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Globaler Börsencrash? Rundumblick Dow Jones, Nikkei & EUR/USD

Keiner hat es kommen sehen? Damit würde man sich selbst anlügen..

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Eine Analyse von forexhome.de

 

Keiner hat es kommen sehen? Damit würde man sich selbst anlügen. Zunächst einmal eine Klarstellung: Damit, dass die Kurse nur einen Tag nach meiner Analyse zum baldigen Kursrutsch der weltweiten Aktienindizes wirklich extrem nachgaben, habe ich nichts zu tun! Dafür reicht meine Kapitaldecke nicht aus. Spaß beiseite: Logik. Mehr ist es doch nicht oder? Ein kurzer Exkurs in die drei Phasen eines Trends, die Zusammenhänge im Dow Jones, Nikkei und Co. sowie die aktuellen Trading-Pläne in den besagten Aktienindizes und dem EUR USD, sollen Thema der heutigen Analyse sein.

Börsencrash mit Ansage!

Im Folgenden noch einmal die drei Phasen eines Trends. Alles beginnt mit der Akkumulationsphase. Erste Marktteilnehmer werden aufmerksam auf einen Trend oder rechnen in Kürze mit dem Beginn desselbigen.

 

(Dow Jones Wochenchart; Alle Charts durch anklicken vergrößern!)

 

Die Kurse stabilisierten sich bspw. Anfang 2016 und gingen anschließend in eine erste kleine Rallye über. Als die Barriere bei rund 17800 Punkten kein zu großes Hindernis darstellte, deckten sich immer mehr Marktteilnehmer mit frischen Positionen ein. Der Aufwärtstrend wurde nun immer populärer und in der Phase der öffentlichen Beteiligung schließlich kommerzialisiert. Hier entsteht das eigentliche Problem: Die Übertreibung.

 

An sich ist die Phase der öffentlichen Beteiligung kein Garant für einen Crash oder crashartige Zustände, sondern kann auch als zusätzlicher Push dienen. Das ist auch im Dow Jones und den anderen wichtigen weltweiten Indizes passiert. Diese Phase kann sehr lang dauern. Die Hausse nährt die Hausse. Doch wann wird es gefährlich?

 

 

Sobald ein parabolischer Kursanstieg definiert werden kann, ist für mich die Party vorbei bzw. werden die Stopps konsequent nachgezogen. Schließlich neigt der Markt irgendwann zu einer Korrektur. Die Teilnehmer, die in der Akkumulationsphase begonnen haben oder im Laufe des Trends immer neue Positionen aufgebaut haben, wollen irgendwann den anderen Händlern einen Schritt voraus sein. Und nun beginnen das Dilemma respektive die Distributionsphase.

 

 

Wenn die Party vorbei ist, wollen alle durch dieselbe Türe nach draußen. Nicht alle werden es schaffen. Für besonders problematisch halte ich die ETFs. Katalysatoren der Rallye und gleichzeitig auch ihr Henker. Davor hatte ich schon seit einiger Zeit gewarnt. Die klassischen Fondsmanager werden schleunigst ihren Cashbestand erhöhen, um Mittelabflüsse bedienen zu können. Der Stein kommt ins Rollen. Was ich jetzt mache? Da ich meine Handelskonten und de facto aktiv manage, sorge ich ebenfalls für reichlich freien Cashbestand, um im Falle einer Bodenbildung auf Shopping-Tour zu gehen. Einige Tage der Erholung reichen dafür aller Wahrscheinlichkeit nicht aus. Nicht bei den Kurssteigerungen der letzten Jahre.

 

Nikkei Analyse aktuell: Short sorgt für ordentlich Gewinn

 

Für ein erstes Short-Engagement in den Aktienindizes kamen natürlich zahlreiche Kandidaten in Frage. Ich habe mich für den Nikkei 225 entschieden. Zum einen endeten die jüngsten Long-Setups einmal Break Even und einmal im Verlust zu Ende und zum anderen erschien mir der Kursverlauf im japanischen Leitindex weitaus berechenbarer als in den US-Indizes. Vom Dax ganz zu Schweigen.

 

(Nikkei, H4-Chart)

Obwohl ich im deutschen Leitindex, laut einer meiner Handelsstrategien einen Short-Einstieg bei rund 13400 Punkten hätte vornehmen können. Hätte, hätte, Fahrradkette. Thats life. In zu vielen korrelierenden Werten in die gleiche Richtung zu traden, wäre sowieso unprofessionell gewesen, nicht wahr? An der Spitze der aktuellen Talfahrt konnte ein CRV von 7:1 erreicht werden. Für gewöhnlich schließen wir aber den Großteil der Position bei einem CRV von 3:1 und lassen den Rest weiterlaufen. Wie man von meinem Follower Service profitieren und an meinen Trading-Plänen in Indizes, Rohstoffen und Währungen profitieren kann? Hier gibt es mehr Informationen:

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Premium Handelssignale Forex

 

(Nikkei, Tageschart)

 

Kurzweilige Erholungen hin oder her: Die Katze ist aller Wahrscheinlichkeit aus dem Sack und der Kurs sollte meiner Meinung nach weiter in die Tiefe rutschen. Vor allem die Bereiche bei rund 20700/20800 sowie 20080 und 19730 Punkten halte ich für realistische, nächste Etappen. Das ergibt sich aus den vermeintlichen Kurszielen einer Kombination von Formationen: Schulter-Kopf-Formation, Wimpelformation, abwärtsgerichteter Flagge und Range. Wobei das Ausbruchsniveau der abwärtsgerichteten Flagge noch nicht feststeht und nur einem Schätzwert unterliegt.

 

 

Die momentane bearishe Übertreibung registriere ich durchaus und gehe deshalb von einer baldigen Konsolidierung aus. Aber in aller Deutlichkeit muss ich sagen, dass ich neuen Hochs zum aktuellen Zeitpunkt jede Existenzberechtigung abspreche. Zwischen ca. 22080, 22280, über 22600 und 22730, bis hin zu vielleicht sogar 23600 Punkten betrachte ich alles als Jagdrevier der Bären und neue Short-Chance.

 

Was macht EUR/USD inzwischen?

Die aktuelle EUR USD Analyse lässt einige Zweifel aufkommen, ob ein bullisher Ausbruch aus der seit dem 26.01.2018 bestehenden Range im H4-Chart wirklich als gesichert gilt. Keinesfalls rechne ich mit einem riesigen Crash im EUR/USD, das widerspricht meiner übergeordneten Analyse, doch inzwischen könnte sich eine mögliche Erholung im USD/CHF etablieren und die USD-Währungspaare somit unter Druck setzen.

 

 

Im EUR USD gerät damit das bestehende Long-Setup bei rund 1.21680 in Gefahr, weshalb wir dieses noch konsequenter absichern werden und gleichzeitig auf eine attraktive Short-Chance spekulieren, die sich aus dem jüngsten bearishen Ausbruch aus der aufwärtsgerichteten Flagge und unter die mutmaßliche Unterstützung bei ca. 1.24280 ergibt. Sollte eine kleine Erholung einsetzen, bspw. zurück zu den erwähnten Ausbruchsniveaus oder die Kursmarke bei rund 1.23940, möchte ich aktiv werden. Der positive Short-Swap rundet das Bild ab. Daraus ergeben sich mögliche bearishe Kursziele zwischen ca. 1.23000 und 1.21870.

 

(Euro-Dollar Monatschart)

 

Im Screenshot sieht man den Monatschart des EUR/USD und meine übergeordnete Einschätzung. Abseits möglicher temporärer Korrekturen, gehe ich weiterhin von einer umfassenden Erholung bis rund 1.35650 aus, was in etwa dem Beginn der großen Korrektur entspricht, die im Sommer 2014 ihren Anfang nahm. Auch das 89er Fibonacci Retracement jener Talfahrt spielt eine entscheidende Rolle. Anschließend sollten sich die EUR/USD-Bullen Gedanken darüber machen, ob nach dem Abarbeiten jener Kursniveaus doch noch das große bearishe Kursziel der riesigen Dreiecksformation angepeilt werden sollte, was den EUR USD Kurs bis unter 0.90000 treiben könnte. Klingt momentan weit hergeholt, doch nicht unmöglich. Zu gegebener Zeit werde ich dazu eine umfassende charttechnische und fundamentale Einschätzung veröffentlichen.

EUR/USD-Korrektur: Weshalb und wie profitieren?

Ein Blick auf die negative Korrelation zwischen dem EUR/USD und USD/CHF offenbart die akute Gefahr einer Korrektur im EUR/USD. Seitdem wir uns im USD/CHF short positioniert haben, ist der Kurs rund 680 Pip gefallen, was gewaltig ist und durchaus eine charttechnische Gegenbewegung nach sich ziehen könnte.

 

(USD/CHF Tageschart)

 

Vor allem die jüngsten bearishen Übertreibungen nach dem Bruch der Kursmarke bei rund 0.94520, legen eine Erholung nah. Das muss nicht ausufern, doch bis rund 0.94600/0.95000, sehe ich sehr realistische Chancen für die Bullen. Der EUR/USD würde zwangsläufig konsolidieren oder entsprechend nachgeben.

(USD/CHF H4-Chart)

Es wäre nicht unattraktiv an einer Erholung im USD/CHF zu profitieren, da der positive Long-Swap durchaus reizvoll ist. Auch wenn es ggf. nur einige Tage der Partizipation sind. Dauert es länger oder bewegt sich der Kurs eine längere Zeit seitwärts: Sehr gern. Als Grundlage meines jüngsten Einstiegs fungierte eine Volumenbasierte Umkehrstrategie, die sich nach dem Überwinden des vorher durchbrochenen Supports bei rund 0.93000 anbot. Zur weiteren Orientierung nutze ich nun die beiden abwärtsgerichteten Flaggen.

Dazu der Autor im Video:


Die Arche Noah vor dem Sintflut – Gemälde aus dem 19.Jahrhundert

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Schweizer Franken: Die verpuffte 90 Milliarden-Intervention der Schweizerischen Nationalbank

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Schweizer Franken-Geldscheine

Der Schweizer Franken soll gefälligst abwerten, so die Hoffnung und das Drängen, welches die Schweizerische Nationalbank (SNB) seit Jahren von sich gibt. Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird die Schweiz für ausländische Touristen. Deswegen interveniert die SNB seit Jahren am Devisenmarkt. Es werden vereinfacht ausgedrückt Schweizer Franken gedruckt, und dann gegen Euro und US-Dollar verkauft. Damit sollen diese Währungen steigen und der Franken fallen.

Gigantische Summen werden aufgewendet für die Franken-Schwächung

Aber seit Jahren scheitert die Schweizerische Nationalbank mit ihrer Politik. Denn der Schweizer Franken wertete weiter auf, anstatt wie gewünscht zu fallen. Alleine von Anfang 2018 bis Ende 2019 verlor der Euro gegen den Franken von 1,1750 auf 1,0850. Eine deutliche Aufwertung im Schweizer Franken fand also statt. Und dann, im Corona-Jahr 2020? Der Drang in den „Sicheren Hafen“ wie Gold oder Franken zu fliehen, ist latent vorhanden. Wie man heute aus frisch veröffentlichten Bilanzdaten der Schweizerischen Nationalbank ersehen kann, hat sie in den ersten sechs Monaten des Jahres 90 Milliarden Franken für Deviseninterventionen ausgegeben, um den Franken zu schwächen!

Schweizer Franken tut nicht was die SNB will

Mit wenig Erfolg, um es freundlich auszudrücken. Der folgende Chart zeigt seit Oktober 2019, wie Euro gegen Schweizer Franken (Linie in rot-grün) von 1,0850 auf 1,0640 noch weiter verloren hat. Also hat der Franken weiter aufgewertet, obwohl die Schweizerische Nationalbank 90 Milliarden Franken einsetzte, um eine Abwertung zu bewirken! Im Chart zeigen wir als blaue Linie parallel die Entwicklung von Euro gegen US-Dollar. Dass der Euro gegen den Franken seit  Sommer wieder ansteigt (Franken-Abwertung), wird wohl kaum am schwächeren Franken oder an SNB-Interventionen liegen, sondern eher an der eigenen Stärke des Euro! Die blaue Linie zeigt nämlich, wie der Euro auch gegen den US-Dollar seit Mai deutlich gestiegen ist.

Chart zeigt Euro gegen Schweizer Franken und Euro gegen US-Dollar

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US-Dollar: Ist die Welt bereit für einen Wechsel im Währungssystem?

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Selbst Nicht-Börsianer blicken öfters auf die Entwicklung beim US-Dollar im Vergleich zur heimischen Währung. Zu dominant ist sein Einfluss auf das tägliche Leben, nicht nur für Exporteure, Rohstoffhändler oder Vermögensverwalter. Auch Privatpersonen spüren seine Schwankungen, ob an der Zapfsäule oder als Tourist (was in Corona-Zeiten aber nicht sehr bedeutsam ist). Könnte die aktuelle US-Politik mit ihrer Verschuldungsorgie oder der Abschottungspolitik etwas daran ändern?

Allzweckwaffe US-Dollar

Seit vielen Jahrzehnten bestimmt sich die Macht der USA nicht nur durch ihren wirtschaftlichen Status, ihren gigantischen Militärapparat und -haushalt, sondern insbesondere durch die Ausnahmestellung des US-Dollar. Wer sich gegen die Interessen der USA stellt, den weist man schon mal mehr oder wenig deutlich daraufhin, dass man dieses Land vom Handel mit dem US-Dollar ausschließen könnte. Angewendet im Sanktionsfall gegen den Iran, gegen Russland oder in Ansätzen beim Versuch der Verhinderung der Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2.

Auch wenn die Wirtschaftsdominanz der USA wackelt – durch den Aufstieg Chinas ist der Anteil an der Weltwirtschaft von 20 auf etwa 15 Prozent gefallen – man hat aber eben die Weltreservewährung, den US-Dollar. Durch dessen Dominaz ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:

  • Trotz des Anstiegs der Staatsschulden auf über 23 Billionen Dollar fällt es den USA leicht sich weiter zu verschuldenBei 90 Prozent aller Transaktionen am Devisenmarkt ist der US-Dollar im Spiel
  • Ebenso bei über 80 Prozent des Handels im Rohstoffbereich
  • Über 60 Prozent ist immer noch der Anteil des Greenback an den Weltreservedevisen
  • Etwa die Hälfte aller Überweisungen im Zahlungssystem Swift werden in Verbindung mit dem US-Dollar ausgestellt
  • Hinzu kommt eine Notenbank, die von allen Staaten als die Bezugsgröße schlechthin akzeptiert wird. Der Zinssatz der 10-jährigen US-Treasury ist eine Benchmark für die billionenschweren Kreditmärkte, nicht nur in den USA.

Europas Anleihemärkte können trotz der Größe des Wirtschaftsraums nicht mit den US-Dollar gehandelten Märkten konkurrieren. Der zersplitterte Markt in Kontinentaleuropa ist gerade einmal 9,2 Billionen Dollar schwer. Der weltweit als sicherer Hafen betrachtete Markt deutscher Anleihen (Bunds) hat auch nur ein Volumen von 1,7 Billionen Euro – und Deutschland ist die viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt.

Fazit

Ist die Welt bereit für einen Wechsel im Weltleitwährungssystem?

Ein kleiner Game Changer hat sich in letzter Zeit durch die Entwicklung der Zinsen in den USA ergeben. In den letzten Jahren hatten US-Staatsanleihen stets eine positive reale Rendite im Gegensatz zur Eurozone, erst recht gegenüber Japan. Daher auch das Nachgeben des US-Dollar gegenüber vielen anderen Währungen, es gibt plötzlich die risikolose Anlage am Kapitalmarkt nicht mehr, die noch Zinsen abwirft. Auch hat das Währungsspiel des Carry Trade derzeit Pause.

Den chinesischen Währungsmarkt kann man da in diesem Zusammenhang noch vergessen. Aber dies hat sich spätestens mit dem Beginn der Coronakrise leicht geändert. Die übrigen Kapitalmarktzinsen in den Vereinigten Staaten sind auch oft im Negativbereich (Realrenditen) angesiedelt und die Staatsverschuldung geht rasant in die Höhe. Ob hier langfristig die Stärke des Dollarraums erhalten bleiben kann, auch angesichts der protektionistischen Entwicklungen?

Eine Chance hätte der Euroraum, aber hierfür müsste es erst einen großen einheitlichen Kapitalmarkt mit einheitlichen Regeln geben. Auch der 750 Milliarden-Euro-Aufbaufonds hat daran noch nicht viel geändert. So ist es noch ein weiter Weg bis zu einer Änderung im globalen Finanzsystem, schließlich sind auch Dutzende Entwicklungsländer in US-Dollar verschuldet. Der Greenback sollte seine Position als Fluchtwährung noch eine Zeit behalten, allein schon daran erkennbar, wie stark die Federal Reserve während des Coronacrashs am Markt intervenieren musste, weil bei vielen Ländern plötzlich ein Dollarmangel geherrscht hat. Es wird also noch dauern..

Verliert der US-Dollar absehbar seine dominante Stellung?

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Euro vs US-Dollar: Der Major erobert die wichtige 1,17 Marke – Wie geht es weiter?

Agata Janik

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Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar konnte auch am gestrigen Handelstag seinen Rebound weiter ausbauen. Nach den heftigen Verlusten der letzten Woche, befindet sich der Euro jetzt wieder auf dem Erholungskurs. Da die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster weiter im positiven Modus lagen, war es zu vermuten, dass die Bullen die Long-Seite erneut angreifen werden. Schon am frühen Morgen konnte man sehen, dass der Euro gegen den USD favorisiert wurde. Viele Trader haben sich sehr schnell für die Long-Seite entschieden. Das hat dem Euro eine neue Kraft verliehen. Der signifikante Widerstand bei 1,1680 wurde schon am Anfang der europäischen Session angegriffen und durchbrochen.

Als nächstes Ziel wurde natürlich die 1,1700 Marke angesteuert. Die Break-Out Trader wollten sich diese Chance auch nicht entgehen lassen und sind sofort auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Der Euro wurde von Minute zu Minute stärker und die 1,1700 „big figure“ wurde noch am Vormittag erreicht. Der Kurs hat diesen Widerstand kurzfristig überwunden und testete die Marke von 1,1713. Hier wurde die Long-Bewegung vorerst gestoppt. Grund dafür waren die Gewinnmitnahmen der kurzfristigen Trader. Danach hat EUR/USD wieder leicht korrigiert und testete die Unterstützung bei 1,1691. Das war aber schon das Ende der Short-Bewegung. Auf diesem Niveau haben die Bullen frische Long-Positionen eröffnet und den Euro vs USD endgültig über die 1,17 „big figure“ gebracht.

Im Bereich von 1,1724 verlief gestern der wichtige 420er Moving Average, der als ein starker Widerstand gilt. Aber auch diese Hürde konnte die positive Stimmung nicht beenden. Die Händler haben den Euro weiter favorisiert und den Kurs somit immer weiter in die nördliche Richtung geschickt. Die Marke von 1,1724 wurde relativ schnell erobert. Das war schon eine kleine Überraschung. Auf dem Level von 1,1742 hat die Dynamik dann nachgelassen und der Euro ist anschließend wieder leicht gefallen. Am Nachmittag, in der amerikanischen Session, konnte sich der Euro wieder gegen den USD durchsetzen. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1743.

Mit hohen Erwartungen hat die Welt gestern auf die erste TV-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden gewartet. Diese berühmten Treffen gehören in den USA zu den Höhepunkten der Präsidentschaftswahlen. Was jedoch zu einem konstruktiven Duell werden sollte, hat sich als eine peinliche und primitive Show herausgestellt. Ohne Inhalt und ohne Führung, haben sich die beiden Kandidaten in einer Schlammschlacht gegenseitig beleidigt und beschimpft. Der Moderator hat schon nach den ersten fünf Minuten die Kontrolle verloren. Dieser Auftritt hat die aktuelle Situation in den USA gut widergespiegelt. EUR/USD und der gesamte Dollar- Block haben auf das TV-Duell kaum reagiert. Der Euro zum USD bewegte sich nur in einer kleinen Range von ca. 20 Pips.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1738. Der Kurs hat in der asiatischen Session leicht nachgegeben, aber die Volatilität war insgesamt gering. Es wird sich in den nächsten Stunden entscheiden, ob sich der Euro gegen den USD weiter durchsetzen wird. Wenn es den Bullen gelingt, den wichtigen Widerstand bei 1,1755 zu durchbrechen, stehen die Chancen auf einen weiteren Rebound für den Euro gut. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,1778. Bricht auch diese Hürde, kann EUR/USD sogar die 1,1800 Marke testen. Auf der Unterseite hat der Major die erste wichtige Unterstützung bei 1,1701 und dann bei 1,1681. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1716.

Chart zeigt Kurs von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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