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Aktien

George Soros wettet massiv short gegen die Deutsche Bank

George Soros hatte Stand Freitag mit seiner Firma „Soros Fund Management“ eine sogenannte „Netto-Leerverkaufsposition“ offen in der Deutsche Bank-Aktie. Dies ist zweifelsfrei feststellbar, da in Deutschland diese Shortpositionen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

George Soros hatte Stand Freitag mit seiner Firma „Soros Fund Management“ eine sogenannte „Netto-Leerverkaufsposition“ offen in der Deutsche Bank-Aktie. Dies ist zweifelsfrei feststellbar, da in Deutschland diese Shortpositionen im Bundesanzeiger veröffentlicht werden müssen, wenn sie 0,5% des Aktienkapitals einer Aktiengesellschaft überschreiten. Und das war am Freitag bei der Deutsche Bank-Aktie der Fall.

Mit 0,51% des Kapitals (am Freitag ca. 100 Millionen Euro) war Soros short in der Deutschen Bank. Das bedeutet: Seine Firma hat sich Deutsche Bank-Aktien bei Banken geliehen und sie dann verkauft. Fällt der Kurs weiter und er kauft sie günstiger zurück, macht er einen Gewinn reicht die Aktie an den Verleiher zurück, der hierfür eine kleine Verleihgebühr kassiert. Möglich ist, dass Soros schon vorher mit einem Anteil knapp unter 0,50% short in der Aktie war. Genau kann man das aber nicht sagen. Aber eines ist klar: Der Mann scheint wohl davon auszugehen, dass der Absturz in der Aktie weitergeht.

Erst gestern hieß es aus Soros´ Firma nein, diesmal habe man am Absturz im britischen Pfund nichts verdient. Das stimmt dann ja auch – er macht halt eben in der aktuellen Pfund-Parallelwährung namens „Deutsche Bank-Aktie“ seine Gewinne – denn die Aktie läuft seit Tagen de facto 1:1 mit dem Pfund. Jetzt rächt sich dieser jahrelange Wunsch aller Deutsche Bank-Vorstände, ja unbedingt müsse man ein großes Rad in London drehen – und Frankfurt war immer irgendwie nicht sexy genug für die Deutschbanker mit ihren großen globalen Zielen.

Die größte Bank der USA JP Morgan hat für die Deutsche Bank-Aktie jetzt die Reißleine gezogen. Man senkte seine Aktieneinschätzung auf Halten. Wurde gerade erst das Kursziel von 35 auf 23 gesenkt, geht man jetzt weiter runter auf 15 Euro. Wobei man sich fragen darf: Was sind dann solche Analysteneinschätzungen noch wert? Reicht es nicht auch ein paar Schritte zurückzutreten, das große Bild zu betrachten und den gesunden Menschenverstand zu benutzen bei der Betrachtung dieser Aktie? Nur mal für die Relation: Die Deutsche Bank hat jetzt noch einen Gesamtwert von 17,4 Milliarden Euro – die größte italienische Bank Unicredit 12 Milliarden Euro.

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank-Aktie seit Sommer 2015.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Jan

    28. Juni 2016 14:12 at 14:12

    Aus den Meldungen geht eindeutig hervor, dass Soros bereits am 24.06.2016 short war und heute seine Shortquote herunter gefahren hat.
    Da unter 0,5% keine Meldepflicht mehr besteht, kann niemand sagen, ob er überhaupt noch short ist.
    Vermutlich nicht mehr!

    Also ist die Meldung m.E. ziemlicher Quatsch, weil sie denn Schluss zieht:
    „Aber eines ist klar: Der Mann scheint wohl davon auszugehen, dass der Absturz in der Aktie weitergeht.“

    Eben das genau kann man nicht sagen!

    Komisch, dass diese Meldung hier JETZT kommt und nicht bereits am 24.06.

    https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=41ae88a6c60d2d942109b4a90e3c0118&page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&fts_search_list.selected=0790d09c587ab7ca&fts_search_list.destHistoryId=78281

  2. Avatar

    Jan

    28. Juni 2016 14:17 at 14:17

    Man muss auch sagen, dass eine Shortquote von 0,51% so knapp über der Meldefrist liegt, dass es gar keinen Sinn macht wegen der 0,02 zusätzlichen Prozent über die Meldefrist zu gehen.

    Evtl. will Soros hier den Markt nur faken, weil er absichtlich knapp über die Meldefrist kommt, um eine Meldung loszutreten.

    Für mich lässt das eher den Schluss zu, dass er sogar womöglich bereits dabei ist, sich long zu positionieren in der deutschen Bank!

    Bzw. er nutzt zumindest die Wirkung seiner „Soros-short-Meldungen“ dazu, schonend die Shorts zu closen…

    Also´wenn Soros absichtlich will, dass die Öffentlichkeit von seinen DB-shorts erfährt, dann vorsicht mit shorts in der DB!

  3. Avatar

    KSchubert

    28. Juni 2016 15:04 at 15:04

    Ergänzung zu dem obigen Chartbild der Deutschen Bank, weil es ein Bilderbuchchart ist: Man sieht sehr schön die Verschachtelung des Charts ab Anfang/Mitte Februar, wo dann quasi ab dort ein Monat in den anderen verschachtelt ist („Inside Bars“ im Monatschart), somit die Vola rausgenommen wird und nun explodiert…nach unten. Charttechnisch ist das Potential nach unten enorm!

  4. Avatar

    leser

    28. Juni 2016 16:29 at 16:29

    Danke für den Hinweis auf die Veröffentlichung der Short-Positionen im Bundesanzeiger. Kannte ich noch nicht (vermutlich, weil ich immer knapp unter den Meldepflichten bin ;).
    Ich habe gerade da noch mal geschaut. Per Stand heute werden immer noch 0,46% ausgewiesen, also nur geringfügig geschlossen.

    • Avatar

      Jan

      28. Juni 2016 16:50 at 16:50

      Leser:
      „Per Stand heute werden immer noch 0,46% ausgewiesen, also nur geringfügig geschlossen.“

      Die Meldung bedeutet lediglich, dass er heute unter der Meldepflicht von 0,5% gerutscht ist.
      Es ist genauso denkbar, dass er inzwischen gar nicht mehr short ist.
      Er muss es nicht melden, was für Bewegungen er derzeit in der DB macht, erst wenn er wieder über 0,5% shortquote kommt…

      • Avatar

        leser

        28. Juni 2016 17:23 at 17:23

        @Jan
        Danke für die Rückmeldung. Das scheint in der Tat so zu sein, wenn ich mir diese Seiten
        http://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/FAQ/faq_leerverkaufsVO_mitteilungspflichten.html so ansehe.

        M.E. interessant, das die Leerkäufe auch weiterhin unter bestimmten Umständen verboten werden können, „Seit 2012 hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) die Befugnis erhalten, Leerverkäufe zu verbieten. Im Januar 2014 bestätigte der Europäische Gerichtshof, dass die EU Leerverkäufe verbieten dürfe“, https://de.wikipedia.org/wiki/Leerverkauf?oldformat=true

        Da scheinen aber 5% DB im derzeitigen Marktumfeld noch keine Kopfschmerzen zu machen.

        • Avatar

          Jan

          14. Juli 2016 23:35 at 23:35

          Absolut richtig… im Bundesanzeiger (also öffentlich einsehbar) müssen nur Bewegungen, die über 0,5% gehen, angezeigt werden.
          Bewegungen, die darunter gehen müssen auch wieder angezeigt werden.

          Aber darüber hinaus gibt es keine Meldepflichten.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Aktien

Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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