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Aktuell: GfK-Konsumklima, DIW-Konjunkturbarometer und ifo-Beschäftigungsbarometer

Aktuell sind Daten zum GfK-Konsumlima, DIW-Konjunkturbarometer und ifo-Beschäftigungsbarometer auf den Tisch gekommen. Hier die wichtigsten Daten und Aussagen.

Deutschland Flagge

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat heute ihr GfK-Konsumlima für den Monat Mai veröffentlicht. Der Wert für Mai liegt bei einen Wert von -8,8 Punkten und damit 2,7 Punkte tiefer als im April (revidiert -6,1 Punkte). Steigende Infektionszahlen und die notwendige Verschärfung des Lockdowns würden das Konsumklima belasten. Während die Anschaffungsneigung noch einmal moderat zulegt, müssten die Konjunktur- und Einkommenserwartung deutliche Einbußen hinnehmen.

GfK-Konsumlima gedämpft

Die Hoffnungen auf weitere Lockerungen und ein Aufleben des Konsums haben laut GfK einen spürbaren Dämpfer erhalten. Die Verschärfungen der Kontaktbeschränkungen würden vor allem bei der Konjunktur- und Einkommenserwartung im April ihre Spuren hinterlassen. Im Vormonat waren die Hoffnungen noch groß, dass sich die Konsumstimmung – auch unterstützt durch mehr Tempo beim Impfen – schneller erholen könnte. Die dritte Corona-Welle werde dafür sorgen, dass die Erholung der Binnenkonjunktur weiter auf sich warten lässt. Der Konsum werde in diesem Jahr – wie bereits 2020 – keine Stütze der Konjunktur sein. In den Jahren vor der Krise haben die privaten Konsumausgaben laut GfK noch einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der deutschen Wirtschaft geleistet (hier die aktuellen sensationell guten Daten zum Umsatz in der gewerblichen Wirtschaft). Im Chart sehen wir das GfK-Konsumlima im Verlauf der letzten fünf Jahre.


source: tradingeconomics.com

ifo-Institut mit Beschäftigungsbarometer

Das Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts wurde heute für den Monat April veröffentlicht. Der Index ist im April von 97,6 auf 98,3 Punkte gestiegen. Der Arbeitsmarkt holt langsam Teile der Jobverluste aus der Coronakrise wieder auf – der Boom in der Industrie spiegelt sich auch zunehmend im Einstellungsverhalten der Unternehmen wider, so die ifo-Aussage. Insbesondere Firmen im Maschinenbau wollen demnach mehr Mitarbeiter beschäftigen. Im Dienstleistungssektor dagegen sei die Einstellungsbereitschaft auf niedrigem Niveau unverändert geblieben. Während im Gastgewerbe und der Tourismusbranche weiter Jobs verloren gingen, würden IT-Dienstleister sowie Architektur- und Ingenieurbüros Mitarbeiter einstellen. Im Handel sowie im Baugewerbe gleichen sich die Pläne für Einstellungen und Entlassungen gegenwärtig aus.

ifo Beschäftigungsbarometer

DIW mit aktuellem Konjunkturbarometer

Vor wenigen Minuten wurde das DIW-Konjunkturbarometer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlicht. Demnach steigt der Quartalswert von 101,3 im Januar auf 107 Punkte im April. Im laufenden zweiten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft laut aktueller DIW-Aussage um voraussichtlich gut zwei Prozent wachsen, nachdem sie im ersten Vierteljahr wohl um rund anderthalb Prozent geschrumpft ist. Das Vorkrisenniveau sei aber in weiter Ferne. Der Lockdown lähme die Wirtschaft noch immer, insbesondere viele Dienstleistungsbereiche. Die anhaltend hohen Infektionszahlen und das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten Notbremse würden die Erholung in die Länge ziehen. Die Industrie lege indes kräftig zu. Die boomende Auslandsnachfrage beflügele die Produktion, und die Durststrecke in der Kfz-Industrie dürfte nach und nach überwunden werden.

Grafik zum DIW-Konjunkturbarometer



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