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Game over, Donald – Clinton mit riesigem Vorsprung: ist die US-Wahl gelaufen?

Donald Trump mit 9% Rückstand auf Clinton, wichtige Unterstützer-Gruppen brechen weg, Aussagen über Frauen entscheidend..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Kurz vor der heutigen dritten und letzten TV-Debatte zwischen Clinton und Trump scheint die Aussicht für den Immobilien-Tycoon, nächster US-Präsident zu werden, immer unwahrscheinlicher zu werden! Das zumindest legt die neueste Umfrage nahe, die in allen wichtigen Punkten eine Verschlechterung der Ausgangslage für Trump zeigt.

Demnach würden derzeit 47% der Wähler für Clinton stimmen, die damit einen Vorsprung von 9% auf Trump hat (38%), auf die beiden anderen unabhängigen Kandidaten (Gary Johnson und Jill Stein) entfallen insgesamt 11%.

20 Tage vor der US-Wahl müßte Trump nun etwas schaffen, was noch nie ein Kandidat zuvor geschafft hatte – einen so großen Vorsprung in so kurzer Zeit aufzuholen. Offenkundig hat das Video, in dem Trump über seine ungefragten Annäherungsversuche an Frauen sinnierte, dem Kandidaten doch schwer geschadet (über die Hälfte der Befragten sagten, dass die Äußerungen Trumps über Frauen ihr Wahlverhalten beeinflußen würde).

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Ist das Spiel gelaufen für Donald Trump?
Foto: Gage Skidmore / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Auffallend ist, dass Trump zuletzt bei zwei entscheidenden Wähler-Gruppen starke Einbußen verzeichnen mußte: weiße Männer und Menschen mit geringer Schul-Bildung. So liegt Clinton nun bei Männern knapp vor Trump, bei Frauen ist ihr Vorsprung riesig mit insgesamt 17% (bie weißen Frauen allerdings nur ein Vorsprung von 1%). Bei Menschen mit geringer Schulbildung (ohne College-Abschluß) führt Clinton nun mit 4% Vorsprung, während in dieser Gruppe Trump noch im September einen Vorsprung von 8% hatte. Auffallend auch, dass Clinton bei weißen Wählern mit College-Abschluß, bislang eine Domäne der Republikaner, nun mit 13% vor Trump liegt.

Noch aber ist die Lage für Trump nicht vollständig hoffnungslos. Seine Wähler sind enthusiastischer als die Clintons, und die Frage ist, ob solche Umfragen wirklich die Realität abbilden – siehe etwa das Brexit-Votum, das die Demoskopen herb überraschte. Die schlechte Stimmung vor allem im (weißen) Mittelstand könnte sich als Trumpf für Trump erweisen.

Für die Aktienmärkte wäre ein Sieg Clintons übergeordnet das bessere Szenario – man wüsste, womit man rechnen kann. Dagegen wäre ein Sieg Clintons insbesondere für Pharma-Werte negativ, weil die Demokratin die Verkaufspreise für Pharmaka „deckeln“ will. Vielleicht ist heute die TV-Debatte in Las Vegas (ein Terrain, das Trump eigentlich liegen müßte) die letzte Chance für Trump, das Ruder noch einmal herum zu reißen..

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    frank.trg

    19. Oktober 2016 12:51 at 12:51

    Trump wird Präsident, kommt wie beim Brexit…

  2. Avatar

    Gixxer

    19. Oktober 2016 13:05 at 13:05

    In einem früheren Beitrag hieß es, dass 9 von 12 stimmberechtigten FED-Mitglieder für eine Zinsanhebung im Dezember sind. Eine Zinsanhebung scheint also sicher zu sein. Normalerweise würde man jetzt vermuten, dass die Aktienmärkte dann ja nachgeben müssten, analog zu der letzten Anhebung. Die Märkte reagieren aber (noch) nicht.
    Da ich davon ausgehe, dass die Anhebung nur bei Trump kommen wird (würde), denn die Wall Street und die FED wollen eine abstürzende Börse ihrer Kandidatin Clinton sicher nicht antun, gehe ich auch davon aus, dass Clinton gewinnt, da ja nichts eingepreist wird.

    Wer der/die bessere oder schlechtere Präsident/in wäre, kann ich nicht sagen. Trump verhält sich oftmals wie ein Elefant im Porzellanladen, ob Hillary (Hitlery/Killery) Clinton aber aus Friedenssicht die bessere Wahl wäre, bezweifle ich stark.

  3. Avatar

    frank.trg

    19. Oktober 2016 13:27 at 13:27

    Gixxer – interessanter Gedanke. Falls Clinton Präsidentin wird, wird sie von Wallstreet und Fed sicherlich nicht mit einer Zinsanhebung „bestraft“. Trump schon eher wobei das auch fraglich ist. Denn dann wäre er ja Präsident und man könnte es nicht mehr rückgängig machen.

    Der Wahlkampf ist zwar interessant und spannend, aus Deutscher Sicht aber ein Ereignis dass man nicht beeinflussen kann, auch wenn die Medien so tun als würden wir mitwählen.

    • Avatar

      Gixxer

      19. Oktober 2016 14:07 at 14:07

      Trump wird es aber nicht werden, da sind sich alle einig, also Wall Street und FED.
      Natürlich kann es aber trotzdem anders kommen.

      Was würde man dann machen als Wall Street/FED? Vermutlich ihm das ganze so schwer wie möglich zu machen. Wenn ihm dann gar nichts gelingt, kommt es vielleicht schneller als man denkt zu Neu-Wahlen. In Ami-Land haben ja auch schon andere Präsidenten das Ende ihrer Amtszeit nicht erlebt.

  4. Avatar

    Nobbi

    19. Oktober 2016 13:51 at 13:51

    und mal wieder Trump bashing…
    Die Polls sind wahrscheinlich genauso gerigged wie die Wahlen an sich.. worüber hier ja nicht berichtet werden darf auf FMW
    https://www.youtube.com/watch?v=hDc8PVCvfKs

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      19. Oktober 2016 14:00 at 14:00

      @Nobbi, genau, bei uns darf nicht vorkommen, was nicht vorkommen darf. Daher härteste Zensur! Eigentlich hat Trump 99,9% Zustimmung, aber die Umfragen sind halt übel gerigged; und insgesamt, Nobbi, zahlt uns die NSA gutes Geld, dass wir Trump so in die Tonne hauen. Liegt auch daran, dass Trump uns noch kein finanzielles Gegen-Angebot gemacht hat..

      • Avatar

        Nobbi

        19. Oktober 2016 15:40 at 15:40

        Ich habe nie behauptet das es eine 99,9% Zustimmung gibt. Ich habe auch die anderen Dinge nicht behauptet. Lediglich ist es offensichtlich das FMW eine politische Agenda verfolgt. Da man von Neutralität hier nicht sprechen kann und lediglich das zeige ich auf! Wenn Sie Politik rein nehmen und nicht nur über Wirtschaft/Finanzenthemen Artikel reinschreiben, dann doch bitte Objektiv und Neutral aber nicht so eine subjektive Berichterstattung. Zensierte und einseitige Berichte kann ich mir in den Mainstream Medien selbst anschauen. Ich erwarte auch keine Lobpreisung von Trump.. nur stört es mich wenn hier regelmäßig neg. über Trump berichtet wird, was kaum was mit Börse zu tun hat und gleichzeitig neg. Nachrichten über Clinton und Co. untern Tisch fallen gelassen werden. Aber was solls… Schade um FMW.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          19. Oktober 2016 15:54 at 15:54

          @Nobbi, ich weiß ja nicht, wie lange Sie als Leser schon dabei sind, aber wir haben mehrfach sehr kritisch über Hillary Clinton berichtet (etwa in dem Artikel „Hillary Clinton eine Wall Street-Kandidatin? Wenn Sie daran noch zweifeln, lesen Sie bitte hier weiter!“ oder auch über ihr Wirtschaftsprogramm.
          Was mich stört ist der Reflex, sofort alles für gefälscht zu erklären, was nicht in die eigene Weltsicht paßt! So etwa bei der neuesten Umfrage – da hatte die letzte Umfrage ja gezeigt, dass Trump in bestimmten Wählergruppen klar vorne liegt. Das war dann offenkundig nicht gefälscht, oder wie? Nun hat er viel von dem Vorsprung bei diesen Gruppen eingebüßt oder ganz verloren, und es ist unlauter dann gleich zu sagen: na dann muß das gefälscht sein! Trump hat vor allem durch das Video und den darin enthaltenen Aussagen über Frauen viel eingebüßt, das ist der Tenor der Umfrage. Sicher gefälscht..

          • Avatar

            Nobbi

            19. Oktober 2016 16:27 at 16:27

            Ich erkläre nichts falsch sondern ich zweifle an den Polls aus guten Gründen. Headlines wie „Hillary Lead Over Trump Surges After Reuters „Tweaks“ Poll“ sollten Google Ergebnisse anzeigen (die einen zumindest mal nachdenklich stimmen sollten). Gerade von einer Newsseite sollte man erwarten, dass alles mehrmals hinterfragt wird.
            Ich zweifle auch nicht daran das es Schwankungen gibt und das es Neuigkeiten gibt die Polls verändern (Wie das Trump Skandal Video über Frauen), sondern ich bitte euch ja gerade darum möglichst objektiv zu berichten. Denn Ihr habt euch scheinbar dazu entschieden über Politik zu berichten. Dann doch bitte von allen Seiten.. Pro/Contra Clinton UND Pro/Contra Trump. Nur weil Sie einen krit. Artikel geschrieben haben, sehe ich mein Argument noch nicht als entkräftet. Mir fehlen hier die ganzen Neugikeiten über Wikileaks und die Clinton Skandale (Wo täglich und die letzte Zeit stündlich) etwas neues aufgedeckt wird. (Was eben auch Polls beeinflussen wird). Leider wird hier eben nichts darüber berichtet und ich war eine Zeit lang gewillt FMW als Hauptquelle für Nachrichten zu nutzen (Ja ich nutze die Seite schon etwas länger) aber vermisse das ganze Spektrum an Nachrichten. Klar es geht mal etwas unter oder man will auch nicht zu oft über etwas berichten aber wenn Sie keine Balance finden, werden Sie früher oder später Leser verlieren. Politische Themen können auch neutral behandelt werden, auch wenn es bestimmt nicht für jeden einfach ist. Ich mache mir nur die Mühe hier zu schreiben, weil ich FMW im Grunde sehr gut finde und die Hoffnung nicht aufgegeben habe, dass man es hier schafft eine umfassende, faire und objektive Berichterstattung zu finden. Zerohedge ist als Beispiel hoch informativ aber auf Dauer zu konservativ/rechts eingestellt und deckt somit auch nicht das ganze Spektrum an interessanten News ab. FMW sollte nicht das gleiche passieren mit einer anderen polit. Agenda.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            19. Oktober 2016 18:34 at 18:34

            @Nobbi, wir sind in der Summe Clinton-skeptisch, aber sie ist das geringe Übel – und dieser Artikel eines Amerikaners zeigt klar wie selten, wieso das so ist bzw. was Trump als Phänomen bedeutet:

            http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-wie-donald-trump-amerikas-mythos-zerstoert-a-1117339.html

  5. Avatar

    rinzai

    19. Oktober 2016 15:05 at 15:05

    rasmussenreport von heute mal anschauen: 42/42. herr fugmann es gibt nicht nur cnn. aber wenn Sie’s unbedingt noch exremer haben wollen, dann gleich ab zu nate silver.

  6. Avatar

    Boreas

    19. Oktober 2016 15:40 at 15:40

    Bin kein Trump-Fan, aber: Sex, Lies and Fraud – in dieser Gemengelage brennen noch einige kapitale Lunten lichterloh, die die Clinton -Campagne mit ihren lächerlichen Sex-Vorwürfen nieder zu „Trumpeln“ versucht. „Game over“ ja, nur wessen Game? Das „Game“ der Demokraten riecht erheblich penetranter, z.B. WS-Unterstützung, Schmusekurs mit MS-Medien, Wahlbetrug ggü. Sanders, Manipulation von Wählerverzeichnissen…

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    N.Ritter

    19. Oktober 2016 16:45 at 16:45

    Begraben muss Trump seine Kampagne sicher noch nicht, es gibt auch Umfragen, die ihn gleichauf mit Clinton sehen und in den sozialen Medien scheint er auch noch einen Vorsprung zu haben.
    Wenn es ihm heute gelingt, die ganzen neuen wikileaks-Veröffentlichungen zu thematisieren, kann sich da schon noch einiges bewegen.

  8. Avatar

    joah

    19. Oktober 2016 17:27 at 17:27

    Solange die Leute nicht verstehen, dass die ganze dort gebotene Show von vorn bis hinten sehr übel riecht, lohnt es sich nicht darüber zu debattieren – und von hier aus schon mal gar nicht, denn es ist nicht unsere Wahl.

  9. Avatar

    Andreas

    19. Oktober 2016 18:49 at 18:49

    Das ist ja super: Quellenangabe des Fotos, aber keine der Umfrage. *die neueste Umfrage* ist keine Quellenangabe. Sollte sie von CNN sein, dann wäre ja alles klar. Könnte es sein, dass die Umfragen derart publiziert werden, um die allenfalls folgende Wahlfälschung vorzubereiten?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      19. Oktober 2016 18:59 at 18:59

      @Andreas, ist nicht CNN, sondern Bloomberg..

      • Avatar

        Nobbi

        19. Oktober 2016 19:15 at 19:15

        Da ich nicht mehr antworten kann auf Ihren Kommentar. Ein Auszug aus Ihrem Link.
        „Einer der großen Schockmomente des bisherigen Präsidentschaftswahlkampfs ist die Erkenntnis, dass der amerikanische Gründungsmythos und die amerikanische Demokratie nicht so robust sind, wie wir dachten. Donald Trump droht beides zu zerstören.

        Dabei ist er lediglich eine äußerst groteske Manifestation der wachsenden Verachtung der Demokratie, die in den vergangenen Jahren auf dem rechten Flügel Amerikas entstanden ist.“

        Wer ist nach dem Video unter Verdacht die Wahl zu manipulieren und damit die Demokratie ad absurdum zu führen? Aber ist sowieso nichts neues das die USA eine Oligarchie ist und alle die eine Änderung des Systems wollen, werden zum verlieren gebracht.. siehe Sanders.. Drittparteien sind sowieso unbedeutend. Clinton zu unterstützen bedeutet SICHER die Eliten zu unterstützen und es denen zu ermöglichen die USA und dadurch die Welt weiter ausbeuten zu lassen. Trump ist hingegen eine Wildcard und es besteht zumindest die Hoffnung auf Besserung des Systems. Da es einen erheblichen Widerstand auch innerhalb der Republikaner gibt.. lässt positiv aufhorchen.

  10. Avatar

    sabine

    19. Oktober 2016 22:14 at 22:14

    Meiner Meinung nach ist die überwiegende Mehrheit der Massen-Presse schlecht. Dazu gehört zentral der Spiegel. Ich war in einem Internat, mein Geschichtslehrer – Leistungskurs war Marxist und Spiegelleser (bzw. -Fan). Aber einmal kam er in den Unterricht, knallte uns den Spiegel auf den Tisch und hat sich furchtbar aufgeregt. Es war ein Artikel über das Internat, alles gelogen, alles. Die Lehrer würden indirekt vom Staat durch Beihilfen Lohnzuschüsse bekommen (Die Lehrerlöhne waren dagegen über 10 Jahre gleich geblieben), die Noten der Reichen würden damit geschönt, usw. Es war einfach der ganze Artikel gelogen, es „klang“ aber schlüssig, das ist das Problem.
    Ein Freund, Chefredakteur einer Zeitung, wurde in seinem „Team“ extrem angefeindet, weil er bei der Causa „Bischof Mixa“ bei den Tatsachen blieb und ihn nicht in die Pfanne gehauen hat. (Er hatte ihn aber auch nicht gelobt! Nur einfach „zu wenig“ kritisiert. Zu moderater Ton.)
    Diese ganzen Sachen (Paris Aufmarsch der Politiker bei „Je suis Charlie“), das Oktoberattentat usw. macht halt viele extrem mißtrauisch. Leider manchmal zu unrecht.
    Z.B. hier. Herr Fugmann schreibt, was er denkt und weiß. Er wird sicher von keiner Ecke her bezahlt und will auch keine Bestechung. Das merkt man! Aber er sollte nicht beleidigt sein, wenn jemand ihm mißtraut. Auch ich finde, daß Trump hier „automatisch“ schlecht wegkommt, wie auch der Brexit. Aber ich denke, daß ist die Einschätzung von FMW, und sie haben wenigstens eine Meinung.
    Mir ist extrem wichtig die Auswahl der Argumente. Es muß um die Sache gehen, und nicht um irgendwelche emotionale Nichtigkeiten, um nur Stimmung zu machen.

  11. Avatar

    Mulinski

    19. Oktober 2016 23:29 at 23:29

    Wer will schon Illery? Gewiss, die deutschen Medien, allen voran, der Spiegel, dieses moraltriefende, missionierende, selbstgerechte, kulturmarxistische Kampfblatt! Für solche Schmierenblätter ist Trump natürlich das pure Böse, den er scheißt auf ihre heilige politische Korrektheit und nennt die Dinge beim Namen. Illary als Hure der Wallstreet, als Kriegstreiberin, Lügnerin und Heuchlerin ist da natürlich das große Idol.

  12. Avatar

    Trigo

    19. Oktober 2016 23:32 at 23:32

    Hier nun etwas von Rap News zu diesem Thema – – https://youtu.be/sxKcEsT9qLM

    Wobei der Nazivergleich Blödsinn ist, wie ich finde!

  13. Avatar

    Nobbi

    20. Oktober 2016 02:06 at 02:06

    http://www.investors.com/politics/trump-leads-clinton-by-one-point-going-into-debate-in-ibdtipp-tracking-poll/
    nur zum Thema Game over…. je nachdem welche Polls man für zutreffender hält.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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