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Aktien

George Soros verdoppelt S&P-Short, reduziert Gold-Positionen

Soros geht „all-in“ beim S&P auf der Short-Seite und baut Gold-Positionen stark ab..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die US-Aktienmärkte steigen von Tag zu Tag – erst gestern erreichte der S&P500 einmal mehr ein neues Allzeithoch. Und das ist nicht gut für George Soros, den legendären Spekulanten. Denn Soros spekulierte, das hat er mehrfach auch öffentlich gesagt, auf fallende Kurse beim S&P500.

George-Soros
George Soros. Foto: WEF/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Soros fährt also Verluste ein mit seinen Positionen – und das möchte er offenkundig nicht auf sich sitzen lassen. Nun hat er, das zeigt seine regelmäßige Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht in den USA (13F filing bei der Securities and Exchange Commission), seine Short-Spekulation auf den S&P fast verdoppelt inzwischen. So besitzt er nun 4,1 Millionen Put-Optionen eines ETFs, das den Leitindex S&P500 nachbildet – Stand Ende März hatte er bei seiner quartalsmäßigen Pflichtmitteilung noch 2,1 Millionen Puts auf den S&P-ETF gemeldet.

Soros ist sich seiner Sache also scheinbar sicher – und erhöht daher massiv den Einsatz. Auch Soros ist wohl nicht entgangen, dass der S&P mit einem KGV von 20,5 inzwischen mehr als sportlich bewertet ist. Das Shiller-KGV, das das KGV auf die letzten zehn Jahre erfaßt, liegt bei 27,1 – historischer Durchschnitt ist ein Wert von 16.

Reduziert hat Soros hingegen seine Spekulation in der Aktie von Barrik Gold, dem weltweit führenden Gold-Produzenten. Das gilt auch für seine Long-Position auf ein Gold-ETF – Soros ist noch „drin“, aber nur noch mit Restpositionen. Deutlich abgebaut auch seine Long-Position bei dem Silberminen-Betreiber Silver Wheaton.

Ganz raus ist Soros übrigens bei Schlumberger, einem Konzern, der Ölfirmen mit Euqipment ausstattet, dafür hat der gebürtige Ungar zwei Millionen Aktien des derzeit uner Gläubigerschutz stehenden Öl-Unternehmens C&J Energy Services aufgebaut. Zweigrößte Position von Soros nach dem S&P-Short ist sein neu erworbenes Aktienpaket bei der Firma des Medienmoguls John Malone, Liberty Broadband.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    KSchubert

    16. August 2016 10:43 at 10:43

    Hallo Herr Fugmann,

    weiß man eigentlich aktuell etwas über die Short-Position auf die Deutsche Bank von Herrn Soros?

    VG

  2. Avatar

    hans

    16. August 2016 14:05 at 14:05

    Ich mache es so ähnlich, habe soeben den Gold Call verkauft und DAX Puts nachgelegt, Da ist noch Luft nach unten, viel Luft.

  3. Avatar

    Zinsangst

    16. August 2016 14:31 at 14:31

    Die Kombination S&P Short und Gold verkaufen ist aber gemessen an den Korrelationen der letzten S&P Crashs nicht schlüssig. Da hat Gold perfekt als Hedge funktioniert, und das aus guten Gründen. Aber was weiß ich schon gegenüber dem Mann, der die BOE in die Knie gezwungen haben will.

  4. Avatar

    hans

    16. August 2016 15:52 at 15:52

    Mir egal was Du denkst, der Verkauf v. Gold kam geradezu noch rechtzeitig.Man kann ja auch wieder einsteigen:-)

    Der Vix steigt,der Dax fällt, gute Trades Dir

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Aktien

IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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