Gas

Entspannungssignal in der Gaskrise? Gazprom bestätigt: Gasfluss über Österreich nach Italien läuft wieder

Gazprom meldet aktuell, dass der Gasfluss nach Italien wieder aufgenommen wird. Entspannt das die Verknappungsangst in Europa ein wenig?

Gas-Pipeline

Nach der Sabotage bei Nord Stream 1 und 2 gab es zuletzt auch noch die Abschaltung der Gaslieferungen nach Italien. Jetzt aber meldet Gazprom, dass der Gasfluss über Österreich nach Italien wieder aufgenommen wird. Per Twitter und Telegram hat Gazprom mitgeteilt, dass man gemeinsam mit seinen Abnehmern in Italien eine Lösung des Problems gefunden hat, nachdem es Ende September regulatorische Änderungen in Österreich gegeben habe. Der österreichische Betreiber habe seine Bereitschaft erklärt die Transitnominierungen von Gazprom Export zu bestätigen, welche die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen durch Österreich ermöglichen.

Als Außenstehender kann man genau wie bei dem Turbinen-Streit mit Siemens nicht hinter die Fassade schauen. Aber ist diese Wiederaufnahme der Lieferungen durch Gazprom ein kleines Signal der Entspannung in der europäischen Energiekrise? Wenn, dann wohl nur ein winziges Signal. Für den europäischen Terminmarkt-Gaspreis mag diese Nachricht ein weiterer Baustein sein, der dabei hilft die Verknappungsangst beim Thema Gas abzubauen. In den letzten vier Wochen war der Gaspreis (Dutch TTF-Kontrakt) von über 330 auf kräftig gefallen auf heute 163,49 Euro. Gegenüber gestern Abend ist es aktuell ein Plus von 0,95 Prozent. Aktuell sieht man also keinen sinkenden Gaspreis, weil Gazprom Italien wieder beliefert. Aber bei so starken Preisrückgängen in den letzten Wochen, da sind auch leicht steigende Preise jederzeit möglich als technische Gegenreaktion.



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1 Kommentar

  1. Die Italiener kommen mit Russland zurecht. Wo bleibt jetzt das Druckmittel Gas ? Und wir mit unserer zurückgehaltenen Turbine stehen dumm da. Die Ausnahmegenehmigungen für die Sanktionen konnten vom Westen nicht unterzeichnet werden

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