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Marcel Fratzscher über Gaspreisdeckel Einkäufer sollen Russen sagen: „Wir zahlen Summe X und nicht mehr“

DIW-Chef Marcel Fratzscher hat eine "sensationelle" Idee für einen Gaspreisdeckel. Man solle einfach den Russen eine Maximalpreis diktieren.

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Als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) tritt Marcel Fratzscher regelmäßig in Talkshows und Nachrichtensendungen auf. Einmal mehr darf man seine Aussagen kritisch begleiten. Was er da heute von sich gegeben hat, fällt fast schon in die Rubrik „Satire“. Im ZDF-Interview (hier zu sehen) sagt er ab Minute 3:20 zu einem möglichen Gaspreisdeckel, um die Bürger in Deutschland vor weiter steigenden Gaspreisen zu schützen: „Ein Gaspreisdeckel wäre sehr klug, den Russen zu sagen wir zahlen Summe X und nicht mehr“. Dazu müssten aber alle Europäer und auch weltweit alle Einkäufer mitmachen – es sei ein Koordinationsproblem, so Marcel Fratzscher.

Dass man weltweit alle Gas-Einkäufer in eine Koalition bekommt um Wladimir Putin einen maximalen Einkaufspreis für Gas zu diktieren (der Gaspreisdeckel), das ist so unrealistisch, dass schon die Forderung danach wie Satire klingt. Was würde Wladimir Putin wohl machen, wenn nur die europäischen Abnehmer geschlossen auftreten und einen maximalen Einkaufspreis für Gas verlangen würden? Richtig, Putin würde kein Gas mehr nach Europa liefern, und es dann wohl nur noch nach Asien verkaufen.

Ich als Nicht-Ökonom und Nicht-DIW-Chef hätte eigentlich gedacht, dass mit „Gaspreisdeckel“ gemeint ist, dass die Gasversorger in Deutschland ihren Kunden nicht mehr als Summe X in Rechnung stellen dürfen, und alle darüber hinaus gehenden Kosten lassen sich die Gasversorger vom Staat erstatten. Dies wäre wohl die einzig praktikable Lösung.

Aber gut – nach seinem „sensationellen“ Vorschlag Wladimir Putin die Preise diktieren zu wollen, geht Marcel Fratzscher dann auch noch auf realistischere Szenarien ein. So bespricht er auch einen möglichen Gaspreisdeckel gegenüber den Verbrauchern. Für eine gewisse Grundmenge des Gasbedarfs der Verbraucher könne der Staat einen Deckel festsetzen – der Staat solle dann dementsprechend die Anbieter kompensieren.

 



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5 Kommentare

  1. Marcello ,Hirn wie eine Flasche leer

    Dieses Genie braucht unbedingt einen Spitzenposten in einer wichtigen Organisation, nur so kann die Energiekrise verhindert werden.Mit 30 Jahren Verkaufserfahrung für Investitionsgüter bin ich froh ,dass unsere Kunden nicht so genial waren, und gemeinsam die Preise diktiert haben.Fratscher Supergenie macht nur einen Überlegungsfehler. Die wenigen grossen Anbieter werden sich eher einig um die Preise zu halten, als einige Tausend Abnehmer geschlossen auftreten könnten.Der freie Markt macht immer die richtigen Preise oder hat man vergessen,dass bei Coronaausbruch der Ölpreis total kollabiert ist.

  2. Natürlich Marcello hat die Weltherrschaft im Blick. Daher konzentriert man sich auch nicht mehr aufs Inland wo man ja tatsächlich Rechtsgeberische Gestaltungsmöglichkeiten hat, nein man greift in die Rechtsordnung anderer souveräner Staaten ein und willen diesen (mit einem Kartell) die Preise diktieren. Für dieses Verhalten wurde schon mancher in den Knast gesteckt….

    Gilt der Aufruf zu Straftaten in Deutschland nicht auch als Straftat ?

  3. Bis eben, ich las gerade den Beitrag, saß ich noch in meinem Paradies, einem betörenden Vorort zur Hölle des gegenwärtigen Weltgeschehens, in der Hoffnung ihm entfliehen zu können, – in einer kleinen Berliner Stampe. Als ich meinen Deckel bekam, versuchte ich es mit den soeben verinnerlichten Worten des Wirtschaftswaisenknaben Marcel Fratzscher: „Ich zahle nicht mehr als einen Euro fürs Hefe!“
    Darauf fand ich mich in der Gosse – mit einem blauen Auge davongekommen – wieder. Nur leider meine Brille nicht. Lieber Marcel, solltest du das hier lesen, versuche nicht Gleiches mit einem Gasdeckel. Experimentiere gegen die Marktwirtschaft anfangs lieber nur mit Bierdeckeln anzustinken. Das Risiko, sich in einer DDR wiederzufinden, wäre damit um ein Vielfaches kleiner. Ein blaues Auge gönne ich dir schon. Als Honorar für meinen Erfahrungsbericht. Du willst doch nicht gegen Putin frieren? Wäre doch besser, er friert.

  4. Ich frage mich, wen diese Botschaft erreichen soll.
    Wieviel Honorrar hat der Mann vom Gebührenzahler dafür erhalten, diesen Satz über einen öffentlich rechtlichen Sender in die Welt zu labern?
    Erschreckend zeigt sich aber auch, dass selbst Professoren keinen Rat mehr wissen, wie die Kathastrophe im nächsten Winter abgewendet werden kann.
    Andererseits hätte er wohl sofort zum Arbeitsamt gehen können, wenn er z. B. gesagt hätte: Für die Zeit, in der N1 nicht ausreichend Gas liefern kann, sollten wir die selbe Menge Gas, zum selben Preis, über die parallel laufende Pipeline N2 nehmen.
    Dann doch lieber dummes Zeug labern, und seinen Job behalten.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  5. Ich mache das bei Rewe jeden Tag und sie knicken immer ein an der Kasse.

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