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Geht es den „einfachen“ Konsumenten da draußen auf diesem Planeten doch nicht so gut?

Was ist das wichtigste Grundnahrungsmittel weltweit? Wasser, Brot, Mais, Reis? Nein, denken Sie bitte nach, Sie kommen gleich drauf. Nein? Es ist die Coca Cola! Jeder trinkt sie (angeblich)…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was ist das wichtigste Grundnahrungsmittel weltweit? Wasser, Brot, Mais, Reis? Nein, denken Sie bitte nach, Sie kommen gleich drauf. Nein? Es ist die Coca Cola! Jeder trinkt sie (angeblich). Dank steigender Weltbevölkerung müsste der Mengenkonsum ebenfalls konstant ansteigen, so die extrem vereinfachte Logik an dieser Stelle. Auch wenn Coca Cola als Konzern noch andere Getränke im Sortiment hat, so ist doch Coca Cola nach wie vor das Hauptprodukt. Und dazu ist uns ganz aktuell etwas aufgefallen.

Heute hat Coca Cola seine aktuellsten Quartalszahlen veröffentlicht. Abseits von aktuellem Umsatz, Gewinn und den Markterwartungen zeigt die Statistik etwas Interessantes: Die Verkaufszahlen im operativen Geschäft (also Getränke verkaufen) sind aktuell das 7. Quartal in Folge rückläufig! Der Umsatz im operativen Geschäft ging im letzen Quartal um 6% zurück auf 9,41 Milliarden Dollar – wie gesagt, jetzt das 7. Quartal in Folge! In Nordamerika ist das Volumen um 1% gestiegen – von daher verteilt sich der Rückgang sogar komplett auf Regionen mit weniger Kaufkraft. In Südamerika schlägt gerade die Inflation stark zu!

Auch wenn Coca Cola unter anderem Währungseffekte mit anführt, kann man aber nicht für so viele Quartale nacheinander diesen Effekt verantwortlich machen. Will man auch zukünftig für mehrere Jahre am Stück nachteilige Währungseffekte als Grund nennen? Veränderte Kurse sind nun mal die Realität! Die Zahlen von Coca Cola zeigen, dass außerhalb Nordamerikas die Umsatzrückgänge gibt, besonders eben in Südamerika!

Gewiss, der Gedanke ist etwas weit hergeholt, dass der globale Konsum rückläufig ist. Nur durch diese Daten darauf Rückschlüsse zu ziehen, ist etwas zu einfach. Eine andere Schlussfolgerung könnte auch sein, dass aufgrund hoher Inflation in vielen Ländern (Venezuela ist da ganz vorne) viele Konsumenten sich die relativ teure Coca Cola nicht mehr leisten können, und auf günstige Alternativen ausweichen. Also ist dieses Rückgang von 7 Quartalen in Folge vielleicht eine Art Indikator für rückläufige Einkommen und/oder hohe Inflationsraten abseits der Industrienationen mit ihren nicht vorhanden Zinsen und kaum steigenden Preisen? Das ist natürlich nur ein kleiner vereinfachter Gedankengang.

Wenn man sich Analysen, Prognosen und Dossiers von OECD, IWF und Co anschaut, sind das global zusammengestellte Daten, die so allgemein gehalten sind, dass man schwerlich ins Detail gehen kann. Bei einem Konzern wie Coca Cola kann man bis auf den Dollar exakt ins Detail gehen, und sieht zumindest für dieses eher hochpreisige Produkt anscheinend Absatzprobleme. Darf man daraus schließen, dass ärmere Regionen auf diesem Planeten strukturelle Konsumprobleme haben? (ganz vereinfacht gefragt)

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    feldmann

    9. Februar 2017 19:34 at 19:34

    Wenns ums COKE geht,dann sollte man mal uns Deutsche,Amis u.mosl.Frauen ansehen,da hängt die Schwabbel nen Stock tiefer!
    Beim Dax&Co,würde man es“überkauft“nennen…aber die meisten sind „überfressen“
    Danach zu urteilen,gehts den Konsumenten doch einwandfrei.

    • Avatar

      helmut

      9. Februar 2017 21:28 at 21:28

      Warum lacht denn hier keiner?
      ha ha ha
      Am Cola kanns nicht liegen,bei dem Überfraß,der z.Z.herum läuft!

      • Avatar

        Emm wie Meikel

        10. Februar 2017 04:46 at 04:46

        Derzeit sind vor allem Bio, Öko und Gesundheit angesagt, ein weiterer Grund für den Rückgang.

        Ob Coca Cola wieder den Sprung schafft und sich die entsprechenden Segmente einkauft? Ziemlich wahrscheinlich, wenn man sich die Geschichte der Firma anschaut.

  2. Avatar

    Matthias

    10. Februar 2017 09:03 at 09:03

    Sicherlich ist der Trend „Kaufe Öko u. Regional“ u. ebenso der Kauf billiger Brause-Surogate nicht zu verkennen.
    Markoskopisch wird der von Hr. Fugmann beschriebene Trend der Tribalisierung durch Trump-Protektionismus weiter forciert.
    Auch meint die Dt. Bank „Peak Globalisation“ war 2008 erreicht.
    http://www.businessinsider.de/deutsche-bank-research-on-reaching-peak-globalisation-2016-11?r=US&IR=T

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Rüdiger Born: Was der Markt bei Gold noch benötigt für einen Long-Einstieg

Rüdiger Born

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Coronakrise vorbei? So stark verlieren die „kleinen“ Leute in den USA

Claudio Kummerfeld

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Verrammelte Einzelhandelsgeschäfte

Ist die Coronakrise überstanden? Die ersten Corona-Impfungen könnten schon in den nächsten Tagen erfolgen. Und außerdem, der Dow Jones steht bei 30.000 Punkten, während er vor Ausbruch der Coronakrise noch bei 29.300 Punkten im Januar lag. Auch der S&P 500 Index und vor allem der Nasdaq notieren deutlich höher als im Januar. Klarer kann die Börse doch nicht signalisieren, dass die Krise überwunden ist. Richtig? Nun ja. Schauen wir uns mal folgende Charts an. Sie sind Teil einer Datenbank, welche unter anderem von der Harvard University betrieben wird.

Geringverdiener in den USA verlieren in der Coronakrise brutal, Besserverdiener legen sogar zu

Anhand unzähliger Daten werden möglichst aktuell ökonomische Verläufe in den USA angezeigt, aus denen man den Verlauf der wirtschaftlichen Erholung aus der Coronakrise in diesem Jahr erkennen kann. Da wäre zum einen folgende Grafik interessant, wenn es um die Beschäftigung geht. Sie zeigt die Beschäftigungsquoten in den USA von Januar bis Ende September. Für die Besserverdiener mit mehr als 60.000 Dollar Jahresgehalt ist die Beschäftigungsquote seitdem sogar um 0,2 Prozent gestiegen. Man darf vermuten: Jede Menge neue Jobs für Webseitenprogrammierer, Cloud-Experten uvm. Alles was eben in der Coronakrise vermehrt gefragt ist. Die Beschäftigung in der Mittelschicht (27.000-60.000 Dollar) hat um 4,7 Prozent abgenommen.

Und jetzt kommt´s. Die Geringverdiener mit weniger als 27.000 Dollar Jahresgehalt hat eine um 19,2 Prozent sinkende Beschäftigungsquote in den USA. Es ist klar. Gerade im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab es für eine große Masse gering- oder gar nicht qualifizierter Menschen (bisher) massenweise Jobs in der Gastronomie oder im Entertainment-Bereich (Restaurants, Bars, Freizeitparks etc). Und gerade diese Bereiche leiden under Lockdowns in der Coronakrise (siehe jüngst Walt Disney mit zehntausenden Entlassungen in Freizeitparks). Die kleinen Leute verlieren in der Coronakrise massiv, die gut Qualifizierten sind unterm Strich die Gewinner. Die drei Linien zeigen die Verläufe der jeweiligen Beschäftigungsquoten seit Januar.

Chart zeigt Beschäftigungsquoten in den USA

Fast 30 Prozent der kleinen Geschäfte seit Januar geschlossen

Die folgende Grafik zeigt zum aktuellsten Stichtag 16. November mit Verlauf über das Jahr hinweg, wie viele kleine Unternehmen im Vergleich zu Januar noch geöffnet sind. Landesweit sind es in den USA derzeit 28,9 Prozent weniger, und die Tendenz ist negativ. Im derzeit zweiten Lockdown gibt es dank der Streitigkeiten zwischen Republikanern und Demokraten in den letzten Monaten keine neuen Hilfspakete. Kann Joe Biden ab dem 20. Januar als neuer US-Präsident einiges bewegen mit neuen Billionen-Hilfsprogrammen? Kann die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen als neue Finanzministerin womöglich bei den Republikanern im US-Kongress etwas herausschlagen für neue Hilfsprogramme? Die sogenannte Unterschicht und kleine Geschäftsinhaber drohen völlig abzustürzen und auch nach der Coronakrise zu den großen Verlierern zu gehören. Langfristig dürfte die Massenarmut in den USA wohl massiv zunehmen.

Chart zeigt Verlauf der geöffneten kleinen Geschäfte in den USA

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Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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