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Game over an Chinas Rohstoffmärkten

Redaktion

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FMW-Redaktion

An Chinas Rohstoffmärkten hatte sich vor allem seit Anfang April eine sich stetig dynamisierende Blase ausgebildet: innerhalb kurzer Zeit etwa hatten sich die Preise für Eisenerz, das an den Rohstoffmärkten Chinas gehandelt wurde, verdoppelt (siehe dazu unseren Bericht „Der tägliche Wahnsinn an Chinas Rohstoffmarkt“). Nachdem das Treiben an den Märkten immer absurdere Züge angenommen hatte, erhöhte die in China maßgebliche Rohstoff-Börse, die Dalian Commodity Exchange, die Tradinggebühren deutlich – und setzt auch die Margins (also die Sicherheitshinerlegungen für den Handel) scharf nach oben.

Und so kam es, wie es kommen mußte: die Party war schnell vorbei, nun herrscht eine gewisse Panik an den Future-Börsen für Rohstoffe in Dalian, Shanghai und Zhengzhou. So fiel der Preis für Stahl-Futures so stark wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr, auch andere Rohstoffpreise wie etwa Eisenerz (-10% in einer Woche) sind unter Druck geraten. Heute Nacht hat dieser Abverkauf bei den Rohstoffen dann auch die Aktienmärkte erfaßt, der Shanghai Composite fiel 2,8% – so stark wie seit Februar nicht mehr. Betroffen vom Abverkauf waren vor allem Rohstoff-Produzenten.

Inzwischen sind die Preise sogar tiefer für Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz und Coking Coal, als sie es zu Beginn der Rally im April waren. Als Grund für den Abverkauf werden schlechtere Aussichten für Chinas Wirtschaft angeführt, nachdem die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte wieder enttäuscht hatten. Maßgeblicher aber dürfte sein, dass die Börsenaufsicht mit Erhöhung von Gebühren und Margins den Zockern, die für die Rally verantwortlich gewesen waren, die Laune verdorben hat.

Im Gefolge der Rally hatten in China Stahlproduzenten oder Hersteller von Eisenerz wieder ihre Produktion aufgenommen, die sie vorher aufgrund der tiefen Preise, die die Produktion unrentabel gemacht hatte, eingstellt hatten. Das wiederum sorgte für Befürchtungen, dass das zusätzliche Angebot auf die Preise drücken müsste.

Nach den Ereignissen heute Nacht hat die Rohstoffbörse in Dalian die Margins wie auch die Gebühren deutlich abgesenkt, um den Crash aufzuhalten. Vielleicht ist damit ja wieder die Basis für die nächste überschwängliche Rally der Zocker gelegt..

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Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

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Aktienmärkte: Euphorie – aber das ist die größte Gefahr! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte weiter in Euphorie: viele Indizes mit neuen Allzeithochs. Aber da ist eine Gefahr, die die Märkte vielleicht nicht auf dem Zettel haben..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind weiter in Euphorie: der Dax, aber auch die viele Indizes der Wall Street heute mit neuen Allzeithochs. Was soll schon schief gehen: die Fed und andere Notenbanken bleiben auf dem Gaspedal, dazu nun noch das erwartete große Stimulus-Paket der neuen US-Regierung unter Biden. Wo also ist das Risiko für die Aktienmärkte, speziell für die über-bullische Wall Street? Das größte Risiko dürfte der neue US-Präsident sein, der zwar viel Stimulus verspricht, aber der eben auch (anders als Trump) einem viel härteren Lockdown auch in den USA den Weg bereiten könnte. Noch härtere Lockdowns nämlich sind der aktuelle Trend schlechthin: Frankreich verhängt eine Ausgangssperre ab 18Uhr, in Deutschland überlegt man gar, den Nah-und Fernverkehr einzustellen aus Sorge um die aggressive Corona-Mutation..

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