Märkte

Gaspreis steigt weiter an – mittlerweile im Bereich der „Nachfragezerstörung“

Gas-Flamme auf Herd

Der Gaspreis am Terminmarkt klettert immer weiter hoch, was für die Endverbraucher in den nächsten Monaten weiter steigende Preise bedeutet. Wir berichteten bereits über die „Glanzleistung“ unserer neuen Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, die offenbar aus politischen Gründen (offiziell wegen EU-Regularien) die Gas-Pipeline Nord Stream 2 erstmal nicht zulassen will. Diese Aussage stammte vom Wochenende. Seitdem hat der europäische Gaspreis Dutch TTF (Terminkontrakt für Januar-Lieferung) von 105 Euro auf aktuell 128,09 Euro zugelegt.

Laut dem Experten James Huckstepp hat der europäische Gaspreis mit seinem starken Anstieg den „Rest des globalen Energierohstoffkomplexes“ inzwischen weit hinter sich gelassen. Das Potenzial für die Substitution von Brennstoffen sollte seiner Meinung nach jetzt bereits vorhanden sein, und daher bewege sich der Dutch TTF-Preis im Bereich der „Nachfragezerstörung“. Damit meint er, dass Gas so teuer wird, dass sich immer mehr Abnehmer nach alternativen Brennstoffen oder Energiequellen umsehen, für die man weniger bezahlen muss. Findet man Alternativen, würden die Anbieter von Gas Kundschaft verlieren – wegen zu hoher, nicht mehr tragbarer Preise.

„Natural Gas World“ berichtet heute, dass laut „Gas Infrastructure Europe“ die Gasspeicher in der EU und in Großbritannien seit gestern von 62,4 Prozent auf 61,9 Prozent Füllstand gesunken sind. 0,5 Prozentpunkte weniger, das hört sich nicht nach viel an. Aber wir reden hier über die Veränderung binnen 24 Stunden! Aktuell scheint keine Erholung im Gaspreis in Sicht zu sein bei dieser Gemengelage aus niedrigen Füllständen in den Speichern, zu wenig Gas-Durchleitung aus Russland, und einer neuen deutschen Bundesregierung, die Nord Stream 2 nicht genehmigen möchte.

Chart zeigt seit dem 20. September den Kursverlauf im Dutch TTF-Gaspreis TradingView Chart zeigt seit dem 20. September den Kursverlauf im Dutch TTF-Gaspreis.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

8 Kommentare

  1. Einfach wahnsinn…

  2. Leute, zieht euch dicke Pullover an! Das ist die einzige Möglichkeit Putin die Stirn zu bieten!

    Zum Glück fängt da wo ich lebe gerade der Sommer an. ;-)

  3. Hier noch mehr zum Hintergrund

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/eu-gipfel-scholz-wegen-nord-stream-2-unter-druck-17685858.html

    Ich habe den Eindruck, in Berlin / Brüssel / Washington glauben sie tatsächlich, Putin irgendwie austricksen zu können.

  4. Putin sollte Merkel den höchsten Orden verleihen, denn durch die jahrelangen Sanktionen hat Russland eine gigantische Agrarwirtschaft aufbauen müssen/können und ist sogar Weltmeister in der Weizenproduktion geworden.
    Wer Märkte verlieren will, der sanktioniert.
    Macht mal nur weiter so.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  5. Helmut ,ganz gut, ich kann mich erinnern, dass ein Grund für den Zerfall der Sowjetunion war, dass sie von Weizenimporten aus den USA abhängig waren.Jetzt hat der Wind gekehrt und die naiven EU Segler sollten es bald merken. Ohne Energie geht gar nichts mehr, und die EU sollte sich endlich vom US Rockzipfel lösen und mit den zukünftigen Weltmächten Russland- China eine Zweckheirat eingehen.Vielleicht ist die Baerbock/ Böckin in dem Sinne gut, weil sie wie ein Elefant/in im Porzellanladen schnell soviel Schaden anrichtet dass sie bald ausgebockt hat. Wenn man denkt welche Auswirkungen die Impfsache hat, ( Drohungen) möchte man nicht daran denken was weiter steigende Energiepreise im ärmeren Volksteil für Auswirkungen haben könnte.

    1. Der Sanktionierte sucht nach Auswegen; baut die Dinge selber oder sucht sich andere Partner.
      Diejenigen die die Sanktionen verhängen, sind in jedem Fall die Gelackmeierten, denn sie verlieren immer, nämlich den Absatz.

    2. Im Arsenal der Frauen findet man den emotionalen Terror der Kampfzicken. Der schaffte es jüngst bis in die UNO, sogar mit Schluchzer, aber dort blieb er zunächst einmal ein one-hit-wonder. Auch beliebt ist die kurze, schnippische Bemerkung. Das kann Frau Baerbock. Sie trumpelt nicht mit wüsten Beschimpfungen und sie keift und schluchzt auch nicht.

  6. Die Russen sind nicht blöd, die bekommen ihre North Stream 2 Leitung schon frei, spätestens Anfang Februar.
    Mit Wettermanipulation wird es ein ungewöhnlich kalter Winter der die Gasvorräte schmelzen lässt und dann wenn wir mit dem Arsch zur Wand stehen wird die Leitung aufgemacht und der Russe diktiert uns was ER will in der Ukraine.Politsches geplänkel. Zieht euch warm an.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage