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Gar nicht mehr so unrealistisch: So kann es was werden mit iPhones „Made in USA“

Donald Trump tönt und tönt. Buy American, hire American. Kaufe amerikanisch, stelle nur Amerikaner ein. Und gefälligst sollten US-Produzenten, die in den USA ihre Produkte verkaufen, die Produktion dafür…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Donald Trump tönt und tönt. Buy American, hire American. Kaufe amerikanisch, stelle nur Amerikaner ein. Und gefälligst sollten US-Produzenten, die in den USA ihre Produkte verkaufen, die Produktion dafür aus Asien und Mexiko in die USA zurückholen. Jedes Mal ist damit zu aller erst Apple gemeint. 100% seiner Produktion findet in Asien statt. Der Haus- und Hoflieferant (Auftragsfertiger) für Apple wie auch für fast alle anderen großen Konzerne ist Foxconn. Alleine in diese Firma beschäftigt weltweit mehr als 1 Million Menschen. Aber wohl nicht mehr lange. Die Zahl dürfte sehr schnell rapide schrumpfen!

Automatisierung ist das Stichwort. Der eigentlich nach außen verschlossene Konzern macht durch ein Interview des Firmenmanagers für Automatisierung klar, dass die großen Produktionslinien, die bisher auch bei einfachsten Arbeitsschritten fast nur mit Menschen besetzt waren, komplett durch selbst hergestellte Roboter ersetzt werden sollen. Übrig bleiben soll nur noch Wartungspersonal für die Roboter und Logistiker. Die Automatisierung laufe in drei großen Schritten ab. Die Werke in verschiedenen Landesteilen habe man teilweise gerade in die zweite oder sogar schon dritte Phase dieses Prozesses gebracht.

Dass dieser Prozess tatsächlich voll in Gange ist, zeigte in 2016 ein öffentlich gewordener Vorgang, wo die Firma in einem einzigen Werk die Mitarbeiterzahl aufgrund von Automatisierung ruckartig von 110.000 auf 50.000 Mitarbeiter reduzierte. Nach dem aktuellen Statement habe man 40.000 sogenannte Foxbots bereits selbst hergestellt, die in den eigenen Werken zum Einsatz kommen. 10.000 davon könne man pro Jahr selbst herstellen. Wenn man im eigenen Haus wohl eher einfache Roboter herstellt, die für einfache Arbeitsschritte vorgesehen sind, könnte das als Tragikkomödie bedeuten: Die Foxconn-Mitarbeiter, die gerade jetzt einfache Arbeitsroboter zusammenschrauben, sägen damit gerade an ihren eigenen Arbeitsplätzen.

Trump

Was hat das mit Donald Trump zu tun? Es gab jüngst schon Aussagen von Foxconn, dass man prüfen wolle, in wie weit man Teile der Produktion in die USA verlagern könne. Es ist offensichtlich, dass diese Aussage unter einem gewissen politischen Druck gemacht wurde, weil deftige Importzölle anstehen für Waren, die in die USA eingeführt werden sollen. Und mit einer vollautomatisierten Produktion in den USA könnten Foxconn und Apple einerseits Importzölle vermeiden. Und andererseits könnte man auf der Kostenseite hohe Personalkosten vermeiden, die für zehntausende Fließbandarbeiter in den USA entstanden wären. Damit könnte Apple seien gigantischen Gewinnspannen aufrecht erhalten, und Foxconn könnte ebenfalls weiterhin eine Gewinnspanne erwirtschaften.

Auch könnten beide sagen „schauen Sie Mr. President, wir haben die Produktion zurück in die USA geholt“. Gut, aus beispielsweise angedachten 100.000 neuen Jobs am Fließband werden dann vielleicht nur 200 Jobs für Roboteringenieure und Programmierer, die alles am Laufen halten, aber egal. Dann haben weder die „einfachen chinesischen Arbeiter“ noch die „einfachen US-Arbeiter“ etwas von der Produktionsverlagerung zurück in die USA. Einen Job erhalten dann lediglich Ingenieure, die sonst eh einen gut bezahlten Job im Silicon Valley gefunden hätten. Aber ja, was wäre die Alternative? Weltweit zwangsweise angeordnete Nicht-Automatisierung?

Und wenn ein Land sich nicht daran hält, die Produkte aus diesen Länder boykottieren? Wir sind ja eh gerade alle voll auf dem Protektionismus-Trip! Letzte Frage, deren Antwort wir ebenfalls nicht kennen: Wohin mit den Arbeitern, die durch Roboter ersetzt wurden? Denn gerade diese Tätigkeiten waren oft einfachste Arbeitsschritte. Da gibt es jetzt nicht 1 Million hochqualifizierte Arbeitslose. China hat vermeintlich schon eine Antwort gefunden. Das Land soll (Vorbild USA?) Richtung Dienstleistungen umgestellt werden. Klar, denn mit vielen einfachen Dienstleistungsjobs kann man viele Arbeiter versorgen, die bisher einfache Jobs am Fließband gemacht haben.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    gerd

    2. Januar 2017 18:29 at 18:29

    Vielleicht ist Trump ja so schlau und belegt auch die Roboter-Outputs mit Sozialabgaben (Maschinensteuer) – und nicht nur die Arbeitseinkommen.

    Damit wäre schon mal einerseits viel gewonnen (an Einnahmen) und andererseits wären die Roboter nicht mehr so sehr krass mit einem himmelweiten Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren menschlichen Kollegen ausgestattet.

    • Avatar

      tomasz

      2. Januar 2017 19:43 at 19:43

      durchaus sinnvoller kommentar. finde es sowieso himmelschreiend, warum wir heute noch mit sozialsystemen aus dem 19. jahrhundert arbeiten, als es schier undenkbar war, dass menschliche arbeit einfach nicht gebraucht wird um zu produzieren. lohn verteuern durch sozialabgaben ist einfach nur gesellschaftsschädlich. die unternehmen, die noch leute einstellen wollen, werden geradezu dadurch verprellt, weil es billiger ist, automatisiert zu arbeiten. für abschaffung der sozialabgaben, für erhöhung der mehrwertsteuer um dadurch die sozialkassen zu füllen. dann herrscht endlich waffengleichheit an der wertschöpfungsfront

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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