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„Debasement Trade“ Geldentwertung: Warum Anleger jetzt auf Gold und Bitcoin setzen

Grafik: ChatGPT

In einer Welt, in der traditionelle Währungen unter Druck geraten, suchen Anleger nach sicheren Häfen – und finden sie zunehmend in Bitcoin und Gold. Während der sogenannte „Debasement Trade“ die Kaufkraft von Dollar, Euro und Yen schwächt, erleben Kryptowährungen und Edelmetalle neue Höhenflüge und ziehen die Aufmerksamkeit von Investoren weltweit auf sich.

Bitcoin und Gold: „Debasement Trade“

Der Debasement-Trade erfreut sich zunehmend auch bei Privatanlegern großer Beliebtheit und sorgt für anhaltende Kursanstiege bei Bitcoin und Gold. Die Strategie spiegelt die wachsende Sorge über langfristige Inflationsrisiken sowie Zweifel an der Unabhängigkeit der Zentralbanken wider. Während die Edelmetalle und Kryptowährungen neue Rekordstände erreichen, geraten klassische Währungen wie der US-Dollar unter Druck.

Wachsende fiskalische Sorgen in einigen der größten Volkswirtschaften der Welt verleihen dem „Debasement Trade“ zusätzlichen Schwung. Investoren strömen in die als sicher geltenden Anlagen Bitcoin, Gold und Silber und wenden sich gleichzeitig von den wichtigsten Währungen ab.

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Der Yen stürzte am Montag ab, nachdem die stimulierungsfreundliche Politikerin Sanae Takaichi zur nächsten Premierministerin Japans ernannt worden war. Der Dollar, der in diesem Jahr gegenüber Bitcoin um etwa 30 % an Wert verloren hat, bleibt unter Druck, da die Stilllegung der US-Regierung andauert. Der Euro hat indessen mit neuen politischen Unsicherheiten in Frankreich zu kämpfen.

Im Zentrum dieser Entwicklungen steht die wachsende Verschuldung in den USA, Japan und Europa. Dadurch gewinnen alternative Anlagen wie Edelmetalle und Kryptowährungen an Attraktivität und erreichen neue Meilensteine. So stieg Gold am Montag auf ein neues Hoch von rund 3.945 USD, während Silber der 50-Dollar-Marke näherte. Bitcoin pendelte derweil nahe seinem neuen Allzeithoch vom Wochenende.

Währungen verlieren: Debasement-Trade treibt die Rally von Gold, Silber und Bitcoin
Der Debasement-Trade treibt die Rally von Gold, Silber und Bitcoin.

Absicherung gegen Geldentwertung

„Die politische Lage in diesen Ländern gibt Ihnen einen Grund, Gold und Bitcoin als Absicherung gegen Geldentwertung zu kaufen”, sagte Chris Weston, Forschungsleiter bei der Pepperstone Group. „Es ist zu einem großen Momentum-Trade geworden. Nichts schürt die Stimmung so sehr wie ein steigender Markt – da muss man einfach dabei sein.“ Auch an den Aktienmärkten ist dieses Verhalten derzeit zu beobachten.

Der Yen schwächte sich am Montag gegenüber dem Dollar um 1,6 Prozent ab und erreichte gegenüber dem Euro ein Rekordtief. Einerseits steigerte Takaichis Sieg die Erwartungen an fiskalische Stimulierungsmaßnahmen, andererseits dämpfte er Spekulationen auf eine sofortige Zinserhöhung durch die Bank of Japan. Gold und Bitcoin wurden beide zu Rekordkursen gegenüber der japanischen Währung gehandelt.

Der Euro gab gegenüber dem Greenback um 0,1 % nach. Ein Bloomberg-Index für den Dollar erholte sich um 0,3 Prozent und machte damit einen Teil der Verluste der letzten Woche wieder wett. Insgesamt liegt der Dollar für das Jahr aber immer noch etwa 8 Prozent im Minus.

„Das bekannte Muster der Dollarabwertung gegenüber alternativen Reservewährungen inmitten der Dysfunktionalität Washingtons“ zeige sich erneut, schrieben Analysten von JPMorgan Chase & Co., darunter Meera Chandan, in einer Mitteilung vom 3. Oktober. „Auch wenn es nicht so dramatisch ist wie bei Gold, haben auch andere Edelmetalle einen starken und breit angelegten Aufschwung erlebt – ähnlich wie nach der globalen Finanzkrise und den Jahren der quantitativen Lockerungspolitik“, sagten sie.

FMW/Bloomberg



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2 Kommentare

  1. Das heute die Unze Gold mehr als 100-mal teurer ist als 1971, sagt nicht so sehr viel aus.
    Aber es muss heute etwa 10-mal so lange für eine Unze Gold gearbeitet werden als 1971.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  2. Meine Güte, typisch FMW. Soviel Theorie zu so einer simplen Sache. Wir leben in einer Welt, in der das FIAT Geld stirbt. Deshalb, nur deshalb steigen Gold und BTC unaufhörlich. Die Zusammenhänge kann man einem 5-jährigen Kindergartenkind erklären.

    Als ich das hier schon vor 6 Jahren geschrieben hab galt ich noch als Spinner. Auch bei der Redaktion.

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