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GBPUSD: Irankrise schwächt erneut den USD

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Es brodelt wieder an der Straße von Hormus. Wie üblich wird von einer Seite viel behauptet und von der anderen Seite alles bestritten. Die echte Wahrheit werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Fakt ist aber, dass es erneut Zwischenfälle gab. Zum einen, dass ein Schiff erneut bedrängt und festgesetzt worden ist. Und zum anderen, dass eine iranische Drohne abgeschossen wurde. Das Informationsnetz der Devisenhändler ist das beste der Welt. Daher war es nicht verwunderlich, dass diese Meldungen den USD hart abgestraft haben. Die Weltwährung hat auf breiter Front an Wert verloren (roter Kreis). An dieser Stelle wird wieder ersichtlich, wie sensibel die Märkte aktuell auf politische Gegebenheiten reagieren. Jeder Entscheidungsträger auf dieser Welt ist sich bewusst, dass der Schlagabtausch zwischen der USA und dem Iran erst am Anfang steht. Die USA wird den Iran eventuell militärisch zusetzen.

Politische Börsen haben kurze Beine

Dieser Ausspruch ist zugegebenermaßen schon ein wenig verstaubt, aber er hat immer noch seine Gültigkeit. Die Wogen haben sich wenige Stunden danach wieder ein wenig geglättet und die Zwischenfälle waren zu gering, um einen Militärschlag zu rechtfertigen. Aber es wird sich weiter zuspitzen, und daher ist davon auszugehen, dass der USD in naher Zukunft weiter an Wert verlieren wird. Die Entwicklung wird sich nicht anbahnen, sondern sie geschieht von einer Sekunde auf die andere. Daher sollte jeder Händler darauf vorbereitet sein.

Das GBP ist nach wie vor in aller Munde. Kommt der Brexit oder gibt es ein neues Referendum? Wer wird neuer Premierminister? Diese Fragen werden den Kursverlauf des GBP maßgeblich beeinflussen. Da politische Sachverhalte kaum vorhersehbar sind (siehe von der Leyen), kann im Devisenhandel nur von der technischen Analyse ausgegangen werden. Das GBP wurde bereits genügend abgestraft. Der Tiefpunkt von 1,1872 wurde noch nicht erreicht. Aber aus charttechnischer Sicht ist die Wertentwicklung des GBP auf der positiven Seite zu sehen. Natürlich wartet der Markt noch auf Antworten der schon gestellten Fragen, aber von der Großwetterlage bereitet sich das GBP auf eine Erholung vor. Egal, wie und wann Großbritannien aus der EU austreten wird, die Kursabschläge sind schon im GBP-Kurs eingepreist worden.

 

Betrachtet man die mittelfristige Situation, dann sind noch kleine Kursrückschläge möglich, aber das mittelfristige Kursziel von 1,2608 ist festgelegt. Auf diesem Weg befinden sich einige Widerstände, aber diese können genommen werden. Zum Einstieg auf die Long-Seite ist es vielleicht noch zu früh. Die Korrektur ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber an den maßgeblichen Unterstützungen bei ca. 1,2493 sollte die Lage neu analysiert werden, ob ein Einstieg zum Kauf des GBP sinnvoll ist.

GBPUSD Charttechnik

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira fällt weiter: Syrien-Eskalation, Zentralbank und miese Konjunkturdaten

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Die türkische Lira wertet seit Tagen ab, und zwar in mehreren Schüben. Das hat mehrere Gründe, die wir in diesem Artikel besprechen wollen. Schauen wir dazu auf den folgenden Chart. Er zeigt den Verlauf US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Ab dem 12. August war USDTRY im Zuge des globalen Risk Off-Trades (hier genauer erklärt) gestiegen von 5,49 auf 5,61. Die Lira wertete also ab. Es war ein Sog raus aus der Lira und anderen Währungen hin zum US-Dollar.

USD vs Türkische Lira seit 23. Juli

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Türkische Lira fällt weiter

Vor drei Tagen senkte die türkische Zentralbank Mindestreserveanforderungen für Banken. Hört man sich am Devisenmarkt um, hat sich die Stimmung seitdem geändert. Komisch, so meinen wir. Vorher bei einer Zinssenkung von 4,25% durch die Zentralbank fiel die türkische Lira nicht, aber sie fällt jetzt aufgrund der Lockerung bei den Mindestreserveanforderungen. Naja. Seit Montag dieser Woche ist USDTRY weiter gestiegen in drei einzelnen Schüben, von 5,59 auf 5,76. Die Lira wertet also weiter ab.

Diese Woche steigen auch die Ängste, dass die Türkei militärisch gegen Syrien aktiv werden wird. Denn es gab einen syrischen Angriff auf einen türkischen Militärkonvoi. Das kann die Türkei eigentlich kaum unbeantwortet lassen. So ein mögliches Eskalations-Szenario zwischen Assad und Erdogan unterstützt aktuell die Schwächung für die türkische Lira.

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Konjunkturdaten

Und man darf nicht vergessen, dass jüngst wirklich schwache Konjunkturdaten durch das offizielle türkische Statistikamt veröffentlicht wurden. Sie dürften Präsident Erdogan und die ihm jetzt wohlgesonnene Zentralbank womöglich dazu bringen, noch mehr Richtung weiterer Zinssenkungen zu tendieren als ohnehin schon! So ist heute das Verbrauchervertrauen für die Türkei veröffentlicht worden mit einem Indexstand von 58,3. Vor einem Jahr lag der Index noch bei 68,2 Punkten. Laut aktuellsten Daten ist die türkische Industrieproduktion im Juni 3,9% schwächer gewesen als im Vorjahr. Und in der Türkei sind im Juli die Hausverkäufe gegenüber Juli 2018 um 17,5% gesunken!

Zentralbank und Syrien voraus

Wie geht es weiter? Nun, im Augenblick scheint die türkische Lira generell im Abwertungs-Modus zu stecken. Bis 9. August sah es ja noch anders aus. Nun stellt sich die Frage: Wird Erdogan militärisch auf Syriens Angriff antworten? Und wird die Zentralbank in Ankara am 12. September erneut kräftig die Zinsen senken? Beides spräche eigentlich für eine weiter fallende Lira. Aber die letzten Wochen und Monate zeigten, dass der Verlauf der Währung gegen den US-Dollar nicht anhand von Fakten oder Nachrichten 1:1 geplant werden kann.

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Angriff auf den Petro-Dollar

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Der Begriff „Petro-Dollar“ bedeutet, dass sich vor allem arabische Produzenten schon vor Jahrzehnten verpflichteten ihr Öl auf dem Weltmarkt nur in US-Dollar zu verkaufen. Folglich müssen Käufer überall auf der Welt in Massen US-Dollar auf dem Devisenmarkt kaufen, und erst dann können sie das dringend benötigte Öl kaufen, bezahlt in US-Dollar. Somit wird der Dollar als Währung unverzichtbar! Eine echte Machtbasis für die USA.

Nun aber hat laut Berichten der russische Ölproduzent Rosneft, der 40% aller russischen Ölförderungen repräsentiert, sich offenbar dazu entschieden demnächst nur noch in Euro abzurechnen. Termingeschäfte für den Export sollen nur noch in Euro laufen. Bestätigt ist das offiziell noch nicht von Rosneft. Aber wenn es so kommt, wäre das schon ein derber Schlag gegen den US-Dollar. Denn dann müssten die Käufer von einem Großteil russischen Öls zukünftig erstmal Euro kaufen, bevor sie in Russland Öl einkaufen können. Somit gewinnt der Euro an Wichtigkeit.

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Erst richtig an Bedeutung verlieren würde der Petro-Dollar, wenn die OPEC und allen voran die Saudis verkünden würden nicht mehr exklusiv den Dollar als Verkaufswährung zu nutzen. Aber ob das jemals passiert? Denn dann wären die Amerikaner wohl wirklich, wirklich verärgert, und man könnte den Saudis den dauerhaften Schutz entziehen, der sie bislang quasi immun macht gegen mögliche Gegner wie den Iran. Aber dennoch. Diese aktuelle Nachricht ist schon ein Angriff auf den Petro-Dollar, auch wenn dies vielleicht nicht die ursprüngliche Absicht der Russen war. Denn angeblich will Russland sich damit vor möglichen weiteren US-Sanktionen schützen.

Übrigens: Rosneft hat gestern seine neuesten Finanzkennzahlen veröffentlicht. Die Details können Sie hier einsehen.

Petro-Dollar
Foto: Unsplash / @mariapaganc

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Aktuell: Trump volle Pulle gegen Powell, und der Dollar auf angeblichem „Allzeithoch“

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Laut ganz aktueller Aussage von Donald Trump notiert der US-Dollar derzeit auf einem Allzeithoch, was die Grafik im dritten Tweet widerlegt. In den 80ern und 2000ern stand er schon deutlich höher! Richtig ist, dass er aktuell auf dem höchsten Niveau seit 2017 steht (Chart des Dollar-Index seit 2016). Abgesehen davon feuert Trump aktuell mal wieder volle Kanne gegen die Fed und deren Chef Jerome Powell. Es laufe gut mit China und anderen Handels-Deals. Nur die Fed sei eben das Problem. Alle anderen Länder hätten höhere Zinsen. Die USA hätten keine Inflation, und müssten die eigenen Zinsen unter die Niveaus der anderen Länder senken, so Trump.

Dollar-Index

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