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Furcht vor Auseinanderbrechen der Eurozone sinkt – wegen Monte dei Paschi!

Hurra, eine große systemrelevante Bank ist faktisch am Ende – und das ist eine gute Nachricht, scheinen die Investoren zu denken. Denn wenn Italien eben diese systemrelevante Bank rettet, dann sinkt das Risiko, dass die Eurozone wegen Italien auseinanderbricht!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Hurra, eine große systemrelevante Bank wie Monte dei Paschi ist faktisch am Ende – und das ist eine gute Nachricht, scheinen die Investoren zu denken. Denn wenn Italien eben diese systemrelevante Bank rettet, dann sinkt das Risiko, dass die Eurozone wegen Italien auseinanderbricht!

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Der Sitz der Monte dei Paschi im Palazzo Salimbeni in Siena
Foto: Tango7174 – Eigenes Werk, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8898309

Das zumindest zeigt der Sentix Euro Break-up Index, ein Index, der die Wahrscheinlichkeit eines Auseinanderbrechens mißt. Demnach sank Stand kurz vor Weihnachten der Index von 24% auf nun nur noch 21,8%. Auslöser ist die nun scheinbar geringere Wahrscheinlichkeit, dass Italien die Eurozone verlassen wird – sie sank durch die Rettungsaktion Italiens vor allem für Monte dei Paschi von knapp 20% auf nun nur noch 16,1%.

Bekanntlich hatte die EZB Monte dei Paschi mitgeteilt, dass der Kapitalbedarf von 5 auf nun 8,8 Milliarden Euro angewachsen sei. Nun will Italien von dem 20-Milliarden-Rettungspaket, das in der letzten Woche beschlossen worden war, 6,5 Milliarden in Monte dei Paschi stecken. Der Rest werde durch den Umtausch nachrangiger Anleihen in Aktien zustande kommen – man erwartet von diesen Umtäuschen eine Summe zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro.

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Mit diesen 16,1% ist Italien immer noch das Nummer-1-Risiko, gefolgt von Griechenland mit 11,4% – das Risiko für Griechenland ist dabei zuletzt wieder deutlicher gestiegen. An dritter Stelle folgt übrigens Frankreich mit 4,3% (wegen Marine Le Pen), danach Holland (wegen Geerd Wilders) mit 3,3% – und dahinter folgt dann schon Deutschland mit 3,3% (Wahlen 2017, Attentat in Berlin). Österreich als Risikofaktor ist durch die Niederlage Hofers bei der Präsidentschaftswahl praktisch verschwunden.

Inzwischen gehen übrigens, das zeigt eine neue Umfrage, 60% der Griechen davon aus, dass es in 2017 vorgezogene Neuwahlen geben werde. Grund dafür seien die Spannungen zwischen der Syriza-Regierung und den internationalen Kreditgebern. Befragt über ihre Gefühle zur politischen Lage, antworteten demnach 63,1% der Befragte mit „sorgenvoll“, 47,9% mit „angsteinflößend“, 29,7% mit „wütend“ und 24,3% mit „man schämt sich“. 77% der Befragten sagten, sie erwarteten, dass sie ihren derzeitiger Lebensstandard nicht würden halten können. 70% der jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren sagten, sie würden sofort auswandern, wenn sich die Gelegenheit dazu bieten würde.

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