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Europa

GfK-Konsumklimaindex gestiegen – wegen EZB

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Es war schon eine kleine Überraschung, der Anstieg des Nürnberger GfK-Konsumklimaindex heute Morgen auf 9,9 Punkte. Das hatten Analysten nicht erwartet, angesichts der dunklen Tönen in den Medien, im Hinblick auf eine kommende Rezession.

 

Gründe für den Anstieg des GfK-Konsumklimaindex

Nach Auswertung des GfK-Experten Rolf Bürkl ist die deutlich gestiegene Beschaffungsneigung der Deutschen auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank zurückzuführen, die das Geldsparen unattraktiv gemacht hat.

Der Index ist gestiegen, nachdem er im Vormonat konstant geblieben war, nach drei Verlustmonaten in Folge:


source: tradingeconomics.com

Die Beschlüsse der EZB haben deutliche Auswirkungen auf die Sparneigung der Deutschen, die auf den niedrigsten Stand seit 2016 gefallen ist. Man fürchtet sich vor Strafzinsen und sieht etwas pessimistischer auf die eigene finanzielle Zukunft.

Damit gibt es wenigstens einen (kleinen) Effekt in der Politik der Zentralbank in ihrem Bemühen die Wirtschaft anzukurbeln, ungeachtet der horrenden Nebenwirkungen auf die Altersvorsorge. Diese Entwicklung ist ein kleiner Lichtblick für die deutsche Konjunktur, die sich bei Produktion und Export gerade in einem großen Loch befindet. Die auf den unverzinslichen Konten parkenden Summen (2,3 Billionen Euro) befinden sich in Schwindel erregenden Höhen. Kann der Konsum die (Industrie)Rezession etwas abfedern?

Der GfK-Konsumklimaindex ist überraschend gesteigen

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Columbo

    26. September 2019 10:24 at 10:24

    Altersvorsorge braucht es längst nicht mehr. Die Alten bleiben ja forever young, wenn man die 70-80jährigen ansieht.
    Arbeiten geht auch noch bis 100 und wenn nicht, gibt es exquisites Essen aus den Containern hinter den Großmarkthallen.
    Wäre übrigens eine Geschäftsidee: Gourmetrestaurant aus den Abfällen eines Lebensmittelgroßmarktes.

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source: tradingeconomics.com

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