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Preis fällt auf Niveau kurz vor Ukraine-Krieg Gaspreis crasht weiter – warmes Wetter!

Gaspreis crasht Wetter

Der Gaspreis in Europa ist weiter im Sinkflug, nachdem er in der letzten Woche bereits um 30% eingebrochen war – Auslöser ist das für diese Jahreszeit sehr milde Wetter. Ein Absturz von 30% in nur wenigen Tagen würden an den Aktienmärkten als „Crash“ gelten – mittlerweile ist der Gaspreis in etwa da, wo er kurz vor dem Ukraine-Krieg gewesen war.

Gaspreis fällt – sehr mildes Wetter

Da angesichts des milden Wetters die Gas-Nachfrage niedrig bleibt, steigen in Deutschland die Füllstände der Gasspeicher seit dem 21. Dezember kontinuierich wieder an auf nun 88,2%.

Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, zeigt sich in einem heutigen Tweet zufrieden mit der aktuellen Entwicklung:

„Deutschland speichert seit fünf Tagen wieder Gas ein. Das milde Wetter damit niedrigere Verbräuche, mehr Windenergie damit weniger Gasverstromung & geringere Exporte nach Frankreich haben uns geholfen. Gut gefüllte Gasspeicher bedeuten Versorgungssicherheit für 2023 (& 23/24)“.

Bloomberg berichtet dazu: Der europäischen Gaspreis sind am Dienstag weiter gesunken, da das milde Wetter zum Jahresende die Sorgen um das Angebot verringert und die Lagerbestände erhöht hat.

Der niederländische Gaspreis für den ersten Monat fiel um bis zu 3,6%, nachdem er bereits in der vergangenen Woche stark gefallen war, weil die Temperaturen in Nordwesteuropa bis weit ins neue Jahr hinein über der Norm liegen dürften. Die warmen Temperaturen reduzieren die Gas-Nachfrage und bringen so den Gaspreis unter Druck.

Das reichliche Angebot an verflüssigtem Erdgas, überdurchschnittlich hohe Lagerbestände und eine typische Abschwächung der industriellen Nachfrage zum Jahresende drücken ebenfalls auf die Benchmark für die Region.

Gaspreis crasht Wetter

Gaspreis mit starkem Preisrückgang: Der europäischer Referenzwert für Gas hat sich aufgrund des milden Wetters entspannt

Die Füllstände europäischer Gasspeicher sind am Weihnachts-Wochenende von 82,9 % auf 83,1 % gestiegen – das milde Wetter ermöglicht es vielen Ländern, die überschüssigen Mengen zu lagern.

Niedrigere europäische Futures tragen auch dazu bei, den Druck auf die asiatischen Flüssiggaspreise zu verringern – allerdings könnte die  schnellen Öffnungsmaßnahmen Chinas die Nachfrage bald wieder steigern und so den Gaspreis zumindest stabilisieren. Unterdessen achten Gas-Händler sehr genau auf mögliche Anzeichen einer Unterbrechung der LNG-Lieferungen aus den USA, Europas wichtigstem Lieferanten, nachdem ein heftiger Wintersturm Teile des Landes heimgesucht hat.

Niederländisches Frontmonatsgas fiel um 10:38 Uhr in Amsterdam um 0,8% auf 82,34 € pro Megawattstunde. In der vergangenen Woche war der Preis um fast 30% eingebrochen, einer der größten Rückgänge der letzten Jahre.

FMW/Bloomberg

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