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Gaspreis am Terminmarkt springt hoch – offenbar weniger Gas aus Russland

Gas-Flamme auf einem Herd

Der Gaspreis am europäischen Terminmarkt zeigt heute einen Sprung nach oben. Der maßgebliche Kontrakt (Dutch TTF) konnte sich zuletzt eigentlich etwas nach unten erholen. Denn erst letzten Mittwoch sagte Vladimir Putin, dass Russland so viel Gas liefern werde, wie Europa benötige. Das sorgte für Erleichterung, denn seit Wochen gibt es Ängste, dass im Winter Gas in Europa ein knappes Gut sein könnte.

Heute nun springt der Gaspreis Dutch TTF kräftig nach oben, von heute früh 83 Euro auf 107,77 Euro in der Spitze um 12:30 Uhr. Aktuell sehen wir einen Preis von 100,51 Euro. Der Energie-Experte Stephen Stapczynski sieht den Grund hierfür in offenbar reduzierten Gaslieferungen von Russland Richtung Europa. Nur ein Bruchteil der Kapazität über den deutschen Gas-Umschlagplatz Mallnow sei gebucht worden, und zusätzliche Kapazität über die Ukraine sei nicht zugeteilt worden. Der Markt aber habe auf mehr russisches Gas vor Beginn des Winters gehofft.

Laut Aussage des russischen Gas-Anbieters Novatek haben die europäischen Abnehmer aber auch nicht um höhere Gaslieferungen gebeten, auch nicht im Rahmen langfristiger Verträge, so CEO Mikhelson. 80 Prozent der Spot-Lieferungen des Unternehmens würden in die asiatisch-pazifische Region gehen.

Aktuelle Daten von Gazprom zeigen laut Holger Zschaepitz, dass Exporte Anfang Oktober rückläufig waren.



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