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Gegen den EU-Frust: Bitte knallharte Grenzkontrollen + Visumpflicht für Monaco!

Das Fürstentum Monaco ist ein komplett eigenständiger Staat, der landseitig komplett von Frankreich umgeben ist. Man pflegt seit Jahrhunderten enge Beziehungen zu Frankreich. Obwohl man de facto nicht Mitglied im…

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Wie kann die EU die Bürger für sich gewinnen, oder vielleicht „wieder“ für sich gewinnen? Wie kann die EU die Bürger davon überzeugen, dass das Staatengebilde wichtig ist? Nun, gerade erst hat die EU-Kommission in Sachen Apple und Irland ein kleines Ausrufezeichen gesetzt, in dem man Irland aufforderte von Apple 13 Milliarden Euro Steuern nachzufordern. Aber mit welchen Mitteln könnte Europa ein Ausrufezeichen setzen, dass man den Kampf gegen die allgemein gefühlte „Ungerechtigkeit“ aufnimmt? Mitten in Europa gibt es so eine Oase der „gefühlten“ Ungerechtigkeit. Sind Sie schon mal von Frankreich reingefahren nach Monaco? Haben Sie auch nichts gemerkt? Keine Grenzkontrolle, kein Schlagbaum, kein Zöllner!

Monaco
Monaco. Foto: Georges/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Woran liegt das? Das Fürstentum Monaco ist ein komplett eigenständiger Staat, der landseitig komplett von Frankreich umgeben ist. Man pflegt seit Jahrhunderten enge Beziehungen zu Frankreich. Obwohl man de facto nicht Mitglied im Schengen-Raum und nicht Mitglied in der EU ist, kann man es so ausdrücken: Frankreich bezieht das Gebiet in seinen Schengen-Raum mit ein. EU-Bürger können frei nach Monaco einreisen und umgekehrt. Auch der Warenverkehr läuft problemlos. Im Alltag kann man also sagen, ist Monaco de facto ein Teil des freien europäischen Binnenmarkts, mit allen Rechten, aber ohne Pflichten.

Gleichzeitig aber ist dieses Mini-Land, eigentlich nur ein winziges Stückchen Hügel am Meer mit jeder Menge Hochhäusern und gerade mal 38.000 Einwohnern, aber wie gesagt nicht mal EU-Mitglied. Daher ist das Fürstentum, das wohl nur auf dem Papier eine Demokratie ist, nicht an EU-Verträge gebunden, nicht verpflichtet Flüchtlinge aufzunehmen, oder sich sonst an irgendwelche EU-Standards zu halten. Das einzige, was dieses Mini-Land neben Sonne zu bieten hat, ist der Einkommensteuersatz von 0%. Das lockt natürlich jede Menge Millionäre und Milliardäre aus der EU an, die gerne ihren Wohnsitz aus der EU nach Monaco verlegen. Dadurch gehen uns allen jede Menge Steuern verloren!

Das Geniale dabei: Man wohnt weiterhin mitten in Europa, ist in ein zwei Minuten mit dem Auto schon in Frankreich zum Einkaufen oder Flanieren. Man genießt alle Vorteile der europäischen Infrastruktur, ist ratz fatz mit dem Hubschrauber ohne jede Grenzkontrolle zum Abendessen in Mailand oder Paris (ist klar, der pure Neid). Aber man kann sich wunderbar seiner gesamtwirtschaftlichen Verantwortung als „Wohlhabender“ entziehen, in dem man einfach keine Steuern mehr zahlt. Jetzt können wir Kleingeistigen alle sagen „das ist aber ungerecht“. Nein, ist es gar nicht. Monaco ist ein souveräner Staat, der noch nicht mal EU-Mitglied ist, und kann anders als Irland auch nicht durch die EU gezwungen werden irgendwelche Steuern von seinen Einwohnern oder Unternehmen nachzuverlangen.

Niemand kann, darf oder sollte dem Fürsten von Monaco vorschreiben, ob sein Einkommensteuersatz bei 0, 10, 20, oder 30% zu liegen hat. Das soll er mit sich selbst ausmachen. Und wenn er meint 0% ist angemessen, dann ist das völlig ok. Und auch die Millionäre und Milliardäre (unser lieber Herr Geiss zum Beispiel), die sich ihrer Steuerpflicht entledigen, und nach Monaco umziehen, sollten dafür nicht kritisiert werden – denn das ist ihr gutes Recht! Aber jetzt kommen wir mal zur Sache. Thema „Gerechtigkeit“, EU-Frust usw. Was kann man tun? Moralisch ist es ungerecht, dass die nach Monaco „geflüchteten“ Reichen sich ihrer Steuer-Verantwortung entziehen, dennoch aber alle schönen Vorteile der EU nutzen, in der sie ja de facto weiterhin leben.

Also sollte man, so mein Vorschlag, seitens der EU und Frankreich beschließen, dass man den Kuschelkurs zu Monaco abschafft. Einfach Visa-Pflicht für monegassische Staatsbürger + extrem strenge Grenzkontrollen einführen. Jedes Auto, das nach Monaco fährt oder Monaco nach Frankreich verlässt, jeder Ferrari, jeder Porsche, jeder Lieferwagen für Lebensmittel, alles. Jeder wird ausführlich gefilzt, kontrolliert, befragt – jeder Koffer wird geöffnet und durchsucht, jede Obstkiste im Lieferwagen durchsucht. Monaco ist offiziell gegenüber den EU sogar jetzt schon ein „Drittstaat„. Also warum behandelt man Monaco dann nicht auch so, und verlangt vor jeder Einreise in die EU die Beantragung eines neuen Visums?

Man könnte die Kontrollen auch bei Booten und Hubschraubern extrem streng und ausführlich durchführen, so dass es an den wenigen Zufahrtsstraßen zu einem täglichen Endlos-Dauerstau kommt. Visa-Anträge lässt man wochenlang dauern, so wie es eben manchmal ist… die Folgen: Ein Leben, auch nur ein halbwegs erträgliches Leben in Monaco könnte so fast unmöglich werden. Ein- und Ausreisen in der Praxis kaum noch möglich, Lebensmittelversorgung oft verspätet, Lebenshaltungskosten extremst verteuert, Gehälter und Lieferkosten müssten explodieren. Aber warum sollte man das gut finden oder durchführen? Aus Neid gegenüber den Reichen? Nein.

Es geht um Folgendes: Wenn sich dieser Personenkreis seiner Steuerverantwortung durch einen Umzug nach Monaco entzieht, was sein gutes Recht ist (womit dann in Rest-Europa Milliarden an Steuern fehlen), ist es anders herum das gute Recht Europas Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die einer Isolierung dieses Mini-Staates gleichkommen. Denn der lebt regelrecht davon, dass Milliardäre, die sich ihrer moralischen Verantwortung entziehen, nach Monaco „flüchten“ und dort die Umsatzsteuerkasse klingeln lassen! Umsatzsteuer und Einkommensteuer fehlen dann aber in Milliardenhöhe in den europäischen Flächenstaaten. Die haben den Reichtum der fliehenden Reichen vorher erst ermöglicht, und sollen dann später kein Recht haben sich gegen deren Steuerflucht zu wehren? Wie gesagt: Die Steuerflucht nach Monaco ist legal und nicht zu kritisieren.

Wenn die EU eine extrem streng auszulegende Visum-Pflicht für Monegassen einführt + unendlich lange Grenzkontrollen und Befragungen bei jeder Ein- und Ausreise, ist das aber genau so das gute Recht der EU-Staaten, und ebenfalls nicht zu kritisieren! Gerade das angrenzende Frankreich, dass sich bisher extrem freundschaftlich gegenüber Monaco verhält, leidet ja auch unter Steuerflucht und massiven wirtschaftlichen Problemen. Eigentlich müsste man sich gerade in Paris mal fragen, warum man gerade einen unbedeutenden Fürsten protegiert, der sich als Fluchtort für Geld anbietet, das nicht mehr versteuert werden soll. Gerade Frankreich kann doch jeden Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen brauchen bei einer doppelt so hohen Arbeitslosigkeit wie Deutschland, und einer extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit. Warum also dieser schon lange nicht mehr beachtete Kuschelkurs mit dem Fürsten von Monaco? Unverständlich!

Hier eine richtige Abschottung und Ausgrenzung durchzuführen, würde viele Reiche wieder zurücktreiben nach Frankreich, Italien usw. Und dort sind Steuern fällig! Das könnte wirklich funktionieren, denn ganz praktisch stelle man sich vor: Der millionenschwere Ferrari-Fahrer, der täglich nach Cannes oder Nizza fährt, oder kurz zum Flughafen, der ja auch in Frankreich liegt, oder nur zum Supermarkt, der auch in Frankreich liegt: Wenn der jedes Mal 5 Stunden im Stau vor der Einwanderungs- und Zollkontrolle der EU warten muss, jedes Mal, dann flippt der irgendwann aus, weil das nicht mehr zu ertragen ist! Aus 5 Stunden können auch pro Ein/Ausreise 8 oder 10 Stunden werden! Dann wäre ein Leben in Monaco praktisch unmöglich. Aber das ist ja nur eine bösartige Träumerei, is schon klar. Wie könnte man diesen armen Monegassen so was nur antun? Wer denkt in Paris, Berlin oder Brüssel schon ernsthaft an so etwas? Man pflegt ja gute freundschaftliche Beziehungen zum Fürsten.

Nur… warum eigentlich? Der entzieht uns allen doch die notwendigen Steuern für Schulen, Flüchtlingsbetreuung, Lehrer, Ärzte, Straßenbau, Pflegeheime, Bildung und vieles mehr. Man sollte aufhören so jemanden zu hofieren! Nochmal meine Meinung: Die Bewohner von Monaco profitieren von der gesamteuropäischen Infrastruktur, auf jegliche Art und Weise. Dass die Einkommensteuer dort aber bei 0% liegt, verführt dazu alle Vorteile zu genießen, aber dafür nicht mehr zahlen zu müssen. So zahlt eben nur noch derjenige Steuern, der nicht täglich von Monaco mit dem Heli zu seinem Arbeitsplatz nach Deutschland hin und her pendeln kann… klingt vielleicht polemisch, trifft aber das Problem! Merkel, Hollande und Co sollten sich dieses Problems mal annehmen. Das wäre was für die europäische Volksseele, und auch ganz real was für die europäischen Steuer-Haushalte!

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    gerd

    5. September 2016 15:42 at 15:42

    So isses, bzw. so sollte es sein.

    Wieso fallen diese Misstände FMW auf, anderen Medien aber nicht? Und unseren Politikern sowieso nicht (obwohl, bei Letzteren kann ichs verstehen, die sind ja hauptsächlich mit ihrem eigenen Wohlergehen beschäftigt)

  2. Avatar

    Oliver

    5. September 2016 16:56 at 16:56

    Taxation is theft!

    • Avatar

      globalvoter

      7. September 2016 12:10 at 12:10

      Hohe Steuern sind Verwaltungsinkompetenz und Machtmissbrauch. Das Gegenteil von Steueroase ist die Steuerhölle. Um 1900 hatte es kaum Steuern. Alles blühte und funktionierte. Jeder zahlte gerne Steuern! Erst nach den Knebelverträgen von Versaille, nach WWI, wurden Steuerspielarten und die Macht des Finanzamtes installiert. Natürlich, mit dem Einhergehen des Finanzierungswunders, „Deficit Spending“. Sprich Schuldgeldsystem. Das FIAT Geld System nutzt, aber, langfristig, keineswegs dem Volk. Die FED, das private ZB System, wurde übrigens, zufällig, 1913 etabliert!
      Da hängt der Hammer !!!
      Der Autor ist nett (Kommunist/Sozialist/ staatsgläubig), aber, hat einen gravierenden Fehler. Er hat keine Ahnung!

      • Avatar

        Michael

        18. Dezember 2017 22:08 at 22:08

        @globalvoter, ist man tatsächlich gleich ein Kommunist, wenn man die enormen steuerlichen Ungerechtigkeiten anprangert, die 0,001% der Menschheit gegenüber ihren Mitbürgern genießen dürfen, weil sie zufällig reich sind. Meistens aufgrund von Erbschaft, Spekulation und viel Glück, mafioser Machenschaften oder kurzfristiger Sportlerkarrieren oder weil sie südeuropäische Politiker geworden sind?
        Warum sollen gerade die keine Steuern bezahlen???
        Sie sprechen vom Volk, vom Nutzen für das Volk.
        Ist Ihr Argument aus dem Jahr 1900 noch wirklich aktuell gültig? Ob damals alles so blühte und funktionierte, oder ob die damalige Situation schnurstracks zum ersten Weltkrieg geführt hat, lässt sich trefflich diskutieren.
        Keiner spricht in dem Artikel von hohen Steuern, ganz im Gegenteil: 99,995% wollen niedrigere Steuern, mehr Gerechtigkeit. Geht es nicht gerade darum? Niedrige Steuern für alle sorgen für Zufriedenheit für alle. Wenn sich die große Mehrheit hingegen Tag für Tag diese ständig wachsenden Lumpereien ansehen muss, wird auch das Protestpotenzial zurecht proportional ansteigen.
        Potenzielle Steuerflüchtlinge sollten so behandelt werden, wie potenzielle politische oder gar wirtschaftliche Flüchtlinge (wo ist bei letzteren eigentlich der Unterschied)? Mit größter Skepsis und mit schärfsten Kontrollen. Ansonsten könnte der Verdacht aufkeimen, Reichtum bedeutet Narrenfreiheit und unterwandert Grundgesetze, was wir ja alle sicher nicht wollen.
        Ich bin mir nicht ganz sicher, wer hier keine Ahnung hat und den Begriff „Machtmissbrauch“ etwas leger in den Mund nimmt (was zumindest das Thema Monaco betrifft).

  3. Avatar

    Michael Macker

    5. September 2016 17:06 at 17:06

    schöner Artikel aber fehlende Infos, die leider den Sinn nicht mehr widerspiegeln. Hier zur Erläuterung sind genannt: Die Unabhängigkeit Monacos, die seit dem 25. Februar 1489 besteht, war bisher an das Bestehen der Grimaldi-Dynastie gebunden. Ein Vertrag mit Frankreich regelte bis 2002, dass bei Aussterben der Grimaldi Monaco an Frankreich fällt. Zwischen Frankreich und Monaco besteht ein so genanntes völkerrechtliches Protektorats-Verhältnis, das in einem „Schutzvertrag mit Frankreich“ vom 17. Juli 1918 festgelegt wurde. Darin garantierte Frankreich die Unabhängigkeit und Souveränität Monacos, für wichtige Einzelentscheidungen der monegassischen Außenpolitik wurde eine Konsultationspflicht festgelegt. Zur Nachfolge des Fürsten heißt es darin: „Im Falle einer Vakanz der Krone, beispielsweise durch das Fehlen eines direkten oder adoptierten Erben, würde das Gebiet Monacos einen autonomen Staat unter dem Protektorat von Frankreich bilden“. Für mehrere Schlüsselpositionen im Fürstentum (Regierungschef, Generalstaatsanwalt und Polizeichef) schlug dem Abkommen zufolge die französische Regierung die Beamten vor. So wurde der Staatsminister vom Fürsten aus einem Dreiervorschlag der französischen Regierung ausgewählt und musste stets ein Franzose sein. Im Oktober 2002 wurde eine Neufassung des Vertrages unterzeichnet, die den außenpolitischen Spielraum Monacos erweitert, in wichtigen Fragen aber weiterhin eine Konsultationspflicht vorsieht. Die Auswahl des Staatsministers steht dem Fürsten nun frei, bedarf aber der Zustimmung Frankreichs.

    Monaco ist seit dem 28. Mai 1993 Mitglied der Vereinten Nationen, beantragte am 21. Oktober 1998 den Beitritt zum Europarat und wurde am 5. Oktober 2004 aufgenommen. Aufgrund seiner Nähe zu Frankreich unterhält Monaco außerdem enge Beziehungen zur Europäischen Union und ist dem Schengener Abkommen angeschlossen. Seit dem 7. Januar 2000 unterhält der Stadtstaat eine Vertretung bei der Europäischen Union in Brüssel.

  4. Avatar

    sabine

    5. September 2016 17:12 at 17:12

    Nein, viel zu hohe Steuern ist Diebstahl.
    a) Der Vorwand sind doch nur diese Ausgaben wie Schulen, Straßenbau, Geschwindigkeits-Maratons, Drogen- und Diebstahlbekämpfung (Marathons???), Werbung für Kondome und EU, Sexualerziehung im Kindergarten, Zahlung der Gladio-Armeen, Mordvertuschung an Herrhausen usw.
    http://friedensblick.de/9724/ermordete-die-rote-armee-fraktion-raf-alfred-herrhausen-wirklich/

    Wenn dann mal berichtet werden muß, daß zuviel Steuergeld von den Leuten erpreßt wurde, da man es einfach nirgends in künstliche Bedarfe verstecken konnte, braucht man es halt für die Flüchtlingstrecks, die kommen werden. Für deren Sicherheit und Kost und Logis.

  5. Avatar

    rote_pille

    5. September 2016 18:39 at 18:39

    Es gibt keine moralische Verantwortung, Steuern zu bezahlen. Die EU bietet den Bürgern von Monaco auch keine einseitigen Vorteile: die Reisefreiheit geht schließlich in beide Richtungen. Die EU-Staaten erheben bereits Steuern auf jede wirtschaftliche Aktivität in ihrem Gebiet, also auch auf die, aus der die Bürger von Monaco ihre Kapitaleinkommen beziehen, und könnten daraus locker die Infrastruktur bezahlen, die eh nur einen winzigen Teil der Staatsausgaben ausmacht.
    Der Artikel ist das Werk eines Sklaven, der anderen ihre Freiheit neidet, in der Hoffnung, dass er weniger ausgebeutet wird, wenn es andere genauso trifft. Aber der Staat ist ein Fass ohne Boden, je mehr man ihn füttert, desto größer wird er. Das Geld würde wohl für die afrikanische Überbevölkerung und Schnorrerei draufgehen. Ich gönne jedem die Freiheit sich diesem Sozialismus zu entziehen. Die vom Staat okkupierten Aufgaben wie Bildung, Gesundheit usw. sollten von privaten Unternehmen erledigt werden.

  6. Avatar

    Marlon Bartz

    18. Dezember 2017 18:52 at 18:52

    Den Tenor des Hauptbeitrages kann ich unterschreiben, obgleich eine wichtige Kernaussage (dass Monaco zwar Rechte aber keine Pflichten gegenüber der EU habe) schlicht FALSCH ist. http://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2016/07/12/eu-monaco-tax-evasion/ nur als Beispiel. Selbstverständlich muß Monaco die Regeln des gemeinsamen Marktes einhalten, wenn es dabei sein will, so wie z.B. Norwegen, ebenfalls kein EU-Mitglied. Im Übrigen kann Monaco z.Z. auch nicht einfach der EU beitreten, auch wenn es das wollte, weil es schlicht zu klein ist. Diesbezüglich arbeitet die EU aber an einer rechtlichen Regelung, die das künftig ermöglichen soll. Z.Z. ist Monaco über eine Zollunion mit Frankreich an die EU „angeschlossen“. Die Franzosen haben übrigens mit sogar noch radikaleren Mitteln die Abschaffung der Steuerfreiheit ihrer Bürger in Monaco erreicht, indem sie einfach mit Hilfe der Armee die Grenze abgeriegelt haben.

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

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