Folgen Sie uns

Indizes

Globale Krisenherde: Trump zündelt an gleich mehreren Fronten

Redaktion

Veröffentlicht

am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Spannungen rund um die Welt heizen sich auf – und Donald Trump ist in Showdowns an immer mehr Fronten verstrickt:

  • Der neu aufgeflammte Handelskrieg mit China führte diese Woche zu Nervenflattern an den Weltbörsen.
  • Trump schickt den Flugzeugträger Abraham Lincoln und Kampfbomber-Staffeln vor die Küsten des Irans. Sein Säbelrasseln und das seines Kabinetts wird täglich lauter. Befürchtet wird, dass rhetorisch ein neuer US -Krieg im Nahen Osten vorbereiten werden könnte.
  • Nach zwei Gipfeltreffen mit Trump (das erste reine Show, das zweite ein Flop) startete Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un mit neuen Raketentests. Die versprochene nukleare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel liegt auf Eis.

Mehr als zwei Jahre ist Trump im Amt, der „Amerika First“-Präsident hat in Sachen Weltpolitik wenig vorzuweisen:

  • In Nordkorea heißt es wohl „zurück an den Start…,
  • Mit harten Sanktionen konnte der Regimewechsel in Teheran bisher nicht erzwungen werden.
  • Und Peking mauert bei den Verhandlungen über einen Handels-Deal, bei dem Amerika nicht mehr „beschissen“ werden würde, wie Trump findet.
  • In Venezuela unterdessen sitzt immer noch Sozialisten-Machthaber Nicolas Maduro fest im Sattel, während die USA den zuletzt eher hilflos agierenden Oppositionsführer Juan Guaido unterstützen.

Die Terror-Gruppe ISIS konnte in der Trump-Ära militärisch besiegt werden, doch die Kriegsgräuel in Syrien gehen weiter, trotz zwei Cruise-Missile-Vergeltungsschlägen gegen das Assad-Regime nach Giftgas-Attacken.

Politisch haben Trump die sich auftürmenden, außenpolitischen Misserfolge noch nicht geschadet, vor allem da die heimische Wirtschaft weiter boomt. Seine Zustimmung liegt im Umfragenschnitt bei 45,1 Prozent, die höchste seiner Amtszeit bisher.

Doch rund um die Welt wächst wieder die Nervosität über einen unberechenbaren US-Präsidenten, der lieber zündelt als Konturen einer schlüssigen Außenpolitik erkennen lässt.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Warnsignal

    13. Mai 2019 11:32 at 11:32

    Wenn man genau hinschaut, hat Trump nur eines seiner Versprechen erreicht: eine Steuersenkung (hauptsächlich für Superreiche inkl. Aktienhausse). Ansonsten keine Mauer zu Mexiko, kein Nordkorea-Deal, keine Reduzierung des Staatsdefizits, Keine Abkehr von der militärischen Interventionspolitik, kein neuer Iran-Deal, Kein China-Deal, ein NAFTA-Deal ohne wesentliche Änderungen, Keine Fortschritte in der Opioidkrise, Kaum neue Industriejobs…. Wofür sollte dieser Versager Stand heute wiedergewählt werden?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Erholung – aber dickes Warnsignal! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte erholen heute sich nach dem gestrigen herben Abverkauf – aber dennoch ist das, was gestern passiert ist, ein wichtiges Warnsinal!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte erholen sich nach mdem gestrigen herben Abverkauf heute – aber dennoch ist das, was gestern passiert ist, ein wichtiges Warnsinal: es gibt an den Märkten keine Fluchtmöglichkeiten mehr! Denn gestern fiel alles: die Aktienmärkte, aber auch Gold und Bitcoin – während Aneihen zwar zunächst zulegen konnten, dann aber auch diese Gewinne wieder abgaben (untere Grenze bei Renditen). Die einzige Fluchtmöglichkeit ist nun noch der (ziemlich ungeliebte) US-Dollar. Das bedeutet: wenn Panik aufkommen sollte, besteht ein großes Potential für eine Art „Aufwärts-Crash“ beim Dollar, weil dann alle durch die gleich Tür müssen. Nach wie vor gilt: solange nicht klar ist, was durch oder mit der US-Wahl passiert, sind Rallys der Aktienmärkte „gedeckelt“..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Indizes

Aktienmärkte: Stimulus – so sicher wie das Amen in der Kirche

Avatar

Veröffentlicht

am

Im Artikel von Hannes Zipfel („Der Stimulus kommt garantiert!“) wird auf die überragende Bedeutung der Stimuli seitens der US-Regierung sowie der Federal Reserve hingewiesen: Ohne diese Billionen würden die so essenziellen Aktienmärkte der USA auf ganz anderen Höhen (oder besser: Tiefen) stehen.

Hierzu noch ein paar ergänzende Bemerkungen: Die Stimuli müssen kommen, angesichts der aufflammenden Pandemie, so dass der neuen (oder alten) US-Regierung sowie der Notenbank gar nichts anderes übrig bleibt, als zu „stimulieren und zu drucken“, was das Zeug hält.

Warum die Aktienmärkte Recht haben, wenn sie den Stimulus als sicher ansehen

Die offizielle Zahl der US-Arbeitslosen beträgt derzeit immer noch um die 11 Millionen Menschen. Wenn deren Unterstützung ausbleibt, wird der Konsum leiden, der 70 Prozent des US-BIP ausmacht. Die Erholung des Arbeitsmarkt wird durch die Infektionszahlen bestimmt,  und Fed-Chef Jerome Powell betont es immer wieder gebetsmühlenartig: Seinen gesetzlichen Auftrag, die Erreichung von „Maximum Employment.“

Die Coronakrise hat die amerikanischen Aktienmärkte in Mitleidenschaft gezogen: diese haben immer mehr an Marktkapitalisierung hinzugewonnen in den letzten Jahren und bringen inzwischen fast 40 Billionen Dollar auf die Waage und sind somit eine wichtige Quelle der US-Macht.

Dementsprechend ist ein nachhaltiges Absacken der Aktienmärkte nicht nur ein Problem für die oberen 50 Prozent und die Wall Street, sondern auch für die Renten-Sparpläne 401k, die Millionen Pensionäre versorgen müssen. Das ist also eine Doppel-Achillesferse der Vereinigten Staaten.

Sollte es nach einem Regierungswechsel zu einer Verweigerung der Unterstützung durch den Staat kommen, hat die blockierende Partei meiner Meinung nach bereits jetzt den schwarzen Peter für die nächsten (in 23 Monaten stattfindenden) Midterm Elections. Man hätte dann einen Schuldigen für das Elend der unteren Schichten – und was wird die Wall Street und das große (Spenden)Kapital machen für die Gouverneure und Senatoren, die mit dafür verantwortlich sind? Den Kapitalhahn zudrehen, beziehungsweise dies androhen, so wie man es im Dezember vor der großen Steuerreform gemacht hat. Ruckzuck war die Reform vor Weihnachten durch.

„Money makes the world go round“, …..wenn Konsum und Wall Street tangiert werden….auch die Demokraten und selbstverständlich die Republikaner sitzen auf Bergen von Aktien und profitieren direkt, wenn die Aktienmärkte steigen.

Die Wahl rückt angesichts der Situation im vierten Quartal 2020 fast ein bisschen in den Hintergrund.

Die Aktienmärkte erwarten weitere Stimulus-Maßnahmen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen