Die wichtigsten Eckpunkte
- Die Gasspeicher in Deutschland sind nur zu 57,4 % gefüllt, was unter dem EU-Durchschnitt von 71 % liegt.
- Hohe Gaspreise und die Abhängigkeit von LNG verringern den Anreiz für Händler, mehr Gas zu speichern.
- Der Iran-Krieg verschärft die Situation, da die LNG-Lieferungen aus der Region stark eingeschränkt sind.
- Politische Debatten über strategische Gasreserven in Deutschland nehmen zu, da derzeit kein Gas gelagert wird.
- Die niedrigen Gasvorräte erhöhen das Risiko von Preissprüngen im Winter und machen die Versorgung abhängig von ununterbrochenen Importen.
Der Iran-Krieg treibt nicht nur den Ölpreis. Er trifft auch Europas Gasversorgung kurz vor Beginn der Heizperiode. Deutschland verfügt zwar über die größten Gasspeicher der EU, doch sie sind ungewöhnlich schwach gefüllt. Das wirft eine unangenehme Frage auf: Wer soll die Versorgung für den Winter absichern, wenn sich das Einlagern von Gas für Händler kaum noch lohnt?
Gasspeicher: Deutschland mit dünnem Puffer
Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur zu 57,4 Prozent gefüllt. Darin lagern rund 142 Terawattstunden Gas. Die Bundesnetzagentur bezeichnet den Stand als deutlich niedriger als in den Vergleichszeiträumen vergangener Jahre und nimmt die Entwicklung „sehr ernst“. EU-weit liegt der Füllstand bei rund 71 Prozent, verglichen mit einem saisonalen Durchschnitt von etwa 87 Prozent, wie aus den von Bloomberg ausgewerteten Daten hervorgeht. Deutschland geht somit mit einem besonders kleinen Puffer in die kalte Jahreszeit.
Die leeren Gasspeicher bedeuten noch keinen unmittelbar drohenden Gasmangel. Deutschland importiert weiterhin Gas über Pipelines und LNG-Terminals. Die Bundesnetzagentur bewertet die Versorgung aktuell als stabil und die Gefahr einer angespannten Lage als gering. Doch Speicher sollen gerade dann einspringen, wenn Lieferungen stocken oder an kalten Tagen mehr Gas gebraucht wird, als laufend ins Netz fließt. Je geringer ihr Füllstand zu Beginn des Winters, desto stärker hängt die Versorgung von ununterbrochenen Importen ab.
Europa nähert sich der Heizperiode mit den niedrigsten Gasvorräten, die für diese Jahreszeit bislang erfasst wurden. Das erhöht die Gefahr heftiger Preissprünge im Winter – besonders dann, wenn eine Kältewelle auf weitere Lieferausfälle trifft. Warum sich die Gasspeicher trotzdem nur langsam füllen, liegt auch an einem Problem, das über diesen Winter hinausreichen könnte.
Der Anreiz zum Einlagern fehlt
Warum wurde über den Sommer nicht mehr Gas gespeichert? Die Antwort liegt auch am Gaspreis. Üblicherweise kaufen Händler im Sommer günstiger ein und verkaufen das eingelagerte Gas im Winter teurer. Aus diesem Abstand müssen sie Einkauf, Lagerung und Finanzierung bezahlen. Laut Bloomberg hat die stärkere Abhängigkeit von LNG dieses Geschäft verändert. Hohe Sommerpreise und geringe oder zeitweise sogar negative Preisabstände zum Winter machen zusätzliche Vorräte für Händler unattraktiv.
Damit zeigt sich eine Schwäche des deutschen Modells. Die Gasspeicher sind vorhanden, ihre Befüllung liegt aber grundsätzlich bei Unternehmen, die ihre Lieferpflichten absichern und wirtschaftlich einkaufen müssen. Ein staatliches Füllstandsziel schafft noch keinen Anreiz, Gas mit absehbarem Verlust einzulagern. Michael Schmöltzer von Uniper Energy Storage bringt das Problem auf den Punkt: Bei dauerhaft negativen saisonalen Preisabständen könnten Speicheranlagen ihre Kosten nicht decken und langfristig nicht wirtschaftlich betrieben werden.
Iran-Krieg verschärft die LNG-Falle
Der Konflikt am Persischen Golf macht die Rechnung noch schwieriger. Durch die Straße von Hormus wurden vor dem Krieg fast 20 Prozent des weltweiten LNG-Angebots transportiert. Seither sind die Lieferungen aus der Region stark eingeschränkt. Europa muss sich stärker um verfügbare Ladungen aus anderen Herkunftsländern bemühen und konkurriert dabei mit Käufern in Asien. Die Folge sind hohe Gaspreise gerade in jener Jahreszeit, in der Vorräte für den Winter aufgebaut werden sollen.
Der Ölpreis von rund 107 Dollar je Barrel zieht derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich. Für Deutschland könnte die Lage am Gasmarkt jedoch länger nachwirken. Teures LNG erschwert die Befüllung der Gasspeicher, während niedrige Vorräte Europa bei weiteren Lieferstörungen oder einem kalten Winter noch stärker dem Spotmarkt aussetzen. Dann müssten zusätzliche Mengen womöglich zu nochmals höheren Preisen beschafft werden.
Wer bezahlt die Sicherheit?
Hier beginnt die politische Debatte. Nur neun EU-Staaten verfügen über strategische Gasreserven. Deutschland verfügt zwar über einen rechtlichen Rahmen dafür, lagert darunter derzeit aber kein Gas. Pläne für einen deutschen strategischen Vorrat ab 2027 helfen für den bevorstehenden Winter nicht.
Mehr staatlich gesichertes Gas hätte allerdings einen Preis. Der Staat müsste Vorräte kaufen oder Händler dafür bezahlen, Mengen verfügbar zu halten. Große, zeitlich gebündelte Käufe könnten die Marktpreise zusätzlich nach oben treiben. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, wie voll Deutschlands Gasspeicher sein sollen, sondern wer die Kosten der Absicherung trägt.
Noch ist die Gasversorgung gewährleistet. Die ungewöhnlich niedrigen Vorräte zeigen aber, wie teuer Deutschlands Abhängigkeit vom globalen LNG-Markt werden kann, wenn der Winter kalt ausfällt und die Lieferungen durch Hormus weiter eingeschränkt bleiben.
FMW/Bloomberg
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Gibt es eine Falle in der Deutschland nicht sitzt?
Damit sie auch beim LNG wirkungsvoll und optimal zuschnappt, wird auch von Russland ab 2027 kein LNG mehr abgenommen.
Die Amis werden die Schlinge zuziehen.
LNG aus USA wird sich im Preis verdoppeln.
Die Falle wurde von Deutschland bestellt, gespannt und nun gibt es kein Entrinnen.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
An dieser Stelle wäre eine echte Analyse der Energiewende mal gegeben.
Und zwar eine ehrliche.
Konzept des Zubaus von Erneuerbaren war schon in den 90ern, dass man für die Schwankungen regelbare Kraftwerke benötigt. Für diese Rolle waren und sind die Gaskraftwerke vorgesehen. Diese sollen nach meinen Infos zwar H2 ready gebaut werden aber H2 ist ja in dem Maße noch lange nicht verfügbar.
Die ehrliche Frage wäre doch zu richten, ob die Energiewende nun durch den Krieg teurer wird.
Wenn ich mit Ökofans spreche kommt nur Gas schlecht, Batteriespeicher gut.
Das mag sein aber ungeachtet der technischen Machbarkeit (die ich bezweifle in dem Ausmaß) wurden die Gaskraftwerke ja noch 2024 (die Pipeline war bereits lange gesprengt) von Habeck (Grüne) in Planung gegeben.
Die Forderung nach Batteriespeichern kommt mir fast wie eine Opfer/Täter Umkehr vor. Man könnte später CDU etc. die Schuld an hohen Stromkosten geben, weil die ja auf Gas setzen würden (so die Logik). Aber Gas war seit den 90ern und 2024 noch Teil der Energiewende, bzw. die Energiewende bedingt den Bau von Gaskraftwerken, nicht umgekehrt. Die konkurrieren nicht sondern Gas wird für die EE überhaupt erst benötigt, damit man die noch weiter zubauen kann.
Meiner Meinung nach gehört der gesamte Plan in einem Krisengremium aus echten Energie-Experten geprüft, solange die noch nicht gebaut sind. Wenn die Kriege und der Gasmangel sich über eine Dekade oder noch weiter erstrecken, können wir in ein großes Kostenproblem laufen.
Stand heute ist ja, dass Wind und Sonnenstrom die günstigsten überhaupt sind, beim Endkunden kommen die aber in der Regel gar nicht an, sondern bei dem sind die viel höher als früher. Bei mir zumindest.
Ich hatte einen 100% Naturstromtarif und nach Ausbruch des Krieges kam dann die Post, dass aufgrund der gestiegenen Gaspreise mein Strom (viel) teurer wird. Das stimmt vorne und hinten nicht, eigentlich hätte ich verschont werden müssen. Wie soll sich so ein freier Markt entwickeln?
@Großer Bär
Warum sollte die Energiewende durch den Krieg teuerer werden? Dank der Energiewende sparen wir Geld. Jede Terrawattstunde, die wir durch EE gewinnen, braucht nicht durch Kohle, Gas oder Öl erzeugt werden. Guck dir doch einfach die Strompreise an: Als Putin uns das Gas abstellte, schossen die Strompreise parallel zu den Gaspreisen in die Höhe. Nun bewegen sich die Strompreise seitwärts, während alles andere teurer wird.
Die Nicht-Ideologen haben das inzwischen begriffen: Die e-Autos erleben einen Boom. Selbst wenn man die ad-hoc-Preise von 64 Cent/kwh zahlt, ist immer noch günstiger als an der Tanke. Und mit ein wenig Aufwand zahlt man etwa 50 Cent. Und wer ne PV-Anlage sein Eigen nennt, fährt praktisch umsonst.
Ansonsten: Es gibt mittlerweile jede Menge Berechnungen zu der Energiewende. Jede zeigt: Teurer ist keine Energiewende
Letztes Jahr hatten wir zum selben Zeitpunkt 76,62% Füllstand. Ende Februar kamen wir dann bei 20,5% Raus. Normalerweise steigt der Füllstand ab Anfang Oktober nicht mehr. Jetzt hat man 57,63% also eine Differenz von 18,99%. Ziehen wir das von den 20,5%vab, kommen wir bei noch ca. 1,5% raus…Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, dass eine Gasmangellage vorprogrammiert ist. Im Winter wird die Industrie abgeschalten, sodass es für Bäckereien und Privathaushalte reicht…Denn im Winter gibt es erst recht zu wenig Gas, weil es alle nachfragen.
Zwischen Anfang und Ende Oktober ist der Gasstand im 5-Jahres-Durchschnitt immer noch um ca. 5% gestiegen. Zwischen Hoch- und Niedrigstand liegen im 5-Jahres-Durchschnitt ca. 50% (vor und nach dem Winter). Aktuell liegen wir bei 57.6%. Ich stimme zu, dass es knapp ist, aber es ist nicht völlig aussichtslos. Etwas mehr Puffer wäre wirklich anzuraten. Schaut man in andere Länder, z.B. nach Spanien, Niederlande, Österreich, usw., so liegt dort der aktuelle Gasstand in den Speichern auch weit unter den Vorjahren.
Jeder sollte sich überlegen wie er sich ein Stück unabhängig machen kann, statt sich mit einer Hirn-aus-Staat-regelt-alles-Mentalität hoffnungsvoll durchs Leben zu schaukeln. Ich könnte z.B. locker einen ganzen Winter alternativ mit Holz durchheizen.
Hallo @ Großer Bär
Da sind Träumer am Werk.
Und die träumen von Wasserstoff und Batteriespeichern.
Batteriespeicher sind sinnvoll, wenn Minuten oder Stunde überbrückt werden müssen, bis Kraftwerke hochgefahren werden können und Spannungsspitzen abgefangen werden müssen.
Der aktuelle Bedarf an Wasserstoff in Deutschland liegt bei rund 55 Terawattstunden (TWh) pro Jahr (entspricht etwa 1,7 Millionen Tonnen), für die Industrie, wovon der Anteil an echtem grünem Wasserstoff derzeit bei unter 5 Prozent (teilweise nur rund 1 bis 1,6 Prozent der Zielkapazitäten) liegt. Der weitaus größte Teil wird weiterhin als „grauer Wasserstoff“ konventionell aus fossilem Erdgas hergestellt.
Der Traum, durch den Überschussstrom mit Elektrolyseure Wasserstoff herzustellen, funktioniert auch nur in Versuchsanlagen.
Denn mit echtem grünen Strom können die Elektrolyseure nur in den Mittagsstunden an einigen Monaten betrieben werden.
Aber solche Elektrolyseure müssten 24 Stunden laufen, wenn sie z. B. mit Atomkraft betrieben würden.
Die Träumer wollen die Elektrolyseure dann nachts über Batterie laufen lassen.
Es bringt aber nichts, darüber zu diskutieren, denn die Träumer merken es erst, wenn sie auf die Schnautze gefallen sind. Und dann suchen sie Schuldige.
Die Realisten gehen in Deckung.
Denn es wird Billionen kosten.
Erst wird der Strom so knapp, dass es wie in einem Dritteweltland Stromsperren geben wird und dann geht es sowieso mit der Deindustrialisierung noch schneller.
So kann dann auch das Ziel erreicht werden, dass der Endenergieverbrauch bis 2045, gerechnet ab 2008, um 45 % gesenkt werden kann und die etwa 0,08 % des CO2 möglichst eingespart werden, für die Deutschland verantwortlich ist.
Schaut Dir die Chinesen an, die machen es richtig.
Zwar verbrennen sie im Moment im Energiemix noch fast 50 % Kohle, aber sie bauen neben den „Erneuerbaren“ auch massiv die Kernkraft aus.
Aber das begreifen die Träumer nicht.
Also weiter so gegen die Wand.
Die Spanier machen es auch nicht schlecht.
Die ersten Prozentzahl gilt für die spanische Produktion im Strommix
In * gesetzt die chinesische.
Windkraft (Onshore):
ca. 22,2 % *10,5 % *
Kernenergie:
ca. 20,8 % *5 %*
Solarenergie:
ca. 21,0 % *10 %*
Erdgas: ca.
20,9 % * 3,2 % *
Wasserkraft (Lauf- und Speicherwasser):
ca. 12,1 % *14%*
Kohle 0 bis 1 % * über 50 % *
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
Hat Spanien auch eine Ökopartei mit signifikanter Wahlbeteiligung?
Ich frage mich wie das in anderen Ländern so ist.
Ich vermute, Deutschland und ggf. Österreich haben da eine Sonderstellung.
Bei uns nehme ich eine zunehmende Polarisierung und auch eine extreme Steigerung der Forderungen war.
Wenn man das Konzept mal verstanden hat, widersprechen sich die Forderer selbst, denn Klimaneutralität ist mit Gaskraftwerken ja gar nicht machbar, waren aber schon immer Teil des Konzepts.
Ich finde es ein wenig traurig, wie sich das hier entwickelt hat. Ich meine Klimaschutz macht man halt so nebenbei mit, der EE Ausbau ist ja schon aus der Sicht Diversifizierung und Preise angesagt. Da braucht man doch keine Klimaschutzpartei dafür.
Und ich denke, genau deshalb werden auch die Ziel-Latten immer höher gelegt, weil man eben mit dem ursprünglichen Plan langsam auf die Ziel Gerade einläuft. Da ist kein Thema mehr, das endet. Bis auf Gendern und Regenbogen-Kultur bleibt da nicht viel. Man verstehe mich bitte nicht falsch, ich finde das ein oder andere ist ja OK aber das ist doch kein Thema für eine politische Partei. Das sind einfach moderne Gruppen aus Hype gebildet, das gab es schon immer, war aber noch nie Grund/Thema für eine Partei.
Die deutsche Energiewende wird schlecht geredet. Das erste was ich sehe wenn ich über die Grenze zu uns nach Deutschland rein fahre sind Windräder oder Solaranlagen. Irgendwie passt das alles nicht zu der Entwicklung. Man könnte auch mal sagen, das ist gut. Solar und Wind kommen ja teilweise schon auf die Hälfte der erzeugten Strom-Mengen. Das ist doch ein Erfolg.
„Batteriespeicher sind sinnvoll, wenn Minuten oder Stunde überbrückt werden müssen, bis Kraftwerke hochgefahren werden können und Spannungsspitzen abgefangen werden müssen … Die Träumer wollen die Elektrolyseure dann nachts über Batterie laufen lassen.“
Schon wieder dieses ahnungslose Geblubber, das Versorgungssicherheit, die stoffliche Nutzung von Prozessgasen und das Problem weniger Tage Dunkelflaute pro Jahr völlig undifferenziert vermischt. Natürlich sind und waren Batteriespeicher nie dafür vorgesehen, nachts Elektrolyseure zu speisen. Sie dienen einem völlig anderen Zweck und sind vor allem dafür gedacht, Überschüsse aufzunehmen, die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien dezentral auszugleichen, das ohnehin sehr verlässliche deutsche Netz zu stabilisieren und marktbedingte Preiskapriolen zu glätten.
Der Rest Ihres Kommentars ist leider wieder nur dem AfD-Handbuch für energiepolitische Kindergärten und für Jünger einschlägiger Untergangssekten entlehnt. Bestes Beispiel ist Ihre Auflistung zum Strommix: Indem Sie behaupten, dass sowohl Spanien als auch China trotz gewaltiger Unterschiede in den Zahlen angeblich „alles richtig machen“, definieren Sie extrem breite Korridore – vor allem bei fossilen Energieträgern.
Dabei übersehen Sie – ob nun bewusst, aus ideologischer Verblendung oder aufgrund Ihrer selbst diagnostizierten genetischen Defizite – dass der deutsche Strommix praktisch überall innerhalb dieser von Ihnen gesetzten Spannbreite liegt. Einzige Ausnahmen sind die Kernkraft und die topografisch bedingte Wasserkraft – wobei Deutschland letztere durch einen verlässlichen Anteil von rund 9 % Biomasse durchaus kompensiert. Außerdem wird der zunehmende Wassermangel in Zeiten von Hitze- und Dürreperioden weltweit zu einem elementaren Problem für die Stromerzeugung und die Kühlung von Kernkraftwerken.
Spanien selbst wird übrigens bis 2035 schrittweise vollständig aus der Kernkraft aussteigen und will diese Lücke durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien ersetzen. Da stellt sich doch sogleich die Frage, wie in Ihrem iberischen Wunderland stabiler Energiesysteme und zunehmend leerer Wasserspeicher der Strom künftig gespeichert werden soll, wenn nicht in Wasserstoff und Batterien?
@Helmut
keine Ahnung von nix, und davon viel. Batteriespeicher sind genau dazu gedacht: Entweder kurzzeitig das Netz zu stabilisieren oder für wenige Stunden gespeicherte Energie abzugeben. Wie das funktioniert, kann man ja inzwischen in Australien sehen.
Die angeblich nicht-funktionierenden Batteriespeicher sind das Last Resort der ewig gestriegen in Sachen Energieversorgung, nachdem alle anderen Lügen nicht eingetroffen sind.
Helmut, du scheiterst schon an einfacher Physik.
„Der Rest Ihres Kommentars ist leider wieder nur dem AfD-Handbuch für energiepolitische Kindergärten und für Jünger einschlägiger Untergangssekten entlehnt.“
👍🏽😂
Hallo @ Großer Bär
Naja, wer die Wasserstoffwirtschaft fördern will, sollte das zumindest soweit tun, dass nicht mehr etwa 95 bis 97 % der Millionen Tonnen Wasserstoff, die von der deutschen Industrie und Chemie in Deutschland benötigt werden, aus Erdgas hergestellt werden müsse.
Abnehmer für Wasserstoff gibt es daher heute schon genug.
Batterien hin und her.
Wer das möchte, sollten doch zumindest dafür sorgen, dass soviel Batteriekapazität vorhanden ist, damit nicht jeden Abend die Kohle- und Gaskraftwerke weiter hochgefahren werde müssen, weil nachts die Sonne nicht scheint.
Also wenigstens den Strom aus Batterien ersetzen, der jeden Abend mit 100 % Sicherheit fehlt.
Wenigstens mit dem speichern des Überschuss- Strom in Batterien, der sonst bezahltt werden muss, damit die Nachbar ihn überhaupt abnehmen und der teuer bezahlt werden muss, wenn er benötigt wird, wenn nachts die Sonne nicht scheint, und auch oft der Wind nicht weht.
Das alleine den Träumen zu erklären, ist kaum möglich.
Die träumen davon, dass gleich die Gaskraftwerke irgendwann einmal mit Wasserstoff betrieben werden.
Dabei muss auch in diesem Winter Erdgas eingesetzt werden, damit Millione Tonnen Wasserstoff hergestellt werden können.
Aber vielleicht wird die Industrie ja auch zumindest teilweise abgestellt.
Die Träumer träumen auch davon, dass die Elektrolyseure nur ein paar Stunden am Tag Strom bekommen und dann wirtschaftlich betrieben werden können.
Zusammenfassend:
Bitte liebe Träumer, sorgt doch erst einmal dafür, dass die Millionen Tonnen Wasserstoff nicht mehr aus Erdgas hergestellt werden müssen und die Batterie- Speicher wenigstens für eine Nacht ausreichen, damit nur in der einen Nacht nicht die Fossilen hochgefahren werden müssen.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut