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Fusion Deutsche Bank und Commerzbank? Gerüchte nehmen zu, Aktien steigen

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Erst wurde die Commerzbank freundlich dazu aufgefordert die Schrott-Dresdner zu schlucken. Das war nötig um eine systemrelevante Bank nicht kollabieren zu lassen. Dadurch war aber die Commerzbank selbst zum Problemfall geworden. Die Deutsche Bank hat sich ganz von allein zum Problemfall gemacht mit ihren glorreichen Investmentbankern. Dazu kaufte man noch die Postbank, und wurde so zur totalen Systemrelevanz in Deutschland.

Offenbar plant die deutsche Politik laut aktuellen Berichten, aus diesen beiden total systemrelevanten Banken die totale 100%ige Systemrelevanz zu basteln. Eine Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank würde bedeuten, dass egal was passiert, die gesamte deutsche Volkswirtschaft de facto in Geiselhaft eines Monpolisten wäre. Verzockt man sich, müsste der Staat retten – noch mehr als ohnehin schon. Es gäbe dann diese „Deutschland Bank“, und dahinter quasi nur noch kleine Sparkassen und Volksbanken.

Wie gesagt. Angeblich plant die Politik einen Fusionsplan zwischen den beiden. Dafür überlege man auch Änderungen im Steuerrecht, um diese Transaktion zu erleichtern. Interessant wäre dann deutsches und europäisches Kartellrecht, und wie man die Fusion unter diesem Aspekt durchdrücken will. Inhaltlich aus Gründen der Staatsraison wäre diese Fusion natürlich begründbar. Denn beide Banken schwächeln immer weiter. Von Erholung in großem Umfang keine Spur. Die Deutsche Bank wird quasi immer erfolgloser, und strauchelt von Krise zu Krise.

Mit einem Börsenwert von inzwischen nur noch 15,2 Milliarden Euro ist die größte Bank Deutschlands ein immer leichteres Übernahmeopfer für ausländische Konkurrenten. Es ist kaum vorstellbar, dass die deutsche Politik das zulassen würde. Oder würden die USA beispielsweise zulassen, dass eine chinesische Bank JP Morgan übernimmt? Gut, die Deutsche ist „ein wenig“ günstiger zu haben. Aber es geht um die finanzielle Staatsraison eines Landes. Und da scheint die Fusion wohl das letzte Mittel, um etwas besser geschützt zu sein gegen eine ausländische Übernahme.

Die Aktien der beiden Banken steigen jedenfalls aktuell. Die Deutsche steigt um 34 Cents auf 7,84 Euro. Die Commerzbank steigt um 30 Cents auf 6,90 Euro. Noch sind das alles nur Gerüchte. Aber wenn es so kommt: Wie sollte eine fusionierte Bank dauerhaft gegen ausländische Übernahmen geschützt sein, wenn auch diese Giganten-Bank immer weiter Mist baut, und der Kurs weiter absackt?

Deutsche Bank Commerzbank
Die beiden Aktienkurse übereinander gelegt seit 6. Dezember.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Wolfgang M.

    12. Dezember 2018 17:34 at 17:34

    Markus, danke für das Research. Damit wird das deutsche Geldhaus zum Objekt der Gerüchtespekulation, ein Spielball für Trader. Q.E.D.

  2. frank

    12. Dezember 2018 17:38 at 17:38

    Um eine Abwehr zu verhindern, müsste sich der Bund wohl an der fusionierten Bank beteiligen. Vielleicht mit 25 Prozent wie damals bei der Coba. Als Sperrminorität reichen aber auch schon 20 Prozent der Anteile. Ich frage mich wie dass dann abläuft. Der Bund wird ja nicht einfach am Markt 20 der DB kaufen, oder doch? Wird es dann eine Kapitalerhöhung geben? was passiert dann mit dem Kurs? FMW, könnt ihr bitte dazu eure Einschätzung geben?

  3. Marcus

    12. Dezember 2018 18:00 at 18:00

    Ganz großes Kino vom deutschen Staat. Läuft das nicht dem „wir wollen nie mehr too big to fail“ zu wider ? Aus zwei Instituten schmiedet man eine noch größere Bank die dann -wie richtig geschrieben- so groß wäre das sie vom Staat auf jeden Fall gerettet werden müsste.

    Zumal Not+Elend ganz sicher keine schlagfertige Kombination für die Zukunft sein würden. Aber es braucht ja nationale Champions…

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Netflix-Quartalszahlen: Durchwachsen!

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Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 4,19 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 3,29/Erwartungen 4,2).

Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 4,49 Milliarden Dollar liegen (bisher erwartet 4,6).

Der Gewinn liegt bei 0,30 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,41/Erwartungen 0,24).

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,84 Millionen (erwartet 9-9,4). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 8,9 Millionen neuen Abonnenten aus!

Die Aktie notiert nachbörslich um 22:18 Uhr mit 4,1% im Minus.

Verkürzt zusammengefasst: Probleme durch die höheren Abo-Gebühren sieht man nicht.

Neue internationale Abonnenten soll es 7,3 Millionen gegen im laufenden Quartal (nach +7,31 im letzten Quartal).

Im 1. Quartal will man eine operative Marge von 9% erzielen, und im Gesamtjahr 2019 schon von 13% (wie bisher auch schon erwartet). In 2018 waren es noch 10%.

Man fokussiere sich nicht auf die Konkurrenz wie das neue Disney+ oder Amazon, sondern wie man das Erlebnis für die eigene Kundschaft verbessern könne.

Netflix-Quartalszahlen

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Netflix-Quartalszahlen heute Abend – die Vorschau

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Die Netflix-Quartalszahlen werden heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Wir berichten dann umgehend über die wichtigsten Kennzahlen. An dieser Stelle möchten wir einen Ausblick hierauf bieten. Es ist ein wichtiges Ereignis, denn Netflix wird wohl die US-Aktienmärkte morgen zur Eröffnung bewegen!

Preiserhöhungen und Konkurrenz

Zunächst muss man natürlich erwähnen, dass Netflix gerade erst am Dienstag verkündete seine Preise in den USA so stark anheben zu wollen wie noch nie. Für die nächsten Wochen und Monate dürfte es interessant sein zu sehen, ob die Kunden dies wirklich akzeptieren. Oder ist der Markt in den USA gesättigt, und man wechselt zur Konkurrenz? Immerhin aber ist Netflix nach wie vor nicht teuer. Aber wer nach 2017 jetzt schon wieder 2 Dollar mehr pro Monat zahlen muss, und eh auf sein Geld achten muss, überlegt es sich vielleicht anders.

Es ist eine spannende Wette. Akzeptiert die Masse der Kunden die Preiserhöhung und bleibt Netflix treu, ist das natürlich positiv zu bewerten. Aber das dicke Ende kommt ja noch. Denn nach und nach werden Netflix all die tollen Blockbuster der großen Hollywood-Studios entzogen, wenn die ihre eigenen Streaming-Dienste aufmachen, oder ihre Filme und Serien exklusiv in andere Netzwerke einspeisen. Dass dies konkret ansteht und eine ernsthafte Gefahr für Netflix ist, haben wir hier dargelegt.

Netflix-Quartalszahlen heute Abend – was erwartet wird

Aber wir schweifen ab. Was steht heute Abend an? Wichtig wird sein, ob Netflix in der Lage sein wird beim Nutzerwachstum zu überzeugen. Im Dezember-Quartal 2017 gab es 8,3 Millionen neue Kunden. Im 3. Quartal 2018 gab es 6,96 Millionen neue Nutzer. Das war die Meldung vom 16. Oktober 2018 – an dem Tag hatte man auch verkündet im 4. Quartal (also bis Ende 2018) seine Nutzerzahl um 9,4 Millionen zu steigern. Zuletzt lag die allgemeine Erwartung bei rund 9 Millionen neuen Nutzern.

Auch wird es interessant, ob Netflix heute Abend schon eine Prognose abgibt, wie die Nutzer die Preiserhöhungen im laufenden 1. Quartal annehmen werden.

Der Umsatz von Netflix lag vor einem Jahr noch bei 3,29 und im dritten Quartal bei glatt 4 Milliarden Dollar. Die Erwartung für heute liegt bei 4,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie lag vor einem Jahr bei 0,41 und im 3. Quartal bei 0,89 Dollar pro Aktie. Für heute Abend werden nur +0,24 Dollar erwartet.

Netflix investiert massiv in Eigenproduktionen. Da ist es verständlich, dass der Gewinn darunter leidet. Heute Abend wird es sehr interessant!

Netflix-Quartalszahlen heute Abend
Foto: Nick Travis CC BY-SA 3.0

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Morgan Stanley-Quartalszahlen: Schwächer als erwartet

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Morgan Stanley veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,55 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,5/Erwartungen 9,3).

Der Umsatz im Bereich „Anleihen, Devisen und Rohstoffe“ lag bei 564 Millionen Dollar (erwartet 822). Das habe an unvorteilhaften Konditionen im Market Making gelegen. Es habe signifikate Ausweitungen bei Credit Spreads gegeben.

Der Gewinn liegt bei 0,80 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,26/Erwartungen 0,89).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -4%.

Hier der Kommentar vom Chef (Gesamtjahr 2018 super, das 4. Quartal sei „anspruchsvoll“ gewesen):

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “In 2018 we achieved record revenues and earnings, and growth across each of our business segments – despite a challenging fourth quarter. We delivered higher annual returns, producing an ROE of 11.8% and ROTCE of 13.5%, as we continued to invest in our businesses. While the global environment remains uncertain, our franchise is strong and we are well positioned to pursue growth opportunities and serve our clients.”

Morgan Stanley

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