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Gewinnt Clinton die US-Wahl? Die Charts von US-Healthcare-Aktien sagen „ja“!

Seit Juli geht es mit amerikanischen Healtcare-Aktien nach langer Hausse bergab. Und das hat viel mit Clinton und Trump zu tun..

FMW-Redaktion

Können Chartverläufe Entwicklungen ankündigen, die kommen werden? Wir neigen dazu, das für wahrscheinlich zu halten. Charts, so unsere Auffassung, haben durchaus das Zeug, künftige Entwicklungen zu antizipieren. Meist ist dabei nicht klar, was kommt, aber dass etwas kommt, deuten Charts sehr häufig an – so unsere durchaus subjektive Erfahrung.

Und blickt man auf die Charts von amerikanischen Healthcare-Aktien, dann deutet die seit Juli greifbare Schwäche und underperformance des Sektors darauf hin, dass Clinton die Wahl gewinnen wird – denn unter Clinton, die Medikamentenpreise begrenzen will (Firmen müssen bei Preissteigerungen nachweisen, dass sie höhere Kosten haben, die diese Preissteigerungen wirklich notwendig machen, fordert Clinton), wäre der Sektor der Verlierer, so viel scheint klar.

Clinton
Hillary Clinton. Foto: Gage Skidmore / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Sehen wir uns einmal den wichtigsten ETF für amerikanische Healthcare-Werte an, den Health Care Select Sector SPDR (Kürzel XLV):

Healthcare ETF

Hier sehen wir klare Warnzeichen, der Kurs ist unter die 50-Tagelinie gerutscht. Und: im Chartvergleich zwischen dem Healthcare ETF und den S&P500 wird deutlich, dass es mit dem Healthcare-Seltor seit Juli bergab geht:

S&PHealthcare
(S&P500 orange, XLV orange)

Bis Juli war der Healthcare-Seltor in den USA der Liebling der Investoren: der Sektor gewann seit Februar 2011 bis Juli diesen Jahres 133%, während der S&P500 im gleichen Zeitraum lediglich 56% zulegte. Das ist jetzt jedoch offenkundig Geschichte.

Man kann die charttechnische Angeschlagenheit nicht nur bei dem Healthcare-ETF sehen, sondern es auf große Einzel-Werte aus dem Sektor wie Pfizer, Gilead Sciences oder UnitedHealth herunterbrechen. Sie alle zeigen massive Umkehrmuster, sind technisch stark angeschlagen.

Das gilt vor allem für Mylan, jenen Hersteller des Medikaments EpiPen, dessen massive Preiserhöhung Clinton scharf kritisiert hatte (siehe dazu unseren Artikel „Kommt jetzt der nächste Crash bei US-Biotechs wegen Hillary Clinton?“):

Mylan300816

Wohlgemerkt: der Abstieg des Sektors begann im Juli, bevor Clinton dann mit ihrer Kritik an Mylan Mitte August den Sektor weiter belastete. Der Abstieg des Sektors wiederum begann aber mit dem (vorläufigen?) Abstieg Trumps!

Ob Zufall oder nicht – aber seit dem Juli hat Clinton-Rivale Trump mehr und mehr Probleme mit seinem Wahlkampf, beginnend mit seinem Umgang mit den muslimischen Eltern eines für die USA gefallenen Soldaten (für das er sich später entschuldigen musste!). Und so deutet manches darauf hin, dass die Charts der amerikanischen Healthcare-Werte den Sieg Clintons antizipieren!



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1 Kommentar

  1. Vielleicht eine Folge der aktuellen Umfragen, die ja tatsächlich nahelegen, das Rennen sei praktisch gelaufen. Man sollte aber nicht vergessen, dass es ein Unterschied ist, ob man am Telefon sagt, wen man wählen würde oder ob man sich tatsächlich ins Wahllokal bequemt.
    Es gibt m.M. nach eine Reihe von Faktoren, die für ein äußerst knappes Ergebnis sprechen – und in zwei Monaten kann noch viel geschehen.

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