein Tempolimit würde allerdings die individuelle Ersparnis erhöhen und die nationale Nachfrage spürbar senken, was den Druck auf die nationalen Preise mindert.
Wenn Sie die 37 % nicht glauben, können Sie sich hier überzeugen:
https://www.energy-charts.info/charts/energy_pie/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year&year=2024&legendItems=0wh
https://www.energy-charts.info/charts/energy_pie/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year&year=2025&legendItems=0wh
Unter Berücksichtigung der Stromimporte, die größtenteils CO2-frei bzw. -arm sind, ist der fossile Anteil real sogar noch geringer. Diese habe ich für eine konservative Berechnung jedoch außen vor gelassen.
Die Grünen kritisieren übrigens nicht die Kraftwerksstrategie an sich, sondern dass die aktuellen Pläne der CDU-geführten Regierung die strengen Wasserstoff-Vorgaben aufweichen könnten. Dadurch würden die Kraftwerke länger als geplant mit fossilem Erdgas laufen. Zudem gab es schon während Habecks Amtszeit internen Widerstand: Die Grüne Jugend und Klimaaktivisten wie Luisa Neubauer kritisierten neue Gas-Infrastrukturen massiv als unvereinbar mit den Klimazielen. Die heutige Kritik ist also kein plötzliches neues Phänomen, sondern die konsequente Fortsetzung innerhalb bestimmter Strömungen.
Zum Thema Effizienz: Der Anteil von Kohlestrom lag zuletzt bei etwa 21 %. Der reine elektrische Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken liegt bei rund 40 % (zum Vergleich: ein Verbrenner kommt im realen Alltag oft nur auf 20 bis 35 %). Da in Deutschland viele Kohlekraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden, steigt deren Gesamtnutzungsgrad auf über 80 bis 90 %. Also ja, der Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken wurde berücksichtigt.
Was E-Autos betrifft: Diese werden sukzessive den Bestand ersetzen, flankiert vom Ausbau der Erneuerbaren. Die Zukunft liegt in intelligenten Netzen, Demand Side Management (DSM) und bidirektionalem Laden, das E-Autos in systemdienliche Speicher verwandelt. Der Netzausbau wappnet Deutschland für die ohnehin fortschreitende Elektrifizierung. Diesem Strukturwandel muss sich jedes Industrieland stellen – es ist kein deutsches Exklusivproblem.
Ein letztes Wort zur Klimaneutralität: Diese bedeutet nicht Null-Emissionen, sondern Netto-Null. Alles, was natürliche Senken aufnehmen können, darf auch weiterhin emittiert werden. Der Energiesektor ist hier auf einem guten Weg, bei Verkehr und Gebäuden bleibt viel zu tun. Gerade bei Letzteren ist neben der Elektrifizierung die energetische Sanierung ein weiterer wirkmächtiger Hebel.
Hallo @ Ludger
Das ist wie bei Corona.
Alle Wissenschaftler sind sich einig…
Die Chinesen und die Amis kommen vor Begeisterung darüber, wie sich gerade die deutsche Wirtschaft mit der Klima-Hysterie gegen die Wand fährt, nicht mehr in den Schlaf. Sie haben mit Deutschland beide einen nicht mehr wettbewerbsfähigen Konkurrenten am Markt, der seine Produktion dann letztendlich zu ihnen teilweise oder ganz auslagert.
Wenn alle gesteckten Ziele in Deutschland erreicht werden würden, dann würden maximal die 0,08% des weltweit jährlich in die Atmosphäre gelangenden CO2 eingespart, für die Deutschland verantwortlich ist.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Was soll da gejammerte über Steuern? Natürlich braucht der Staat Einnahmen für die Infrastruktur wie Bildungswesen, Kinderbetreuung, ver und Entsorgung Verkehr.
Schulden abbauen wäre auch schön.
Internationale Vereinbarungen müssen bedient werden… Klimaschutz, Entwicklungshilfe, Hilfsprogramme
Steuern lenken auch. Tabak, Alkohol, co2.
Und der Staat muss das Geld effektiv einsetzen mit einem guten Plan für die Zukunft… das ist der Punkt an dem es hapert.
Da wird zu viel Geld über Wahl Kampf Steuer Geschenke der vergangenen Jahrzehnte verschwendet.
Dumme Prestige Projekte investiert.
Deshalb macht es schon Sinn. Da nach zu justieren und frühere Vergünstigungen zu überprüfen. Dann könnte man im Gegenzug allgemeine Steuern evtl auch wieder senken.
Ihr Beitrag ist also etwas flach und populistisch.
@Wolfgang
„Und der Staat muss das Geld effektiv einsetzen mit einem guten Plan für die Zukunft“
Ist das nicht ein Widerspruch in sich ?
Wenn ich fremdes Geld ausgebe, wird der gute Plan auf jeden Fall einen angemessenen Beitrag in meine eigene Tasche und die Taschen meiner Kumpels abzweigen, so heilig kann ich gar nicht sein.
Und die Zahl meiner Kumpels wird stetig wachsen und immer neue gute Pläne generieren.
Ansonsten bräuchten wir nur den Steuersatz auf 100% erhöhen, dann sammelt der Staat sämtliches Vermögen und sämtliche Einnahmen der Bürger ein und verteilt sie nach guten und sozialen Kriterien.
Ich wette, auch dann hätte der Staat nicht genug Geld. Warum ?
Zeit für einen Milei! Ich bin der Meinung das ich mit meinen Steuerabgaben ohnehin schon zuviele politische Akteure mit Steuern mitziehen müssen. Aber wie immer gilt, die bösen Arbeitslosen sind das Problem. Tja, diesesmal war es die Politik die dies provoziert hat. Afuera!
Flipper
Das geht noch nicht.
Erst muss Deutschland ganz unten sein.
Von mir geschätzt in 10 bis 15 Jahren.
Die Deindustrialisierung wird sich hinziehen und die Sozialisten werden die Menschen erst noch die Menschen mit Vermögen ausplündern, die nicht aus Deutschland weg wollen oder können.
Einschließlich Immobilien und Erspartem wird es noch viele Jahre was zum enteignen geben. Man wird es Reformen nennen.
Das ist alles im Grundgesetz schon geregelt.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Wieso wird solchen Leuten eine Bühne gegeben. Für mich ein Grund schon seit Jahrzehnten keine Öffis mehr schauen
Dieser Sozialist Fratscher behauptet auch schon seit 2015 bis heute, die Flüchtlinge von „heute ( 2015 FF) zählen die Renten von morgen… Wie verblendet kann man eigentlich sein…?!? Und wie dumm sind die gutgläubigen Menschen, die diesen Unsinn glauben…?!?