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„German 10yr Bunds = The short of a lifetime“

Von Claudio Kummerfeld

Bill Gross, der weltweit meistbeachtete Anleiheinvestor, noch vor Kurzem Chef des größten Anleiheinvestors PIMCO und jetzt bei „Janus“ tätig, verkündet über Twitter seine Sicht zu deutschen Bundesanleihen (Bunds) und zu dem ständig steigenden Kurs (fallende Rendite) des „Bund Future“. Die Twitter-Nachricht hier im Original:

Mit „Only question is Timing / ECB QE“ ist gemeint, dass die Geldschwemme der EZB (Quantitative Easing / QE) den Zeitpunkt für den richtigen Short-Einstieg beeinflussen kann. Anscheinend möchte er mit dieser Bemerkung darauf hinweisen, dass man genau gucken muss, wie das QE sich auf die Euro-Staaten wirtschaftlich auswirkt.

Sinn machen tut ein Short-Einstieg im Bund-Future natürlich erst, wenn die Anleiheinvestoren den „absoluten Hort der Sicherheit“ (deutsche Bundesanleihen) nicht mehr brauchen, weil sich die Lage in anderen EU-Ländern verbessert hat. Erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine Gesundung dieser Länder, wäre der Zeitpunkt für einen Bund-Future-Short gekommen, so kann man seinen Tweet verstehen. Als der Tweet gestern veröffentlicht wurde, war der Bund-Future bereits leicht am Fallen, und rutschte durch diese Message lediglich ein paar Ticks weiter ab – aber nicht atemberaubend viel, denn die Profi-Investoren haben schon genau hingeschaut. Dieser „Hinweis“ von Bill Gross ist eben jetzt noch nicht anwendbar. Noch suchen Investoren die „absolute Sicherheit“.

Bund



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