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Anstieg im Gaspreis eskaliert – 60 Prozent Anstieg in 12 Tagen

Gas-Flamme auf einem Herd

Der Gaspreis am Terminmarkt steigt immer stärker an. Die Lage eskaliert regelrecht. Der entscheidende Großhandelspreis im Dutch TTF Kontrakt für die Januar-Lieferung notiert heute früh bei unglaublichen 160 Euro, nach gerade mal 100 Euro am 9. Dezember! Die Verbraucherrechnungen für Gas explodieren, Lieferungen aus Russland sind rückläufig, Lagerbestände schwinden. Dieses Szenario scheint sich zu verstärken, und es wird am Terminmarkt in Form stark steigender Preise abgebildet.

Ideale Gemengelage für kräftig steigenden Gaspreis

Aktuelle Berichte zeigen, dass Gazprom für den heutigen Dienstag keine Transitkapazität für Exporte über die Jamal-Europa-Pipeline gebucht hat. Da sich Russland mitten in einer Kältewelle befindet, zieht es der Kreml wohl weiterhin vor sein Gas für den heimischen Bedarf zurückzuhalten. Aktuell soll sogar Gas von Deutschland zurück nach Polen gepumpt werden. Gleichzeitig sinken die Temperaturvorhersagen in Europa derzeit unter Null Grad. Dies ist eine ideale Gemengelage für einen weiter ansteigenden Gaspreis am Terminmarkt. Die russischen Gasflüsse über die Jamal-Europa-Pipeline werden aktuell offenbar ganz gestoppt – sie sind laut Daten der Messstation Mallnow (polnisch-deutsche Grenze) heute Morgen auf Null gesunken. Das Dutch TTF-Gas steigt daher auf die erwähnten 160 Euro pro Megawattstunde. Im folgenden TradingView Chart sehen wir die Gesamtdimension des Preisanstiegs in den letzten 12 Monaten (noch mit Schlusskurs gestern Abend).

Chart zeigt Kursverlauf im Dutch TTF Gaspreis seit Dezember 2020

Experte mit Vorschau auf nächstes Jahr

Der Gaspreis Dutch TTF schloss gestern mit dem höchsten jemals erreichten Abrechnungspreis von 146,90 Euro – nur mal so nebenbei erwähnt! Laut dem Experten Javier Blas sei für die Verbraucher vielleicht die Tatsache noch viel schlimmer, dass der Terminmarkt-Gaspreis für Januar 2023 gestern auf mehr als 90 Euro pro Megawattstunde gestiegen ist. Der Markt signalisiere damit also, dass der nächste Winter eine Wiederholung des aktuellen Winters sein könnte. Der Markt geht seiner Meinung nach davon aus, dass die europäischen Gasvorräte am Ende dieses Winters extrem niedrig sein werden, und dass im Laufe des Sommers nicht mehr viel Gas aus Russland kommen wird, um die Vorräte vor dem Winter 2022-23 wieder aufzustocken.



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1 Kommentar

  1. Und wenn nun zur Jahreswende 3 Atomkraftwerke und etliche Kohlekraftwerke abgestellt werden, die nur durch Gaskraftwerke ersetzt werden könnten, dann wird man keinen Taschenrechner benötigen um sich auszurechnen, was dann los sein wird.
    Das ist die Menschenverachtung, mit der die neue deutsche Bundesregierung den Hass gegen Russland schüren wird, obwohl N2 schon unter Druck steht.
    Alles erhält wegen Corona Sondergenehmigungen. Die Firmen dürfen Konkursbetrug begehen, die Banken Bilanzfälschungen, Impfstoffe erhalten Sonderzulassungen usw., usw.
    Nur bei N2 beharrt man auf eine Firmenaufteilung.
    Ihr habt Wahnsinnige gewählt.
    Die Grünen werden wieder einen Krieg anfangen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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