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Glencore-Aktie: Eine Hommage an alle, die über 97 gekauft haben

Redaktion

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am

Von Claudio Kummerfeld

Die Glencore-Aktie steigt und steigt – Hut ab! Eine kurze Hommage für alle Aktienkäufer, die seit Anfang des Monats bei einem Kurs von über 97 gekauft haben.

Glencore-Aktie

Was war passiert? Am 28. September hatte „Investec“ massiv vor der Überschuldung von Glencore und der dramatischen Situation aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise gewarnt. Vor dieser Warnung stand der Kurs der Glencore-Aktie bei 97 pence. Schlagartig rutschte er danach ab runter auf 69 – ein Desaster. Die Firma und auch sagen wir mal wohlgesonnene Banken versorgten den Markt seitdem mit positiven Nachrichten, die Liquidität sei gesichert durch ein wenig Cash und eine große offene Kreditlinie. Man wolle Kosten reduzieren, und evtl. veräußert die Firma demnächst Anteile von einzelnen Geschäftssparten.

Aber strukturell hat sich in den letzten Tagen seit dem Absturz nichts geändert. Es ist z.B. kein Geldregen in Form von frischem Eigenkapital auf die Firma niedergeregnet. Auch sind die Rohstoffpreise in den letzten Tagen nicht ins Unermessliche geklettert (auch wenn Öl sich ein wenig erholt). Aber obwohl sich die Fakten nicht änderten, stieg der Kurs der Glencore-Aktie in den letzten Tagen über den Kurs von 97 hinaus immer weiter an, also höher als er vor der großen Warnung durch Investec war.

Da fragt man sich doch als Außenstehender: Mit welchen Fundamentaldaten rechtfertigen Analysten und Käufer den Anstieg von 97 auf aktuell sage und schreibe 123 in nur vier Handelstagen? In diesem Anstieg über die 97 steckt ein großer Teil Euphorie, Zockerei, Hoffnung und das Motto „im schnellen Anstieg was mitnehmen“. Wohin das Papier steigt oder ob ein schneller Absturz auf das Niveau irgendwo um die 100 folgt, kann man unmöglich vorhersehen, aber diese Kiste ist verdammt heiß.

Aber Hut ab, Chapeau an alle, die bei diesen Kursen noch kaufen!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Jochen

    7. Oktober 2015 18:49 at 18:49

    Stand die Aktie nicht vor paar Monaten noch über bei über 300?

  2. Avatar

    Kupferkopf

    7. Oktober 2015 21:16 at 21:16

    Der krasse Abverkauf seit Juli war einfach total überzogen. Meiner Meinung nach wird das jetzt korrigiert. Warum sollte sich jetzt bei 150p nicht mal ein fester Boden bilden, bei einem Unternehmen das zwar verschuldet ist aber immer noch gute Gewinne einfährt.

    Je nach dem wie sich die Rohstoffe entwickeln vor allem Kupfer, wird es hier wieder deutlich nach Norden gehen. Die inzwischen eingeleiteten Maßnahmen von Glencore werden den Kurs durch Berichte von zweitrangigen Analysten auch nicht mehr so angreifbar machen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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