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Gold/Silber

Geldanlage: In dieser Branche steigen die Gewinne

Warum die negativen Auswirkungen der Schuldenkrisenpolitik der Zentralbanken mittragen, wenn doch die private Altersvorsorge immer wichtiger wird

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

In Kürze präsentieren weltweit die Aktiengesellschaften ihre Quartalsergebnisse – eine Art „Stunde der Wahrheit“ bei der Geldanlage. Im Vorfeld gab es vor allem bei DAX-Konzernen Gewinnwarnungen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Entgegen diesem Trend kann eine kleine Branche mit zweistelligen Gewinnzuwächsen glänzen, die bei der Geldanlage noch ein Schattendasein führt.

Die Geldanlage in Minenaktien gewinnt erst langsam wieder an Interesse

Das Interesse an Gold und Silber wächst wieder, nach dem vor allem der Goldpreis in den meisten Währungen, so auch in Euro, im dritten Quartal dieses Jahres neue Rekordstände erreichte. Zwar hört man von Edelmetallhändlern auch, dass sich die Ankaufvolumina von Altgold im Zuge der hohen Preise wieder erhöht haben, aber nach wie vor wird mehr Gold und Silber gekauft als verkauft.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass vor allem große Investoren wieder zugreifen. Obwohl der Goldpreis in US-Dollar gerechnet aktuell noch 26 Prozent unter seinen Höchstständen aus dem Jahr 2011 liegt, sind die Goldbestände des größten Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) bereits auf ein Zweijahreshoch angestiegen.

Das Umfeld aus explodierenden Schulden, verschwindenden Zinsen und „unkonventioneller“ Geldpolitik lässt kein Weg mehr an Gold vorbeiführen. Bei der globalen Überschuldung mit all seinen Folgeerscheinungen handelt es sich um einen historischen Megatrend. Natürlich wird das Schuldendilemma irgendwann aufgelöst, entweder durch beschleunigte Inflation oder einen globalen Schuldenschnitt (Global Currency Reset), den besonders die designierte EZB-Präsidentin Christine Lagarde präferiert. Glücklicherweise ist Gold genau für diese beiden einzigen Lösungen der Schuldenkrise (Reset und Inflation) historisch verbrieft der beste Vermögenswert für die Geldanlage.

So wundert es auch nicht, dass ein eher kleiner Nischensektor mehr und mehr in den Fokus des kleinen, aber auch des großen Geldes gerät. Zwar gibt es in diesem Sektor Hunderte von börsennotierten Unternehmen, die mit der Förderung von Gold ihr Geld verdienen, zusammen bringen diese aber nicht einmal die Börsenkapitalisierung von Apple auf die Waage. Allerdings sind die Margen der Goldminen mittlerweile höher als die des Tech-Giganten aus Cupertino. Wenn also in Zukunft nur ein wenig mehr Kapital aus den bisherigen Börsen-High-Flyern, z.B. den FAANG-Aktien, in Richtung Minenaktien fließt, wird dies einen weiteren Kursschub in diesem Nischenmarkt auslösen.

Das Geschäft bei den Minengesellschaften brummt

Wie gut das Geschäft bei den Goldminen läuft, kann man an dem Verhältnis der Goldpreisentwicklung zu den Produktionskosten sehen. Bereits im ersten Quartal konnte ein Großteil der Minengesellschaften ihre Bilanzen entgegen dem allgemeinen Trend verbessern und ihre Gewinne durch Kostenreduktion und Produktionssteigerungen erhöhen. Im jetzt auslaufenden dritten Quartal kam im Zuge der Zinswende der Fed der Goldpreis richtig in Schwung. Der durchschnittlich von den Minen erlöste Metallpreis stieg von 1.310 US-Dollar pro Unze im zweiten Quartal auf aktuell 1.438 US-Dollar oder um 9,8 Prozent im Laufe des dritten Quartals an.

Die durchschnittliche Marge, gemessen an den Gesamtförderkosten (AISC) von aktuell ca. 950 US-Dollar pro Unze Gold, steigt damit auf 488 Dollar pro Unze oder auf satte 51,32 Prozent an. Die Gewinnsteigerung in Höhe von 36 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ist erst der Anfang einer sektoralen Sonderkonjunktur. Aktuell steht der Goldpreis bereits über 1.500 US-Dollar pro Unze – und der Stress im Finanzsystem und die Reaktionen der Zentralbanken darauf (sinkende Zinsen, mehr Geld drucken) nimmt von Quartal zu Quartal weiter zu, was das Interesse an Gold weiter steigern dürfte.

 

Fazit – Schuldenkrisenpolitik und Geldanlage

Warum nur die negativen Auswirkungen der desperaten Schuldenkrisenpolitik der Zentralbanken mittragen, wenn doch die private Altersvorsorge immer wichtiger wird. Umso entscheidender ist es, Partizipationsmöglichkeiten wie die noch junge Minen-Hausse zu erkennen und in der privaten Geldanlage umzusetzen. Vor kurzen habe ich dazu ein exemplarisches Startportfolio als Baustein einer umfassenden Anlagestrategie für Minen-Einsteiger vorgestellt. Ab Anfang Oktober können Investoren wieder einen Blick in die Bücher der Minengesellschaften werfen. Anders als in vielen anderen Branchen können sie sich auf Pluszeichen vor der Gewinnentwicklung pro Aktie freuen, ganz ohne Buchhaltungstricks und künstliche Aktienverknappung.

Die richtige Strategie bei der Geldanlage wird gerade in Zeiten der Schuldenkrisenpolitik der Zentralbanken immer wichtiger

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Helmut Josef Weber

    26. September 2019 13:24 at 13:24

    Ich muss hier in Europa in Euro zahlen.
    Ich kriege es einfach nicht zusammen, wie man dem „kleinen Anleger“ dazu raten kann seine Altersversorgung in Aktien zu organisieren.
    Mitte:
    2000 stand der DAX auf etwa 8.000;
    2019 aktuell knapp über 12.000
    Und wenn ich Experten höre, dann sagte diese, dass in dem Kurs schon die Dividenden eingerechnet sind.
    Kann mir vielleicht jemand erklären, wie man dabei seine Altersversorgung aufbauen kann?
    19 Jahre (über den Daumen) Kursgewinne von etwa 50%, aber dafür etwa 100 % Preissteigerung in dieser Zeit und für die „Gewinne“ auch noch Steuern zahlen.
    Alles was im Jahr 2000 in DM kostete, muss heute mit gleich viel Euro bezahlt werden.
    Wer also sein Geld im Jahre 2000 in den DAX gesteckt hat, hat etwa die Hälfte verloren und dafür auch noch Steuern bezahlt.

    Und— wenn es im Alter verbraucht wird, erscheint Goldverkauf ganz legal nicht bei der Einkommensteuererklärung, wonach bei gesetzlich versicherten Rentnern dann auch noch die Krankenkassenbeiträge und deren Zuzahlungen (ca. 18%) berechnet werden.
    Natürlich gibt es auch beim Gold extreme Schwankungen, aber wie will man sonst auch den „kleinen Mann“ davon abhalten seine private Altersversorgung in E-Metalle zu organisieren?
    Natürlich gibt es bei allen Anlageformen auch mal „Sacker“, wie bei Gold 2013/14.
    Aber es sind trotzdem hat sich der Kurs seit 2000 steuerfrei mehr als vervierfacht.
    Und seit 2009 etwa 100% Kurssteigerung.
    Aus damals (im Jahre 2000) sind aus 100 TSD Goldanlagen (in Euro) bis heute etwa 400 TSD in Gold geworden.
    Aus 100 TSD Euro DAX Aktien sind heute etwa 150 TSD geworden, mit der Kaufkraft von etwa 75 TSD
    Also hat der Anleger Kaufkraftmäßig etwa 50 TSD seit dem Jahre 2000 verloren.
    Hätte ich die etwa 300 TSD Kursgewinne in den ganzen Jahren versteuern müssen und müsste ich heute von dem Kapitalertrag (als gesetzlich versicherter Rentner) auch noch etwa 18% Sozialversicherung zahlen, würde sich mir der Mage umdrehen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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      Stefan K.

      26. September 2019 14:33 at 14:33

      @Helmut Josef Weber. Oh weh Herr Weber. Was haben Sie für eine seltsame Einstellung zur Aktienanlage. Haben denn alle Anleger am 7. März 2000 beim Dax Stand von 8064 gekauft und nicht im März 2003 bei 2300 Punkten oder am 6. März 2009 bei 3666 Zählern. Nur wenn man in 20 Jahren all sein Geld in einem der wenigen Wochen/Monate komplett eingesetzt hätte, wäre Ihre Milchmädchenrechnung herausgekommen. Genauso könnte man sagen, dass ein Anleger, der im Jahr 2011 Gold bei 1900 Dollar gekauft hat, mit Zitronen gehandelt hat. Natürlich gab es Leute, die bei 7000 oder 8000 in den Dax eingestiegen sind und dann bei 4000 in Panik verkauft haben. Das sind genau die, die Aktien als Teufelszeug bezeichnen.
      Der Dax begann sein Leben 1988 mit 1000 Punkten, heute steht er über 12000. Wenn man eine ruhige Hand hatte, gab es kaum ein Investment, das im Durchschnitt eine bessere Rendite erbracht hätte (außer internationale Aktienmärkte). Täglich steht zu lesen, was ein Sparplan gebracht hätte. Wieso hält sich in Deutschland immer noch die Mär von der gefährlichen Aktienanlage, sogar in einem Portal wie FMW?
      Darüber sollten wir nachdenken.
      Beste Grüße

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        Helmut Josef Weber

        26. September 2019 15:57 at 15:57

        Als wir 2000 aus Deutschland weggezogen sind, war ich 47 und wir habe alle Firmen und Immobilien verkauft und 400 TSD Mark (200 TSD) Euro in Gold als Alterssicherung angelegt.
        Daraus sind nun über 800 TSD geworden.
        Seit 2017 bin ich Altersrentner und jetzt steht mir das Goldvermögen zur Verfügung, wenn die Rente nicht reicht.
        Und ich habe mit keinen Finanzamt etwas zu tun.
        Und wenn ich nicht mehr auf der Welt bin geht alle an meine Frau und wenn sie mir folgt an unsere Kinder.

        Viele Grüße
        H. J. Weber

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      Columbo

      26. September 2019 15:32 at 15:32

      @Helmut Josef Weber
      Bin zwar auch ein Goldbug, aber Gold ist zum Vermögensaufbau denkbar ungeeignet. Vergleichen Sie mal die Langzeitcharts eines MSCI World oder Berkshire Hathaway mit der Goldperformance, sehr ernüchternd. Hab lang gebraucht, aber irgendwann hab ich es auch kapiert, daß man mit Gold keinen Blumentopf gewinnen kann, dafür aber für den Fall der Fälle gerüstet ist. Versicherung halt, nicht mehr und nicht weniger.
      Gold ist in meinen Augen besonders im Alter geeignet, wenn man eine schöne Rente hat: Solange das System läuft, reicht die Rente. Kracht es richtig, ist die Rente vielleicht weg oder wertlos, dann braucht man Gold. Ziemlich banal oder?

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    SilverSufer

    26. September 2019 14:13 at 14:13

    Sg. Herr Zipfel, als erstes Mal großen Dank an Sie, sowie Hr. Müller, Kummerfeld und natürlich Hr. Fugmann inkl. Redaktion für die täglich spannenden Beiträge. Die Finanzmarktwelt hat sich mittlerweile zu einer meiner Top 3 der Infoseiten im Netz gemausert.

    Da hier in letzter Zeit Gold bzw. auch Silber sehr im Fokus stehen, ein Frage zu Silber und die Rolle von JP Morgan.

    Warum baut sich JP einen derart großen Silberschatz auf?
    JP Morgen könnte wohl bei so einem Bestand den Preis nach Belieben lenken?
    Stellt diese Marktmacht für den Kleinanleger nicht ein gewisses Risiko dar?

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      Shong09

      26. September 2019 15:17 at 15:17

      Nicht könnten, tun sie auch, wenn sie mal wieder wollen. JPM ist da auch groß im Geschäft mit Derivaten und Optionen, und sie wissen das sehr genau zu steuern. Alle paar Jahre wieder werden die Leute dann mal herausgeschüttelt und verlieren groß.
      Die gleiche Schweinerei quasi wie mit den Vola Zertis Anfang 2018. Die wurden dann schön eingestellt, als die Vola hoch war, was natürlich für die ganzen Anleger, die auf fallende Vola spekuliert haben, der perfekte Neueinstieg gewesen wäre.
      Ist wie wenn Sie beim Pokern Texas Holdem 2 Asse ausgeteilt bekommen und der Coupe beendet das Spiel während der Hand.
      Die Bank ist natürlich nicht verpflichtet solche Produkte anzubieten, aber ein gewisses Geschmäckle hat es schon, und die Abzocke von JPM bzgl. Silber ist schon eher nicht mehr legal, aber wen kümmerts? DIe Politik zumindest nicht.
      Vor so ca. 5-7 Jahren habe ich dazu einen sehr guten Artikel gelesen, könnte in der FAZ gewesen sein, weiss ich aber leider nicht mehr. Vor schon einigen Jahren hat auf jeden Fall JPM den größten Silberhändler gekauft und teilweise nur Ware umhergefahren, um die Preise zu beeinflussen und die Lager leer zu machen. Eine angemessene Strafe gabs dafür zumindest nicht. Ist aber auch schon sehr praktisch, wenn man Derivate drauf verkaufen darf und danach den Preis des Basiswerts auch noch selbst bestimmen kann.
      Wenn Sie es sich aber physisch kaufen, kann Ihnen die Bank nichts und ihr Keller oder Garten stellt auch keine monatliche Rechnung für Lagerung oder rollierende Kontrakte. Und der Staat kann es Ihnne auch nicht so leicht nehmen. Allerdings müssen Sie in D Mehrwertsteuer drauf entrichten, außer wenn Sie es gebraucht kaufen, dies ist bei Gold nicht der Fall.

      • Avatar

        Theresa

        28. Januar 2020 14:41 at 14:41

        Liebe/r Shong09

        mein Name ist Theresa, ich bin eine junge Journalistin, schreibe unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und die ZEIT und recherchiere derzeit zum Thema Gold als Wertanlage.
        Ich bin auf Sie aufmerksam geworden, weil Sie scheinbar ein großes Misstrauen gegenüber Banken haben. Der Gedanke, dass auch heute noch jemand Silber/Gold vergräbt finde ich super spannend. Ich frage mich, was die Menschen zu dieser Entscheidung bewegt und wie sicher das Ganze im Vergleich zu herkömmlichen Anlagemethoden ist.
        Ich würde mich freuen, wenn Sie sich bei mir melden. Gerne unter: theresamaria2708@gmail.com oder hier.

        Mit lieben Grüßen
        Theresa

    • Avatar

      Hannes Zipfel

      26. September 2019 15:36 at 15:36

      @SilverSurfer: Natürlich stellt ein so großes Volumen an Silber in der Hand eines einzigen Marktteilnehmers immer ein potenzielles Risiko in Form eines potenziellen plötzlichen Angebotsschocks dar. Wenn man sich mit dem Komplex J.P. Morgan und Silber näher beschäftigt, kommt man zu einer plausiblen Erklärung dieser sehr großen physischen Silberposition. Zum einen kann man aus diversen Analysen des Hauses entnehmen, dass sich die Analysten und das Management der Bank der globalen ökonomischen Gemengelage sowie den Spezifika am Silbermarkt voll bewusst sind und daher grundsätzlich bullish für das Metall. Vor allem aber bildet der Silberberg in den Tresoren der Bank ein Gegenstück zu deren Terminmarkt-Exposure. J.P. Morgan ist einer der größten Halter von Silber-Terminkontrakten – und zwar auf der Short-Seite. Einige Investoren und Analysten vermuten, dass J.P. Morgan so den Silberpreis künstlich niedrig halten möchte, um auf der anderen Seite billig an physisches Material heranzukommen. Andere sagen, dass das physische Silber nur als Back-Up dient, sollten die Leerverkaufskontrakte an der Terminbörse eines Tages bedient werden müssen. Ich vermute, dass J.P. Morgan das physische Silber in Anbetracht der kommenden Ereignisse trotz steigender Preise so schnell nicht aus der Hand geben wird. Im Falle einer erneuten Finanzkrise und damit einhergehender exzessiver Geldpolitik wäre das Edelmetall ein wesentliches bilanzielles Gegengewicht zu anderen Risiko-Assets (v. a. Forderungspapieren).

  3. Avatar

    sabine

    27. September 2019 13:31 at 13:31

    a) Daß J.P. Morgan das physische Silber in Anbetracht der kommenden Ereignisse bunkert, schließt
    b) ja den derzeitigen Erwerb mit krummen bzw. mafiösen Methoden nicht aus. Im Gegenteil, es spielt gut zusammen, und hält
    c) drittens noch auch die Flucht in Edelmetalle etwas auf, da die Menschen denken, Silber ist eine schlechte Anlage – bleiben wir bei den Aktien, Betongold oder Staatsanleihen. Oder noch sicherer Mischmasch-Fonds, die absolute Scheinsicherheit.

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Gold/Silber

Goldpreis klebt an 1.900 Dollar-Marke – großer Move noch heute möglich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis klebt aktuell um die Marke von 1.900 Dollar. Gestern war es das selbe wie in den Tagen zuvor auch. Gold steigt schnell und deutlich über 1.900 Dollar, und verliert dann genau so schnell wieder den Mut. Und zack, der Goldpreis sackt wieder unter diese runde Marke. Ein Horror-Markt für die Bullen, die sich deutlich höhere Kurse erhoffen in diesem Umfeld von Nullzinsen und Gelddruck-Orgien.

Gestern im Hoch bei 1.918 Dollar, sehen wir aktuell 1.902 Dollar im Goldpreis. Der US-Dollar als derzeit perfekte Negativ-Korrelation für Gold fiel gestern spürbar (sichtbar im Dollar-Index), um sich dann gestern Abend wieder etwas zu stabilisieren. Das hat auch den Goldpreis wieder zurückgebracht, runter Richtung 1.900 Dollar.

Einigung in Washington DC Auslöser für deutlichen Move im Goldpreis?

Heute Abend kann es interessant werden, oder sonst morgen früh deutscher Zeit. Die in diesem Fall extrem wichtige Demokratin im US-Kongress Nancy Pelosi betont derzeit, wie wichtig die Deadline heute Abend ist für die Einigung mit der US-Regierung über ein neues billionenschweres Konjunkturpaket. Je nachdem ob das Paket kommt und wie groß es wird, kann dies die Aktienmärkte, den US-Dollar und auch den Goldpreis kräftig in Bewegung bringen, und damit diese elendige Herumschwirren um die 1.900 Dollar-Marke beenden. Wann die Einigung oder Absage in Washington kommt? Womöglich heute noch, oder morgen früh deutscher Zeit? Man wird sehen.

Die Analysten der Commerzbank kommentieren ganz aktuell die aktuelle Lage in Washington DC so: Pelosi und Mnuchin haben „ihre Differenzen weiter verringert“. Mitarbeiter werden bis Dienstagabend „rund um die Uhr“ gemeinsamen Nenner suchen. Schumer bezeichnet Vorschlag der Republikaner als voll von „Giftpillen“. Regierungssprecherin ist „verhalten optimistisch“.

Naeem Aslam von Avatrade kommentiert die ganz aktuelle Lage bei Gold folgendermaßen: Was den Goldpreis betrifft, so kämpfe das Edelmetall mit der 1900 Dollar-Marke. Der Goldpreis versuche sein Bestes, um im täglichen Zeitrahmen über dem gleitenden 100-Tage-Durchschnitt zu bleiben, und nur die Zeit werde zeigen, ob er diesen Krieg gewinnen wird. Eine Sache sei ziemlich sicher, dass die Bullen nicht so leicht nachgeben würden. Das liege daran, dass es einfach zu viel Unsicherheit bezüglich der US-Wahlen und des Coronavirus gebe, die das Interesse der Händler am Goldpreis aufrecht erhalten, so seine Worte.

Also, Augen auf heute und morgen, ob man sich in Washington DC auf ein neues Billionen-Paket einigt. Durchbricht diese Info endlich die Lethargie im Goldpreis?

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen
Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage.

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

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am

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Gold/Silber

Goldpreis aktuell: Blick auf US-Dollar, Trump, Notenbanker, Spekulanten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis treibt seit Tagen die Bullen in den Wahnsinn. Ständig neue Anläufe über die Marke von 1.900 Dollar, und dann immer wieder Rückfälle unter diese Marke. Derzeit steht der nächste Versuch an nach oben zu laufen. Über das Wochenende noch glatt bei 1.900 Dollar, so läuft der Goldpreis in diesem Moment auf 1.911 Dollar. Hier die aktuelle Lage und einige Einflussfaktoren für das Edelmetall.

Goldpreis unter dem Eindruck von US-Dollar und Spekulanten

Der US-Dollar-Index (Währungskorb) ist heute Vormittag von 93,76 auf 93,53 Indexpunkte gefallen. Nicht viel, aber immerhin etwas. Dies unterstützt die letzten Stunden den Anstieg im Goldpreis. Der folgende Gold-Chart zeigt den Kursverlauf seit zehn Tagen. Ein klarer, kräftiger Aufwärtstrend ist das noch lange nicht! Wie die Commerzbank in einer ganz frischen Analyse betont, war der scharfe Rückgang im Goldpreis unter die Marke von 1.900 Dollar in der letzten Woche begründet in einem Rückzug der spekulativen Finanzinvestoren. Laut CFTC-Statistik haben diese in der Woche zum 13. Oktober ihre Netto-Long-Positionen um 14 Prozent auf 81.800 Kontrakte reduziert. Damit wurde der Positionsaufbau der vorangegangenen zwei Wochen laut Commerzbank rückgängig gemacht.

Trump und Notenbanker

Der Goldpreis steht auch stark unter dem Eindruck der aktuellen Diskussionen um ein neues Billionen-Hilfspaket für die US-Volkswirtschaft. Nun wird es eine ganz heiße Kiste! Laut der demokratischen Mehrheitsführerin im US-Repräsentantenhaus Nancy Pelosi muss sich bis morgen Abend ein Kompromiss im Streit über ein neues Hilfspaket abzeichnen. Es hänge von der Regierung ab, ob es bis zur Wahl am 3. November weitere Hilfen gebe, so ihre Worte. Und von Donald Trump gibt es aktuell dazu optimistische Worte (hier dazu der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann).

Heute gibt es im Tagesverlauf Reden von einigen Notenbankern diesseits und jenseits des Atlantiks. Darunter auch die beiden Chefs. Jerome Powell spricht heute um 14 Uhr, und Christine Lagarde um 14:45. Ob ihre Aussagen Aktienkurse, US-Dollar und Goldpreis bewegen werden, kann bezweifelt werden. Das Billionen-Hilfspaket in den USA dürfte wohl der wichtigste Faktor für Gold sein heute und morgen!

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf der letzten zehn Tage

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