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Gigantische Freihandelszone: USA dank Trump in Asien nur Zuschauer

Singapur ist Teil der neuen Freihandelszone

Die USA grenzen bekanntlich an den Pazifischen Ozean. Rein theoretisch oder auch ganz praktisch sind die USA der äußere Rand des asiatischen Handelsraums. Daher hätte man eigentlich Teil der weltweit größten Freihandelszone sein können, wenn man denn gewollt hätte? Aber unter einem extrem protektionistisch veranlagten Donald Trump wäre das nicht drin gewesen.

Neue Freihandelszone in Asien

Als wäre es ein zeitlicher Zufall, so haben zahlreiche asiatische Länder gestern, nur wenige Tage nach Donald Trumps Wahlniederlage, die größte Freihandelszone der Welt verkündet, und das nach jahrelangen Verhandlungen. Dieser neue Raum umfasst gut ein Dritten der globalen Wirtschaftsleistung mit 2,2 Milliarden Menschen. Der große Gewinner heißt China. Ohne große Restriktionen im ostasiatischen Raum relativ freien Handel zu betreiben – da profitiert China als die gigantischste Werkbank der Welt natürlich außerordentlich. Wer am meisten exportiert, profitiert stets am meisten von fallenden Grenzen und sinkenden Zöllen.

Zur asiatischen Freihandelszone beigetreten sind Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland, sowie die zehn sogenannten ASEA-Staaten. Als da wären China, Kambodscha, Singapur, Brunei, Laos, Philippinen, Myanmar, Vietnam, Indonesien, Malaysia und Thailand. Während nun also dieser gigantische Block innerhalb einer Freihandelszone agiert (niedrigere Zölle, gemeinsame Handelsregeln), stehen die USA außen vor. Man darf vermuten, dass ein Joe Biden als neuer US-Präsident es relativ schwer haben wird hier auch noch beizutreten nach dem immensen politischen und wirtschaftlichen Schaden (Handelskrieg, Vorwürfe, Protektionismus ohne Ende), den Donald Trump die letzten Jahre angerichtet hat.

Kurz-Fazit

Liest man aktuelle Analystenkommentare, dann kann man es vereinfacht so zusammenfassen. Im Sinne der wirtschaftlichen Wachstumsperspektiven für Asien wird das Freihandelsabkommen positiv gesehen. Aber, so möchte ich es formulieren: Verlierer sind die USA und auch Europa, und der große Gewinner heißt China. Der Wirtschaftsraum der Zukunft wird dann nicht mehr der Westen sein – wir werden uns an diesen schleichenden Abstieg wohl gewöhnen müssen..



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4 Kommentare

  1. Das letztere dürfte ja wohl nichts neues sein…und eine AKK will eine Fregatte, von der die Bundesmarine als Kleinstmarine jede Menge hat, den Werterwesten im Südchinesischen Meer beistehen und „unterstützen“…da kommt man aus dem Lachen nicht heraus….
    Wobei einem als europäischer Wirtschaftsfaktor numero eins, schon etwas Bange werden…nicht weil man idiologisch mit Asien ich ein Problem habe…aber mit unseren gigantisch dümmlichen Politkern schon…

  2. Der Begriff „Freihandelszone“wird schon länger,für die daran Beteiligten, im Sinne einer Symbiose aus Paradies und Schlaraffenland verwendet.Meiner Meinung nach werden da einige Teilnehmer grosse Enttäuschungen hinnehmen müssen,vor allem wenn eine diktatorische Macht den „Koch“ gibt.Die Kellner werden mit den vom Tisch fallenden Bröseln oder einem niedrigen Mindestlohn zufrieden sein müssen! Wer trotzdem aufmuckt wird’s zu spüren bekommen.

  3. Apropos Bröseln.
    Hat doch die westliche Industrie die Produktion nach Asien ausgelagert.
    Das Ziel war stets; billig Produzieren und hier fette Gewinne einstecken.
    Die Produktionsmetoden und Umwelt war dem Westen egal.
    Und jetzt, wo man nicht mitmischen kann, tun einem die armen Leute die für einen Hungerlohn arbeiten müssen leid.
    Was für eine Heuchelei.

  4. Und Japan ist überall dabei, warum nicht Nikkei kaufen 35% unter Allzeithoch und den Amischrott verkaufen? Buffett macht’s ja auch.

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