Gas

Auffüllen der Speicher vor Heizperiode wird verschlafen Gaspreis könnte laut Top-Experten über 100 Euro pro Megawattstunde steigen

Europa begibt sich in eine absehbare Gas-Knappheit. Top-Experten sehen einen Gaspreis über 100 Euro pro Megawattstunde im Anflug.

Gasleitungen. Foto: Bloomberg

Der europäische Gaspreis am Terminmarkt könnte im Winter auf 100 Euro je Megawattstunde ansteigen (aktuell 73 Euro), so sagen es aktuell führende Experten für den globalen Gasmarkt. Europa scheint zu schlafen. Man hofft auf das Beste, und glaubt an einen kurzen und warmen Winter? So muss man es schon fast spöttisch ausdrücken!


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Gaspreis 100 Euro? Knappheit in Europa

Gestern hatten wir bereits berichtet über die stark steigenden Preise und viel zu leeren Gasspeicher in Europa, besonders in Deutschland. Und es geht auch um ein Dilemma. Hohe Gaspreise halten Speicher-Betreiber davon ab jetzt zu kaufen. Andererseits könnten weiter steigende Gaspreise es ermöglichen, dass überhaupt genug Gasangebot nach Europa kommt, weil Asien als starker Konkurrenzkäufer um Gasmengen buhlt.

Einspeicher-Bedarf

Nach Berechnungen von Bloomberg benötigt Europa noch immer über 100 Terawattstunden Gas im Wert von mehr als 7 Milliarden Euro zu aktuellen Preisen, um selbst ihr niedrigstes Speicherziel von 75 % zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, wäre ein Einspeisetempo erforderlich, wie es zu diesem späten Zeitpunkt der Saison seit der Energiekrise 2022 nicht mehr zu beobachten war, und es besteht die Gefahr, dass die Winterpreise über 100 Euro pro Megawattstunde steigen, so sagen es Goldman Sachs, Rystad Energy und Morningstar. „Das Potenzial für einen globalen ‚Kampf um Brennstoffe‘ ist gegeben, insbesondere in einem kälteren Winter“, sagte Go Katayama, Principal Insight Analyst für LNG beim Marktforschungsunternehmen Kpler.

Iran-Krieg verzerrt Markt


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Die Länder der Europäischen Union hatten nach der letzten Gaskrise beschlossen, jedes Jahr umfangreiche Puffer aufzubauen, um sich vor künftigen Schocks zu schützen, während sie sich von russischen Pipeline-Lieferungen abwandten. Doch der Krieg im Iran hat den Gaspreis in die Höhe getrieben und die Bevorratung unwirtschaftlich gemacht, sodass einige Länder, insbesondere Deutschland, Schwierigkeiten haben, selbst die kürzlich gelockerten Speicherziele zu erreichen. Regierungen und Energieversorger haben mit dem Kauf gewartet, in der Hoffnung, dass sich die LNG-Lieferungen erholen und die Preise rechtzeitig vor dem Winter sinken, um die Speicher wieder aufzufüllen.

Das ist nicht geschehen. Die Lieferungen aus dem Persischen Golf sind nach wie vor fast zum Erliegen gekommen, da der Krieg keine Anzeichen eines Endes zeigt und LNG-Tanker weitaus weniger Fahrten durch die Straße von Hormus unternehmen als Öltanker. Der Gaspreis ist mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr, und sollten die Lieferunterbrechungen den ganzen Winter über anhalten, muss Europa möglicherweise noch mehr bezahlen, um sicherzustellen, dass die knappen Ladungen ankommen.

Gasspeicher in Europa sind zu leer

Ein Risiko besteht darin, dass Europa ärmere Länder wie Pakistan und Bangladesch erneut aus dem Markt drängt, was zu einer Wiederholung der Stromausfälle und Betriebsunterbrechungen in Fabriken während der Krise von 2022 führen könnte. Damals zogen die in die Höhe schießenden europäischen Preise LNG-Ladungen aus preisempfindlicheren Märkten ab und zwangen einige Abnehmer dazu, Importe einzuschränken und Energie zu rationieren.

Nur wenige rechnen mit einer physischen Verknappung in Europa, da man sich Gas leisten kann – ein zunehmend wichtiger Sicherheitsmechanismus angesichts des Rückgangs der Kohle- und Kernkraftkapazitäten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Europa immun gegen wirtschaftliche Einbußen durch höhere Energiepreise wäre. Anleiheinvestoren haben bereits Alarm geschlagen und warnen, dass ein steigender Gaspreis die Inflation wieder anheizen und die Zentralbanken dazu zwingen wird, die Zinsen aggressiver anzuheben, als es die Märkte erwarten.

Daniel Karl, leitender Ökonom bei Oxford Economics, sagt, dass Modelle auf eine Inflationsrate von über 6 % hindeuten – etwa das Doppelte des aktuellen Niveaus –, was einen „schmerzhaften Winter sowohl für Verbraucher als auch für die Industrie bedeuten würde, mit uneinheitlichen fiskalischen Reaktionen in den EU-Mitgliedstaaten aufgrund unterschiedlicher fiskalischer Kapazitäten“.

Faktor Wetter

Viel hängt vom Wetter ab. El Niño könnte Europa einen milden, stürmischen Winterbeginn bescheren, obwohl spätere Kälteeinbrüche die Heiznachfrage schnell in die Höhe treiben könnten. Aggressive chinesische Käufe, Ausfälle beim wichtigsten Pipeline-Lieferanten Norwegen oder ein später Hurrikan in den USA könnten den Markt weiter verknappen.

„Es ist durchaus denkbar, dass der europäische Gaspreis TTF in die Höhe getrieben wird, nur um die globalen Ströme wieder ins Gleichgewicht zu bringen und jegliche asiatische Nachfrage durch hohe Preise auszuschalten“, sagte James O’Brien, Leiter des LNG-Bereichs bei D.Trading, einer Tochtergesellschaft des ukrainischen privaten Energieunternehmens DTEK.

Der Wettbewerb für diesen Winter hat sich bereits verschärft. Indien hat sich beeilt, die ausgefallenen Lieferungen aus Katar zu ersetzen, wobei die Importe im August auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren gestiegen sind. Auch Taiwan und Thailand suchen nach Lieferungen, und Südkorea sichert sich Lieferungen für den Winter.

Selbst wenn die Straße von Hormus bald wieder geöffnet würde, bliebe der LNG-Markt laut David Lewis, Senior-Analyst für Gas und LNG bei Wood Mackenzie, weiterhin angespannt. Katar – normalerweise der zweitgrößte Exporteur der Welt – würde etwa 12 Wochen benötigen, um die LNG-Produktion wieder vollständig in Gang zu bringen, wobei zwei durch iranische Angriffe beschädigte Anlagen nicht berücksichtigt seien, so Lewis.

„Weitere Preisanstiege im Vorfeld des Winters sind sehr wahrscheinlich“, sagte Udayan Bhattacharya, Chefhändler bei Global Risk Management. „Im Falle eines Szenarios, in dem die Meerenge ‚länger geschlossen‘ bleibt, dürfte Katar vor dem Winter kaum Entlastung bringen – und vielleicht auch nicht einmal während des Winters selbst.“

Unterschiedliche Wege

Selbst innerhalb Europas variiert die Vorbereitung auf solche Herausforderungen. Italien hat seine Speicher zu etwa 83 % gefüllt, nachdem der Staat Anreize zur Bevorratung geschaffen hatte, während die deutschen Speicher – die größten des Kontinents – nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt sind. Die niedrigen deutschen Lagerbestände könnten das Land dazu zwingen, die Winterimporte zu erhöhen, was den Wettbewerb innerhalb Europas verschärfen würde, während die Lagerbestände auch in den Niederlanden und Belgien, wichtigen Handelsknotenpunkten, die benachbarte Märkte versorgen, ungewöhnlich niedrig sind.

Eine weitere Herausforderung könnte sich im Januar ergeben, wenn durch ein EU-Verbot für russisches LNG Lieferungen wegfallen, die etwa 5 % des Gasbedarfs der Union ausmachen. Einige Händler sehen eine mögliche Verzögerung, obwohl Brüssel dies wiederholt ausgeschlossen hat. Es gibt einige Anzeichen dafür, dass ein höherer Gaspreis in Europa allmählich dabei hilft, Lieferungen anzuziehen. Die chinesischen LNG-Importe sind im August gegenüber dem Vorjahr stark zurückgegangen, während einige Unternehmen laut Maggie Xueting Lin, Analystin bei Citigroup Inc., erwägen, Winterlieferungen weiterzuverkaufen oder US-Ladungen nach Europa anzubieten.

Doch die Kontraktpreise müssen möglicherweise noch weiter steigen, sollte Europa beschließen, dass es mehr Bedarf hat. „Auf dem Markt sollte Dringlichkeit herrschen, die europäischen Speicher zu füllen“, sagte Martijn Rats, globaler Rohstoffstratege und Leiter der europäischen Energieforschung bei Morgan Stanley. „Aber diese Dringlichkeit ist kaum zu spüren; die Region zieht nicht genug LNG an, und bei den aktuellen Preisen ist es unwahrscheinlich, dass sich daran etwas ändern wird.“

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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14 Kommentare

  1. Eine wirkliche Regierung – nicht unser Chaos-Kasperltheater genannt Bundesregierung – hätte schon längst Vorsorge getroffen und das Fracking bei uns sowie Gasförderung in der Nordsee genehmigt. Die Gaspreise für Haushalte und Industrie würden damit erheblich entlastet. Geheuchelt wird verbal das Soziale, gemacht wird das Gegenteil. Anderseits könnte Frau Reiche ein Gasnotlage provozieren, dass endlich wirtschaftlich gehandelt wird, ein paar Klapse auf die Hinterköpfe der rotgrünen Mandarine könnte deren Nervenleitgeschwindigkeit beschleunigen.

    1. @Dagoberti
      Sie sind also der Ansicht, dass reine Genehmigungen für Fracking-Maßnahmen, die dann in 10 bis 15 Jahren vielleicht einmal zu nennenswerter Gasförderung führen könnten, den Gaspreis bereits heute erheblich senken würden? Oder dass deutsche Energieunternehmen aus altruistischen Gründen auf den Weltmerktpreis verzichten und einen rein deutschen Freundschaftpreis verlangen würden?

      Im Übrigen wurde das grenzübergreifende Gasfeld vor Borkum längst genehmigt und erschlossen. Die Förderung läuft bereits seit einiger Zeit, das Unternehmen ONE-Dyas hat weitere Bohrungen durchgeführt, um die Produktion zu steigern.
      https://www.gemsnordsee.de/lizenzen/
      https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/borkum-zweite-bohrung-erfolgt-mehr-erdgas-wird-gefoerdert-a-4818d561-2fc6-48e4-9063-e540715552b5

      1. Die Industrie erklärte vor Jahren, dass innerhalb eines Jahres nach Genehmigung durch Fracking in Deutschland ca 15-20% des Gasbedarfes gedeckt werden kann. Würde die Förderung in der Nordsee genehmigt, kämen weitere 5-10% dazu. Diese Mengen würden über lange Zeit Sicherheit und eine Senkung der Preise bedeuten. Aber die Deutschen sollen mittels Energie- und Migrationspolitik bewußt und gezielt in die Verarmung getrieben werden.

  2. Hallo @ Dagoberti
    Es soll doch der Endenergieverbrauch bis 2045 (gegenüber 2008) in Deutschland um 45 % gesenkt werden.
    Und auch die etwa 0,08% des CO2, für das Deutschland weltweit verantwortlich ist, sollen eingespart werden.
    Was soll dann ab 2030 oder 2035 mit dem Gas gemacht werden?
    Wer investiert in Gasfelder für etwa 10 Jahre?
    Natürlich geht es mit Deutschland voll gegen die Wand. Und sicherlich auch weit vor 2045.
    Aber, sie wollen es so.
    Die ganze Welt lacht und ich habe schon Popcorn bereit liegen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Hallo Helmut, in Deutschland kracht es schon viel eher.Laut der Wirtschaftsweisen Grimme reicht in 2029 das Geld nur noch für Soziales, Rüstung und Zinsen, die sinkenden realen Steuereinnahmen nicht mitgerechnet. Der Regierung geht das Geld aus, deshalb die Wählerbeschimpfung – mehr und länger zu arbeiten. Dabei werden pro Jahr gut 150 Milliarden E nur für sinnlose ideologische Projekte verpulvert. Die Bevölkerung beginnt zumindest an den Wahlurnen zu rebellieren. Bei Versuchen von sozialen Einsparungen für ethnisch-kulturelle Deutsche werden die Leute auf die Straße gehen.

    2. @Helmut
      Seit Ende der 1990ern geht der Primärenergiebedarf in Deutschland kontinuierlich zurück und trotzdem wuchs die Wirtschaft jedes Jahrim Schnittum etwa1,2%. Deine Aussagen sind also nachweislich mal wieder Blödsinn und zeigt nur, dass du weder von Wirtschaft noch was von der Energie Ahnung hast.

      1. @Stromschlag
        Der Fairness halber muss erwähnt werden, dass @Helmut vom Endenergieverbrauch schreibt – nicht von Primärenergie.
        Was der ausgewanderte Propagandakönig in seiner Fixierung auf die Industrie allerdings seit Jahren verschweigt: Das deutlich größere Einsparpotenzial liegt in der Sektoren Verkehr und Privathaushalte/Gebäude, die zusammen für knapp 60 % des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs verantwortlich sind und in denen seit Jahren kaum echte Effizienzgewinne realisiert wurden.

        Im Verkehr:
        Ein Verbrenner-Pkw benötigt im Schnitt 70 bis 80 kWh Energie (Sprit) auf 100 Kilometern, weil der Großteil als Wärme verpufft. Ein E-Auto schafft dieselbe Strecke mit ca. 20 kWh Strom. Der Nutzenergiebedarf (die Fortbewegung) ist identisch – der Endenergieverbrauch sinkt im System sofort um über 70 %.

        Im Gebäudesektor:
        Beim Tausch von Gas auf Wärmepumpe sinkt der Endenergiebezug typischerweise um rund 80 % – und das bei 100 % Strombezug aus dem Netz. Mit eigenem PV-Strom und ggf. zusätzlicher Solarthermie fällt die Reduktion nochmals deutlich höher aus.

        Genau wie bei seiner irrwitzigen Milchmädchenrechnung zum anthropogenen CO2-Anteil scheinen ihn auch zu diesem Thema die Fakten absolut nicht zu interessieren – oder er versteht sie nicht.

        1. Oha ,die Fakten . Tja ,was sind das den für Fakten?

          VW Golf VII 1.6 TDI BlueMotion (2017) VW e-Golf (2017, 35,8 kWh)
          Nennleistung 85 kW (115 PS) 100 kW (136 PS
          Normverbrauch in kWh38,2 kWh / 100 km (3,9l × 9,8 kWh) 12,7 kWh / 100 km)

          Fahrzeug Realverbrauch je 100 km Angesetzter PreisKosten je 100 km
          ————————————————————
          Golf VII 1.6 TDI (Diesel)4,9 Liter 0,70 EURO /L 3,43 €

          e-Golf (Elektro) 15,8 kWh 0,60 € / kWh 9,48 €

          1. Blöd ist nur ,der Dieselpreis ist 2,40 Euro im Moment. Die 0,70 EURO ist der internationale Dieselpreis ab Herstellerland inklusive Transport und Gewinn ins Verbraucherland. Die Stromkosten können aus Mangelgründen nicht fallen.
          2. Der Vorteil ist auch nicht über 70 % ,denn es gibt verschiedene Aussentemperaturen .
          3. Das Gewicht des E- Golfes muss verdoppelt werden ,weil der Akku nur 1/3 der Reichweite hat.
          Das bedeutet der Verbrauch steigt und ,alles entscheidend ,der CO2 Rucksack bei der Akkuherstellung verdoppelt sich auch fast . Sonst könnte man auch einen Diesel aus Carbonfaser mit 400 kg Leergewicht ins Rennen schicken ,der verbraucht nicht 4,9 sondern nur 2 L / 100km
          4. Und letztlich kommt der Ladestrom fuer das E Auto mindestens zu ca 70% aus fossiler Herstellung

          Der Kostenvorteil dreht sich um: In diesem spezifischen Szenario fährt der Diesel-Golf pro 100 Kilometer um 6,05 € günstiger als der e-Golf.Die Ursache: Obwohl der e-Golf physikalisch dreimal weniger Energie verbraucht (15,8 kWh statt umgerechnet 48 kWh beim Diesel), schlägt der angenommene Strompreis von 0,60 € pro kWh so stark ins Gewicht, dass der hohe Wirkungsgrad des Elektromotors den Preisnachteil pro Energieeinheit nicht mehr ausgleichen kann.

          So und es bleibt dabei .

          Sie verars……..euch immmmmmer…..und überallllll……….

          1. @klempner
            Klasse Nebelkerzen, dichter Pyro-Rauch und absolute Themaverfehlung unter dem Deckmäntelchen (wohl besser: Feigenblatt) angeblicher Fakten:

            1. Was soll der Unsinn mit 0,70 Euro Dieselpreis pro Liter (international ab Herstellerland)? Ist der ebenso willkürlich „angenommen“ wie die 0,60 Euro/kWh, die vielmehr den worst case an der Obergrenze öffentlicher Schnelladesäulen an Autobahnen repräsentieren als einen realistischen Querschnitt?

            2. Mein Beitrag thematisiert nicht Preise bzw. Kosten, sondern den Endenergieverbrauch.

            3. Sie vergleichen zwei Fahrzeuge, deren Leistung sich erheblich unterscheidet. Neben dieser Inkommensurabilität stellt sich außerdem die Frage: Warum wird nur ein Golf Diesel und nicht der Vollständigkeit halber auch ein Benziner für den Vergleich herangezogen?

            4. Laut Ihren eigenen Angaben zum Realverbrauch liegt der Golf VII 1.6 TDI (Diesel) bei 48 kWh/100 km (4,9l × 9,8 kWh), der e-Golf bei 15,8 kWh/100 km. Das mögen unter Ihren Annahmen nicht ganz 70 % weniger Endenergiebezug sein – im Falle eines Benziners lägen wir dafür deutlich darüber.

            5. Aufmerksamen Lesern dürfte sich die Frage stellen, welcher Desinformations-Broschüre Sie die irrwitzige Behauptung entnehmen, dass „letztlich der Ladestrom fuer das E Auto mindestens zu ca 70% aus fossiler Herstellung kommt“. Der reale fossile Anteil im Strommix liegt längst meilenweit darunter – der Anteil von EE Stand heute bei über 64 % für das Jahr 2026.
            Quelle: https://www.energy-charts.info/charts/renewable_share/chart.htm?l=de&c=DE&interval=month&day=m09&month=-1&legendItems=01

            Da Sie auf das zweite große Thema „Gebäudesektor“ mit keiner Silbe eingehen, werte ich Ihr Schweigen dahingehend als volle Zustimmung.

          2. Habsburger Kieferling

            @Jonas Tobsch
            Ich musste mich ebenfalls sofort darüber wundern, warum das Rechengenie nicht analog einen „internationalen Strompreis“ von 15 Cent/kWh aufgerufen hat. Somit vergleicht @klempner nun weit jenseits der Durchschnittspreise den oberen Korridor bei deutschen Ladesäulen mit einem internationalen Dieselpreis, den nur 18 Länder weltweit erreichen.

            Das toppt sogar noch @Helmuts übliche Vergleichskonstrukte und ist wirklich maximal seriös… 😏

            https://de.globalpetrolprices.com/diesel_prices/

          3. Tja,weil man es irgendwann leid wird,immer und immer wieder diese Bullshit Medianrechnungen zu lesen.

            Wenn Technik unter Kosten Nutzen Vergleich gestellt wird, dann sollten auch alle Verzerrungen ,gerade die politisch künstlich herbeigeführten, rausgerechnet werden.

            Das passiert aber nie ,selbst die Kaufprämie ,hatte ich auch weggelassen. Das ist das Hauptproblem ,der normale Bürger sieht immer nur den Istzustand und nicht wie es sein sollte ,weil ihm das immer vorenthalten wird. Wie durch ein Zaubertrick .

            Es bleibt deswegen sogar doppelt dabei .

            Sie verars………..euch ….immmer …doppelt ….überallllllllll………

          4. @klempner
            Statistischer Durchschnitt und Median bei Preisen und Energieverbrauch sind Bullshit, der normale Bürger sieht „nur den Istzustand und nicht wie es sein sollte“ … sollte nach welchen Kriterien und Maßstäben?

            Vielen Dank für diesen tiefen Einblick in Ihre Gedankenwelt, die allen Lesern einen Eindruck vermittelt, was Einsamkeit auf einer Offgrid-Insel und Flucht in doppelte Gin-Tonics und Zigarren mit menschlichem Denkvermögen anrichten kann 😮

          5. Sollte ? Ganz einfach Kosten sind Kosten ,Nutzen ist Nutzen ,der direkte Bezug ist die Mathematik Physik und die Naturwissenschaft. Reduziert um,- und oder dazu gehört auf gar keinen Fall Politik ,Korruption und Ideologie.

            Es ist immer der gleiche Trick . Die Verschleierung bzw. die Vortäuschung des argumentfernen Nenners. Dadurch wird der gesamte Kontext gelenkt und umgelenkt.

            Der Klassiker ,“letztes Jahr wurde xy neue EE Energie erzeugt und der Verbrauch ist jetzt xy % hoch.“
            „Oh, toll, EE wachsen und funktionieren. “
            Strom ist ein Realtimeverbrauchsgut und alles was diesem Nutzen in 1. Ableitung nicht untergeordnet ist,ist manipuliert im oberen Sinn ,und für die Tonne . Handelssysteme mit solchen Unwahrheiten führen direkt in den Bankrott !!
            Dabei bin gar nicht gegen neue Energieformen ,welche auch immer , wenn das aber gegen die Nutzer ,bzw. Zahler gerichtet manipuliert wird und zwar gegen beide Eingangsparameter sogar, ist halt Ende mit Diskussion.

            Sie verars…….euch….immmmer….und….zwar….allllle…………

  3. „Und auch die etwa 0,08% des CO2, für das Deutschland weltweit verantwortlich ist, sollen eingespart werden.“

    Wer meint, dass Deutschland mit 0.08% der globalen CO2-Verursachung das weltweit drittgrösste BIP generieren kann, der tickt nicht ganz richtig. Das wäre ja ein genialer Wert und absolut weltmeisterlich.

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